Wasserskilift

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Wasserskianlage am Seepark Niederweimar
Wasserskilift – Wakeboarding auf der Insel Krk zwischen Städten Punat und Krk, Kroatien.

Als Wasserskilift oder Wasserskiseilbahn wird eine Anlage auf einem Gewässer bezeichnet, mit der Wasserski oder Wakeboard gefahren werden kann. Der Begriff leitet sich von dem des Skilifts ab und funktioniert technisch ähnlich. Anders als dieser hat ein Wasserskilift aber keine hebende Wirkung, das heißt, die gezogene Person wird lediglich waagerecht bewegt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wasserskiseilbahn wurde Anfang der 1960er Jahre von Bruno Rixen erfunden und zur Marktreife entwickelt.[1] Zu seinen Erfindungen zählen der Start im rechten Winkel zum Umlaufseil, wodurch der startende Läufer sanft beschleunigt wird, ohne dass die Geschwindigkeit des Umlaufseils verringert wird, sowie das doppelte Umlaufseil. Nur hierdurch können die Anforderungen des Wasserski-Sports erfüllt werden, wie hohe Geschwindigkeit und hohe Querkräfte beim Slalomlaufen. Die erste kommerziell betriebene Wasserskiseilbahn wurde 1966 im Mittelmeer vor Benidorm in Spanien errichtet.[2] Heute gibt es weltweit etwa 363 Wasserski- und Wakeboardseilbahnen, darunter sind 112 Zwei-Mast-Systeme in 48 Ländern.

Technik[Bearbeiten]

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Ein Wasserskilift ist im weitesten Sinne kreisförmig aufgebaut. Ein Elektromotor betreibt ein etwa 600 bis 1000 Meter langes Doppel-Stahlseil etwa acht Meter über der Wasseroberfläche im Vier- Fünf- oder Sechseck. Daran ist etwa alle 80 Meter ein Bügel-Paar (Fachbegriff: Mitnehmer) befestigt, an dem Zugleinen eingehängt werden können. Diese Zugleinen, an deren Ende sich ein Haltegriff befindet, hängen zur Wasseroberfläche herunter. An diesem kann sich der Wassersportler festhalten.

Die Geschwindigkeit des Umlaufseils einer derartigen Anlage kann stufenlos bis zu 61 km/h heraufgeregelt werden. Die Geschwindigkeit wird in Abhängigkeit zum jeweils gefahrenen Sportgerät eingestellt. Mit einem Wakeboard ist eine Geschwindigkeit oberhalb von 40 km/h kaum fahrbar, mit einem Monowasserski sind hingegen auch 58 km/h möglich. Dabei können die Läufer durch Slalomfahrten Geschwindigkeiten von über 120 km/h erreichen. Die Wasserskifahrer starten im Stehen oder im Sitzen von einer Rampe und werden allmählich auf die Geschwindigkeit des Umlaufseils beschleunigt.

Kritik[Bearbeiten]

Der Betrieb von Wasserskiliften ist nicht immer unumstritten. Örtliche Anglervereine befürchten, dass durch derartige Anlagen zu viel Bewegung ins Wasser kommt und Fische verschreckt werden.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschichte und Entwicklung der Wasserskiseilbahn, cablewakeparks.us, abgerufen am 25. März 2012 (englisch)
  2. Die revolutionäre Idee des Bruno Rixen, Münchner Merkur, 5. Juli 2011
  3. Rhein Main Presse Abgerufen am 24. März 2012