Wasserversorgung
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Wasserversorgung setzt sich mit den Maßnahmen zur Bereitstellung des notwendigen Trinkwassers und Betriebswassers auseinander.
In technischer Hinsicht ist dies der Bau und der Betrieb von Anlagen
- zur Gewinnung von Rohwasser, z. B. aus Brunnen (siehe auch Grundwasser), Quellwasser, Oberflächenwasser aus Seen und Flüssen, Auffangen von Regenwasser in Zisternen
- zur Aufbereitung des gewonnenen Rohwassers zu Trinkwasser oder Brauchwasser
- zur Wasserverteilung, z. B. Hochbehälter, Pumpstationen, Wasserleitungen, Druckerhöhungsstationen.
- zur Löschwasserversorgung
- zur Warmwasserversorgung
In organisatorischer Hinsicht müssen die entsprechenden Strukturen für die Abwicklung dieser Maßnahmen geschaffen werden. Dies können Einzelpersonen und -unternehmen oder juristische Personen sein. Weiterhin wurden in einzelnen Staaten besondere Konstruktionen zur Gewährleistung der öffentlichen Wasserversorgung eingeführt. In Österreich übernehmen diese Aufgaben die Wassergenossenschaften und Wasserverbände, in Deutschland die Kommunen oder Wasserverbände bzw. privatrechtlich organisierte Versorgungsunternehmen, die zumeist (noch) mehrheitlich in Kommunalbesitz sind.
In küstennahen Trockengebieten trägt auch die Meerwasserentsalzung zur Wasserversorgung bei.
Unter Leckerkennungs-Management versteht man IT-Systeme, die den Unternehmen der Wasserwirtschaft helfen, Wasserverluste durch Rohrbrüche und Hintergrundverluste zu reduzieren bzw. die Wasserverteilungssysteme ökonomisch optimal zu betreiben.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
In Deutschland erhielt Hamburg 1849 die erste zentrale Wasserversorgung, Berlin folgte 1855, Magdeburg 1859. Die meisten weiteren Städte folgten in den 1860er und 1870er Jahren. In England war man rund ein halbes Jahrhundert früher dran, Wien erhielt 1873 eine erste Hochquellenleitung aus dem Gebiet des Schneebergs. Eine 2. Hochquellenleitung aus dem Gebiet des Hochschwabs folgte 1900-1910. Dieses Aquädukt hat eine Länge von rund 170 km.[1]
[Bearbeiten] Siehe auch
- Fachgruppe Trinkwasserversorgung: Technisches Hilfswerk - Katastrophenschutz
- Kategorie:Wasserversorger
- Fernwasserversorgung
- Wasser als Handelsware
- Siedlungswasserwirtschaft in Deutschland
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ NN: Die Stadt Graz - herausgegeben aus Anlaß der Achthundertjahrfeier 1928 im Selbstverlag der Stadtgemeinde Graz; S. 272.
[Bearbeiten] Literatur
- Hanns-Peter Mederer: Das Beste ist gerade gut genug. Wie die Münchner an ihr quellfrisches Wasser kommen. In: Charivari 3-4. 1999. S. 35 - 37.
- Hans-Jürgen Leist: Wasserversorgung in Deutschland - Kritik und Lösungsansätze. oekom Verlag, München 2007. ISBN 978-3-86581-078-6

