Watain
| Watain bei einem Konzert in Springfield (Virginia), 2007 | ||
| Allgemeine Informationen | ||
| Herkunft | Uppsala, Schweden | |
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| Genre(s) | Black Metal | |
| Gründung | 1998 | |
| Website | http://www.templeofwatain.com/ | |
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| E (Erik Danielsson) | ||
| C. Blom (bis 2000) | ||
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Gitarre
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P (Pelle Forsberg) | |
| H (Håkan Jonsson) | ||
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Gesang, Bass
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E (Erik Danielsson) | |
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Gitarre
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P (Pelle Forsberg) | |
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Schlagzeug
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H (Håkan Jonsson) | |
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Live-Gitarre, vorher auch Live-Bass
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Set (Davide „Set Teitan“ Totaro) | |
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Live-Bass
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A (Alvaro Lillo) | |
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Bass
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Necromorbus (2000–2002) | |
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Bass
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Mörk (2001–2006)[1] | |
Watain ist eine Black-Metal-Band aus Uppsala, Schweden.
Inhaltsverzeichnis |
Biografie [Bearbeiten]
Watain wurde im Sommer 1998 gegründet[2][3] und benannte sich nach einem Lied der US-amerikanischen Black-Metal-Band VON[2][3][4]. Nach dem ersten Demo Go Fuck Your Jewish God und der Live-Kassette Black Metal Sacrifice erschien im April 1999 die 7"-EP The Essence of Black Purity auf dem schwedischen Label Grim Rune Productions; diese wird von Watain als erste offizielle Veröffentlichung angesehen.[5] 2000 wurde der Gitarrist C. Blom aus der Band entlassen[2], deren Kern seitdem aus den drei übrigen Gründungsmitgliedern besteht. 2001 folgten die Live-Kassette The Ritual Macabre und die Split-Single The Misanthropic Ceremonies mit der schwedischen Band Diabolicum. Nach zwei Promo-/Demo-CDs, die ausschließlich an Freunde, Journalisten und Plattenfirmen gingen, wurde 2000 das Debütalbum Rabid Death’s Curse eingespielt und veröffentlicht. Danach ging Watain zusammen mit Secrets of the Moon und Averse Sefira auf die Stellar Dimension Infernal Tour durch Europa.
Nach einem Auftritt beim Party.San-Metal-Open-Air im Jahr 2006 wurden Bandmitglieder beim Hitlergruß sowie beim Tragen von T-Shirts der NSBM-Band Absurd gesehen, was zu Vorwürfen führte, die Band fördere nationalsozialistisches Gedankengut.[6][7] Die Band bezeichnete ihre Kritiker daraufhin auf ihrer Internetseite als „erbärmliche Untermenschen“.[8] Als Erik Danielsson bei einem Interview mit dem deutschen Online-Magazin Metal.de zum Vorfall und nach seiner Meinung zum NSBM befragt wurde, erklärte er:
„Die Leute werden ängstlich, wenn sie sehen, dass ein schwarzer Wolf in die Herde von weißen Schafen einfällt. Sie versehen einen automatisch mit einem Nazi-Stempel, da dies der einzige Weg scheint, wie sie mit Dingen umgehen können, welche sie nicht verstehen (wollen). Wir haben darüber gelacht und nun wissen sie es hoffentlich besser. […] NSBM ist ein Witz, ein verzweifelter Versuch von Leuten, welche unfähig sind, die Perversion und den Wahnsinn des Black Metals zu ergründen. Sie wollen extrem erscheinen und limitieren sich in ihrer Konzeption an diese Art von Gesellschaft, was etwas darstellt, was uns nicht noch weniger interessieren könnte. Fuck the world! Black Metal hat nichts mit der Welt zu tun, wie ihr sie kennt.“
– Erik Danielsson: Interview mit Watain bei metal.de[9]
Watains nächstes Album Sworn to the Dark wurde in Europa am 21. Februar 2007 veröffentlicht. Anschließend ging die Band mit Celtic Frost, Kreator und Legion of the Damned auf Europa-Tournee. 2008 spielte sie ihre erste Tournee in Nordamerika.
Für den 7. Juni 2010 kündigte die Band ihr viertes Album Lawless Darkness mit den Worten „On June 7th 2010, Black Metal shall be reborn.“ an; laut Danielsson soll es eine Rückkehr zu den Wurzeln des Black Metal bei gleichzeitiger notwendiger spiritueller Erneuerung sein.[10] Auf dem Album steuerte der mit der band befreundete Selim Lemouchi von The Devil’s Blood[11], zwei Gitarrensoli bei, und Carl McCoy von Fields of the Nephilim sang bei Waters of Ain mit. Das Album erreichte im Juni 2010 Platz 26 der schwedischen Albumcharts.[12] Am 4. Mai 2012 veröffentlichten Watain ihre erste DVD Opus Diaboli, die es in Kombination mit CDs und LPs gibt.
Musikstil und Ideologie [Bearbeiten]
Watain spielt einen typisch schwedischen Black-Metal-Stil und wird in atmosphärischer Hinsicht mit dem Album De Mysteriis Dom Sathanas von Mayhem und wegen der Melodien mit Dissection verglichen.[5][13][14][15] Als Einfluss gilt auch die ebenso wie Dissection chaos-gnostische Band Ofermod[16][17], die zum Umfeld von Watain gehört[17]. Danielsson nennt alte Mayhem und Burzum, Thorns, Sabbat, Mercyful Fate, Death SS, Samael und Necrovore als Einflüsse[3][18][19] und sieht viele Gemeinsamkeiten mit Dissection[4]. Das 2010 veröffentlichte Album Lawless Darkness basiert laut Danielsson musikalisch eher auf Watain selbst als anderen Bands.[11]
Die Musiker sehen sich als „Teil eines größeren Plans“ und „von höheren Mächten kontrolliert“.[11] Ihre Form von Satanismus wird von Danielsson zur Abgrenzung von anderen Strömungen ausdrücklich als Teufelsanbetung bezeichnet[20][3]; trotz ihrer später bekundeten Unterstützung des chaos-gnostischen Misanthropic Luciferian Order[9][21], Danielssons Aushilfe bei Dissection und des nach dem Tod des Dissection-Gründers Jon Nödtveidt vom Ex-Dissection-Gitarristen Set Teitan geschriebenen, Nödtveidt gewidmeten und an die Anschauungen des MLO angelehnten Lieds Legions of the Black Light, behielt die Band die Teufelsanbetung als ihre Ausrichtung bei[22] und näherte sich inhaltlich nicht dem MLO an.
Die Auftritte der Band sind bekannt für die Verwendung von Schweineköpfen, Feuereffekten und Tierkadavern sowie den extremen Gestank, der dabei von der Bühne ausgeht; die Band selbst beschreibt Teile ihrer Auftritte als für zahlreiche Zuschauer verstörend, aber für jene erleuchtend und wohlgefällig, in deren Herzen das schwarze Feuer brenne.[23]
Diskografie [Bearbeiten]
| Chartplatzierungen Erklärung der Daten |
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| Alben[24] | ||||||||||||
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Demos [Bearbeiten]
- 1998: Go Fuck Your Jewish God
- 2002: Puzzles ov Flesh
Alben [Bearbeiten]
- 2000: Rabid Death’s Curse (Drakkar Productions, End All Life Productions)
- 2003: Casus Luciferi (Drakkar Productions, Norma Evangelium Diaboli)
- 2006: Sworn to the Dark (Season of Mist, Norma Evangelium Diaboli, The Ajna Offensive, CD-Maximum, Pulverised Records, InCoffin Productions)
- 2010: Lawless Darkness (Season of Mist, Norma Evangelium Diaboli)
DVD [Bearbeiten]
- 2012: Opus Diaboli (His Master's Noise / Soulfood)
Live-Kassetten [Bearbeiten]
- 1999: Black Metal Sacrifice
- 2001: The Ritual Macabre (Sakriligeous Warfare Productions)
Sonstige Veröffentlichungen [Bearbeiten]
- 1999: The Essence of Black Purity (EP; Grim Rune Productions)
- 2001: The Misanthropic Ceremonies (Split-Single mit Diabolicum; Spikekult Rekords)
- 2002: My Fists Are Him (Live in Darkness) auf Jesus Wept / Black Arts comp #1 (MC; Black Arts Productions)
- 2010: Reaping Death (EP; Season of Mist)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Malign - Divine Facing + Fireborn (LP).
- ↑ a b c Biography, Oktober 2000, abgerufen am 13. Oktober 2012.
- ↑ a b c d Arthur, Krasniy: Interview with WATAIN. Abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ a b Mastema: Watain – The Dark Side. 26. April 2007, abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ a b Mikael: WATAIN (Interview 2004). 7. September 2005, abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ Henri Kramer: Konzertbericht: Party.San Open Air. Abgerufen am 20. April 2010.
- ↑ fightfascism: “Under the Black Sun”-Festival mit extrem rechten Musikgruppen. 13. Mai 2007, abgerufen am 20. April 2010.
- ↑ What is new?.
- ↑ a b Endres: Watain - Interview. 17. März 2007, abgerufen am 20. April 2010.
- ↑ Johannes Paul Köhler: Watain. In: Legacy. Nr. 66, 05/06 2010, S. 27f..
- ↑ a b c Götz Kühnemund: For those about to destroy – we salute you!. In: Rock Hard. Nr. 277, Juni 2010, S. 46.
- ↑ Watain - Lawless, swedishcharts.com, abgerufen am 28. Juni 2010.
- ↑ Chaossphere: Review: Watain - Casus Luciferi. 9. Oktober 2004, abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ Adrien Begrand: Watain: Sworn to the Dark.
- ↑ Doomsdayzach: Watain - Erik Danielsson.
- ↑ Nathan T. Birk: Never Stop the Madness. In: Unrestrained. 2005, S. 21 (http://web.archive.org/web/20051024010525/http://www.ofermod.org/interviews/ofermod_unrestrained_2005.jpg, abgerufen am 20. April 2010).
- ↑ a b Nathan T. Birk: OFERMOD. 2005, abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ Ild: index. 9. Juni 2005, abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ Mirgilus: Interviews. 2005, abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ Ronald Ziegler: Merchandise whorery. In: Horrible Eyes. Abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ Pete Woods: Interview with Watain. Abgerufen am 20. April 2010 (englisch).
- ↑ Chris Harris: Watain: The Gun Shy Interview.
- ↑ Etan Rosenbloom: Watain work their Black Metal Magic on North American tour.
- ↑ swedishcharts.com - Swedish Charts Portal. Abgerufen am 1. Juli 2010 (englisch).
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Watain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - The Temple of Watain - Offizielle Website