Watubela-Inseln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Watubela-Inseln
NASA-Sat.Bild der Watubela-Inseln
NASA-Sat.Bild der Watubela-Inseln
Gewässer Bandasee, Seramsee
Archipel Molukken
Geographische Lage 4° 44′ S, 131° 45′ O-4.7406753847222131.74667358389Koordinaten: 4° 44′ S, 131° 45′ O
Karte von Watubela-Inseln
Anzahl der Inseln 7
Gesamtfläche 55,6 km²
Einwohner 9251 (2010)
Die Watubela-Inseln liegen im Osten der Molukken vor Neuguinea.
Die Watubela-Inseln liegen im Osten der Molukken vor Neuguinea.

Die indonesischen Watubela-Inseln (indon. Kepulauan Watubela, auch Matabello-Inseln,[1] lokal Wakate[2]) bestehen aus den Hauptinseln Watubela, Kasiui (Kesui, Kasui) und Teor (Tioor) und vier weiteren kleinen, unbewohnten Inseln. Sie gehören zu den Südlichen Molukken.

Geographie[Bearbeiten]

Die Watubela-Inseln liegen westlich von Neuguinea, im äußeren Bandabogen. Hier befinden sie sich zwischen den Gorom-Inseln und Seram im Norden und den Kei-Inseln im Süden. Östlich befindet sich die Seramsee, westlich die Bandasee. Die Watubela-Inseln bilden den Subdistrikt (Kecamatan) Wakate, der zum Regierungsbezirk (Kabupaten) Seram Bagian Timur (Sektion Ost-Seram) gehört (Provinz Maluku).[3][4] Wakate unterteilt sich in neun Desa („Dörfer“) und war früher Teil des Subdistrikt Pulau Gorom.[5]

Die Inseln bilden eine Kette. Alle Ortschaften liegen im Küstenbereich der Inseln.[2] Die größte Insel ist Kasiui mit den Orten Gulir in der Mitte an der Westküste, Utta (Utah, Uta, Oeta) an der nördlichen Ostküste und Tamher Timur (Temeer Timur) an der Südküste. Weitere Orte auf Kasiui sind Tamher Barat (Temeer Barat) an der Südwestküste, Kelangan (Kalangan) an der Südostküste und Amar Laut (Amarlaut) zwischen Kelangan und Utta. Gulir ist ein Fischereihafen und bildet kein eigenständiges Desa. Es gehört administrativ zu Tamher Barat.[6] Nördlich liegt Watubela, die namensgebende Insel des Archipels, mit den Orten Ilili an der Nordspitze, Effa an der Westküste und Lahema im Süden und noch ein Stück weiter nördlich das Eiland Ingar (Ingei). Die südliche Insel bildet die zweitgrößte Insel Teor mit dem Hauptort Wirmaf an der Ostküste und kleineren Weilern, wie Rumahlusi an der Nordküste und Ralatlumoi an der Westküste. Zwischen Teor und Kasiui liegt die kleine Insel Baam und östlich davon das Eiland Kurkap. Östlich von Teor liegt außerdem das Eiland Uran.[2][4][5][7] Baam und Uran gehören administrativ zu Teor, Kurkap zum Desa Tamher Timur und Ingar zum Desa Ilili.[2] Die Gesamtfläche der Inseln beträgt 55,6 km².[2]

Um die Inseln gibt es Korallenriffe und Seegraswiesen, die sich durch eine hohe Biodiversität auszeichnen. Dazu kommen Mangrovenwälder, die in kleineren Flächen an der Küste von Kasiui verteilt liegen.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Auf den Inseln leben 9251 Einwohner (2010).[4] Auf Kasiui wird von der Ethnie der Watubela (Wesi) die Sprache Watubela gesprochen.[8] Die Watubela sind mehrheitlich muslimischen Glaubens, 25 % sind Christen. Auf Teor wird die Sprache Teor gesprochen. Beide einheimischen Sprachen gehören zu den austronesischen Sprachen,[8] wobei Teor mehr Kur von der benachbarten, gleichnamigen Insel ähnelt, als dem Watubela.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Watubela-Inseln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wallace, Alfred Russel: 25: Ceram, Goram, and the Matabello Islands. In: The Malay Archipelago: The land of the orang-utan, and the bird of paradise. A narrative of travel, with sketches of man and nature, 1, Macmillan, 1869.
  2. a b c d e f Isa Naib Edrus, Wiliam Frederik Leatemia: A Study on Coral Reefs and Coral Fish in Watubela Islands, East Ceram, Moluccas (PDF; 2,6 MB), 1997, abgerufen am 19. April 2013
  3. Karte des Regierungsbezirks Seram Bagian Timur
  4. a b c Penduduk Indonesia menurut desa 2010 (indonesisch; PDF; 6,0 MB), abgerufen am 26. Januar 2013
  5. a b Karte des Regierungsbezirks Seram Bagian Timur
  6. Karte der Infrastruktur der Provinz Maluku (Indonesisch)
  7. Karte der Provinz Maluku
  8. a b Sprachenkarte Indonesiens
  9. Ethnologue: Teor-Kur