Wayne Fontana and the Mindbenders

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Wayne Fontana and the Mindbenders war eine (typische) britische Beatgruppe der 1960er-Jahre.

Geschichte der Band[Bearbeiten]

Glyn Geoffrey Ellis spielte mit seiner damaligen Band "The Jets" 1963 in Manchester bei Fontana Records vor. Zwei Mitglieder seiner Gruppe erschienen aber nicht zum Termin, weshalb er zwei Musiker aus anderen Gruppen, die ebenfalls vorspielen wollten, um Aushilfe bat – Eric Stewart und Ric Rothwell.

Erstaunlicherweise bestand diese zusammengewürfelte Truppe den Test und bekam den Plattenvertrag (nachdem sich Ellis in Wayne Fontana umbenannt hatte, vermutlich nach dem Label).

Ihre erste Veröffentlichung war der Fats-Domino-Titel Hello Josephine. Ihr erster britischer Chart-Hit war Anfang 1965 eine Neuaufnahme von Um Um Um Um Um (im Original von Major Lance), dann wurde Game Of Love zu einem der am schnellsten aufgestiegenen Nummer-eins-Hits des Jahres in den USA.[1]

Mit ihrer ersten LP Game Of Love stellten sie sogleich unter Beweis, dass sie eine ausgesprochen erstklassige Gesangsgruppe waren. Der Stil diese LP war für die damalige Zeit recht außergewöhnlich, er unterscheidet sich sowohl eindeutig vom Merseybeat wie auch von den gerade angesagten Heavy-Beat-Gruppen aus England (The Rolling Stones, Yardbirds, Them oder The Who). Die Aufnahmetechnik ist ziemlich vernachlässigt und dünn, das Schlagzeug ist das vernehmlichste Instrument, und der Bass ist kaum zu hören.

Im Oktober 1965 verließ Wayne Fontana die Band, um eine Solokarriere zu starten. Come On Home und Pamela Pamela waren seine größten Erfolge.

Bei den Mindbenders übernahm Eric Stewart den Gesang, und ihre letzte Hitnotierung stammt aus dem September 1967. Nach und nach löste sich die Gruppe dann auf. Die letzte Besetzung bestand aus Eric Stewart, James O’Neil, Paul Hancox und Graham Gouldman.

Stewart und Gouldman machten nach der endgültigen Auflösung der Gruppe als Hotlegs weiter, aus denen sich dann 10cc entwickelte. Wayne Fontana sang probeweise bei Manfred Mann vor – Mike D’Abo wurde ihm dort aber vorgezogen.

In dem Spielfilm Junge Dornen (To Sir, with Love, 1967) mit Sidney Poitier hatte die Band einen Auftritt und steuerte die Titel Off and Running und It's Getting Harder All the Time zum Soundtrack bei.[2]

Mitglieder (Originalbesetzung)[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Wayne Fontana and the Mindbenders[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • Hello Josephine 1963
  • For You, For You 1963
  • Little Darlin' 1964
  • Duke of Earl 1964
  • Um, Um, Um, Um, Um 1964 (UK Platz 5)
  • The Game of Love 1965 (US Platz 1, UK Platz 2)
  • It's Just a Little Bit too Late 1965 (UK Platz 20)
  • She Needs Love 1965

LPs[Bearbeiten]

  • The Game of Love 1964 (D, USA)
  • Wayne Fontana and the Mindbenders 1965
  • Eric, Rick, Wayne and Bob 1965

The Mindbenders[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • A Groovy Kind of Love 1965 (US Platz 2, UK Platz 2)
  • Can't Live With You Can't Live Without You 1966
  • Ashes to Ashes 1966 (UK Platz 14)
  • I Want Her She Want's Me 1966
  • We'll Talk About It Tomorrow 1967
  • The Letter 1967
  • Schoolgirl 1967
  • Blessed Are Lonely 1968
  • Uncle Joe, The Ice Cream Man 1968

LPs[Bearbeiten]

  • A Groovy Kind Of Love 1966
  • With Woman In Mind 1977

Wayne Fontana solo[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • It Was Easyier To Hurt Her 1965
  • Come On Home 1966 (UK Platz 16)
  • Goodbye Bluebird 1966
  • Pamela Pamela 1966 (UK Platz 11)
  • Twenty-four Sycamore 1967
  • The Impossible Years 1967
  • Gina 1967
  • Storybook Children 1968
  • Words Of Bartholomew 1968
  • Never An Everyday Thing 1968

LPs[Bearbeiten]

  • Wayne One 1966

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992, S. 172
  2. ihre Soundtrack-Liste bei IMDb

Literatur[Bearbeiten]

  • Laufenberg, Frank / Hake, Ingrid: Rock- und Poplexikon. Bd. 1: ABBA – Kay Kyser. Düsseldorf / Wien: Econ Verlag, 1994, S. 538f

Weblinks[Bearbeiten]