Wayne Wonder

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Wayne Wonder auf dem Chiemsee Reggae Summer 2013

Wayne Wonder (* 26. Juli 1972 in Buff Bay, Jamaika; eigentlich Von Wayne Charles[1]) ist ein jamaikanischer Reggae- und Dancehall-Singjay.

Privat[Bearbeiten]

Charles wurde 1972 in der Stadt Buff Bay in Portland Parish, Jamaika geboren.[1] Seine Mutter war eine örtlich bekannte Chorsängerin der Galilee Gospel Church und auch er selber begann schon im Kindesalter im Kirchenchor der Sonntagskirche zu singen.[2][1] Schon früh zog er mit seiner Familie in den östlichen Teil von Kingston, Jamaika. Zuerst wohnte er im Stadtviertel Dunkirk, später auch im Viertel Rae Town und der Stadt Franklin Town im Parish Kingston.[1] Seine ersten eigenen Songs schrieb er im Alter von 13 Jahren. Den Namen Wayne Wonder bekam er von seinen Freunden, da sie sich "wunderten", was in seinem Kopf vorging.[3] Er war von Kind an ein großes Gesangstalent. Charles war bekannt dafür, dass er überall seine Songs vortrug und es schaffte das Publikum zu verzaubern.

Charles ist seit 2002 verheiratet und hat eine Tochter (geb. 1991) und einen Sohn (geb. 2006). Er lebt mit seiner Familie seit 2004 in Fort Lauderdale in Florida, USA.[4] Er besitzt ein eigenes Studio in New York.

Karriere[Bearbeiten]

80er[Bearbeiten]

Seine Karriere begann im Metro Media in Allman Town, Jamaika, wo jeden Mittwoch ein Singwettbewerb stattfand an dem er regelmäßig teilnahm.[2] Dort wurde er von Sly Dunbar entdeckt und gefördert. Eine Vertragsunterzeichnung bei dem Label Sonic Records scheiterte jedoch, da er eine Begleitung des Roots-Künstlers Black Uhuru auf seiner Tour vorzog. Der Wendepunkt in seiner Karriere begann als er den bekannten Produzenten und Labelbesitzer King Tubby kennenlernte. 1985 erschien unter dessen Produktion die erste Single von Wayne Wonder mit dem Namen "Long and Lasting Love". Neben etlichen Original-Titeln singt Wayne unter Tubbys Regie mehrere Coverversionen populärer Songs, darunter Rick Astleys "Never Gonna Give You Up", ein.[3] 1987 Erscheint das erste Album mit dem Namen "Wayne Wonder" auf Vinyl und Cassette. 1989 entsteht der Song "Its Over Now". Dieser wurde sein erster großer Hit der in ganz Jamaika populär war und von dem viele Coverversionen entstanden. Die Praxis des Coverns war zu dieser Zeit populär auf Jamaika und Wayne Wonder sprach sich dagegen aus: "Anfangs hat mich das ungeheuer frustriert. Du bringst deine eigenen Songs ins Studio, und dort wollen sie sie sich noch nicht einmal anhören. Sie verwenden keinerlei Zeit auf deine Kreativität oder darauf, was du zu erschaffen versuchst!".[3]

90er[Bearbeiten]

In den frühen neunzigern traf Wonder seinen alten Schulfreund Dave Kelly der ein erfolgreicher Produzent bei dem Label Penthouse records war. Zu der Zeit einer der bekanntesten labels für dancehallmusik. Zusammen veröffentlichten sie eine reihe von Hits darunter Songs wie "Searching Dem Searching", "The Saddest day of my life", "Sweet and Sour", "Bashment Girl", "Rainbow," und "Glamour Girl". Auch die ungeliebten Cover-Songs bleiben nicht aus. Wayne Wonder interpretiert unter anderem Tracy Chapmans "Fast Car", "Die Without You" von PM Dawn und En Vogues "Hold On". Der Song der Wayne Wonder 1991 zu größerer Bekanntheit verhilft, stammt ebenfalls nicht von ihm selbst: "Movie Star" basiert auf dem Hit "I Don’t Know Why" von Delroy Wilson.[2][3] Im selben Jahr erscheint sein zweites Album mit dem Namen "Part 2". Wayne Wonder spielt eine große Rolle bei der Entstehung der ersten Erfolge des Deejays Buju Banton. Er schrieb dessen frühen Erfolgshits "Murderer", "Boom By By" und "Deportee". 1992 nimmt er mit Banton das Duett "Bonafide Love" auf das ein weltbekannter Hit wurde. Der Song erschien mit dem Stück "Movie Star" zusammen auf dem Label Penthouse Records. Zusammen gingen die beiden auf Tour durch die USA und Europa. Nachdem Banton bei dem US-Label Mercury Records unterschreibt arbeitet Wonder erneut mit Dave Kelly zusammen der inzwischen inhaber der Labels Madhouse und Xtra Large. In Zusammenarbeit entstehen in den Neunzigern zahlreiche Hits unter anderem. "Joyride", "Keep Them Coming" und "Bashment Gal" die vorzugsweise auf dem Label Madhouse erschienen. Zusammen gründen sie auch die Band Alias, in der alle Bandmitglieder unter Pseudonymen auftreten. Wayne Wonder legt sich den Namen Surprize zu. Unter sein eigenen Namen will er von da an nur noch eigene Lieder Singen: "Wie soll ich stolz auf meine Leistung sein, wenn ich auf der Bühne stehe und Songs anderer Künstler singe?".[3] In einem zweiten Bandprojekt mit dem Namen Entourage betätigt er sich neben seinen Aufgaben als Sänger und Songwriter erstmals auch als Live-Instrumentalist.[3] 1999 erschien nach acht Jahren sein drittes Album mit dem Namen "Collectors Series".

2000 bis heute[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 gründete Wayne Wonder mit Singso Records sein eigenes Plattenlabel, auf dem er selbst aber keine Songs herausbringt. Jedoch ist er bei den meisten Veröffentlichungen als Produzent tätig. 2001 remixt er für die Rapperin Foxy Brown seinen alten Song The Saddest Day zu einer neuen Version. Diese erschien auf ihren Album Broken Silence.[3] Ein Jahr später erscheint der Song No Letting Go auf dem populären Diwali Riddim, der ihn weltbekannt macht. Der Song erreichte Platz 11 der US Billboard Charts. Nach diesem Erfolg schloss Wayne Wonder ein Vertrag mit Atlantic Records ab. Dort erschienen 2003 auch seine beiden Alben No Holding Back und You Me And She, mit vielen bekannten Musikern wie beispielsweise Elephant Man zur Unterstützung. Das Album No Holding Back bekam eine Grammy-Nominierung zum besten Reggae-Album des Jahres und andere Preise, trotz zuvor schlechter Kritik.[3] Zwischen 2004 und 2005 bestritt Wayne Wonder zusammen mit seiner Combo Entourage. 2007 erschien sein vorerst letztes Album Foreva mit dessen ein Jahr zuvor erschienenen Hit-Single I Still Believe.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

Zusammenarbeit mit anderen Künstlern[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Wayne Wonder Biografie auf sing365.com (englisch)
  2. a b c Wayne Wonder Profil und Biografie auf mtv.com (englisch)
  3. a b c d e f g h Wayne Wonder Profil und Biografie auf laut.com
  4. Wayne Wonder wird erneut Vater Bericht bei Yardflex.com (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wayne Wonder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien