Wedemeyer (Adelsgeschlecht)

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Wappen der Wedemeyer
Wappen der Wedemeier in Grotes Geschlechts- und Wappenbuch des Königreichs Hannover und des Herzogthums Braunschweig, um 1850

Die briefadlige Familie von Wedemeyer (auch Wedemeier, Wiedemayer geschrieben) ist ein niedersächsisches lüneburgisches Burgmannen- und Patriziergeschlecht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Familie führt ihren Ursprung auf Hans Wedemeyer (1336–1419) zurück. Im 15. und 16. Jahrhundert stiegen Mitglieder zu hohen Staatsbeamten der Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg auf. Der Großvogt und Rat Conrad Wedemeyer wurde 1564 von Herzog Erich II. mit dem Gut Eldagsen belehnt. Seit 1576 sind die Wedemeyer Mitglied der Calenberger Ritterschaft.

Nachdem die Burg Eldagsen im Dreißigjährigen Krieg zerstört war, teilten die Brüder Dietrich (1611-1683) und Werner Wedemeyer den Besitz und begründeten die zwei Familienstämme vom „Obergut“ und „Untergut“; beide befinden sich bis heute im Familienbesitz.

August Wilhelm Wedemeyer, Nachkomme von Conrad Werner Wedemeyer und Besitzer des von 1811 Johann Franz Justus erworbenen thüringischen Klosterguts Anrode, wurde 1819 in Preußen geadelt. Georg Ludwig von Wedemeyer war von 1815 bis 1846 Besitzer des Guts Langhagen in Mecklenburg-Schwerin; 1836 erwarb er auch das Gut Schönrade im damals brandenburgischen Kreis Friedeberg Nm. 1864 erwarb Ludwig von Wedemeyer zusätzlich das Gut Woynitz im Kreis Schmiegel und 1874 das Gut Hohen Wartenberg im Kreis Königsberg Nm. Das Rittergut Pätzig bei Königsberg in der Neumark befand sich im Besitz des Hans von Wedemeyer. Das mecklenburgische Gut Langhagen befindet sich heute wieder im Besitz der Familie von Wedemeyer (Untergut Eldagsen).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Der Schild ist von Schwarz und Gold geteilt, darauf ein Löwe in verwechselten Tinkturen, welcher in der oberen Pranke einen grünen Palmwedel und der unteren einen silbernen sechseckigen Stern hält. Der Helm wird gekrönt oder bewulstet dargestellt, darauf der Löwe wachsend. Die Decken sind schwarz-golden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Chronica Wedemeyeriana. Abschrift mit Ergänzungen und einigen Übersetzungen fertiggestellt Anfang 1989, o.O., o.J.

Weblinks[Bearbeiten]