Weezer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen siehe Weezer (Begriffsklärung).
Weezer
Shriner, Bell, Cuomo, Wilson
Shriner, Bell, Cuomo, Wilson
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Rock, Pop-Punk
Gründung 1992
Website http://www.weezer.com/
Aktuelle Besetzung
Rivers Cuomo
Gitarre, Gesang
Brian Bell (seit 1993)
Bass, Gesang
Scott Shriner (seit 2001)
Patrick Wilson
Ehemalige Mitglieder
Gitarre, Gesang
Jason Cropper (1992–1993)
Bass, Gesang
Matt Sharp (1992–1997)
Bass, Gesang
Mikey Welsh (1997–2001,† 2011)

Weezer ist eine US-amerikanische Alternative-Rock-Band aus Los Angeles. Sie wurde am 14. Februar 1992 gegründet. Ihr Stil wird häufig als College Rock oder auch als gitarrenlastiger Pop-Punk beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte [Bearbeiten]

Der Sänger Rivers Cuomo interessierte sich vor der Bandgründung für Heavy Metal, aber auch für die Beach Boys. Der Gitarrist Jason Cropper verließ während der Aufnahmen des ersten Albums die Band, weil seine Freundin schwanger war. Für ihn sprang Brian Bell ein, der vorher Bassist der Band „Carnival Art“ gewesen war. Der Song „Buddy Holly“ sollte ursprünglich nur wie ein Pop-Hit klingen, doch es wurde tatsächlich einer und Weezer wurden weltbekannt. Dazu trug nicht zuletzt der von Spike Jonze inszenierte Musikclip bei, der die Protagonisten in eine Folge der US-Fernsehserie „Happy Days“ transferierte. Einem weiteren Publikum wurden sie auch durch den Umstand bekannt, dass das Video zu „Buddy Holly“ auf der Windows-95-CD-ROM enthalten war.

Das zweite Album „Pinkerton“ war düsterer und weniger erfolgreich, gilt aber bei vielen Weezer-Fans als ihr stärkstes Album. Kommerziell floppte es allerdings und die Band existierte für ein paar Jahre nicht. Speziell die letzten Zeilen des Songs „Butterfly“ am Ende des Albums („I ain't never coming back, I’m sorry“) ließen viel Platz für Spekulationen um eine Auflösung der Gruppe. Cuomo begann an der Harvard University zu studieren, Matt Sharp (der sich mit Cuomo zerstritten hatte) gründete „The Rentals“, Pat Wilson „The Special Goodness“ und Brian Bell „The Space Twins“.

Im Jahr 2000 fand man mit dem neuen Bassisten Mikey Welsh († 8. Oktober 2011) wieder zusammen und „The Green Album“ wurde aufgenommen, das wieder etwas poppiger und hitverdächtiger als „Pinkerton“ war, wie besonders der Erfolg des Songs „Island In The Sun“ zeigte. Weezer ging auf Welttournee. Welsh wurde nach einem Selbstmordversuch durch Drogen aufgrund eines Nervenzusammenbruchs[1] durch Scott Shriner ersetzt.

Das vierte Album war „Maladroit“, auf welchem Rivers Cuomo seiner Leidenschaft für 80er-Hardrock frönte. Es knüpfte aber nicht an den Erfolg der Vorgängeralben an.

Am 9. Mai 2005 stand der Release des nun fünften Weezer-Albums „Make Believe“ an, das durch die dazugehörige Single Beverly Hills zu einem Verkaufserfolg wurde. Daraufhin ging Weezer nach einigen Festivalauftritten gemeinsam mit den Foo Fighters auf Tournee.

Nach Beendigung der Tourneen war der Status der Band unklar. Ein missverständlich geführtes Interview mit Rivers Cuomo 2006, das als Auflösungsverlautbarung gedeutet wurde, wurde später von ihm selbst dementiert bzw. klargestellt.

Am 3. Juni 2008 wurde das sechste Weezer-Album veröffentlicht, das dritte Album mit dem Namen Weezer (The Red Album). Das Video zur ersten Single-Auskopplung Pork and Beans zeigt Anspielungen und Parodien auf diverse Videos vom Videoportal YouTube.

Am 3. November 2009 wurde das siebte Weezer-Album „Raditude“ veröffentlicht, in welchem die Band erstmals Einflüsse aus Synth-Pop und Hiphop miteinbrachte.

Am 14. September 2010 erschien das achte Studioalbum „Hurley“, mit welchem die Band wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren wollte.

Am 2. November 2010 veröffentlichte Weezer eine Kompilation „Death to False Metal“ mit zehn Songs, die bisher nicht auf Alben oder B-Sides erschienen sind.

Diskografie [Bearbeiten]

Hauptartikel: Weezer/Diskografie

Studioalben [Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen [2] Anmerkung
DE AT CH UK US
1994 Weezer (The Blue Album) 61
(9 Wo.)
47
(3 Wo.)
23
(11 Wo.)
4
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Mai 1994
Verkäufe: + 3.000.000
1996 Pinkerton 65
(10 Wo.)
41
(3 Wo.)
43
(1 Wo.)
19
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. September 1996
Verkäufe: + 500.000
2001 Weezer (The Green Album) 21
(11 Wo.)
15
(12 Wo.)
31
(5 Wo.)
4
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Mai 2001
Verkäufe: + 1.000.000
2002 Maladroit 29
(5 Wo.)
22
(4 Wo.)
44
(5 Wo.)
16
(3 Wo.)
3
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Mai 2002
Verkäufe: + 500.000
2005 Make Believe 32
(4 Wo.)
17
(8 Wo.)
58
(3 Wo.)
11
(3 Wo.)
2
(47 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Mai 2005
Verkäufe: + 1.000.000
2008 Weezer (The Red Album) 60
(3 Wo.)
39
(5 Wo.)
21
(3 Wo.)
4
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Juni 2008
2009 Raditude 94
(1 Wo.)
80
(1 Wo.)
7
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 2009
2010 Hurley 63
(1 Wo.)
87
(1 Wo.)
49
(1 Wo.)
6
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. September 2010

Sonstiges [Bearbeiten]

Die Lieder von Weezer wurden mehrfach in Musik-Computerspielen verwendet, so My Name Is Jonas in Guitar Hero III: Legends of Rock, Say it Ain't so in Rock Band, Buddy Holly in SingStar Vol. 1 und Guitar Hero On Tour: Decades, und Why Bother? in Guitar Hero 5. Ferner ist Ruling Me in dem Rennspiel Need for Speed: Hot Pursuit und Buddy Holly auf der Windows-95-CD enthalten.

Der Song Memories ist die Trailermusik von Jackass 3D und wird auch ganz am Ende des Films gespielt.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Rock Salt Plum Review: Interview with Outsider Artist Mikey Welsh, Frühjahr 2007
  2. Chartquellen: DE AT CH UK US