Wegerecht (Sachenrecht)

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Im Sachenrecht bezeichnet das Wegerecht das Recht, einen Weg über ein fremdes Grundstück nur zum Zwecke des Durchganges / der Durchfahrt zu nutzen. Das Recht kann auf unterschiedliche Weise begründet werden:

privatrechtlich
öffentlich-rechtlich

Deutschland[Bearbeiten]

Während die schuldrechtliche Vereinbarung nur zwischen den Personen wirkt und damit gegenstandslos wird, sobald einer der Grundstückseigentümer wechselt, wirkt die Bestellung einer Grunddienstbarkeit als dingliches Recht, d.h. das Recht lastet auf dem Grundstück: auch spätere Erwerber des Nachbargrundstücks dürfen das Wegerecht nutzen, außerdem müssen auch spätere Eigentümer des „dienenden“ Grundstücks die Inanspruchnahme des Wegerechts dulden.

Dingliche Wegerechte schlagen sich im Wert des Grundstücks nieder, weil sie seine Verwendbarkeit beeinträchtigen.

In der Regel ergibt sich ein Wegerecht nicht direkt als Gewohnheitsrecht, sondern muss im Grundbuch eingetragen sein.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz gehört das Wegrecht (ohne e geschrieben) zu den Servituten, geregelt im Zivilgesetzbuch.

Siehe auch[Bearbeiten]


Literatur[Bearbeiten]

  • Hannelore Zöller: Das bürgerliche Gesetzbuch. Band 3, Teil 2: Anh. § 1011, ErbbauVo, §§ 1018 - 1203, Anh. § 1203, SchiffsRG. 12. neubearbeitete Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1996, ISBN 3-11-015416-1, S. 8.

Weblinks[Bearbeiten]

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