Wegeventil

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Wegeventile dienen in der Fluidtechnik (Pneumatik und Hydraulik) dazu, den Weg für das Arbeitsmedium (Druckluft, Hydraulikflüssigkeit) freizugeben, zu sperren oder die Durchflussrichtung zu ändern. Die Ventile unterscheiden sich nach folgenden Hauptmerkmalen:

  1. Bauart des Steuerelements, z. B. Schieber, Ventilkegel
  2. Anzahl der Schaltstellungen
  3. Art der Betätigung, z. B. elektrisch (Elektromagnet), pneumatisch, hydraulisch, mechanisch, manuell
  4. Anzahl der Durchflusswege
  5. Anzahl, Größe und Art der Anschlüsse, z. B. Nennweite, Gewinde

Wegeventile werden nach der Anzahl der Schaltstellungen sowie der Anzahl der Anschlüsse pro Schaltstellung beschrieben. Die Schaltstellung wird von links beginnend mit Kleinbuchstaben in alphabetischer Reihenfolge angegeben.

Beispiel: Ein 3/2 (gesprochen: drei-strich-zwei oder oft auch drei-zwei)-Wegeventil besitzt drei Anschlüsse und zwei Schaltstellungen.

Mit Wegeventilen werden die Richtung des Volumenstromes, d. h. die Ausfahrrichtung eines Zylinders und durch Start-Stopp-Befehle die Weglänge des Hubes gesteuert.

Beispiel eines 5/3-Wegeventiles (Kolbenschieberbauart, elektromagnetisch betätigt; für Hydraulik)


Schaltsymbol eines 5/3-Wegeventil
Anschlussbezeichnungen
Typ Pneumatik:
Neue Bezeichnung
Pneumatik:
Alte Bezeichnung
Hydraulik
Druckquelle 1 P P
Arbeitsleitungsanschluss 2, 4 A, B A, B
Entlüftunganschluss
bzw. Abfluss
3, 5, 7 R, S, T R, T
(T = Tankanschluss)
Steueranschluss 12, 14, 16 Y, Z X, Y
Leckölanschluss L