Wegwarten

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Wegwarten
Körbchenförmige Blütenstände der Gemeinen Wegwarte (Cichorium intybus)

Körbchenförmige Blütenstände der Gemeinen Wegwarte (Cichorium intybus)

Systematik
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Tribus: Cichorieae
Gattung: Wegwarten
Wissenschaftlicher Name
Cichorium
L.

Die Wegwarten (Cichorium), auch Zichorien genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es gibt etwa sechs bis acht Arten. In Europa ist nur die Gemeine Wegwarte heimisch. Sie und die Endivie sind wichtige Nutzpflanzen.

Der Trivialname bedeutet „Wegzeichen“, es ist aber nicht klar, wie die Blume zu diesem Namen kam [1].

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Die Wegwarten sind einjährige bis ausdauernde, krautige Pflanzen. Die ganze Pflanze führt Milchsaft. Die meist ungestielten Laubblätter sind fiederspaltig oder gezähnt, selten ganzrandig.

Die körbchenförmigen Blütenstände stehen zahlreich end- oder achselständig. Die Körbchenhülle ist zylindrisch, die Hüllblätter stehen in zwei Reihen. Die äußeren sind dabei kürzer als die inneren. Die Körbchen enthalten ausschließlich aus Zungenblüten. Am Körbchenboden befinden sich keine Spreublätter. Die Zungenblüten sind himmelblau.

Die Achänenfrüchte sind eilänglich und kantig. Sie besitzen keinen deutlichen Pappus, sondern nur ein bis zwei Reihen[2] unscheinbarer Schüppchen.

[Bearbeiten] Inhaltsstoffe

Mehrere Arten, die als Heilpflanzen benutzt werden (Cichorium intybus, Cichorium glandulosum) enthalten Sesquiterpenlaktone, unter denen insbesondere das Lactucopikrin im Mausmodell eine schmerzstillende Wirkung zeigt.[3][4][5]

[Bearbeiten] Verbreitung

Die Gattung ist in Eurasien und Nordafrika heimisch. In Amerika, Afrika und im Pazifikraum wurde besonders die Gemeine Wegwarte eingeschleppt.[2]

[Bearbeiten] Systematik

Die Wegwarten gehören innerhalb der Unterfamilie Cichorioideae zur Tribus Lactuceae und zur Subtribus Hyoseridinae [6]. In der Gattung gibt es etwa sechs [2] bis acht Arten.

Die Arten sind:[7]

[Bearbeiten] Belege

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 23. Aufl. Berlin und New York 1967, S. 878f.
  2. a b c Flora of North America.
  3. T. A. Bischoff u. a.: Antimalarial activity of Lactucin and Lactucopicrin: sesquiterpene lactones isolated from Cichorium intybus L. 95/2-3/2004. J. Ethnopharm., S. 455-457, doi:10.1016/j.jep.2004.06.031
  4. Wu H. et al.: Isolation of three sesquiterpene lactones from the roots of Cichorium glandulosum Boiss. et Huet. by high-speed counter-current chromatography. J. Chromatogr. A. 1176/1-2/2007 S. 217-22. PMID 18037424
  5. Wesolowska A. et al.: Analgesic and sedative activities of lactucin and some lactucin-like guaianolides in mice. J Ethnopharmacol 107/2/2006 PMID 16621374
  6. a b c d M.A. Fischer, W. Adler, K. Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Zweite Auflage, Land Oberösterreich, Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5
  7. Harsh Pal Bais, GA Ravishankar: Cichorium intybus L – cultivation, processing, utility, value addition and biotechnology, with an emphasis on current status and future prospects. Journal of the Science of Food and Agriculture, Band 81, 2001, S. 467-484 (online)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Wegwarten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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