Wehrkreis I (Königsberg)

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Die Wehrkreise des Deutschen Reiches nach dem Anschluss Österreichs

Dem Wehrkreis I (Königsberg) oblag nach dem Ersten Weltkrieg die militärische Sicherung und Verwaltung von Königsberg und Ostpreußen.

Bedeutung[Bearbeiten]

Bei ihrer exponierten Lage war die Provinzialhauptstadt Ostpreußens von jeher die größte und am stärksten gesicherte Garnison Preußens. Nach dem Ersten Weltkrieg war Ostpreußen der Wehrkreis I und lag die 1. Division der Reichswehr in Königsberg - obwohl Ostpreußen 1920 nach dem Versailler Vertrag zur Exklave wurde.

Befehlshaber des Wehrkreises I und Divisionskommandeure der 1. Division waren die Generale:

In der Wehrmacht waren die Wehrkreisbefehlshaber seit 1935 Kommandierende Generale des I. Armeekorps. General der Artillerie von Küchler war seit August 1939 Oberbefehlshaber des Armeeoberkommandos 3, das nach dem Polenfeldzug in Armeeoberkommando 18 umbenannt wurde.

Wehrkreiskommando I[Bearbeiten]

Seit 1919 lag der Stab im Kommandanturgebäude Hinterroßgarten 43. Das Wehrkreisverwaltungsamt war in der Wilhelmstraße 1–2. 1931 bezogen die Stäbe des Wehrkreiskommandos und der 1. Division Neubauten in der Cranzer Allee.

Wehrkreis-Waffenmeisterei[Bearbeiten]

Die Waffenmeisterei lag in der Rothensteiner Straße. Sie unterstand dem Heereszeugamt und beschäftigte bis zu 700 Handwerker und Arbeiter.

Wehrkreis-Pfarrer[Bearbeiten]

Ab 1926 war Ludwig Müller Pfarrer des Wehrkreises I (späterer Reichsbischof der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) und Führungsperson der Deutschen Christen).

Quelle[Bearbeiten]

  • Robert Albinus: Königsberg Lexikon. Würzburg 2002