Kriegsnagelungen

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Als Kriegsnagelungen werden hunderte von Aktionen in Österreich-Ungarn und im Deutschen Kaiserreich bezeichnet, bei denen während des Ersten Weltkriegs gegen eine Spende ein Nagel in ein dafür aufgestelltes hölzernes Objekt eingeschlagen wurde. Das ab 1915 massenhaft einsetzende Phänomen ging von der Nagelung der Skulptur eines Wehrmanns im Eisen, auch Eiserner Wehrmann genannt, in Wien aus. Weitere Objekte waren unterschiedlich ausgeprägt und wurden als Nagelmann, Nagelfigur, Nagelbild, Nagelbrett, Nagelkreuz, Nagelsäule aber auch Wehrschild oder Kriegswahrzeichen bezeichnet. An den Nagelungen beteiligten sich im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen mit feierlichem Charakter breite Bevölkerungskreise. Parallel dazu erfolgten in Schulen unter Beteiligung von Schülern Schulnagelungen. Die dadurch eingenommenen Gelder dienten der Unterstützung von Kriegsopfern, wie Hinterbliebene und Verwundete. Die Einnahmen waren eher nicht entscheidend für den Erfolg der Nagelungen. Weit bedeutender war ihre propagandistische Wirkung, da sie den Patriotismus und das Gemeinschaftsgefühl der Menschen ansprachen und so zur Stärkung der „Heimatfront“ beitrugen.

Genageltes Eisernes Kreuz in der Marienkirche Plau am See
Nagelfigur „Roland“ mit Mannheimer Stadtwappen

Idee[Bearbeiten]

Der Wehrmann in Eisen als Kriegsnagelung von 1915 in Wien

Die Idee der Kriegsnagelungen ging in Anlehnung an den „Stock im Eisen“ am Stock-im-Eisen-Platz von Wien aus und verbreitete sich nicht nur in Österreich-Ungarn, sondern auch im Deutschen Kaiserreich und anderen Ländern.

Von Gemeinden und karitativen Organisationen wurden aus Holz (einige deutsche Quellen erwähnen Eichenholz) gefertigte Figuren (Ritter, Soldaten, Generalfeldmarschall von Hindenburg und andere) beziehungsweise regionale und nationale Symbole (wie beispielsweise Stadtwappen, Eiserne Kreuze, Säulen) aufgestellt. Diese Figuren wurden oft von namhaften Künstlern entworfen und geschaffen. Gegen Entrichtung einer Mindestspende durften die Bürger einen Nagel in dieses Objekt schlagen. Die Nägel wurden in Eisen und Silber, manchmal auch Gold zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Die Nägel waren teilweise auch vergoldet oder versilbert, ihr Materialgegenwert war jedoch stets wesentlich geringer als die dafür zu leistende Spende. Zum Beweis für ihre „patriotische Spende“ erhielten die Spender (je nach Ort und Höhe der Spende) Anstecknadeln, Urkunden oder sonstige Spendenbescheinigungen, die oft mit einer laufenden Nummer versehen waren.

Durch die geschickte Vermarktung mit den Andenken an diese Spende und dem aus der anfänglichen Kriegseuphorie entstandenen Drang von Menschen, die nicht mit der Waffe an die Front konnten oder durften, etwas zum Sieg beizutragen, wurden große Summen zugunsten der Kriegerwitwen und Waisen gesammelt. Im Verlauf des Krieges sollten solche Aktionen den Durchhaltewillen der Bürger stärken. Wer sich an dieser Spendenaktion nicht beteiligte, riskierte, von seinen Mitbürgern als „unpatriotisch“ oder gar Vaterlandsverräter eingestuft zu werden.

Mit Kriegsende wurden die Statuen von ihren meist prominenten Standorten entfernt. Manche von ihnen wurden später wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kriegsnagelungen in Österreich[Bearbeiten]

Wien[Bearbeiten]

Die Idee für den Wehrmann in Eisen hatte Korvettenkapitän Theodor Graf Hartig und nach einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats von Wien für die Übernahme der Fundamentierungs- und Erhaltungskosten wurde der Stadtbaudirektor Heinrich Goldemund mit der Planung und Durchführung beauftragt.

Der Bildhauer Josef Müllner schuf 1914 in Wien die Lindenholzfigur eines Ritters. Ursprünglicher Aufstellungsort war der Schwarzenbergplatz in Wien beim Schwarzenbergdenkmal

Die ersten von rund 500.000 Nägeln schlugen der österreichische Erzherzog Leopold Salvator, der deutsche Botschafter Tschirschky-Bögendorff und der türkische Botschafter Hüseyin Hilmi Pascha als Verbündete in diesem Krieg in den Eisernen Wehrmann.

Wie die Tageszeitung Reichspost am Montag, dem 8. März 1915 berichtete, hatten an den ersten beiden Tagen jeweils rund 1400 Personen einen Nagel in den Eisernen Wehrmann geschlagen. Darunter befand sich unter anderem auch der Minister des Inneren, Doktor Freiherr von Heinold.

Wie die Zeitung Die Zeit aus Wien am 10. August 1916 berichtete, war bis September der Zutritt zum Wehrmann in Eisen am Schwarzenbergplatz nur zeitlich begrenzt oder für angemeldete Gruppen möglich. Grund war die drastisch gesunkene Besucherfrequenz. Zwar nannte der Autor des Artikels als Entschuldigung für dieses Nachlassen die gestiegene Anzahl der möglichen Spendenorte und erwähnte auch das im Rahmen einer Kriegsausstellung zur Benagelung aufgestellte Holzmodell eines Unterseebootes, welches anscheinend sehr beliebt war, trotzdem war er mit dem Spendenverhalten der Wiener nicht zufrieden.

Er nannte einen Spendenertrag von bisher rund 700.000 Kronen für eine Millionenstadt wie Wien nicht sehr zufriedenstellend, besonders wenn man es mit dem Ertrag im von den Russen befreiten Drohobycz in Galizien vergleicht, wo allein am ersten Tag Meldungen zufolge 400.000 Kronen gespendet worden waren.

Am 5. Mai 1918 berichteten die Neue Freie Presse und einige andere Zeitungen aus Wien unter Berufung auf bereits früher erfolgte Meldungen, dass der Gemeinderat der Stadt Wien beschlossen habe, den Wehrmann aus Eisen unter den Arkaden des Hauses Rathausstraße/Felderstraße aufzustellen und mit einem Vers von Ottokar Kernstock zu versehen.

Laut dem Buch von Tristan Loidl wurde der Wehrmann nach Kriegsende vom Standort Schwarzenbergplatz entfernt (dies kommentierten auch mindestens zwei Zeitungen) und in einem Depot gelagert, von wo ihn Soldaten des Infanterieregiments „Alt Starhemberg Nr. 2“ entführten und in das Regimentsmuseum brachten.

1934 wurde er wieder in Dienst gestellt. Am Schwarzenbergplatz sollte er wieder Geld sammeln. Diesmal für den Umbau des Äußeren Burgtors in ein Heldendenkmal. Um den Spendenerlös wurden zehn Ehrenbücher angeschafft, in denen die Namen der gefallenen Österreicher aufgeschrieben wurden und die in der Krypta aufliegen. Der Wehrmann wurde im gleichen Jahr in den Arkaden des Hauses an der Kreuzung Rathausstraße/Felderstraße aufgestellt. Eine gleichzeitig angebrachte Gedenktafel trägt folgenden Text von Ottokar Kernstock:

„Wehrmann Wiens gemahne an die Zeit,
Da unerschöpflich wie des Krieges Leid
Die Liebe war und die Barmherzigkeit!“

Ob dies in später Erfüllung des Gemeinderatsbeschlusses aus dem Jahr 1918 erfolgte, ist ungewiss.

  • Alsergrund (Wien): Im „Jägerheim“, dem Gasthaus von Matthias Hafenrichter in der Sechsschimmelgasse 24, wurde der „Waidmann in Eisen“ zur Benagelung aufgestellt. Die Figur zeigte einen Jäger mit Flinte und Rucksack auf der Pirsch. Die Spenden kamen gefallenen Berufsjägern zugute.
  • Innere Stadt (Wien): Auf Drängen eines Schülers wurde in der väterlichen Möbeltischlerei eine verkleinerte Version des Wehrmanns in Eisen hergestellt und im Akademischen Gymnasium benagelt.
  • Favoriten (Wien): Die Favoritener Sektion des Österreichischen Flottenvereins stellte im Gasthaus von Hippolyt Mannas ein „Hölzernes U-Boot“ zum Benageln auf. Der Ertrag sollte der Anschaffung eines weiteren Unterseeboots durch die Kriegsmarine zugutekommen.
  • Floridsdorf: Auf einem Perron des Nordbahnhofs von Floridsdorf wurde ein Wehrschild zum Benageln aufgestellt.
  • Floridsdorf (Wien): Der Gartenfreundeverein „Neu-Brasilien“ veranstaltete in einem Gasthaus am 14. November 1915 die Benagelung der „Hötzendorf-Eiche“.
  • Grinzing: Im Weinbauort in Wien wurde ein vom Professor an der Wiener Kunstgewerbeschule F. Barwig und seinen Schülern geschaffener „Eiserner Weinstock“ ab dem 22. Juli 1915 benagelt.
  • Hetzendorf (Wien): Bei der Rosenkranzkirche von Hetzendorf wurde ein „Kreuz in Eisen“ zum Benageln aufgestellt.
  • Hietzing: Im Restaurant „Zum weißen Engel“ von Ferdinand Miloch am Hauptplatz von Hietzing wurde am 12. August 1915 ein Wehrmann enthüllt.
  • Kaiserebersdorf: Im Barackenlager der Ersatzbatterie der 46. Landwehr-Feldhaubitz- und Kanonendivision wurde am 10. August 1915 der „Doppeladler in Eisen“ in Anwesenheit von Erzherzog Leopold Salvator und dem Minister für Landesverteidigung Freiherr von Georgi erstmals benagelt. Die Anregung dazu kam vom Kommandanten Hauptmann Viktor Bauer von Schildhaue.
  • Landstraße (Wien): Am 15. August 1915 wurde im Festsaal des Magistratischen Bezirksamts für den 3. Wiener Gemeindebezirk der „Deutschmeister in Eisen“ benagelt.
  • Landstraße (Wien): Am 3. Oktober 1915 wurde in der gedeckten Reitschule der Rennweger Kaserne eine von Angehörigen der k.k. Landwehr-Feldhaubitzendivision Nummer 13 gefertigte „Feldhaubitze in Eisen“ enthüllt. Entworfen wurde sie vom kriegsfreiwilligen Bildhauer Alfred Hofmann. Der Ertrag ging an den Witwen- und Waisenhilfsfond der Division.
  • Leopoldstadt: Der von Korporal Moritz Schindler gefertigte „Wehrschild des Artilleristenbunds“ und mit den Emblemen der Artilleriewaffe versehen, wurde nächst der Rotunde aufgestellt. Der Ertrag wurde zwischen dem Roten Kreuz, dem Kriegsfürsorgeamt und dem Kriegshilfsbureaus zu gleichen Teilen geteilt.
  • Leopoldstadt (Wien): Vom Kommando des in der Erzherzog-Albrecht-Kaserne in Wien-Leopoldstadt stationierten Reservespitals Nummer 2 wurde der „Sanitätsmann in Eisen“ in der Kaserne aufgestellt. Die Enthüllung nahm Admiral Erzherzog Karl Stephan vor.
  • Meidling (Wien): Im Karl Ludwig-Gymnasium in der Rosasgasse wurde am 20. November 1915 ein von Schülern entworfener und angefertigter Wehrschild benagelt.
  • Penzing (Wien): Im Baumgartner Kasino wurde anlässlich eines Wohltätigkeits-Gartenfests des humanitären Vereins „Kolschitzky“ ein eiserner Wehrmann zum ersten Mal benagelt. Spätere Nagelungen waren im Vereinslokal in der Schrankgasse 9 (Wien-Neubau) während der Kanzleistunden möglich.
  • Rodaun (Wien): Im April 1916 wurde auf dem Kirchenplatz von Rodaun ein Wehrschild zur Benagelung aufgestellt.
  • Roßau (Wien): In einem Restaurant in der Grünentorgasse 18 bestand ab 12. Oktober 1915 die Möglichkeit zur Nagelung einer Tischplatte.
  • Stammersdorf (Wien): Hier wurde der Wehrschild vom Männergesangsverein betreut.
  • Wieden (Wien): Im Dezember 1915 wurde in der Gemeinde-Bezirkskanzlei des 4. Bezirks, Schäffergasse 3, ein von der Bezirksvertretung Wieden gestifteter Wehrschild zur Benagelung aufgestellt, auf dem das Wappen der ehemaligen Gemeinde Wieden – und zwar eine Weide vor landschaftlichem Hintergrund – abgebildet war. Der Ertrag floss zur Hälfte dem Witwen- und Waisenhilfsfond der gesamten bewaffneten Macht zu, zur anderen Hälfte kam er den Kriegswaisen, deren Väter ehemals im 4. Bezirk sesshaft waren, zugute. Entsprechende Unterlagen und Abbildungen befinden sich heute in der Dauerausstellung des Bezirksmuseums Wieden.
  • Wieden (Wien): Der Salzburger Volks- und Gebirgstrachten-Erhaltungs und Schuhplattlerverein „D’Griabinga“ in Wien stellte in seinem Vereinslokal im Hotel Jägerhorn in der Wiedner Hauptstraße 108 einen Wehrschild zur Benagelung auf.
  • Wieden (Wien): Im Gastgarten des Gasthauses „Zum goldenen Hechten“ in der Waaggasse wurde Ende August 1915 ein Wehrschild mit dem Wappen der Stadt Wien benagelt. (Ob hier genannte Wehrschild-Standorte ident sind, lässt sich leider nicht klären.)
  • Wien (genauer Ort unbekannt): Aus Anlass einer Kriegsausstellung wurde ein von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, dem Besitzer der Krupp-Werke in Essen gespendetes U-Boot benagelt. Den ersten Nagel schlug Erzherzog Franz Salvator im Auftrag von Kaiser Franz Joseph I. ein.
  • Wien: Im Handelsministerium wurde am 20. Mai 1917 das „Posthorn in Eisen“ zur Benagelung aufgestellt.

Weitere[Bearbeiten]

Bär von Berndorf in seiner Höhle
Adolph Johannes Fischers im Auftrag der Stadt Enns geschaffener Wehrschild „Eisernes Edelweiß“ (1915), der sich heute im „Tiroler Kaiserschützenmuseum“ befindet
  • Amstetten: Der Eiserne Wehrmann wurde am 20. Juni 1915 enthüllt.
  • Baden (Niederösterreich): Im Badener Kurpark wurde 1917 für eine Spendenaktion ein Eiserner Wehrmann aufgestellt. Die gegenständliche Holzfigur war von einem russischen Kriegsgefangenen geschnitzt worden. Heute befindet sich „Der Eiserne Wehrmann“ im Badener Rollettmuseum.
  • Bad Ischl: Auf dem Gelände des Adria-Kriegshospizes wurde ein Wehrschild mit dem Wappen des Adria-Kriegshospizes zu Gunsten kriegskranker Ischler benagelt.
  • Berndorf: Der von Arthur Krupp aufgestellte Wappenbär war innerhalb von drei Wochen voll benagelt.
  • Dorfgastein: Hier diente ein so genannter „Wehrschild“ der Spendensammlung.
  • Enns: Am 21. November 1915 fand die Erstbenagelung eines Eisernen Edelweiß durch das 2. Landesschützen-Regiment statt. Geschaffen wurde der Wehrschild von Adolph Johannes Fischer.[1]
  • Ernstbrunn: Ein Wehrschild mit dem Gemeindewappen wurde im Dezember 1915 im Gemeindesitzungssaal aufgestellt und benagelt.
  • Feldbach: im Tabormuseum der Landsturmmann
  • Feldkirch: Am 22. Oktober 1916 schlug Erzherzog Leopold Salvator den ersten Nagel in den in der Marktgasse aufgestellten Wehrschild. Der Entwurf stammt von Florus Scheel und wurde vom Tischlermeister Schobel angefertigt. Heute befindet er sich im Ratssaal der Stadt.
  • Gmunden: Der Künstler Anton Gerhart schuf den Eisernen Wehrmann von Gmunden in Oberösterreich im Jahr 1915.
  • Graz: In Graz gab es zwei Wehrmänner in Eisen:
    • „Der steirische Landsturmmann in Eisen 1915“ wurde von Professor Klemens Flömmel entworfen, vom Bildhauer Oskar Stollberg modelliert und von Hans und Peter Neuböck geschnitzt. Der vom Verein „Grazer Herbstmesse“ gestiftete Wehrmann ist seit dem Ende des Ersten Weltkriegs verschollen.
    • Auf Initiative von Offizieren des Infanterieregiments Nr. 27 „Leopold II., König der Belgier“ wurde ein vom Bildhauer Wilhelm Gösser geschaffener Wehrmann am 15. August 1916 in der Dominikanerkaserne in Graz enthüllt. Diese Figur ist heute im Grazer Garnisonsmuseum am Grazer Schloßberg zu besichtigen.
  • Hall in Tirol: Ein Eiserner Wehrschild zu Gunsten der Unterstützung von Witwen und Waisen gefallener Mannschaftspersonen des 14. Landwehrregiments.
  • Innsbruck: Der Eiserne Wehrmann hatte hier den Namen „Eiserner Blumenteufel“. Die Soldatenfigur wurde vom Bildhauer Johann Heinrich nach einem Entwurf von Albin Egger-Lienz aus Zirbenholz geschnitzt und in der Maria-Theresienstraße aufgestellt. Heute befindet er sich auf dem Bergisel im Tiroler Kaiserjägermuseum.
  • Kaumberg: Ein vom Stationsvorsteher Franz Winter aus Lindenholz geschnitzter Wehrschild wurde benagelt.
  • Klosterneuburg: Aus Anlass der Enthüllung des dortigen Wehrschilds in Gegenwart von Erzherzog Leopold Salvator wurden die österreichische, deutsche und türkische Hymne gespielt.
  • Königstetten: Zur Vorfeier des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph I. wurde im August 1915 ein Wehrschild enthüllt und benagelt.
  • Krems an der Donau: Unter dem Protektorat des Kommandanten des Brückenkopfs Feldmarschall Franz Hauninger wurden der Wehrschild mit dem Stadtwappen (Entwurf: Architekt und Akademischer Maler Gustav Bamberger) sowie der Wehrarm Ende Juni 1915 erstmals benagelt.
  • Kritzendorf: In Kritzendorf an der Donau wurde als Schmuck für den Kirchturm ein Mosaik aus über 30.000 Steinchen angefertigt. Dieses zeigte die österreichische Kaiserkrone, den Doppeladler mit gekreuzten Schwertern, den deutschen Reichsadler, ein kirchliches Kreuz sowie den Spruch: „Gott zur Ehr – dem Vaterland zur Wehr – für unser Heer“ und „1914 – 1916“. Der Preis für die Steinchen lag zwischen zwei Kronen und zwanzig Heller.
  • Leoben: Ein Wehrschild in Eisen wurde im November 1915 vom Ersatzbataillon des Landwehrinfanterieregiments Nummer 4 zur Benagelung aufgestellt.
  • Linz: Der akademische Bildhauer Adolph Wagner schuf gegen Ersatz der Materialkosten den Eisernen Wehrmann. Professor Moritz Balzarek errichtete den Pavillon, der den am 26. Mai 1915 enthüllten Wehrmann überdachte. Die Spendenaktion brachte 46.550 Kronen ein. Heute ist der Eiserne Wehrmann in Schloss Ebelsberg zu sehen
  • Marchtrenk: Ein von einem russischen Kriegsgefangenen gefertigter und von einem Korporal aus Triest mit Schnitzereien verzierter Tisch regte hier die Spendenfreudigkeit an. Ausgestellt ist der „Eiserne Tisch“ im Wasserturm des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers.
  • Mödling: Der „Eiserne Mörser“, die von Erzherzog Leopold Salvator und seiner Gemahlin Erzherzogin Blanka am 22. August 1915 enthüllte hölzerne Nachbildung eines 30,5 Zentimeter-Skoda-Mörsers bereiste den Bezirk Mödling, um in den größeren Orten der Bevölkerung Gelegenheit zum Spenden zu geben.
  • Mürzzuschlag: Auf dem Bahnhof von Mürzzuschlag wurde am 6. August 1915 das „Flugrad-Wehrschild“ zu Gunsten des k.k. österreichischer Militär-Witwen- und –Waisenfonds und jener Eisenbahner Mürzzuschlags, welche durch den Krieg in arge Not geraten waren, enthüllt.
  • Reutte: Eine „Kriegswohltätigkeits-Karte“ mit der Aufschrift „Wehrmann Wappensäule Reutte“ deutet auch hier auf Spendensammlungen im Sinne des „Eisernen Wehrmanns“ hin.
  • Ried im Innkreis: In der Altkatholischen Kirche von Ried findet sich am Chor ein Wehrschild in Form eines Eisernen Kreuzes mit schwarzen, weißen und gelben Nägeln.
  • Salzburg: Kaiser Karl der Große wurde hier auf dem Alten Markt in den Dienst der Sache gestellt. Heute steht die von Professor Anton Aichler geschaffene Figur in der Festung Hohensalzburg beim Eingang zum Rainermuseum.
  • St. Georgen im Attergau: In der Attergaustraße steht noch heute ein denkmalgeschützter Wehrschild.
  • St. Pölten: In Anwesenheit von Erzherzog Leopold Salvator von Österreich-Toskana, Fürstin Auerperg-Bräuner und Prinzessin Lobkowitz-Palffy wurde der Wehrmann erstmals benagelt. Zum Abschluss der Veranstaltung nahm der Erzherzog die Defilierung der aus diesem Anlass ausgerückten Truppen der k.u.k. Armee und Zöglingen der Unterrealschule ab.
  • Stockerau: Die „Eiserne Reitereiche“ wurde am 8. September 1916 enthüllt. Ein knorriger Eichenstamm trug am Fußende kriegerische Embleme und wurde von einem Reiterhelm gekrönt. Aufgestellt wurde diese Reitereiche von der Reserveoffiziersschule.
  • Ternitz: Am 20. August 1916 wurde eine „Wehrgranate in Eisen“ vom Männergesangsverein Ternitz zur Benagelung aufgestellt.
  • Vöcklabruck: Eine für den Verkauf bestimmte Miniaturversion des örtlichen Wehrmannes aus Metall ist mit dem Namen H. Wildburger versehen. Über das Original ist nichts bekannt.
  • Wels: Das Standbild Kaiser Maximilians I. mit Schwert und Reichsapfel wurde am 15. August 1915 am Kaiser-Josef-Platz in Wels enthüllt. Es stammt von dem Bildhauer Anton Gerhart.
  • Wiener Neustadt: Auf dem Hauptplatz von Wiener Neustadt wurde in Anwesenheit von Akademikern der Theresianischen Militärakademie und Zöglingen der Militär-Oberrealschule Mährisch Weisskirchen enthüllt.
  • Wieselburg: Der örtliche Wehrmann in Eisen aus dem Jahr 1916 hat heute seinen Standort beim Eingang zum Schloss in Wieselburg. Hier handelt es sich um keine Ritterfigur, sondern um einen Soldaten.
  • Der Österreichische Militär-Witwen- und Waisenfond lässt 1916 zugunsten der Hinterbliebenen des am 8. August 1915 unter dem Kommando von Linienschiffsleutnant Egon Lerch vor Venedig auf eine Mine aufgelaufenen U-Boots U 12 ein hölzernes U-Boot-Modell benageln.

Argentinien[Bearbeiten]

  • Buenos Aires: Von einem Kunstschnitzer aus Tirol wurde der „Eiserne Mann“ angefertigt. Die Spenden kamen dem Roten Kreuz in Deutschland und Österreich zugute. Unterstützt wurden aber auch deutsche Seeleute und Stewards von Passagierschiffen, die von Schiffen der Alliierten nicht mehr länger beschäftigt wurden. Einquartiert wurden diese auf dem Hapag-Dampfer „Granada“.

Belgien[Bearbeiten]

Bulgarien[Bearbeiten]

  • Sofia: Der Wiener bulgarische Konsul Stiaßny bot der Stadt Sofia die Widmung einer Wehrmannstatue an. Der Bürgermeister nahm das Geschenk dankend an. Ob der Wehrmann tatsächlich aufgestellt wurde, ist nicht bekannt.

Dänemark[Bearbeiten]

  • Sonderburg (bis 1919: Provinz Schleswig-Holstein): Aus dem Stamm einer Pappel wurde ein Landsturmmann gefertigt.

Deutschland[Bearbeiten]

Aschendorf[Bearbeiten]

  • In Aschendorf fertigten Schüler der örtlichen Rektoratschule eine große Kriegskarte zur Benagelung an. Die Ems-Zeitung berichtete darüber am 7. September 1915: Damit die Gebefreudigkeit bei den erhöhten Ausgaben zur Linderung der Kriegsnot infolge Unterstützung bedürftiger Kriegerfamilien und besonders der Hinterbliebenen gefallener Krieger nicht erlahmt, finden überall „Nagelungen“ von Standbildern statt. Um der vielfachen Not, die nicht zuletzt in Aschendorf sich zeigt, steuern zu helfen, beschlossen die Rektoratschüler die „Nagelung einer größeren Kriegskarte“ auf dem Schulflur vorzunehmen. Die Karte ist auf Karton und Holzplatte angebracht. Nach der Bedeutung der Orte wird die Nagelung „bewertet“, welch’ letztere durch Nägel verschiedenen Metalls und verschiedener Größe hervortritt. Der Preis der Nägel bewegt sich zwischen 50 d und 3 M, doch darf die Grenze nach oben überschritten werden. Die Schüler sind nun mit Freuden bereit, aus ihren Ersparnissen zu „nageln“, oder was wohl wirksamer ist, bei ihren Verwandten und guten Bekannten sich „Nägel“ schenken zu lassen. Alle Freunde und Gönner der Schüler mögen sich dann diesen Jugendeifer „ansehen“ und nach Herzenslust unterstützen. Die Namen der Geber werden mit der fortlaufenden Nummer der Nägel der Schulgeschichte beigefügt und der Erlös wird der kirchlichen Orts-Armenpflege übergeben.

Berlin[Bearbeiten]

Der eiserne Hindenburg
Der Eiserne Heinrich von 1915 in Braunschweig
  • Charlottenburg: Ein runder Wehrschild mit 71 Zentimetern Durchmesser mit einem Löwenmotiv (ca. 6.000 Nägel) trägt auf der Rückseite die Aufschrift: Jugenddank für Kriegsgeschädigte, E.V., Charlottenburg
  • Halensee: Aufstellung eines Hindenburg-Schildes auf den Terrassen am Halensee. Nagelung täglich.
  • Lichtenberg: Aufstellung des „Deutschen Schwertes“ an der Möllendorffstraße/Ecke Parkaue.
  • Groß-Lichterfelde: Gedenkschild für den gefallenen Lehrer Fritz Meyer.
  • Neukölln: Enthüllung des Eisernen Mannes (Ritterfigur) auf dem Herzbergplatz am Tage der Einweihung des Eisernen Hindenburg.
  • Schöneberg: Auf dem Bayrischen Platz von Schöneberg wurde im September 1915 eine „Eiserne Tür“ zum Benageln aufgestellt.
  • Tiergarten Aufstellung des Eisernen Hindenburgs auf dem Königsplatz an der Südseite der Siegessäule.
„Der eiserne Hindenburg von Berlin. Nagelung täglich. Auch in der kalten Jahreszeit. Bei schönem Wetter Militärkonzert.“ So wurde die Spendenfreudigkeit der Berliner in Schwung gebracht. 12 Meter hoch und 26 Tonnen schwer, so sah der Eiserne Hindenburg aus. Doch die Sammelaktion hatte einen großen Fehler: Der durchführende Verein, die Luftfahrerdank G. m. b. H. ging in Konkurs und die Spendengelder gingen verloren. Der folgende Prozess brachte keine Lösung und unterdessen interessierte sich niemand mehr für die Figur.

Braunschweig[Bearbeiten]

In Braunschweig wurde 1915 auf dem Platz vor dem Braunschweiger Schloss eine überlebensgroße Holzfigur Heinrichs des Löwen aufgestellt, in welche die Bürger gegen eine Spende einen Nagel einschlagen durften. Je nach Höhe der Spende waren die Nägel aus verschiedenen Materialien und zum Teil mit dem Namen des Spenders versehen. Im Zentrum des Schildes befindet sich der Nagel des letzten Welfen-Herzogs von Braunschweig Ernst August von Braunschweig-Lüneburg

Das Standbild, Eiserner Heinrich genannt, kann heute im Braunschweigischen Landesmuseum besichtigt werden.

Bremen[Bearbeiten]

Am 15. Juli 1915 wurde vor dem Rathaus der „Eiserne Roland“ aufgebaut. Es handelte sich dabei um eine Rolandstatue, in die jeder Bürger für 10 Pfg. pro Stück einen eisernen Nagel einschlagen konnte. Es gab auch eine Spendenurkunde dazu.

Hagen[Bearbeiten]

  • Hagen: Ein Eiserner Wehrmann in Gestalt eines Schmiedes, die am 28. November 1915 aufgestellt wurde, die Figur ist eine Schöpfung von Friedrich Bagdons. Nach dem Krieg wurde der Schmied vom Rathausvorplatz in die Stadthalle gebracht. Am 29. Jänner 1934 kam er wieder vor das Rathaus und nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er auf den Städtischen Bauhof. Nächste Station war der Eingangsbereich des Museums für Stadt- und Heimatgeschichte. 1998 wurde der Schmied ins Stadtmuseum in Eilpe gebracht. Nach dem Ersten Weltkrieg blieb eine Stiftung mit dem Namen „Der eiserne Schmied von Hagen“ aktiv, die sich um Kriegswaisen und die Hinterbliebenen von Gefallenen kümmerte.
  • Hagen-Haspe: Diese Nagelfigur („Nageltür“) stammt aus dem Jahr 1916. Ein Relief mit dem golden unterlegten Umlauftext „Sei Amboss bei des Schicksals Schlägen, sonst sollst du dich als Hammer regen“ und die Jahreszahlen „1914 – 1916“. Dargestellt wird auf dem Relief das Wappen von Haspe (Amboss und Hammer) und vor gekreuzten Schwertern das Wappen des Deutschen Kaiserreichs. Ausgestellt ist dieses Symbol in der Hauptschule Heubing.

Heidelberg[Bearbeiten]

Aus Heidelberg stammt die Kombination „Eisernes Kreuz“ und das „Eiserne Buch“. Nachdem die Spender ihren Nagel in das Eiserne Kreuz geschlagen hatten, durften sie sich in das Eiserne Buch eintragen.

Seit diese beiden Symbole am 26. Juni 1915 vor zahlreichen Ehrengästen der Öffentlichkeit übergeben wurden, trugen sich bis Juli 1917 etwa 15.000 Personen in das Eiserne Buch ein. Ungefähr 20.000 Nägel wurden in das Eiserne Kreuz genagelt und dem örtlichen Roten Kreuz 28.498,40 Mark an Spenden übergeben.

Am häufigsten eingetragen in das Eiserne Buch hat sich Eugen von Jagemann. Er war Vorsitzender des Bezirksausschusses des Roten Kreuzes und nahm jeden Erfolg der Deutschen Armee zum Anlass, einen Nagel in das Eiserne Kreuz zu schlagen. Begonnen hatte er am 18. August (Eroberung von Kowno) und endete am 4. März 1916 (Heimkehr des Hilfskreuzers SMS Möve).

Köln[Bearbeiten]

Dä kölsche Boor en Iser ist heute noch im Kölnischen Stadtmuseum zu sehen. Entwurf und Ausführung stammen von dem österreichischen Bildhauer Wolfgang Wallner. Als Spendenanreiz gab es Anstecknadeln mit dem Bildnis des Kölner Bauern. Der Entwurf hierzu stammt von G. Hermeling.

Mainz[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nagelsäule (Mainz)

Die Errichtung der Nagelsäule in Mainz war eine Idee des Oberbürgermeister Karl Göttelmann. Am 1. Juli 1916 wurde das Monument in einer pompösen Feier eingeweiht. Es umfasst eine sieben Meter hohe Nagelsäule, von einem Eisernen Kreuz und dem Spruch „In Kriegsnot helf uns Gott“ bekrönt und aus Eichenstämmen und drei umgebenden Steinsäulen bestehend. Die ersten und prominentesten Spender waren die gesamte großherzogliche Familie: Großherzog Ernst Ludwig von Hessen, seine Frau und die beiden Prinzen durften die ersten Nägel einschlagen. Am 20. August 1916 war die Nagelung der Säule mit mehr als 100.000 Metallnägeln beendet. Die Spendenaktion brachte insgesamt 170.000 Mark, nach heutiger Kaufkraft rund 800.000 Euro, die der notleidenden Bevölkerung zugutekommen sollten.

Die Nagelsäule befindet sich östlich des Mainzer Doms auf dem Liebfrauenplatz. Sie wurde von Februar 2006 bis zum Sommer 2010 abgebaut, gesichert, restauriert und wieder aufgestellt.[2]

Oldenburg[Bearbeiten]

Isern Hinnerk (Nagelbild)
Hauptartikel: Isern Hinnerk (Nagelbild)

Osnabrück[Bearbeiten]

  • Der „Eiserne Mann“ von Osnabrück, anlässlich der über das gesamte Deutsche Reich laufenden Aktion einer „Nationalgabe“ geschaffen von dem Bildhauer Heinrich Wulfertange (1854-1924), stellt Karl den Großen dar und stand seit seiner Benagelung von 1915 bis 1919 in der Vorhalle des Rathauses von Osnabrück. Als die Figur beschädigt und die versilberten und vergoldeten Nägel gestohlen wurden, stellte man die Figur ab und vergaß sie, bis sie Jahre später wiederentdeckt, restauriert und einen neuen Platz im Treppenhaus des Rathauses von Wallenhorst fand.[3]

Quakenbrück[Bearbeiten]

Der „Eiserne Burgmann“ von Quakenbrück, die Clemens Freiherr von Schorlemer-Lieser am 29. Mai 1916 der Stadt Quakenbrück schenkte und dessen „Nagelung“ Geldspenden für die Kriegslasten erbringen sollte. Die im Sitzungssaal des Quakenbrücker Rathauses stehende Statue ist aus französischer Pappel gefertigt und stellt einen Burgmann aus dem 13./14. Jahrhundert in Kettenrüstung mit Schild und Schwert dar. Sie wurde von Johann Simer und Paul Ehrig, zwei Soldaten aus von Schorlemers Bataillon, geschaffen.[4]

Rüstringen (Wilhelmshaven)[Bearbeiten]

Der Rüstringer Friese war von Professor Bernhard Winter entworfen worden. Das Nagelbild wurde ab 14. November 1915 in Rüstringen benagelt. Es wurde im Zweiten Weltkrieg in Wilhelmshaven bei einem Bombenangriff zerstört.

Weitere[Bearbeiten]

„Nagelbuch“, in das sich Spender einer Nagel-Aktion 1916 in Mannheim eintragen durften.
  • Aachen: eine von C. Burger entworfene Rolands-Figur in der Rotunde des Elisenbrunnens, erste Nagelung am 26. September 1915
  • Abensberg: Eisernes Kreuz
  • Achim, Niedersachsen: Eisernes Kreuz, das am 10. Oktober 1915 erstmals benagelt wurde
  • Aerzen, Niedersachsen: Eisernes Kreuz, das am 27. Jänner 1918 erstmals benagelt wurde
  • Altena: De eyserne Töeger wurde von Arnold Künne und den Gebrüdern Hechtenberg gestiftet und von Fritz Künne geschaffen.
  • Alt Jabel (Mecklenburg): ein Eisernes Kreuz
  • Altona Der Isern Hinnerk wurde am 7. Juli 1915 erstmals benagelt und steht jetzt im Museum von Altona.
  • Alveslohe, Niedersachsen: Ein Eisernes Kreuz wurde am 17. Oktober 1915 erstmals benagelt
  • Amberg: Hier wurde ein Bulgarisches Rotes Kreuz benagelt.
  • Arnsberg: Aar von Eisen.
  • Aschaffenburg: Ein Wehrmann in Eisen wurde am 12. September 1915 erstmals benagelt.
  • Augsburg: Die Wehrsäule wurde am 2. Juli 1916 erstmals benagelt. Gestaltet wurde die von 1916 bis 1945 auf dem Fischmarkt stehende Säule von Stadtbaurat Otto Holzer. Anlässlich der Enthüllung wurde von Hans Nagel der „Prolog zur Enthüllung der Wehrsäule“ gedichtet und Wiltrud Herzogin von Urach spendete einen Nagel.
  • Babenhausen: Löwe mit Wappenschild.[5]
  • Bad Bramstedt: Die notwendigen Beschlüsse zur Aufstellung einer Nagelfigur wurden zwischen September 1915 und Juli 1916 gefasst und auch Geld für die Auslagen bereitgestellt. Ob es zur Ausführung des Vorhabens kam, ist nicht gewiss.
  • Bad Doberan (Mecklenburg): ein Eisernes Kreuz
  • Bad Harzburg: Ein Eisernes Kreuz, das entweder am 11. oder 17. August 1915 erstmals benagelt wurde.
  • Bad Homburg: Hl. Michael „Der heilige Michael in Eisen in Bad Homburg v. d. Höhe nach einer Skizze Seiner Majestät des Kaisers und Königs entworfen und ausgeführt von Bildhauer Waldemar Fenn in Frankfurt a.M.“
  • Bad Königshofen im Grabfeld: Ein Wappenschild wurde 1916 benagelt.
  • Bad Nenndorf: Ein Wegweiser in Form eines efeuumrankten Baumstammes wurde im August 1916 erstmals benagelt.
  • Bad Pyrmont: Der Erzengel Michael wurde am 21. Mai 1915 erstmals benagelt.
  • Bad Reichenhall: Ein Eisernes Kreuz oder ein christliches Kreuz wurde im Dezember 1915 erstmals benagelt.
  • Bad Tölz: Ein Adler mit Justitia und Flammenschwert wurde am 2. Juli 1916 erstmals benagelt.
  • Badbergen: Ein Eiserner Adler wurde am 2. September 1915 erstmals benagelt.
  • Bardowiek: Ein Eisernes Kreuz wurde am 5. Dezember 1915 erstmals benagelt.
  • Barsinghausen: Das Stadtwappen wurde am 2. Juli 1916 erstmals benagelt.
  • Bassum: Ein Eisernes Kreuz wurde am 12. Dezember 1915 erstmals benagelt.
  • Bayreuth: Ein Eisernes Schwert (Nothung) wurde von Hans Schmitz gestaltet und am 28. Mai 1916 erstmals benagelt.
  • Behrendorf (Nordfriesland): Hier fand eine Benagelung in einer Mädchenschule statt.
  • Berchtesgaden: ein Eisernes Kreuz
  • Bielefeld: Ein Eiserner Wehrmann
  • Bleckede: Ein Eisernes Kreuz wurde am 24. Oktober 1915 erstmals benagelt.
  • Blexen: Laut einer Notiz der Nachrichten für Stadt und Land vom 1. Oktober 1915 wurde ein Eiserner Hindenburg „erfreulich stark benagelt“.
  • Bochum: Die Figur eines Schmieds wurde vom Bildhauer Bürgerlin aus München gefertigt.
  • Boffzen: ein Wehrschild
  • Boitzenburg: Eisernes Kreuz an der Kirchentür
  • Bonn: Die Arndt-Eiche wurde vom Bildhauer Wilhelm Menser entworfen und stand auf dem Münsterplatz.
  • Bonn: In der städtischen Fortbildungsschule wurde ein „Hindenburg-Schwert“ zur Nagelung aufgestellt. Es sollte zur bleibenden Erinnerung im Festsaal der Schule aufbewahrt werden.
  • Bramsche: eine Rose
Roland in Brandenburg an der Havel
  • Brandenburg an der Havel: Der Nagel-Roland befand sich vor dem Altstädtischen Rathaus und wurde am 17. Oktober 1915 erstmals benagelt.
  • Braunschweig: Heinrich der Löwe wurde ab dem 5. Dezember 1915 auf dem Platz vor dem Braunschweiger Schloss benagelt. Jetzt befindet er sich im Landesmuseum Braunschweig.
  • Bremen: eine Rolandsfigur
  • Bremerhaven: Die Kriegssäule wurde in der 2. Septemberhälfte des Jahres 1915 benagelt.
  • Bremervörde: Ein Deutscher Krieger wurde ab dem 31. Oktober 1915 benagelt.
  • Brinkum Ein Eisernes Kreuz wurde ab dem 26. März 1916 benagelt.
  • Brüel (Mecklenburg): ein Eisernes Kreuz
  • Bützow (Mecklenburg): das Stadtwappen
  • Celle: zwei Wehrschilde (heute im Garnisonsmuseum)
  • Cham: ein Eisernes Kreuz
  • Clausthal: ein Nageltisch
  • Cuxhaven: Eiserne Kreuze wurden vor dem 11. November 1915 benagelt.
  • Darmstadt: ein Eisernes Kreuz
  • Delmenhorst: Das Stadtwappen wurde am 14. Mai 1916 erstmals benagelt.
  • Diepholz: Ein Eisernes Buch wurde ab Juni 1916 benagelt.
  • Dockenhuden: Im Dockenhudener Park wurde eine Sitzbank mit dem Wappen von Schleswig-Holstein und einem Spruch zur Benagelung aufgestellt.
  • Dömitz (Mecklenburg): ein Eisernes Kreuz
  • Dorstadt: ein Schild mit Eisernem Kreuz wurde ab 27. Februar 1916 benagelt.
Reinoldusfigur in Dortmund
  • Dortmund: Eine Reinoldus-Figur von dem Dortmunder Bildhauer Friedrich Bagdons als Kopie eines mittelalterlichen Originals in der Reinoldikirche wurde vor dem historischen Rathaus aufgestellt.
  • Dresden: Ein Eisernes Kreuz wurde bei der Löwen-Apotheke am Altmarkt benagelt.
  • Düsseldorf: Bergischer Löwe des Düsseldorfer Bildhauers Johannes Knubel auf der Königsallee; Eine Nachbildung aus Metallguss steht seit 1963 am gleichen Platz.
  • Eichstätt: Das Wappen, entworfen von Bühlmann, wurde 1916 am westlichen Tor der ehemaligen Johanniskirche benagelt.
  • Eichstätt: Ein Eiserner Wehrmann mit Schild, entworfen von Bühlmann, wurde ab dem 11. Juli 1916 benagelt.
  • Einbeck: Ein Eisernes Kreuz auf einer Tischplatte wurde ab dem 14. September 1915 benagelt.
  • Elberfeld: ein Wehrmann
  • Elmshorn: ein Eisernes Kreuz
  • Elsfleth: ein Anker
  • Emden: Nagelfigur „Der Isern Kerl“
Der Wehrschild am Fünfknopfturm in Kaufbeuren
  • Erfurt: Eiserner Landsturmmann
  • Essen: Die Nagelfigur „Schmied von Essen“ des Berliner Bildhauers Ludwig Nick (1873–1936) wurde 1915 in einem vom Essener Architekten Edmund Körner entworfenen Pavillon auf dem Bahnhofsvorplatz aufgestellt.
  • Fischbeck: Eisernes Kreuz
  • Frankfurt am Main: Ein Eiserner Adler, der nach einem Entwurf des Bildhauers Stock gefertigt wurde, wurde als Hilfe für kriegsgefangene Deutsche benagelt.
  • Frankfurt (Oder): Eine Ansichtskarte zeigt den Eisernen Wehrmann, wie er zum Kampf bereit Schwert und Schild mit dem Frankfurter Wappen hält. Der Sockel trägt die Inschrift: „In Staub mit allen Feinden Brandenburgs“. Ein klein gedruckter Text weist auf „Bruno May, Stuttgart“ hin, der der Schöpfer der Figur war, die Einweihung fand am 28. Januar 1916 statt.
  • Frankfurt (Oder): Im Museum Viadrina befindet sich ein Nagelschild mit dem Abbild eines Soldaten und einem Eisernen Kreuz, in dem „Friede“ geschrieben steht.
  • Freiburg im Breisgau: Am Schwabentor wurde ein Nagelbaum aufgestellt. Die Preise für die Nägel lagen zwischen einer Mark (eiserner Nagel) und zehn Mark (vergoldeter Nagel). Der Spender erhielt eine Urkunde, die bestätigte, dass man zu Ehren Deutschlands einen Nagel eingeschlagen hatte.
  • Frensdorf: Ein Eisernes Kreuz wurde zwar geplant, ob es verwirklicht wurde, ist aber nicht bekannt.
  • Geislingen an der Steige: ein Eiserner Helfensteiner
  • Görlitz: Ein Eiserner Wehrmann wurde vom Holzbildhauer Riediger geschaffen.
  • Görries bei Schwerin: Eisernes Kreuz
  • Goslar: Am 1. August 1915 fand mit der Benagelung von Ehrenschilden die erste Nagelung in Niedersachsen statt.
  • Grabow: Eisernes Kreuz
  • Grabow: Wehrschild mit Spruch
  • Grevesmühlen: Benagelung der Kirchentür
  • Gütersloh: Ein die deutsche Fahne verteidigender Adler auf einer Säule, wobei ab 21. Oktober 1915 der Eichenkranz der Säule benagelt wurde. Der Entwurf stammt vom Architekten Viemann.
  • Halberstadt: Eine Gedenkkarte weist auch hier auf einen Eisernen Wehrmann hin
  • Halberstadt: ein Eiserner Wehrmann
  • Hamburg: Ein Eiserner Adler der Obertertia des Heinrich-Hertz-Gymnasiums wurde zu Weihnachten 1915 benagelt.
  • Hamburg: Zum Jahrestag der Mobilmachung am 2. August 1915 wurde am Jungfernstieg der „Eiserne Michel“ enthüllt. Der Ertrag der Benagelung ging zu gleichen Teilen an die „Hilfe für kriegsgefangene Deutsche“ und der „Hamburgischen Kriegshilfe“, die Holzfigur bestand aus 1000jährigem Kameruner Birnbaumholz und war von Bildhauer Anton Kling geschaffen worden.
  • Harburg Ein Eiserner Schützenvogel wurde ab 2. September 1915 benagelt.
  • Hameln: Ein Schild mit Wappen, benagelt ab 2. September 1915
  • Hameln: Ehrenschild für Hindenburg, benagelt ab 1. Juli 1917
  • Hamm: Nagelgraf
  • Hannoversch Münden: Ein Eisernes Kreuz wurde ab dem 7. November 1915 benagelt.
  • Hannover: Das Sachsenross wurde ab 15. August 1915 benagelt.
  • Hannover: Ein Roland wurde in der Hildesheimer Straße 27 aufgestellt und ab dem 5. März 1916 benagelt. Gestiftet wurde die Figur vom Gastwirt Heinrich Bleitner und vom Bildhauer H. Klawe geschaffen.
  • Hannover: Ein Tisch wurde im Gasthaus zum Bahnhof (Hannover-Hainholz) benagelt.
  • Hannover: Eine Feldkanone wurde ab Ende August 1915 benagelt.
  • Hannover: Eine weitere Feldkanone wurde ab April 1916 benagelt.
  • Hannover: Von der Schützengesellschaft der Bürgervereine Südost-Heidorn wurde eine Schützenscheibe im Mai 1916 benagelt.
  • Haste (Osnabrück): Ein Eisernes Kreuz wurde ab dem 28. November 1915 benagelt.
  • Heidelberg: ein Eisernes Kreuz
  • Heidelberg-Rohrbach: ein Wappen
  • Heilbronn: ein Ritter Eisenhart, benagelt ab 12. Mai 1915 bis Anfang 1916. Königin Charlotte persönlich schlug den ersten Nagel (mit königlichen Wappen) in den Ritter oben in die Stirn. 1944 verbrannt.[6]
  • Hof: das Stadtwappen als Nagelbild
  • Hohen Sprenz (Mecklenburg): ein Eisernes Kreuz
  • Holzkirchen (Bayern): Ein von der Liedertafel Holzkirchen gestifteter Wehrschild wurde ab 18. Dezember 1915 benagelt.
  • Holzminden: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 19. Dezember 1915 benagelt.
  • Holzwickede: Ein Wappenteller aus Eichenholz von 1,4m Durchmesser wurde vom 30. Januar bis Ostern 1916 benagelt und erbrachte eine Spendensumme von ca. 3500 Mark. Hergestellt wurde die Tafel in der Holzwickeder Schreinerei W. Garre vom Zeichner und Kunsttischler Broll.[7]
Kriegswahrzeichen Holzwickede – 1916
  • Ingolstadt: ein Löwe auf einer Säule
  • Itzehoe: In Itzehoe wurde im Dezember 1915 eine von Professor Schwindrazheim entworfene und vom Bildhauer Behrmann geschaffene Figur von Karl dem Großen zur Benagelung aufgestellt.
  • Jüterbog: Eine rund 2,6 Meter große Nagelfigur mit dem Aussehen des Heiligen Mauritius und den Gesichtszügen Hindenburgs wurde von Karl Kiesche geschaffen, im Schulhof der Schillerschule aufgestellt und ab 21. Oktober 1915 benagelt.
  • Kaiserswerth: Barbarossa-Figur
  • Kassel: ein Obelisk
  • Kassel: Im Ehrenhof des Rathauses wurde am Sedantag erstmals die Nachbildung eines althessischen Zaitenstocks (Brunnenstock) benagelt.
  • Kaufbeuren: Am Wahrzeichen der Stadt, dem Fünfknopfturm, wurde 1917 ein großformatiges Kriegswahrzeichen mit den Wappen der Mittelmächte angebracht, das mit unterschiedlich großen Nägeln beschlagen wurde.
  • Kiel: Ein Löwe, der von dem Essener Architekten Edmund Körner entworfen wurde, wurde in der Mädchen-Mittelschule benagelt.
  • Kiel: Ein U-Boot wurde ab dem 22. September 1915 benagelt.
  • Kirchgellersen: Ein Kreuz wurde ab 5. Dezember 1915 benagelt.
  • Kleve: Der Eiserne Mann, eine Plastik des Klever Bildhauers Joseph Brüx, wurde 1916 benagelt.
  • Kornwestheim: Die Rathaustür wurde benagelt
  • Arendsee: Eisernes Kreuz
  • Klütz: Eisernes Kreuz
  • Krefeld: Eine Skulptur des Heiligen Georg wurde von Helene von Beckerath entworfen und ab 1915 am Ostwall gegenüber dem Hotel „Krefelder Hof“ benagelt. 1930 wurde sie im heutigen Museumszentrum Burg Linn aufgestellt. Das gesammelte Geld wurde für die Unterstützung von Witwen und Waisen Gefallener sowie zur Errichtung eines Denkmals für die gefallenen Krefelder verwendet.
  • Kröpelin: Eisernes Kreuz
  • Lamspringe: Ein Eisernes Kreuz wurde ab dem 24. Oktober 1915 benagelt.
  • Landau: ein „Feldgrauer“
  • Landshut: Die Rathaustür wurde mit einem Eisernen Kreuz benagelt.
  • Lauenförde: Ein Wehrschild wurde ab 31. Oktober 1917 benagelt.
  • Leer: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 22. Oktober 1915 benagelt.
  • (Bremerhaven-) Lehe: ein Eisernes Kreuz
  • Leipzig:Zum Dank für eine „Kriegsnotspende für Leipzig“ erhielt der Stifter eines Nagels für den Leipziger Wehrmann in Eisen ein Gedenkblatt. Ausgegeben wurde des Gedenkblatt im Jahr 1915 vom Schatzamt der Kriegsnotspende für Leipzig.
  • Lindau (Bodensee): 1916 wurde das Bild eines Schiffs benagelt.[8]
  • Lingen: Das Stadtwappen wurde ab 1. Jänner 1916 mit einem Eisernen Kreuz benagelt.
  • Lübeck: Adler
  • Lübtheen: Eisernes Kreuz
  • Lübz: Eisernes Kreuz
  • Ludwigslust: Eisernes Kreuz
  • Lüneburg: Der „Eiserne Hermann Billung“ wurde zum Benageln aufgestellt.
  • Magdeburg: Ein Adler wurde benagelt zum Besten des Jugenddanks für Kriegsbeschädigte von der Jugendabteilung des Deutschen Privatbeamten-Vereins in Magdeburg.
  • Magdeburg: Ein Roland wurde 1915 von Rudolf Bosselt entworfen, in der Werkstatt von Hermann Koch & Sohn hergestellt, aber nicht benagelt. Ursprünglich war er in der Kunstgewerbeschule aufgestellt, danach im Kulturhistorischen Museum. Ab Ostern 1933 befand er sich bis Dezember 1940 beim Rathaus. Da er verwittert war, wurde er anschließend auf den städtischen Bauhof überstellt. Im Winter 1945/1946 soll er als Brennmaterial verheizt worden sein.
  • Malchin: Eisernes Kreuz
  • Mannheim: Ein Eisernes Kreuz wurde im Ballhaus im Schlossgarten ab 1916 benagelt.
  • Mannheim: Ein Roland mit Schild wurde von dem Mannheimer Bildhauer Hermann Taglang (* 1877) geschaffen und ab 1915 benagelt.
Genageltes Malteserkreuz aus Nörvenich
  • Marburg: Am 3. September 1916 wurde auf dem Marktplatz vor dem Rathaus ein Nagelmal in Form einer Säule eingeweiht. Bis 1919 kamen knapp 3.500 Mark für die Kriegswohlfahrt zusammen. Im Sommer 1919 wurde das Denkmal in den Schülerpark überführt, wo sich noch heute der Sandsteinsockel befindet. Die städtischen Akten zum Denkmal enden 1926, der weitere Verbleib ist ungeklärt.
  • Meldorf: Der benagelte Wulf Isebrand ist jetzt im Dithmarschen Landesmuseum ausgestellt.
  • Melle: Ein Feldgrauer Soldat wurde ab 14. November 1915 benagelt.
  • Mindelheim: hölzerne Glocke
  • Memmingen: Wappen-Nagelung, eingebaut in die Wandvertäfelung zu beiden Seiten eines Bildfensters im Ratssaal des Memminger Rathauses (Beginn der Ehrennagelung am 12. Mai 1918)
  • Merseburg: Die Sagenfigur eines Raben mit Ring wurde 1915 benagelt.
  • Mölln: Eisernes Kreuz (um 1995 lag es im früheren Kohlenkeller der St.-Nicolai-Kirche)
  • Munster: Ein Bienenkorb wurde ab 5. März 1916 benagelt.
  • Neuburg an der Donau: Eine Skulptur des Kronprinzen Rupprecht, des Siegers der Lothringer Schlacht, wurde benagelt.
  • Neuhaus an der Elbe: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 17. Oktober 1915 benagelt.
  • Neustadt am Rübenberge: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 19. Dezember 1915 in eine Tischplatte genagelt.
  • Neustadt an der Haardt: Das Stadtwappen wurde ab 1915 benagelt.
  • Niedermarschacht: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 21. November 1915 benagelt.
  • Nienburg: Ein Wehrschild mit Helm wurde ab August 1916 benagelt.
  • Nörvenich Ein Malteserkreuz wurde benagelt, da der Burgbesitzer Mitglied des Malteserordens war. (2009 sehr gut erhalten)
  • Nürnberg: Eisernes Kreuz
  • Offenbach am Main: Eiserner Mann, am 3. Oktober 1915 feierlich enthüllt und benagelt. Die hölzerne Figur stellte Götz von Berlichingen dar, der Entwurf stammte von dem Bildhauer Ernst Unger.
  • Offenbach am Main: Zugunsten der Hinterbliebenen von gefallenen Hessen nagelte die 2. Ersatzkompanie des 1. Ersatzbataillons des Infanterieregiments 168 ein Eisernes Kreuz.
  • Ohrdruf: Ein Michael, der von Ernst Unger aus Offenbach entworfen wurde, wurde beim Rathaus ab 30. Juli 1916 benagelt.
  • Oldenburg i. O.: Isern Hinnerk (Eiserner Heinrich), die Holzfigur eines geharnischten Ritters, entworfen von Bernhard Winter (1871–1964), aufgestellt am 5. September 1915 an der Lambertikirche, Erlös zugunsten der Kriegsversehrten
  • Osnabrück: Karl der Große wurde ab 26. September 1915 benagelt. Heute befindet er sich im Wallenhorster Rathaus.
  • Otterndorf: Das Stadtwappen wurde ab 31. Oktober 1915 benagelt.
  • Parchim: Eiserner Held, mit einem Schild, den ein Brustbild von Hindenburg ziert. Enthüllt am 12. Dezember 1915 vor dem Rathausgiebel am Alten Markt, später auf dem sogenannten Hindenburgplatz an der Ziegendorfer Chaussee aufgestellt. Bereits 1920 befand sich die hölzerne Figur im Fundus des Rathauses.
  • Peine: Eine Säule mit einer Eule wurde ab 7. Mai 1916 benagelt.
  • Penzlin: Eisernes Kreuz
  • Plau am See: Eisernes Kreuz in der Marienkirche; Der Erlös von rund 800 Mark ging an das Rote Kreuz für Kriegsversehrte.
  • Potsdam: Ein Eisernes Kreuz wurde am Brandenburger Tor benagelt.
  • Prenzlau: Ein Roland, der vom Prenzlauer Bildschnitzer Poggendorf geschaffen wurde, wurde ab 16. September auf dem Obermarkt benagelt. Spätere Aufstellungsorte waren der Flur des Rathauses (bis 1932) und danach der Neubau der Stadtschule I in der Klosterstraße. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.
  • Recklinghausen: Bergmannssäule
  • Regensburg: Eine Skulptur der Ratisbona wurde ab 1. August 1915 benagelt.
  • Rehna: Wehrschild
  • Ribnitz: Stadtsiegel
  • Rinteln: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 24. Oktober 1915 benagelt.
  • Rosenheim: Stadtwappen (Rose), am Mittertor
  • Rostock: Greif
  • Saarbrücken: Eiserner Ritter, aufgestellt 1915 an der Ursulinenschule[9], heute ausgestellt im Historischen Museum Saar.
  • Sarstedt: Ein Eichenstamm wurde ab 3. Oktober 1915 benagelt.
  • Schneeren: Ein Maschinengewehr wurde ab 1. Januar 1916 benagelt.
  • Schongau: Ein Eisernes Wappen wurde ab 29. Oktober 1916 benagelt.
  • Schöningen: Ein auf einem christlichen Kreuz befindliches Eisernes Kreuz wurde ab 19. September 1915 benagelt.
  • Schöppenstedt (Ortsteil Eitzum): Ein Eisernes Kreuz wurde ab dem 12. Dezember 1915 benagelt.
  • Schüttorf: Ein Eisernes Kreuz wurde 28. November 1915 benagelt.
  • Schwäbisch Gmünd: Die Figur von Hans Rauchbein, einem Bürgermeister im 16. Jahrhundert, wurde benagelt.[10]
  • Schwerin: Die Tür des Domes wurde benagelt.
  • Schwerin: Ein Eisernes Kreuz wurde in der Artillerie-Kaserne benagelt.
  • Seesen: Verschlungene Hände wurden ab dem 27. Jänner 1916 benagelt.
  • Seyboldsdorf: Das Bayerische Militärverdienstkreuz wurde 1916 benagelt. Heute befindet es sich in der Eingangshalle der Pfarrkirche St. Johannes.
  • Sittensen: Eisernes Kreuz
  • Soltau: Das Stadtwappen wurde ab 24. Oktober 1915 benagelt.
  • Sottrum bei Holle: ein Heiliger Georg
  • Stade: Eiserner Goeben, eine Holzfigur aus dem Jahr 1915, benannt nach dem aus Stade gebürtigen General August Karl von Goeben (1816–1880), wird heute im Schwedenspeicher-Museum in Stade ausgestellt.
  • Stadthagen: Das Stadtwappen wurde ab 27. Jänner 1916 benagelt.
  • Stadtoldendorf: Das Stadtwappen wurde ab 28. November 1915 benagelt.
  • Stolzenau: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 27. Jänner 1917 benagelt.
  • Stolzenau: Eine Gedenkplatte wurde im März 1916 benagelt.
  • Stuttgart: „Wackerer Schwabe in Eisen“
  • Sylt: ein U-Boot
  • Teterow: Eisernes Kreuz
  • Torgau: Eine Mackensen-Säule wurde 1915 benagelt. Benannt wurde sie nach August von Mackensen, der hier sechs Jahre lang das Gymnasium besuchte.
  • Twistringen: Eine Eichentafel mit Sachsenross wurde ab 16. Juli 1916 benagelt.
  • Uchte: Ein Eisernes Kreuz wurde ab November 1916 benagelt.
  • Uelzen: Ein Wehrschild wurde ab Jänner 1916 benagelt.
  • Ulm: Eisernes Kreuz
  • Vechta: Ein Nagelbalken wurde ab April 1916 benagelt.
  • Vellahn: Ein Roland mit Schild wurde ab September 1915 benagelt.
  • Verden an der Aller: Ein Buch wurde ab 8. November 1915 benagelt.
  • Vienenburg: Ein Ehrenschild wurde ab 3. Oktober 1915 benagelt.
  • Vierzehnheiligen: Eisernes Kreuz
  • Vilsen: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 18. September 1915 benagelt.
  • Völpke: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 19. März 1916 benagelt.
  • Volmarstein: Kriegswahrzeichen
  • Walsrode: Das Stadtwappen wurde ab 20. August 1916 benagelt.
  • Warin: Stadtwappen
  • Wasserburg am Inn: Stadtlöwe an der Rathaustür, entworfen vom Architekten Maximilian Ritter von Mann, erste Benagelung nach einer „vaterländischen Feier“ am 12. Dezember 1915
  • Weener: Ein Isern Hinnerk bi de Kark wurde im Frühherbst 1915 benagelt.
  • Weißenfels: Schloss
  • Wellingsbüttel: Kriegsbom (?)
  • Wiedensahl: Eine Eichenplatte wurde ab 31. Jänner 1917 benagelt.
  • Wiesbaden: Eine Siegfried-Figur aus Lindenholz wurde ab 26. September 1915 benagelt (Eiserner Siegfried).
  • Wilhelmshaven: „Eiserner Tirpitz
  • Winsen an der Luhe: Ein Eisernes Kreuz wurde ab 3. Oktober 1915 benagelt.
  • Wismar: Stadtsiegel
  • Wittingen: Das Stadtwappen mit Hufeisen wurde ab 27. Februar 1916 benagelt.
  • Wokern: Eisernes Kreuz
  • Wunstorf: Eisernes Kreuz
  • Würzburg: Ein Deutscher Michel, der vom Bildhauer Arthur Schlegelmünig (1863–1956) entworfen wurde, wurde 1916 benagelt.
  • Zasenbeck: Die Benagelung eines Eisernen Kreuzes wurde Ende Januar 1916 beschlossen. Ob das Vorhaben ausgeführt wurde, ist nicht bekannt.
  • Zweibrücken: Wappen
  • Zwickau: Nagelfigur des Feldmarschalls Hindenburg in der Gestalt eines Wehrmannes, entworfen von Carl Beyer

Auf Schiffen[Bearbeiten]

Ehemalige deutsche Gebiete[Bearbeiten]

Deutsch-Lothringen (1871–1918)[Bearbeiten]

  • Metz: In der Innenstadt, unterhalb der Esplanade, stand die überlebensgroße Figur eines deutschen Soldaten auf einem Steinsockel. Dieser „Mann aus Eisen“ wurde nach Kriegsende von der Bevölkerung höchstwahrscheinlich vom Sockel gestürzt und zerstört.

Schlesien[Bearbeiten]

  • Reichenau, Landkreis Glatz: Es gibt eine Postkarte mit einem Nagelbild des U-Deutschland 1916. Der Text dazu: Kriegswahrzeichen genagelt zum Besten des Jugenddanks für Kriegsbeschädigte von der kath. Schule Reichenau

Italien[Bearbeiten]

Oswald von Wolkenstein im Museum Gröden, Holzstatue von Johann Baptist Moroder

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Kroatien[Bearbeiten]

  • Pola (ehemals Österreich-Ungarn): Im Dezember 1915 wurde im Haupthafen der Kriegsmarine von Österreich-Ungarn der Leuchtturm in Eisen mit einer Höhe von 2,5 Metern aufgestellt. Den ersten Nagel schlug im Namen der Marine Flottenadmiral Anton Haus ein.
  • SMS Sankt Georg: Auf dem österreichisch-ungarischen Kriegsschiff wurde im April 1916 ein vom Bildhauer Zelezny geschaffener Wehrschild mit dem Bildnis des Heiligen Georg enthüllt und zu Gunsten gefallener Marineure benagelt.

Polen[Bearbeiten]

  • Breslau: St. Michael.
  • Danzig: Kriegssäule.
  • Gleiwitz: Eisernes Kreuz, 2,5 x 2,5 m.
  • Kattowitz (ehemals Deutsches Kaiserreich): In Kattowitz wurde eine „Eiserne Säule“ zum Benageln aufgestellt. Kaiser Wilhelm II. ließ der Stadtverwaltung 300 Mark für einen goldenen Nagel („Kaisernagel“) aus seiner Privatschatulle überweisen.
  • Poznań-Jeżyce (ehemals Deutsches Kaiserreich): Das Buch „Historia drewnianej figury Żelaznego Obrońcy“ (Die Geschichte der Holzfigur des Eisernen Wehrmanns) von Jakub Skutecki weist auf das Vorhandensein eines Wehrmanns in Eisen im ehemaligen Posen hin.
  • Provinz Posen: Eisernes Kreuz.

Rumänien[Bearbeiten]

Auch in Hermannstadt in Siebenbürgen (ehemals Österreich-Ungarn) war ein Wehrmann in Eisen aufgestellt. Ob sich im Museum von Sibiu der Eiserne Wehrmann befindet oder nur eine der ausgegebenen Erinnerungskarten mit Bezug auf die Hermannstädter Figur ist unklar.

Tschechische Republik[Bearbeiten]

(damals Österreich-Ungarn)

  • (Asch): Wehrmann in Eisen
  • Cheb (Eger): Der Wehrschild wurde „Der Eiserne Sechser“ genannt.
  • Dvorce u Bruntálu (Hof): Der Bürgermeister Joseph Gerlich ließ in patriotischer Begeisterung auf eigene Kosten den Wehrschild herstellen. Entworfen und geschnitzt wurde er vom Bildhauer Johann Pietsch. Er hatte die Form eines Wappens von ungefähr 1 Meter Höhe. Umrandet war er von einem Eichenkranz und am oberen Ende war der Wahlspruch des Kaisers Franz Joseph I. in gotischer Schrift ausgeschnitzt zu lesen: „Mit vereinten Kräften“. Die Mitte bildete das Hofer Stadtwappen. Die weitere Geschichte des Schildes ist nicht bekannt.
  • Prag: Der Eiserne Wehrmann der deutschen Frauen und Mädchen wurde im Deutschen Theatergarten aufgestellt.
  • Prag: Der „Bundeswehrmann in Eisen“ – geschaffen von Franz Thiele, Professor an der Prager Kunstakademie – wurde aus Anlass der 22. Hauptversammlung des Bundes der Deutschen in Böhmen aufgestellt.
  • Opava (Troppau): Wehrschild
  • Varnsdorf (Warnsdorf): Stadt-Wappenschild

Türkei[Bearbeiten]

  • Istanbul (ehemals Osmanisches Reich): Nachdem am 18. März 1915 die englischen Kriegsschiffe „HMS Irresistible“ und „HMS Ocean“ sowie den französischen Panzerkreuzer „Bouvet“ vor den Dardanellen versenkt wurden, wurde eine hölzerne Nachbildung („Eiserne Kanone von Stambul“) des erfolgreichsten Geschützes von den Skoda-Werken zur Verfügung gestellt und im April 1916 zur Benagelung vor dem Kriegsministerium in Istanbul aufgestellt.

Ukraine[Bearbeiten]

  • Czernowitz (ehemals Österreich-Ungarn): Zur Erinnerung an die Befreiung von den Russen wurde der „Reichsaar in Eisen“ zur Benagelung aufgestellt. Vorbild war der Reichsaar auf dem Turm des Rathauses, der nach der Besetzung von den Russen entfernt worden war.
  • Drohobycz (ehemals Österreich-Ungarn): In Drohobycz wurde am Jahrestag der Befreiung von den Russen ein Wehrmann enthüllt. Der erste Tag brachte Spenden in der Höhe von 400.000 Kronen.
  • Lemberg (ehemals Österreich-Ungarn): Im April 1916 wurde ein Wehrmann in Eisen zur Benagelung enthüllt. Während der Feier kreisten drei Flugzeuge über dem Stadtplatz.

Ungarn[Bearbeiten]

Auch in Ungarn wurden nach dem Wiener Vorbild zahlreiche ähnliche Denkmäler aufgestellt. Das bekannteste Denkmal dieser Art war die Skulptur Nationaler Opferbereitsschaft (Nemzeti Áldozatkészség Szobra) am Deák tér in Budapest, eine mit Metallplättchen beschlagene Holzfigur, die einen Reiter aus der Zeit von König Matthias darstellte und vom Bildhauer Ferenc Sidló geschaffen wurde. Sie wurde am 12. September 1915 enthüllt und blieb bis November 1924 auf seinem Platz, vor dem sogenannten Anker-Haus. Nach der Renovierung kam sie zuerst in den Hof der Militärakademie Lodovika. 1968 kam der Kopf des Ritters ins Kiscelli Museum. Bruchteile und die Gipsform des Denkmals wurden ins Depot des Museums der Heeresgeschichte im Burgviertel gebracht. Ähnliche Denkmäler wurden am 23. Mai 1915 in Pozsony (Bratislava, dt. Pressburg, heute Slowakei, von Alajos Rigele), am 1. August in Nagyszeben (Sibiu, dt. Hermannstadt, heute Rumänien), am 18. August in Cluj-Napoca (Klausenburg, heute Rumänien, von Ferenc Szeszák), am 8. September in Szeged, von István Szentgyörgyi und am 12. September in Székesfehérvár, von Alajos Rigele aufgestellt. Diese Denkmäler wurden auf Ungarisch vasvitéz, vaskatona, vashonvéd (verschiedene Bezeichnungen für Soldat in Eisen) oder páncélos lovag (Ritterfigur in Rüstung) genannt. Auch Privatpersonen, Geschäfts- oder Kneipenbesitzer stellten solche „Denkmäler“ auf, um ihren Patriotismus zum Ausdruck zu bringen. Oft handelte es sich dabei um einen alten Schild, der von den Gästen, Bekannten, Kunden mit Nägeln beschlagen werden konnte.

USA[Bearbeiten]

Wehrschild in Baltimore, Maryland, USA
  • San Francisco: Selbst in den Vereinigten Staaten von Amerika wurde von Auslandsösterreichern und –deutschen bis zum Kriegseintritt der USA durch Benageln eines Eisernen Kreuzes Geld gesammelt.
  • Baltimore: Auch in Baltimore (Maryland) hängt ein künstlerisch gestalteter Adler mit einem Roten Kreuz als Brustschild, der bis 1917 durch Benageln Geld für das Deutsche und Österreichische Rote Kreuz sammelte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gotthold Riegelmann: Der Stock im Eisen – Praktische Ratschläge zur Errichtung einfacher Nagelholzmale mit Ideen-Skizzen und Kostenberechnungen. Ernst Wasmuth, Berlin 1915.
Broschüre mit zwei Seiten Text und einigen Skizzen. Sie enthält Ratschläge
  • zur Auswahl der Holzart abhängig davon, ob das Nagelholzmal gänzlich oder nur teilweise von Nägeln umschlossen ist
  • zur Entscheidung über die Abmessungen – Riegelmann empfiehlt hohe und schlanke Formen und gibt die Anzahl von etwa 30.000 bis 40.000 Nägeln pro Quadratmeter zu bedenken
  • zur Auswahl der Motive – Riegelmann hält das Eiserne Kreuz, das deutsche Schwert, die deutsche Eiche oder auch das 42 Zentimeter-Geschoss neben heraldischen Formen und Wappentieren für besonders geeignet. Da es Spendern widerstreben könnte, einen Nagel in die Figur eines noch lebenden Menschen zu treiben, rät er von solchen ab.
  • Michael Diers: Nagelmänner. Propaganda mit ephemeren Denkmälern im Ersten Weltkrieg. In: Michael Diers: Schlagbilder. Zur politischen Ikonographie der Gegenwart. Fischer, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-596-13218-5, S. 78–100.
  • Tristan Loidl: Andenken aus Eiserner Zeit. Patriotische Abzeichen der österreichisch-ungarischen Monarchie von 1914 bis 1918. Militaria-Verlag, Wien 2004, ISBN 3-9501642-4-3.
  • Christoph Nübel: Mobilisierung der Heimatfront und Selbstbehauptung in Feindesland. Die Nagelung von Kriegswahrzeichen und das Monument der Kriegsgefangenen in Münster 1915–1918. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 52, 2007, ISSN 0342-1996, S. 131–156.
  • Karl-Robert Schütze: Der eiserne Hindenburg. Bildergeschichte in Postkarten. Chronologie der Ereignisse und Berichte. Schütze, Berlin 2007, ISBN 978-3-928589-21-5.
  • Martin Kronenberg: Die Bedeutung der Schule für die Heimatfront im Ersten Weltkrieg – Sammlungen, Hilfsdienste, Feiern und Nagelungen im Deutschen Reich. GRIN-Verlag, 2011, ISBN 978-3-640-90897-4
  • Gerhard Schneider: In eiserner Zeit. Kriegswahrzeichen im Ersten Weltkrieg, Schwalbach am Taunus (bd-edition) 2013. ISBN 978-3-941264-13-7

Weitere Quellen[Bearbeiten]

Eine große Hilfe bei der Auffindung weiterer Wehrmänner und Wehrschilde ist eine von anonymer Seite angelegte Sammlung von zeitgenössischen Zeitungsartikeln, die zu einem namenlosen Buch gebunden in der Wienbibliothek im Rathaus Wien aufliegt. Auffindbar ist dieses Material im Online-Katalog unter dem Stichwort „Nageldenkmäler“. Unklarheiten hinterlässt dieses Werk allerdings, was die Daten der jeweiligen Ereignisse betrifft.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Wienbibliothek im Rathaus: „Nageldenkmäler“.
  2. Wachsschicht für die Mainzer Nagelsäule in: FAZ vom 23. Juli 2011, S. 51.
  3. Ilsetraut Lindemann: Der „Eiserne Mann“ von Osnabrück. S. 25 ff. in: Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 1985
  4. Heiko Bockstiegel: Der Eiserne Burgmann im Rathaussaal zu Quakenbrück. In: Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 1980, S. 54ff.
  5. 1916-09-10 – Babenhausen (Version vom 24. Juli 2010 im Internet Archive) auf archive.today
  6. Eintrag zur Nagelfigur „Eisenhart“ in der Datenbank HEUSS des Stadtarchivs Heilbronn, Zeitgeschichtliche Sammlung Signatur ZS-6801
  7. Der Teller ist inkl. Beschreibung in der Heimatstube Holzwickede zu besichtigigen.
  8. Heinrich Schützinger: Das Lindauer Kriegswahrzeichen. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 45. Jahrgang 1916, S. 3–6. (Digitalisat); der Artikel enthält auch kritische Bemerkungen zu Nagelfiguren nach lebenden Personen
  9. Als der Krieg über uns gekommen war… (Version vom 15. April 2008 im Internet Archive) (im Webarchiv)
  10. Klaus Graf: Hans Rauchbein. Ein Gmünder Bürgermeister im 16. Jahrhundert und sein falscher Ruhm. In: Ostalb – Einhorn 18 (1991), S. 116–126 (Volltext)
  11. Christine Dippold (Redaktion): Mythos Burg. Ausstellungskatalog des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg, hrsg. von G. Ulrich Großmann, Nürnberg/Dresden 2010, ISBN 978-3-936688-51-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kriegsnagelungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Dieser Artikel wurde am 22. Oktober 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.