Weißensee (See in Kärnten)
| Weißensee | ||
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| Das Ostbecken des Weißensees vom Gleitschirm aus gesehen | ||
| Geographische Lage | nördlich von Hermagor | |
| Zuflüsse | Mühlbach, Almbach | |
| Abfluss | Weißenbach zur Drau | |
| Orte am Ufer | Neusach, Techendorf und Gatschach im Norden, Naggl im Süden (jeweils Gemeinde Weißensee), Stockenboi im Osten |
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| Daten | ||
| Koordinaten | 46° 42′ N, 13° 20′ O46.70680277777813.340986111111930Koordinaten: 46° 42′ N, 13° 20′ O | |
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| Höhe über Meeresspiegel | 930 m ü. A. | |
| Fläche | 6,5 km² | |
| Länge | 11,6 km | |
| Breite | 900 m | |
| Volumen | 226.098.549 m³ | |
| Maximale Tiefe | 99 m | |
| Mittlere Tiefe | 35 m | |
| Besonderheiten |
Höchstgelegener Kärntner Badesee |
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| Übersichtskarte Weißensee | ||
Der Weißensee ist ein See in Kärnten am Fuß der Gailtaler Alpen in Österreich, nördlich von Hermagor. Er liegt auf 930 m ü. A. und ist damit der höchstgelegene der großen Kärntner Badeseen.
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines [Bearbeiten]
Der Weißensee ist 11,6 Kilometer lang; an der breitesten Stelle misst er 900 Meter, an seiner tiefsten 99 Meter. Seine Fläche beträgt 6,5 Quadratkilometer und sein Einzugsgebiet umfasst 46 Quadratkilometer. Sein 23 Kilometer langes Ufer ist nur zu einem Drittel bebaut (Westteil des Sees sowie die Ortsee am Ostufer), der Rest steht unter Natur- und Landschaftsschutz.
Am Seeufer führt keine Durchgangsstraße entlang, nur ein schmaler, teils steiler Pfad verbindet den Ronacherfels (östliches Ende der Fahrstraße) mit dem Ostufer, welches ansonsten nur durch das Weißenbachtal von der Drautaler Seite her zugänglich ist.
Geologie [Bearbeiten]
Das Tal des Weißensees verläuft in Ost-West-Richtung und wurde während der Würmeiszeit von einem Seitenarm des Draugletschers ausgeschürft.
Die Westmulde und der mittlere Teil des Sees sind flach und von Sumpfwiesen umgeben, die Ostmulde hingegen ist im Norden und Süden von steilen Felsen begrenzt, die sich auch unter Wasser fortsetzen. Dieser Bereich des Sees hat einen fjordähnlichen Charakter.
Die den See umrahmenden Seekreide-Bänke, die dem Weißensee seinen Namen gaben, entstanden durch eingeschwemmte Kalkpartikel aus den umliegenden Bergen der südlichen Kalkalpen, durch Reste von Schneckenhäusern und durch biogene Entkalkung.
Der See hat zwei dauerhaft wasserführende Zuflüsse (Praditzbach am Westende und Mühlbach bei Neusach) und wird zudem von mehreren unterirdischen Quellen gespeist.
Am Ostufer befindet sich der Abfluss des Sees, der Weißenbach, der den Weißensee zur Drau hin entwässert.
Ökologie [Bearbeiten]
Der See gilt aufgrund seiner hervorragenden Wasserqualität (seit 1969 verhindert eine Ringkanalisation die Einleitung von Hausabwässern) als gutes Fischgewässer. Mit Sichttiefen von bis zu 6 Metern und einer Wasserqualität, die an die von Trinkwasser heranreicht, ist er auch ein ideales Badegewässer mit bis zu 24° C Wassertemperatur. Zur Erhaltung der Wasserqualität ist auf dem See die Nutzung von Verbrennungsmotoren ausschließlich der Linienschiffahrt, der Polizei und Wasserrettung, sowie der Land- und Forstwirtschaft gestattet.
Schon seit dem Mittelalter ist der Weißensee für seine See- und Lachsforellen bekannt, in der Neuzeit wurde durch künstlichen Besatz mit anderen Fischarten wie Flussbarsch, Karpfen oder Hecht die Attraktivität als Angelgewässer gesteigert. Durch den entstehenden Konkurrenzdruck starben aber einige ursprüngliche Arten wie Gründling oder Elritze aus. Das Aussterben der Seeforelle wurde durch Besatzmaßnahmen verhindert – nicht zuletzt zur Erhaltung der touristischen Attraktivität des Sees.
Tourismus [Bearbeiten]
Den See umgibt ein mehrere hundert Kilometer langes Netz von Wander- und Mountainbike-Wegen aller Schwierigkeitsgrade. Einige Berggipfel (Latschur im Norden, Golz im Süden, Reißkofel im Westen) sind vom See aus über bewirtschaftete Almen und Hütten zu erreichen. Auch Camping ist am Ostufer bei Stockenboi und am Westufer in Techendorf möglich.
Die Weißensee-Brücke verbindet an der schmalsten Seestelle das Nord- mit dem Südufer und ist gleichzeitig Aussichtspunkt auf den West- und den Ostteil des Sees.
Im Winter bietet der See mit einer bis zu 58 Zentimeter dicken Eisdecke zwischen Dezember und März an rund 80 Tagen die größte Eisfläche der Alpen, die seit Ende der 1960er Jahre touristisch genutzt wird. Seit 1989 werden im Jänner auf der Natureislaufbahn Eislaufmarathons durchgeführt, eine Alternative Elfstedentocht der Niederländer, bei denen die klimatischen Bedingungen so eine Veranstaltung nicht mehr jedes Jahr auf ihren Kanälen erlauben.[1] Die Eisdecke auf dem Weißensee ist hingegen oft so tragfähig, dass Holztransporte mit LKW über den See hinweg durchgeführt werden können.
Bei Techendorf am Südufer des Sees gibt es ein kleines Skigebiet mit Sessellift und einigen Skipisten; rund um den See werden Langlaufloipen gespurt.
Ereignisse [Bearbeiten]
Von 23. bis 25. Februar 2007 fand im Weißensee die erste Eishockey-unter-Eis-Weltmeisterschaft statt. Am 7. und 8. Januar 2011 landeten in Rahmen des "Weissensee Fly-in 2011" von ÖGPV etwa 30 Flugzeuge auf dem zugefrorenen Weißensee.[2]
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Weißensee (Kärntner Institut für Seenforschung)
- Badestellen am Weißensee
- Eintrag zu Weißensee (See in Kärnten) in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (im Heimatlexikon)
- Touristische Hinweise
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Andreas Wenderoth: Weltgrößte Natureisbahn. Solange es kracht, hält es. Die Zeit Nr. 48, 25. November 2010; Zeit Online, 6. Dezember 2010
- ↑ Eislandung auf dem Weissensee: Fotos, Luftaufnahmen, Movie
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