Lennestadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lennestadt
Lennestadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lennestadt hervorgehoben
51.1236111111118.0680555555556280Koordinaten: 51° 7′ N, 8° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Olpe
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 135,59 km²
Einwohner: 25.908 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57368
Vorwahlen: 02721, 02723, 02725 u. 02972Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OE
Gemeindeschlüssel: 05 9 66 020
Stadtgliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Thomas-Morus-Platz 1
57368 Lennestadt
Webpräsenz: www.lennestadt.de
Bürgermeister: Stefan Hundt (CDU)
Lage der Stadt Lennestadt im Kreis Olpe
Rheinland-Pfalz Hochsauerlandkreis Kreis Siegen-Wittgenstein Märkischer Kreis Oberbergischer Kreis Attendorn Drolshagen Finnentrop Kirchhundem Lennestadt Olpe Wenden (Sauerland)Karte
Über dieses Bild

Lennestadt ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Olpe im Sauerland. Sie wurde am 1. Juli 1969 im Rahmen der kommunalen Neugliederung gegründet und trat damit die Rechtsnachfolge des aufgelösten Amtes Bilstein an. Die bevölkerungsreichste Gemeinde dieses Kreises umfasst insgesamt 43 Ortsteile.

Erste Besiedlungsspuren der Region reichen bis in die Früh-Latènezeit zurück. Nach Eröffnung der ersten Eisenbahnstrecke im Jahre 1861 erfuhr sie einen durchgreifenden Strukturwandel. Das metallverarbeitende Gewerbe konnte sich im Gebiet der heutigen Stadt Lennestadt etablieren und auch der Bergbau profitierte von der Bahnlinie. Im produzierenden Gewerbe arbeiten noch über 50 % der Beschäftigten. Eine große wirtschaftliche Bedeutung hat auch der Tourismus.

Geographie[Bearbeiten]

Lenne in Lennestadt-Gleierbrück
Blick vom höchsten Berg von Lennestadt, dem Härdler (756 m), nach Norden

Lennestadt liegt an der Nahtstelle der Naturparke Ebbegebirge im Westen, Homert und Rothaargebirge im Osten und wird von der Lenne, einem Nebenfluss der Ruhr, von Osten nach Nordwesten durchflossen. Neben der Hundem, die im Stadtteil Altenhundem von links in die Lenne mündet, sind Elspebach und Veischede weitere größere Zuflüsse, die in Grevenbrück in die Lenne münden.

Das Gebiet Lennestadts liegt zwischen 51° 03′ und 51° 12′ nördlicher Breite sowie zwischen 7° 58′ und 8° 15′ östlicher Länge. Die größte Ausdehnung in Nordost-Südwestrichtung beträgt etwa 19 km, in Ostwestrichtung etwa 20 km.

Der höchste Punkt ist der Härdler bei Milchenbach mit 756 Meter über NHN, der niedrigste mit 239 Meter die Lenne an der Grenze zur Nachbargemeinde Finnentrop.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Lennestadt grenzt im Norden an die Gemeinden Finnentrop sowie Eslohe (Hochsauerlandkreis), im Osten an die Städte Schmallenberg (Hochsauerlandkreis) und Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein), im Süden an die Gemeinde Kirchhundem und im Westen an die Städte Olpe und Attendorn.

Flächennutzung[Bearbeiten]

Blick auf Altenhundem, den größten Ortsteil von Lennestadt

Das Stadtgebiet von Lennestadt hat eine Fläche von 135,59 km². Der Anteil des Waldes beträgt 65,8 %. 19,9 % werden landwirtschaftlich genutzt. Der Rest verteilt sich auf Verkehrsflächen (5,9 %), Gebäudeflächen einschließlich der zugehörigen Frei- und Betriebsflächen (6,5 %), Sport- und Erholungsflächen (0,7 %) sowie 1,3 % nicht näher bestimmte Flächen.[2] Nicht ungewöhnlich im Sauerland ist der hohe Anteil der Waldfläche im Gebiet der Stadt Lennestadt.

Nutzungsanteile der Stadtgebietsfläche
Landwirtschaft
  
27,02 km²
Wald
  
89,20 km²
Gebäude- und Freifläche
  
8,77 km²
Verkehr
  
7,99 km²
Sport und Erholung
  
0,89 km²
Sonstige Nutzung
  
1,72 km²

Geologie[Bearbeiten]

Das Sauerland und damit auch das Gebiet der Stadt Lennestadt ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Die meisten, im Gemeindegebiet anzutreffenden Gesteine entstanden vor 400 bis 335 Millionen Jahren während des Unterdevons bis Unterkarbons, als das ganze Gebiet von einem flachen Meer bedeckt war. Die am häufigsten verbreiteten Gesteine sind Tonschiefer, kalkhaltige Schluffsteine, feinkörnige Sandsteine, Grauwacken und vorwiegend verkieselte Kalk- und Tonsteine. Während der Sedimentation der paläozoischen Gesteine sind hydrothermale Erzlösungen in die Sedimente eingedrungen und führten zur Bildung von schichtgebundenen Blei-Zink-Erzlagerstätten vom SEDEX-Typ,[3] wie sie in Meggen und Halberbracht abgebaut wurden. Im Oberkarbon, vor etwa 350 bis 300 Millionen Jahren, wurde das Gebiet von der variszische Gebirgsbildung erfasst. Dabei wurden die ehemals horizontal abgelagerten Gesteinsschichten gefaltet und zum Teil überschoben. Ein Großteil der Ablagerungen des Gemeindegebietes bilden heute strukturgeologisch betrachtet, die Meggener Mulde.[4] In der Folgezeit wurde das variszische Gebirge zunehmend zu einer Rumpfflächeeingeebnet. Die Hügel des Sauerlandes entstanden durch die Hebung des Rheinischen Schiefergebirges vor allem im Tertiär und im Quartär, dem jüngsten Zeitalter der Erdgeschichte, das vor ca. 2,6 Millionen Jahren begann und bis zur Jetztzeit reicht. Die Bäche der neu entstandenen Landschaft gruben sich tief in das Gebirge ein (siehe auch Sauerland). Beispielhaft kann man dies am Lauf der Lenne erkennen, an deren Hängen sich Terrassenebenen bildeten.

Zahlreiche Höhlen konnten sich im Massenkalk des Oberen Mitteldevon bilden, so etwa im Gebiet der Ortsteile Sporke und Hespecke. In Sporke wird derzeit die Monarchen-Höhle renaturiert.[5]

Im Ortsteil Meggen wurde 2011 ein handtellergroßes Fossil einer Muschel entdeckt. Nach Begutachtung durch das LWL-Museum für Naturkunde handelt es sich um einen etwa 400 Millionen Jahre alten sogenannten Skulptursteinkern aus der Devonzeit. Das Fossil wurde am 22. November 2011 aus dem Umgebungsgestein herausgelöst und für weitere Analysen in das LWL-Museum gebracht.[6]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Ortsteile von Lennestadt

Die Stadt Lennestadt hat 43 Ortsteile und entstand durch die kommunale Gebietsreform des Kreises Olpe am 1. Juli 1969 aus den bisher selbstständigen Gemeinden Elspe, Grevenbrück, Kirchveischede, Oedingen, Saalhausen sowie Altenhundem aus der Gemeinde Kirchhundem. Durch die Gebietsreform 1975 kam Milchenbach aus der Gemeinde Lenne dazu. Bei beiden Gebietsreformen wurden Gemeindegrenzen geändert und einzelne Orte Nachbargemeinden zugeteilt.

Die Neugliederung war insbesondere deshalb notwendig geworden, weil die Strukturen einzelner Gemeinden nicht mehr mit dem starken Wachstum der Wirtschaft und der Unternehmen in Einklang zu bringen waren. Auch waren durch weitere Besiedlungen einige Orte bereits nahe aneinander gerückt.[7] In schwierigen politischen Prozessen wurde Altenhundem als Zentralort und Schwerpunkt der städtebaulichen Entwicklungsplanung bestimmt.[8]

Trotz der Zentralisierung von Verwaltungseinrichtungen konnten die alten Orte ihre Eigenständigkeit bewahren, wozu besondere Ortsentwicklungspläne beitrugen.

Zum Stadtgebiet Lennestadt gehören folgende Ortschaften:

Klima[Bearbeiten]

Das Gebiet der Stadt Lennestadt liegt in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen erreichen im Juli/August etwa 18 °C; die niedrigsten Temperaturen belaufen sich in den Monaten Januar und Februar auf durchschnittlich −4 °C. Weitere Monats- und Jahresdurchschnittswerte können der Tabelle entnommen werden:

Klima Lennestadt (280 m) monatliche Durchschnittswerte
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) -1,0 0,0 3,0 8,0 13,0 15,0 18,0 18,0 14,0 9,0 3,0 -1,0 Ø 8,3
Min. Temperatur (°C) -4,0 -4,0 -1,0 1,0 5,0 8,0 10,0 11,0 8,0 4,0 0,0 -4,0 Ø 2,9
Niederschlag (mm) 100 78 81 60 55 64 81 64 78 75 91 100 Σ 927
T
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m
p
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-1,0
-4,0
0,0
-4,0
3,0
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13,0
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8,0
18,0
10,0
18,0
11,0
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0,0
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-4,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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55
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81
64
78
75
91
100
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [9]

An einzelnen Tagen werden im Hochsommer Temperaturen von knapp über 30 °C gemessen, während sie im Winter gelegentlich bis auf etwa −20 °C sinken können.

Geschichte[Bearbeiten]

Siehe auch: Jeweilige Artikel der 43 Ortsteile.

Frühzeit und Mittelalter[Bearbeiten]

Wallanlage auf dem Hofkühl
Frühgeschichtliche Wege und Burgen im südlichen Sauerland; der Römerweg ist grün dargestellt

Erste Spuren einer Besiedlung des heutigen Stadtgebietes in den Wallburgen auf dem Hofkühl bei Kirchveischede und dem Weilenscheid bei Elspe reichen bis ins 5. Jahrhundert v. Chr., in die Frühlatène-Zeit, zurück.[10] Die Wallburg auf dem Weilenscheid hat im Oval eine Länge von 225 und eine Breite von 75 Metern. Funde wie Fibeln für Trachten und Armringfragmente lassen sich dem Zeitraum von etwa 480 bis 320 v. Chr. zuordnen. Bei einem seltenen Fund auf dem Bergrücken des Weilenscheid handelt es sich um ein Fragment eines Hohlbuckelringes mit plastischer Verzierung in Spiralform auf dem Buckel.[11]

Die Wallanlage Hofkühl ist rund 80 Meter lang und 60 Meter breit. Eine genauere Zeitzuordnung innerhalb der Latènezeit ist nicht möglich.

Hinweise auf eine frühe Besiedlung ergeben sich auch aus neueren Grabungen am Oedingerberg. Funde erhärten die Annahme, dass dort vor der Existenz des Klosters Oedingen eine fränkische Burg stand. Ein gefundener karolingischer Schwertgurtbeschlag datiert in das erste Drittel des 9. Jahrhunderts (800 bis 835)[12].

Für Elspe und Oedingen gibt es die ältesten schriftlichen Belege des Stadtgebiets. Die Orte wurden erstmals im Jahre 1000 in einer Urkunde erwähnt, die Kaiser Otto III. zur Bestätigung der Gründung des Klosters Oedingen ausstellen ließ. Für die folgenden Jahrhunderte gibt es Nachweise vor allem aus Bilstein, Amt Bilstein und der Burg Bilstein.[13]

Durch das Stadtgebiet führten die frühgeschichtlichen Fernstraßen Römerweg und Heidenstraße. Der Römerweg von Bonn bis zu den Briloner Hochebenen streifte die Ortsteile Bilstein, Grevenbrück, Trockenbrück, Elspe, Oberelspe und Oedingen. Die Heidenstraße erstreckte sich von Leipzig bis Bonn und verlief im Raum Grevenbrück/Elspe auf der gleichen Trasse. Zu den Verläufen siehe auch Streckenverlauf der Heidenstraße.

Burg Bilstein
1784 erbautes Hofhaus in Kirchveischede
Personenwagen der Veischedetalbahn
Aussichtsturm auf der Hohen Bracht

Im 12. Jahrhundert wurde die Burg Förde, auch als Peperburg bezeichnet, Sitz der Edelherren von Gevore. Sie waren Inhaber der Grafengewalt im Gebiet des heutigen Südsauerlandes. Zwischen 1220 und 1225 verlagerten sie ihren Sitz auf die über dem Veischedetal errichtete Burg Bilstein. Sie nannten sich fortan Edelherren von Bilstein. 1365 ging nach dem Tod des letzten kinderlosen Edelherren von Bilstein die Herrschaft auf den Grafen von der Mark über.[14]

Neuzeit[Bearbeiten]

1445 eroberte der Erzbischof von Köln die Burg gliederte sie gemeinsam mit dem Land Bilstein dem Herzogtum Westfalen an, das bis 1802 zum Kurfürstentum Köln gehörte. Bis zum Jahr 1555 kam es in der kurkölnischen Zeit zu einem häufigen Wechsel im Drostenamt, dessen jeweiliger Inhaber für den Landesherrn die Regierungsaufgaben wahrnahm. Dies liegt auch darin begründet, dass sich die Kurfürsten durch Ämterverpfändungen neue Geldquellen, beispielsweise zur Finanzierung von Kriegen, beschafften. [15] Anfang 1556 fiel das Drostenamt an Friedrich von Fürstenberg und blieb beim Haus Fürstenberg (Linie Waterlappe-Herdringen) bis zum Jahr 1802.

Nach einer kurzen Zugehörigkeit zu Hessen-Darmstadt wurde Bilstein 1817 ein Jahr nach dem Übergang des Landes an Preußen Sitz des neu geschaffenen Kreises Bilstein. Schon im Jahr 1819 ging der Kreissitz aber aufgrund der verkehrstechnisch günstigeren Lage an Olpe. In diesem Kreis entstand in den Jahren 1843/44 das Amt Bilstein neu, zu dem damals die Gemeinden Kirchveischede, Rahrbach, Förde (heute Grevenbrück) und Elspe gehörten.[16]

Der Ausbau der Verkehrsstraßen geschah im Raum der heutigen Stadt Lennestadt insbesondere in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In den Jahren 1825 bis 1827 wurde die Koblenz-Mindener Chaussee (siehe auch Bundesstraße 55) in dem Abschnitt Olpe – Bilstein – Elspe als moderne Straße ausgebaut und am 1. Januar 1828 dem Verkehr übergeben. In den 1840er Jahren erfolgten der Ausbau der Lennetal-Straße von Altena über Grevenbrück, Altenhundem, Welschen Ennest bis Krombach und die Inbetriebnahme der Provinzialstraße von Altenhundem nach Schmallenberg.[17]

In wirtschaftlicher Hinsicht war im Jahre 1861 die Eröffnung der ersten Eisenbahnstrecke im Sauerland, der sogenannten Ruhr-Sieg-Strecke von Hagen über Altenhundem nach Siegen, von besonderer Bedeutung. 1887 folgte die Eröffnung der Nebenbahn lenneaufwärts nach Schmallenberg, 1914 der Strecke nach Erndtebrück. Altenhundem war damit zu einem bedeutenden Bahnknotenpunkt geworden.[18]

Die Gemeinde Bilstein drängte frühzeitig auf eine Anbindung an die sechs Kilometer entfernte Bahnstation Grevenbrück. Dies geschah durch die erste gleislose, elektrisch betriebene Personenbahn zwischen Grevenbrück, Bilstein und Kirchveischede, bekannt als Veischedetalbahn, in den Jahren 1904 bis 1916. Die kutschenartigen Motorwagen und die zwei bis drei Anhänger verfügten über je 14 Sitz- und Stehplätze. Der Motor des Triebwagens war über spezielle Stromabnehmerstangen mit der elektrischen Oberleitung verbunden und ermöglichte eine Reisegeschwindigkeit von 18 km/h. Bedingt durch die Kriegswirren und den Mangel an Material wurde der Betrieb im Jahr 1916 eingestellt. Im Jahr 1921 wurde eine Kraftpostlinie für den Personenverkehr eingerichtet. Im Zeitraum von 1903 bis 1908 bedienten sich auch die 1902 gegründeten Grevenbrücker Kalkwerke einer elektrisch betriebenen, gleislosen Transportbahn. Sie führte vom Steinbruch (Ortsausgang Richtung Finnentrop) über die Lennebrücke (dort gemeinsame Trasse mit der Veischedetalbahn) zum Bahnhof Grevenbrück. Ende 1908 wurde die Umrüstung der gleislosen Transportbahn auf Schienenverkehr angeordnet.[19]

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert etablierte sich neben der Landwirtschaft der Handel mit Erz, Eisenerzeugnissen und Holzkohle. Entlang der Lenne gab es um 1800 zwischen Saalhausen und Maumke sieben Hammerwerke, dazu zwei an der Veischede und eines bei Altenhundem. [20] Bekannt aus dieser Zeit sind insbesondere der Maumker Hammer und der Kickenbacher Hammer. Im Jahre 1912 wurde der Obergraben des ehemaligen Kickenbacher Hammers in eine Generatorenanlage zur Stromerzeugung umfunktioniert.[21]

Mit der Eröffnung der Bahnlinien entwickelte sich in Halberbracht, Meggen und Maumke der Bergbau, der allerdings 1992 wieder aufgegeben wurde.

Stabilisierend für die Beschäftigungsmöglichkeiten wirkte sich aus, dass im Rahmen des Strukturwandels in anderen Ortsteilen von Lennestadt eine Anzahl mittelständischer Betriebe der Elektrotechnik und Metallbe- und -verarbeitung entstanden waren.

Im Zuge des Baus der Bahnlinien und der Entwicklung des Bergbaus bzw. der Industrie siedelten sich verstärkt auch evangelische Christen im Raum Lennestadt an, so dass im Jahr 1867 in Altenhundem mit dem Bau der evangelischen Kirche begonnen wurde.[22]

Die Zuwanderungen, aber auch die Belange der Unternehmen und der Facharbeiter erforderten einen Ausbau des Schulwesens. In den Jahren 1888 und 1911 wurden in Förde (heute Grevenbrück) und Altenhundem Rektoratschulen eingerichtet, die allerdings erst ab 1925 bzw. 1921 auch Mädchen aufnahmen. Diese Schulform bereitete auf den Besuch des Gymnasiums (seinerzeit in Olpe bzw. Attendorn), einen kaufmännischen Beruf oder eine Tätigkeit in der Verwaltung vor. Mädchen konnten ab 1901 in der Ländlichen Haushaltungsschule in Elspe Hauswirtschaft erlernen[23]

Für den Tourismus im Raum Lennestadt war die Errichtung des Aussichtsturms auf der Hohen Bracht in den Jahren 1929/30 von großer Bedeutung. Die Eröffnungsfeier am 12. Oktober 1930 war die erste Außenübertragung des Westdeutschen Rundfunks. [24] Die Hohe Bracht ist das Ziel vieler Wanderer und wegen ihrer Höhenlage auch für den Wintersport geeignet.

Neben der Errichtung des Aussichtsturms zählten auch der Bau der Zufahrtsstraße zur Hohen Bracht und der Verbindungsstraße Bilstein – Altenhundem zu den wichtigen Beschäftigungsmaßnahmen in der wirtschaftlichen Notzeit 1926 bis 1928. Eine denkmalgeschützte rechteckige Stele aus Sandstein an der Hohe-Bracht-Straße in Bilstein erinnert daran (siehe auch Liste der Baudenkmäler in Lennestadt Denkmal Nr. 9).

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Bemerkenswert ist, dass die NSDAP bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 im Kreis Olpe mit 14,3 % der Stimmen den niedrigsten Wert im Deutschen Reich (43,9 %) erhielt. Weitaus stärkste Kraft blieb die Zentrumspartei mit einem Stimmenanteil von 69,1 %, (siehe auch Sauerland#Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg). Dieses Ergebnis ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für das Wahlverhalten in vielen katholisch geprägten Gebieten.[25]

Nach der Machtergreifung Ende Januar 1933 nahmen die Nationalsozialisten sofort massiv Einfluss auf das öffentliche Leben. Im Rahmen von Gleichschaltungsmaßnahmen wurde im Jahr 1934 ein Parteigenosse aus Altenhundem zum Leiter der Kreisbeamtenschaft berufen. Im gleichen Jahr wurden zwei angesehene Angehörige des Zentrums, der Landrat Wening und der Arbeitsamtsdirektor Schrage, abgelöst und durch Parteimitglieder ersetzt. Die Geschäftsstelle des Volksvereins für das katholische Deutschland und des Volksverlags GmbH in Altenhundem wurde geschlossen. Damit war das wichtigste lokale Instrument katholischer Arbeiter- und Volksbildung nicht mehr funktionsfähig.[26]

Der zu Lennestadt gehörende Ort Oedingen machte exemplarisch deutlich, wie stark die Nationalsozialisten das öffentliche Leben bestimmten. Zunächst drängten sie den Einfluss katholischer Vereine zurück, wandelten katholische Schulen in staatliche Einrichtungen um und verbannten das kirchliche Leben aus der Öffentlichkeit. In der Oedinger Pfarrchronik ist unter dem 1. Juli 1933 vermerkt, dass man den Pfarrämtern das Telefon gesperrt habe. Vier NSDAP-Funktionäre in Uniform erklärten den Jungmännerverein, die Deutsche Jugendkraft und den Volksverein für aufgelöst. Im Jahr 1934 wurde die Kirchengemeinde verpflichtet, das Jugendheim an die Hitlerjugend und den Bund Deutscher Mädel zu verpachten. Gegen den Willen vieler Oedinger wurde die katholische Bekenntnisschule zum 1. April 1943 aufgelöst und die staatliche Gemeinschaftsschule eingeführt.

1938 durften am Fronleichnamstag keine kirchlichen Farben mehr zum Schmücken verwendet und keine entsprechenden Fahnen und Wimpel präsentiert werden. Als besonders bedrückendes Zeichen des Kampfes gegen das Christentum empfanden viele Einwohner die im April 1942 einsetzende Beschlagnahme der meisten Kirchenglocken. Unter dem Vorwand der Kriegsereignisse zwangen die Nationalsozialisten die Kirchen auch, die eigentlich auf Donnerstage fallenden Festtage Himmelfahrt und Fronleichnam jeweils am folgenden Sonntag zu begehen und die Fronleichnamsprozession auf den Friedhof zu beschränken.[27]

Obwohl die katholischen Festtage Heilige Drei Könige und Mariä Empfängnis offizielle Feiertage waren, ordneten die Machthaber an diesen Tagen den Schulbesuch an, dem sich aber viele Oedinger Eltern widersetzten: Am 6. Januar 1939 fehlten 60, ein Jahr darauf sogar 119 Schulkinder. Bestrafungen der Eltern erfolgten nicht bzw. wurden zurückgenommen; in einer größeren Gruppe war es also möglich, sich Anordnungen zu widersetzen.[28] Ähnliche Formen der Nichtanpassung an das NS-Regime gab es auch in anderen Teilen des heutigen Stadtgebiets. Es zeigte sich, dass der nationalsozialistische Versuch, die Bindungskräfte des katholischen ländlichen Milieus zu zerstören und Familien, Schulen, Vereinswesen und Bildungsarbeit zu vereinnahmen, in der Umsetzung vor großen Schwierigkeiten stand.[29] Die umfangreiche Studie von Arnold Klein lässt jedoch erkennen, dass weite Teile der Bevölkerung den lokalen NS-Größen Jahr für Jahr mehr das Heft des öffentlichen Handelns überließen.

Insgesamt 16 Mordopfer der nationalsozialistischen Diktatur sind in den Ortsteilen Altenhundem, Elspe, Grevenbrück, Bilstein und Altenvalbert zu beklagen. Zum Schicksal der Juden aus dem Gebiet der heutigen Lennestadt siehe den Abschnitt Juden.

Zwangsarbeiter aus Osteuropa wurden insbesondere im Bergbau der Firma Sachtleben AG eingesetzt. Für die Zeit zwischen 1939 und 1945 sind für den Bereich der heutigen Stadt Lennestadt mehrere Zwangsarbeiter-Lager belegt: Altenhundem (Firma Tobüren 100 Personen, Bahnbetriebswerk 150 Personen), Elspe (Schützenhalle 70 Personen), Halberbracht (2 Lager der Firma Sachtleben AG 140 Personen), Meggen (Firma Sachtleben AG 1300 Personen, Lager Eickert 250 Personen), Maumke (Firma Sachtleben AG 1200 Personen), Grevenbrück (Schützenhalle 260 Personen) und Langenei (Fabrik Carlshütte 50 Personen). Die Zahl der Menschen, die an Unterernährung und Entkräftung starben, ist nicht bekannt. Gräber von Zwangsarbeitern befanden sich in Kirchveischede (13 Einzelgräber, 1 Massengrab), Elspe (48 Einzelgräber, 2 Massengräber) und Grevenbrück (109 Einzelgräber). Auf dem Friedhof des Ostarbeiter-Lagers in Maumke liegen 98 Zwangsarbeiter russischer Herkunft begraben. Im Museum der Stadt Lennestadt werden im Rahmen der Werkausstellung Schatten des Krieges – Kriegserfahrungen der Menschen in den Lennestädter Dörfern 1939–1945 Briefe von noch lebenden Zwangsarbeitern aus den Jahren 2000 und 2001 gezeigt, die von der Stadt Bescheinigungen über ihren damaligen Zwangseinsatz erbaten, um bei der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ Entschädigungen zu erhalten.

Am 30. März 1945 befand sich für einen Tag General der Infanterie Gustav-Adolf von Zangen, Kommandeur der deutschen 15. Armee, mit seinem Stab in Altenhundem.[30] Dort traf er sich mit Generalfeldmarschall Walter Model, dem Kommandeur der Heeresgruppe B. Zangen bekam dort den Oberbefehl über die Osthälfte des sich gerade schließenden Ruhrkessels. Das Stadtgebiet von Lennestadt war ab dem 1. April 1945 Teil des von alliierten Truppen eingeschlossenen Ruhrkessels. Truppen der US-Army besetzten zwischen dem 9. und 12. April das Stadtgebiet.[31] Nach einer Dokumentation der Werkausstellung Schatten des Krieges fanden 1945 bei Kampfhandlungen im Gebiet der heutigen Stadt 981 deutsche Soldaten den Tod.

Im Ortsteil Gleierbrück lebte und arbeitete in den Jahren 1925 bis zu ihrem Tod im Jahr 1969 die im Sauerland bekannte Erzählerin Josefa Berens-Totenohl. Neuere Veröffentlichungen belegen zweifelsfrei ihre aktive Unterstützung des NS-Regimes und lösten damit an mehreren Orten eine Straßennamen-Debatte aus. Darauf hin beschloss der Rat der Stadt Lennestadt im März 2014, sämtliche an Josefa Berens-Totenohl erinnernde Straßenbezeichnungen in Gleierbrück umzubenennen.

Folgezeit und Gebietsreform[Bearbeiten]

Drei aufgerichtete Nike Hercules Raketen im Abschussbereich der 1. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 22, 1980
Luftbild der Sauerlandkaserne 2002

Von 1962 bis 2002 war die Sauerlandkaserne bei Oedingen Stützpunkt der deutschen Luftwaffe für FlaRak-Einheiten. Bis 1990 war die 1. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 22 in der Kaserne stationiert.[32] Ab 1990 wurde sie durch die 5. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 21 abgelöst.[33] Von 1963 bis 1987 waren auch US-Soldaten des 52nd United States Army Artillery Detachment in der Kaserne untergebracht. Von der Kaserne getrennt befand sich der Abschussbereich mit den Raketen und der Feuerleitbereich zum Erfassen feindlicher Flugzeuge und Leiten der eigenen Raketen. Im Abschussbereich befanden sich von 1962 bis 1967 Raketen des Typs Nike Ajax und von 1962 bis 1988 des Typs Nike Hercules.[34] Bis zu neun Nike-Hercules-Raketen trugen von 1963 bis 1987 nukleare Gefechtsköpfe von 2 oder 40 Kilotonnen Sprengkraft; die Sprengköpfe mit 40 Kilotonnen wurden in den 1970er Jahren durch solche mit 20 Kilotonnen ersetzt. Die atomaren Sprengköpfe waren für den Boden-Luft-Einsatz gegen feindliche Flugzeuge und den Boden-Boden-Einsatz gegen feindliche Bodentruppen bis zu einer Entfernung von 180 Kilometern konzipiert. Die Kontrolle über die nuklearen Sprengköpfe hatte die US-Army. Die Anwesenheit von Atomsprengköpfen, von der Bundeswehr intern als Sondermunition bezeichnet, war geheim und wurde öffentlich von der Bundeswehr nicht bestätigt.[35] Von 1987 bis 2002 war die Einheit mit Patriot-Flugabwehrraketen, einem bodengestützten Mittelstrecken-Flugabwehrraketen-System zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und taktischen ballistischen Mittelstreckenraketen bewaffnet.[36]

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung im Sauerland (siehe dazu Olpe-Gesetz) wurde das Amt Bilstein am 30. Juni 1969 aufgelöst. Auf diesem Gebiet wurde als Rechtsnachfolgerin die Stadt Lennestadt neu gegründet. Der Verwaltungssitz der neuen Stadt fiel an Altenhundem, wo im Jahr 1984 das neu errichtete Rathaus bezogen wurde. [37] Im ehemaligen Amtshaus Grevenbrück, das bis 1984 als provisorischer Verwaltungssitz diente, befindet sich heute das Museum der Stadt Lennestadt mit Bibliothek und Stadtarchiv.

Im neuen Stadtgebiet hat es vor der Gebietsreform keinen Ort mit der Bezeichnung Lennestadt gegeben. Die Hauptsatzung der Stadt Lennestadt enthält im § 1 zur Namensgebung folgenden Hinweis: „Die Stadt Lennestadt besteht seit dem 1. Juli 1969 (Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Olpe vom 18.07.1969 GV NW S. 286). Sie ist durch Zusammenschluss der früheren Gemeinden Elspe, Grevenbrück, Kirchveischede, Oedingen, Saalhausen sowie durch Eingliederung von Teilen der Gemeinde Kirchhundem und Lenne (Ortschaften Altenhundem, Langenei, Kickenbach und Milchenbach) entstanden“. Zur Einteilung des Stadtgebietes in Ortschaften regelt § 3: „Innerhalb des Stadtgebietes bleiben die bisherigen Ortschaften mit ihren historischen Namen erhalten“.[38]

Den Neugliederungsmaßnahmen gingen umfangreiche Beratungen voraus. Bei der Neugliederung gab es Politische Konflikte.[39] Im Ergebnis wurden die Entscheidungen für die Neugründung der Stadt Lennestadt bzw. für den Verwaltungsstandort Altenhundem (abweichend von der Meinungsbildung auf kommunaler Ebene) von den übergeordneten Instanzen der Landes- bzw. Bezirksregierung getroffen[40]. Das Ergebnis der kommunalen Neugliederung wurde später durchaus positiv beurteilt. Gefördert durch Ortsentwicklungspläne haben die alten Orte ihre Eigenständigkeiten bewahren können, es wurden ausreichend Arbeitsplätze geschaffen; kleine und mittlere Betriebe entstanden.[41]

Mit dauerhaft mehr als 25.000 Einwohnern zählt Lennestadt von Amts wegen zu den kreisangehörigen mittelgroßen Städten. Nach § 4 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen kann sie damit neben den allgemeinen Aufgaben der Selbstverwaltung durch Gesetz oder Rechtsverordnung für zusätzliche Aufgaben herangezogen werden.[42]

In den Jahren 1969 bis 1990 wurden alle Bauwerke im Ortskern von Altenhundem abgebrochen und durch Neubauten zur Schaffung eines neuen Verwaltungs- und Geschäftszentrums ersetzt. Weitere strukturelle Maßnahmen waren ab 1980 die Errichtung des Gewerbegebietes Am Wigey und ab 1994 eines weiteren auf dem früheren Gelände des Bahnbetriebswerkes. In den Jahren 2008/09 erfolgte die Renovierung des Bahnhofs und der Zugänge zu den Bahnsteigen. [43].

Das Amtsgericht Lennestadt geht zurück auf das Amtsgericht Bilstein, das bereits 1879 nach Förde (heute Grevenbrück) verlegt worden war.

Als eines der ersten Hospize dieser Art in Deutschland wurde 1991 von Vertretern des Sozial- und Gesundheitswesens und der Kirchen das St.-Elisabeth-Hospiz e. V. eingerichtet. Die Mitarbeiter des Hospizes begleiten sterbenskranke Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und sorgen gemeinsam mit Therapeuten, Ärzten und Seelsorgern für eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Lebensende.[44]

Notwendige strukturverbessernde Maßnahmen wurden in den Jahren nach der Gebietsreform auch in Meggen durchgeführt, so der Rückbau des früheren Bergbaugeländes der Firma Sachtleben und die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe, insbesondere der „Sauerlandpyramiden“. In Grevenbrück erfolgte die Sanierung des Geländes der früheren Chemischen Werke Kruse im Jahr 2001/02 mit Ansiedlung neuer Unternehmen sowie die Sanierung des Bahnhofsgebäudes und die Unterführung des Bahnübergangs für den Straßenverkehr in den Jahren 2008/09.[45]

Die Geschichte der zu Lennestadt gehörenden Ortsteile wird in den unter Denkmalschutz gestellten Bauwerken sichtbar. So stehen die Burg Bilstein für die Ereignisse im Mittelalter, die Schachtanlage Sicilia für die Ära des Bergbaus in Meggen, Maumke und Halberbracht und die vielen Fachwerkhäuser in Bilstein, Kirchveischede und Saalhausen für die Kunst des Fachwerkbaus insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Stadt Lennestadt wurde am 1. Juli 1969 als Rechtsnachfolgerin des Amtes Bilstein gegründet. Sie besteht aus 43 einzelnen Orten der bis dahin selbstständigen Gemeinden Elspe, Grevenbrück, Kirchveische, Oedingen (Landkreis Meschede) und Saalhausen sowie Teilen der Gemeinden Helden und Kirchhundem.[46] Am 1. Januar 1975 wurde Milchenbach, bis dahin ein Ortsteil der Gemeinde Lenne, nach Lennestadt umgegliedert.[47]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahlen der Stadt Lennestadt ab dem Gründungsjahr 1969:[48]

Während demnach die Einwohnerzahl von Lennestadt ab der Gründung im Jahr 1969 zunächst weitgehend konstant blieb, stieg sie in den 1990er Jahren bis auf 28.084 Einwohner an (2003) und ist seitdem (dem allgemeinen Trend folgend) leicht rückläufig.

Struktur der Ortsbewohner[Bearbeiten]

Ort Einwohner Differenz Ausländer
Anzahl
Ausländer
Anteil
Jugendliche
bis 18 Jahre
Senioren
über 65 Jahre
30. Juni 2014 zum 30. Juni 2014 30. Juni 2014 30. Juni 2014 30. Juni 2014
Altenhundem 4359 -152 392 9,0 % 17,4 % 19,9 %
Altenvalbert 104 -5 1 1,0 % 21,2 % 12,5 %
Bilstein 1140 -71 47 4,1 % 14,9 % 22,1 %
Bonzel 406 -16 23 5,7 % 22,7 % 12,8 %
Bonzellerhammer 16 -3 1 6,3 % 0,0 % 18,8 %
Brenschede 68 -3 6 8,8 % 17,6 % 16,2 %
Bruchhausen 28 -4 4 14,3 % 21,4 % 0,0 %
Burbecke 106 -4 2 1,9 % 17,9 % 17,9 %
Einsiedelei 3 -3 0 0,0 % 0,0 % 33,3 %
Elsmecke 3 0 0 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Elspe 2852 -111 106 3,7 % 17,8 % 21,0 %
Elsperhusen 5 0 0 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Ernestus 11 -1 0 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Germaniahütte 52 +1 5 9,6 % 5,8 % 19,2 %
Gleierbrück 182 -2 21 11,5 % 18,7 % 22,0 %
Grevenbrück 3600 -122 267 7,4 % 19,2 % 16,4 %
Hachen 23 -2 0 0,0 % 21,7 % 13,0 %
Halberbracht 1037 -10 36 3,5 % 20,3 % 18,6 %
Hengstebeck - - - - - -
Hespecke 33 -1 0 0,0 % 15,2 % 6,1 %
Haus Hilmecke 6 -1 0 0,0 % 0,0 % 16,7 %
Kickenbach 522 -48 13 2,5 % 14,8 % 18,8 %
Kirchveischede 887 -38 34 3,8 % 15,6 % 18,4 %
Langenei 783 -30 40 5,1 % 16,1 % 23,8 %
Maumke 2128 -40 251 11,8 % 19,1 % 17,4 %
Meggen 2926 -86 414 14,1 % 18,9 % 20,0 %
Melbecke 83 -5 0 0,0 % 33,7 % 13,3 %
Milchenbach 178 -12 0 0,0 % 15,7 % 20,2 %
Neukamp 12 0 2 16,7 % 41,7 % 0,0 %
Oberelspe 803 -14 26 3,2 % 18,3 % 16,6 %
Obervalbert 59 -1 2 3,4 % 28,8 % 13,6 %
Oedingen 1111 -47 18 1,6 % 16,9 % 16,8 %
Oedingerberg 46 -3 4 8,7 % 10,9 % 23,9 %
Oedingermühle 40 0 1 2,5 % 22,5 % 15,0 %
Saalhausen 1816 -72 43 2,4 % 18,4 % 18,0 %
Schmellenberg 16 0 0 0,0 % 31,3 % 18,0 %
Sporke 188 -12 1 0,5 % 22,3 % 16,5 %
Stöppel 11 -1 0 0,0 % 27,3 % 9,1 %
Störmecke 20 -2 0 0,0 % 15,0 % 40,0 %
Theten 234 0 21 9,0 % 19,7 % 18,8 %
Trockenbrück 267 -13 15 5,6 % 16,9 % 18,4 %
Haus Valbert 8 0 0 0,0 % 25,0 % 12,5 %
Weißenstein 18 -1 0 0,0 % 11,1 % 33,3 %

Die obigen Angaben basieren auf von der Stadt Lennestadt zur Verfügung gestellten Daten zur Einwohnerentwicklung und zur Altersstruktur in den einzelnen Ortsteilen (Stichtag jeweils 30. Juni 2014)

Demnach beläuft sich die Summe der Einwohner zum 30. Juni auf 26.190 und ist damit gegenüber dem Vorjahr weiter um 935 rückläufig.

Der hohe Ausländeranteil in den relativ größeren Orten Meggen (14,1 % ) und Maumke (11,8 %) beruht auf dem früheren Erzbergbau in den Gruben der Firma Sachtleben und dem damit verbundenen Zuwachs an Gastarbeitern.

Bezüglich der Altersstruktur der Einwohner zum 30. Juni 2014 fallen (abgesehen von einigen sehr kleinen Orten unter 50 Einwohner) die höheren Anteile der über 65-Jährigen in den Orten Bilstein (22,1 %), Elspe (21,0 %), Langenei (23,8 %) und Gleierbrück (22,0 %) ins Auge (Durchschnitt Stadt Lennestadt: 18,8 %, Vorjahr 19,0 %). Höhere Anteile der jüngeren Einwohner bis 18 Jahre weisen die ländlichen Dörfer Melbecke (33,7 %), Bonzel (22,7), Sporke (22,3 %) und Altenvalbert (21,2 %) auf (Durchschnitt Stadt Lennestadt: 18,1 %, Vorjahr 17,9 %).

Religionen[Bearbeiten]

Anteile der Konfessionen[Bearbeiten]

Kapelle St. Johannes Baptist Oedingerberg

Für das Gebiet der Stadt ergibt sich im Jahr 2013 folgende Verteilung der Konfessionen:[49]

Von den rund 27.100 Einwohnern (Stand Ende Juni 2013) bekennt sich eine deutliche Mehrheit von 72,8 % zur katholischen Kirche, 10,2 % sind evangelisch. Die sonstigen Glaubensgemeinschaften haben einen Anteil von 0,4 %; keine Angaben zur Religion machen 16,6 % der Einwohner.

Konfessionen in Lennestadt
katholisch
  
19.746
evangelisch
  
2.753
sonstige
  
107
keine Angaben
  
4.500
Stand: Juni 2013

Nicht gesondert erfasst ist die islamische Bevölkerung, deren Anteil aber durch die Religionszugehörigkeit der Schüler an allgemeinbildenden Schulen näher bestimmt werden kann. Nach zuletzt für das Schuljahr 2011/12 erhobenen Daten gehörten von insgesamt 4318 Schülern in Lennestadt 8,9 % (386) dem Islam an (76,1 % waren katholisch und 9,1 % evangelisch)[50].

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Seit dem Beginn der Christianisierung im späten 8. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert war das Gebiet des südlichen Westfalen und damit auch die heutige Stadt ein Teil des Erzbistums Köln, bis es ab 1821/23 dem Erzbistum Paderborn zugeordnet wurde.

Sichtbares Zeichen des starken Einflusses der katholischen Kirche sind 12 ortsprägende Pfarrkirchen und 18 Kapellen in kleineren Ortsteilen[51] und eine Vielzahl von Feldkreuzen und Kreuzwegen in der Landschaft. Insgesamt 7 Pfarrkirchen und 8 Kapellen stehen unter Denkmalschutz.

Der seit Jahren auch im Raum Lennestadt zu beobachtende Priestermangel führte ab 1998 zur Gründung von Pastoralverbünden. Die zwölf Pfarreien in Lennestadt gehören zu folgenden Verbünden: Pfarreien in Altenhundem, Langenei und Saalhausen zum Pastoralverbund Lennetal, Pfarreien in Elspe, Oberelspe und Oedingen zum Pastoralverbund Oene-Elspe-Tal, Pfarreien in Grevenbrück, Bilstein und Kirchveischede zum Pastoralverbund Veischedetal, Pfarreien in Meggen, Maumke und Halberbracht zum Pastoralverbund Meggen-Maumke-Halberbracht.

Von den 16 im Stadtgebiet betriebenen Kindergärten stehen 10 unter katholischer Leitung,[52], was den kirchlichen Einfluss widerspiegelt.

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Evangelische Kirche in Altenhundem

Das Gebiet der heutigen Stadt Lennestadt und fast der ganzen Gemeinde Kirchhundem wurde mit seinen wenigen evangelischen Christen im Jahr 1849 der Evangelischen Kirchengemeinde Attendorn zugeordnet. Die seelsorgerische Betreuung oblag den Pastoren aus Attendorn und Hilchenbach.

Mit dem Bau der Ruhr-Sieg-Bahn kamen auch evangelische Eisenbahner- und Unternehmerfamilien aus dem Siegerland und aus Hessen in den östlichen Teil des Kreises Olpe. Im Jahr 1857 wohnten in Meggen und Umgebung bereits 200 evangelische Christen, so dass die Gründung des Kirchenvereins, später der Kirchengemeinde Grevenbrück-Meggen notwendig wurde. Als eigentlicher Geburtstag der Kirchengemeinde gilt der 15. März 1858, als ein angemieteter Betsaal für regelmäßige Gottesdienste und Bibelstunden eingeweiht wurde. Im Jahr 1861 wurde die Kirchengemeinde Grevenbrück-Meggen Filialgemeinde von Plettenberg mit eigenem Presbyterium.

Da die Zahl der evangelischen Christen bis 1863 auf 700 anstieg, wurde der Bau einer Kirche am Ortsausgang von Altenhundem (Richtung Meggen) beschlossen. Der Grundstein wurde am 29. Juni 1867 gelegt, ein Jahr später fand die Weihe statt. Im Jahr 1874 wurde die Kirchengemeinde Grevenbrück-Meggen selbständig. Sie bestand bis 1927, in der Nachfolge entstanden die evangelischen Kirchengemeinden Lennestadt-Kirchhundem und Grevenbrück. Die am Ortsausgang von Altenhundem errichtete Kirche, der auch der evangelische Friedhof angegliedert ist, gehört heute zur evangelischen Kirchengemeinde Lennestadt-Kirchhundem. Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk im neuromanischen Stil wurde 1956 grundlegend renoviert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden zahlreiche evangelische Familien in Grevenbrück eine neue Heimat, weshalb dort 1965 eine neue evangelische Kirche errichtet wurde.[53]

Die beiden evangelischen Kirchengemeinden in Lennestadt haben die schwierige Aufgabe, relativ wenige Kirchenmitglieder auf großer Fläche zu betreuen.

Siehe auch: Altenhundem#Religion und Grevenbrück#Religion.

Muslime[Bearbeiten]

Yesil-Moschee in Meggen

Ab dem Jahr 1960 kamen die ersten Muslime nach Lennestadt, überwiegend Gastarbeiter aus der Türkei. Das religiöse Leben findet in der Yesil-Moschee in Meggen statt, wo auch der Moscheeverein der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) seinen Sitz hat.[54] Der Moscheeverein besteht seit 1982 und hat derzeit 295 Mitglieder.[55]

Juden[Bearbeiten]

Jüdischer Friedhof in Langenei

Erste vereinzelte Hinweise auf den Aufenthalt von Juden im Kreis Olpe stammen aus den Jahren 1451, 1568 und 1574. Eine verstärke Zuwanderung setzte im 19. Jahrhundert ein, allerdings waren die Juden im Kreis Olpe nicht als Gruppe organisiert, was vom preußischen Staat auch nicht gewünscht war. In Oedingen war von etwa 1800 bis 1850 die Familie Löwenstein mit zehn Kindern ansässig, dort wurde im Jahr 1826 auch ein Bethaus erwähnt. In Langenei wohnte von 1822 bis 1854 die Familie Aron Neubauer, wo sich auch eine jüdische Begräbnisstätte befand, die bis 1930 auch von Altenhundemer Juden benutzt wurde.

Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die Zuwanderung von Juden, begünstigt durch den wirtschaftlichen Aufschwung, deutlich zu. Schwerpunkte waren die Orte Olpe und Attendorn. Abgesehen von einigen Ausnahmen blieb ihnen die Eingliederung in das gesellschaftliche Leben weitgehend versagt.

Zur Zeit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 lebten in Altenhundem und Elspe insgesamt 26 jüdische Mitbürger, darunter die Familien Neuhaus, Winter und die Geschwister Neheimer.[56] Im NS-Regime verschlimmerte sich die Lage für die Juden auch hier. Von dem Aufruf, jüdische Geschäfte zu boykottieren, waren auch die Geschwister Winter in Altenhundem betroffen. In den Jahren 1936/37 lassen sich erste Auswanderungen von Juden aufgrund der immer unerträglicher werdenden Repressionen aus dem Kreisgebiet nachweisen. Erna Winter aus Altenhundem wanderte 1936 nach Luxemburg und später vermutlich weiter nach Argentinien aus. 1936 oder 1937 emigrierte Adelheid Neuhaus aus Altenhundem nach New York. Ihr folgte 1938 ihr jüngerer Bruder Fritz. Bei den Novemberpogromen 1938 wurden in Altenhundem Aron und Otto Neuhaus in Haft genommen. Die weiteren jüdischen Einwohner sind in den 1930er Jahren verstorben oder ausgewandert.

Durch die NS-Gewaltherrschaft ist das jüdische Leben in Lennestadt bis heute erloschen. 1994 wurde der frühere Jüdische Friedhof in Langenei auf Initiative der Dorfgemeinschaft saniert. Der Gedenkstein trägt die Inschrift „Hier ruhen in geweihter Erde unsere jüdischen Mitbürger“. Im Rahmen der Aktion Stolpersteine wurde 13 Opfern aus diesen Familien im Jahr 2008 durch die Anbringung von Mahnsteinen gedacht.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 49,2 % (2009: 50,6 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,6 %
30,5 %
10,9 %
7,1 %
0,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-9,0 %p
+2,4 %p
-0,2 %p
+7,1 %p
-0,3 %p

Das Lennestädter Verwaltungszentrum mit dem Rathaus befindet sich in dem Ortsteil Altenhundem.

Stadtrat[Bearbeiten]

Aktuell sind im Stadtrat vier Parteien vertreten. Bei den Kommunalwahlen 2009 und 2014 errangen die Parteien und Gruppierungen folgende Stimmanteile und Anzahl von Sitzen im Stadtrat. Die Wahlbeteiligung lag im Jahr 2014 bei 49,2 %.

Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
Partei Stimmen ± zu 2009 Sitze ± zu 2009
CDU 50,6 % −9,0 %p 20 –3
SPD 30,5 % +2,4 %p 11 -
GRÜNE 10,9 % -0,2 %p 4 -
UWG 7,1 % +7,1 %p 3 +3
Sonstige 0,9 % −0,3 %p -
Wahlbeteiligung 49,2 % (−1,4 %p)

Ergebnisse der Landtags- und Bundestagswahlen[Bearbeiten]

Bei der letzten Landtags- und Bundestagswahl erhielten die Parteien in Lennestadt folgende Stimmenanteile (Zweitstimmen):[57]

Partei Bundestagswahl 2009 Bundestagswahl 2013 Landtagswahl 2010 Landtagswahl 2012
CDU 42,3% 47,7 % 46,2 % 37,7 %
SPD 27,2 % 31,3 % 32,0 % 37,6 %
FDP 13,5 % 4,5 % 5,4 % 6,6 %
Die Grünen 6,4 % 4,2 % 7,6 % 6,8 %
Die Linke 6,5% 4,3 % 4,1% 1,6%-
AfD - 3,9 % - -
Piraten - - 0,8% 6,2 %
Sonstige 4,1 % 4,1 % 3,9 % 3,5 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bis 1997 hieß das Amt des Verwaltungschefs in Lennestadt, wie überall in NRW, Stadtdirektor. Die Bürgermeister waren bis 1997 ehrenamtlich und hatten vorwiegend repräsentative Aufgaben.

Erwin Krollmann von der CDU war von 1969 bis 1989 Stadtdirektor, von Juli 1969 bis November 1969 war er mit der Wahrnehmung der Aufgaben beauftragt. Von 1989 bis 1997 war Dr. Franz-Josef Kaufmann von der SPD Stadtdirektor.

Heinrich Hanfland von der CDU war Juli 1969 bis November 1969 Beauftragter für die Wahrnehmung der Aufgaben des Ratsvorsitzenden. Von Dezember 1969 bis 1983 war Josef Beckmann von der CDU der erste gewählte Bürgermeister von Lennestadt. Nach ihm ist der Bürgermeister-Beckmann-Platz benannt. Von 1983 bis 1989 war Wilhelm Soemer von der CDU Bürgermeister, von 1989 bis 1997 Hubert Nies (CDU) und von 1997 bis 2009 Alfons Heimes (CDU). 2009 folgte der mit 72,9 % der Stimmen gewählte Stefan Hundt von der CDU, Hundt wurde im Rahmen der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 mit 67,9 % wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Lennestadt wurde am 31. Dezember 1971 mit der Beschreibung „In Gold drei grüne Pfähle überzogen von einem blauen Wellenschrägbalken, im linken Obereck eine dem dritten Pfahl aufgelegte silberne Rose" verliehen. Die goldenen und grünen Balken im Hintergrund wurden aus dem Wappen des Amtes Bilstein übernommen. Der Wellenschrägbalken steht für den Fluss Lenne, nach dem die Stadt benannt ist, die Rose stammt aus dem Ort Oedingen.

Stadtpatron[Bearbeiten]

Der Stadtrat hat 1995 beschlossen, Thomas Morus zum Stadtpatron zu ernennen. Seit 2001 verleiht die Stadt den Thomas-Morus-Preis an Bürger, „die sich in ihrem Handeln von den Überzeugungen ihres Gewissens haben leiten lassen und dabei ohne Rücksicht auf mögliche persönliche Nachteile durch Mut und Zivilcourage zum Wohle anderer und unserer Gesellschaft zum Vorbild geworden sind.“[58]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Die Stadt Lennestadt ging 1992 eine Partnerschaft mit der Stadt Otwock in Polen ein. Im Mai 2006 veranstalteten die Gemeinden als Zeichen der Verbundenheit eine Fahrradtour mit 32 Teilnehmern von Lennestadt über Berlin und Warschau nach Otwock.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Elspe Festival[Bearbeiten]

Elspe-Festival-Gelände
Hauptartikel: Elspe Festival

Elspe Festival ist seit 1989 die offizielle Bezeichnung für die im Ortsteil Elspe stattfindenden Karl-May-Festspiele, um die sich verschiedene Shows gruppieren. Von 1976 bis 1980 sowie von 1982 bis 1986 gastierte der als Filmschauspieler in der Rolle des Winnetou bekannte Pierre Brice bei den Spielen.

Theater[Bearbeiten]

Theaterbereich der Anne-Frank-Schule in Meggen

Die 1946 gegründete Kulturgemeinde Hundem-Lenne e.V bietet ein Kulturprogramm im 480 Plätze fassenden Pädagogischen Zentrum (PZ) in der Anne-Frank-Hauptschule in Meggen an. Das Programm umfasst Schauspiel, Kleinkunst, Musical, Konzert sowie Kinder- und Jugendtheater. Von den 38 Veranstaltungen können 16 als Gesamtabonnement oder 2 verschiedene Abonnementreihen mit 8 Veranstaltungen gebucht werden.

Museen[Bearbeiten]

Museum der Stadt Lennestadt
Bergbaumuseum Siciliaschacht

In Grevenbrück befindet sich das Museum der Stadt Lennestadt, in dessen Gebäude auch die Heimat- und landeskundliche Bibliothek der Stadt und das Stadtarchiv zu finden sind. Seit 1998 betreibt der Förderverein Bergbaudenkmäler Lennestadt das Bergbaumuseum Siciliaschacht in Meggen, das an die Bergbautradition des Ortes erinnert.

Im Haus des Gastes in Saalhausen unterhält die Stadt für die im Jahre 1969 verstorbene Schriftstellerin und Malerin Josefa Berens-Totenohl die Josefa-Berens-Stube mit einer Sammlung ihrer Werke und Nachlassgegenständen u. a. Im Zuge der bevorstehenden Umbenennung der an die Schriftstellerin erinnernden Straßenbezeichnungen in Gleierbrück, wurde die Josefa-Berens-Stube Anfang 2014 für Besucher geschlossen. Für die Verwendung der Stube wird ein neues Konzept erarbeitet. [59]

Musik[Bearbeiten]

Die Musikschule Lennestadt-Kirchhundem für Kinder und Jugendliche ist eine kommunale Musikschule der Gemeinde Kirchhundem und der Stadt Lennestadt als Schulträger. Angebote der Musikschule sind insbesondere alle gängigen Blas-, Streich-, Schlag-, Tasten- und Zupfinstrumente; Gesangsunterricht; Früherziehung/Grundausbildung für Vier- bis Sechsjährige; Musikgarten für Kinder ab 18 Monaten, Musiklehre und Gehörbildung. Derzeit besuchen etwa 800 Schüler die Musikschule. Der Unterricht findet in den Grundschulen von Lennestadt und Kirchhundem statt.

Für die weitere Betätigung in der Instrumentalmusik reicht das Angebot von den traditionellen Musikvereinen und Tambourcorps bis hin zu Initiativen wie dem 1974 gegründeten Kammerorchester Collegium Musicum und der Jungen Philharmonie Lennestadt e. V. Die Junge Philharmonie wurde im Jahr 2002 mit dem Ziel gegründet, jungen talentierten Laienmusikern die Gelegenheit zum Musizieren zusammen mit Profimusikern zu geben. Auch Erwachsenen, die bereits ein Instrument gelernt haben, kann der Verein den Anreiz für neue Aufgaben in einem Heimatorchester bieten. Das Repertoire der Jungen Philharmonie ist breit gestreut und reicht von klassisch bis modern.

Die Anhänger aktueller Musik finden in der Konzertreihe des Jugendzentrum OT in Grevenbrück[60] und im Rockade Festiwoll des Jugendtreff Kirchveischede e. V. ein breit gefächertes Angebot.

Musikalische Höhepunkte sind die Hospizkonzerte zu Gunsten des Hospiz zur heiligen Elisabeth, einer Pflegestätte für Schwerstkranke. Bisher gelang es dem Verein Hospiz zur heiligen Elisbeth Jahr für Jahr, seinen Förderern und Gönnern die Bigbands und Orchester der nationalen und internationalen Militärmusikszene zu präsentieren, wobei die Sauerlandhalle in Altenhundem in der Regel bis zum letzten Platz gefüllt war.

Die Chorszene ist in den letzten Jahrzehnten ebenfalls vielfältiger geworden. Neben den alteingesessenen Männer- und Kirchenchören haben sich eine Anzahl von Chören für Frauen, Kinder und Jugendliche mit einem breiten Spektrum der Gesangsrichtungen etabliert, z. B. der Pop- und Gospelchor Just for Fun mit Sängern auch aus den Nachbarorten Attendorn und Finnentrop, die Chorjugend Grevenbrück mit verschiedenen Untergruppen und der Kinder- und Jugendchor Young Voices in Oberelspe.[61]

Bauwerke[Bearbeiten]

Bahnhof Grevenbrück im Tudorgotik-Stil (Ansicht März 2014 nach Renovierung)
Neuer Dorfplatz Gellestadt in Elspe
St. Katharina Melbecke

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Lennestadt

Bekannte Bauwerke sind neben den genannten Museen die Burg Bilstein, das Kriegerdenkmal Mälo in Grevenbrück, der Aussichtsturm Hohe Bracht, der Bahnhof in Altenhundem, das Bahnhofsgebäude in Grevenbrück, etliche regionaltypische Fachwerkhäuser insbesondere in Kirchveischede, der Lintloe-Brunnen in Oedingen (siehe Hauptartikel Haus Valbert) und der Bildstock Madonna der Straße an der Bundesstraße 55 nahe Oedingen. In Meggen befinden sich die wegen der innovativen Bauweise mehrfach ausgezeichneten Sauerlandpyramiden. Ein sehenswertes Bauwerk ist auch der neue Dorfplatz an der Gellestatt in Elspe. Die Anlage wurde im Juni 2014 fertig gestellt und im Rahmen einer Feier am 18. Mai 2014 der Öffentlichkeit übergeben. Wesentliche Merkmale sind ein stufenfreier Zugang von der Dorfmitte zur höher gelegenen Pfarrkirche, eine mit einem Segeltuch überdachte kleine Bühne und auf dem oberen Plateau eine Brunnenanlage mit Skulpturen und Ruhebänken (siehe auch unterElspe#Sehenswürdigkeiten)

Eine besondere Stellung unter den sehenswerten Bauwerken nehmen 14 Kirchen und 18 Kapellen ein, die die Ortsbilder prägen. 7 Pfarrkirchen und 8 Kapellen stehen unter Denkmalschutz. Dazu gehören die katholische Pfarrkirche St. Agatha in Altenhundem im Neugotikstil, die evangelische Kirche in Altenhundem im neuromanischen Stil, die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus in Grevenbrück im Stil der Neugotik, die katholische romanisch geprägte Pfarrkirche St. Jacobus in Elspe, die katholische Pfarrkirche St. Servatius in Kirchveischede im Stil der Frühgotik, die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus in Meggen mit neuromanischem Westturm und die katholische Pfarrkirche St. Burchard in Oedingen mit romanischem Turm und klassizistischem Langhaus sowie die katholische Pfarrkirche St. Jodokus in Saalhausen im neuromanischen Stil.

Die 18 Kapellenbauten haben meist eine einschiffige Bauweise mit kleinem achtseitigen Dachreiter wie z. B. die Kapellen in Altenvalbert und Melbecke.

Schutzgebiete der Natur[Bearbeiten]

Info-Tafel im Naturschutzgebiet Melbecketal und Rübenkamp
Melbecketal im Bereich des Naturschutzgebietes Melbecketal und Rübenkamp

In der Stadt gibt es drei als Europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet) ausgewiesene Gebiete.[62] Es handelt sich um die FFH-Gebiete Bilstein-Rosenberg (135 ha), Buchen- und Bruchwälder bei Einsiedelei und Apollmicke (295,8 ha) und Kalkbuchenwälder, Kalkhalbtrockenrasen und Felsen südlich Finnentrop (220 ha). Teilflächen des FFH-Gebietes Kalkbuchenwälder, Kalkhalbtrockenrasen und Felsen südlich Finnentrop befinden sich in den Stadtgebieten Finnentrop und Attendorn, während die beiden anderen Gebiete ganz in Lennestadt liegen. Im Stadtgebiet gibt es die sieben ausgewiesenen Naturschutzgebiete (NSG) Wilhemshöhe (9 ha, auch FFH-Gebiet), Härdler (22,4 ha), Melbecketal und Rübenkamp (68,4 ha, auch FFH-Gebiet), Rümperholz (56,1 ha), Rennacken (6,3 ha), Bärenloch (20,7 ha), Buchen- und Bruchwälder bei Einsiedelei und Apollmicke (295,8 ha, auch FFH-Gebiet und NSG außerhalb des Landschaftsplangebietes) und Bilstein-Rosenberg (135 ha, auch FFH-Gebiet und NSG außerhalb des Landschaftsplangebietes). Vier der Naturschutzgebiete sind überwiegend und zwei weitere teilweise mit alten Rotbuchenwäldern bedeckt.[63]

Es gibt in Lennestadt vier Naturdenkmale.[64] Dies sind die Gleierfelsen (0,51 ha), die Rinsleyfelsen (1,36 ha), der Steinbruch bei Sporke (0,19 ha) und der Bergahorn an der Straße zwischen Melbecke und Obermelbecke. Im Stadtgebiet befinden sich auch vier geschützte Landschaftsbestandteile (LB) von 0,47 ha bis 6,79 ha Größe. [65] Dabei handelt es sich um drei ehemalige Steinbrüche und ein Märzenbechervorkommen.

Das gesamte Stadtgebiet ist Teil der drei Naturparke Ebbegebirge , Homert und Rothaargebirge. Ein Großteil davon war seit der Gründung in den 1960er Jahren auch als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Seit dem 30. November 2006 gibt es für das östliche Stadtgebiet den Landschaftsplan Elsper Senke-Lennebergland. Dort sind Flächen außerhalb der bebauten Ortsteile und des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, sofern kein höherer Schutzstatus wie beispielsweise ein Naturschutzgebiet besteht. Im Landschaftsplangebiet gibt es zwei Landschaftsschutzgebiete. Es sind dies das Landschaftsschutzgebiet Elsper Senke-Lennebergland Typ A und das Landschaftsschutzgebiet Elsper Senke-Lennebergland Typ B. Landschaftsschutzgebiet Typ A, steht für Allgemeiner Landschaftsschutz, während Typ B für Besonderer Landschaftsschutz: Schutz prägender Wiesentäler steht. Im Landschaftsschutzgebiet Typ A ist unter anderem das Errichten von Bauten und Erstaufforstungen, auch die Neuanlage von Weihnachtsbaumkulturen, verboten. Im Typ B besteht zusätzlich ein Umwandlungsverbot von Grünland und Grünlandbrachen. Das Landschaftsschutzgebiet Typ B besteht aus mehreren Teilflächen, während das Landschaftsschutzgebiet Typ A eine zusammenhängende Fläche bildet, in dem alle anderen Schutzgebiete und die bebauten Bereiche innerhalb des Plangebietes liegen.[66] Außerhalb des Landschaftsplangebiets sind Teile des Stadtgebietes Bestandteil des am 8. Dezember 2004 von der Bezirksregierung Arnsberg ausgewiesenen Landschaftsschutzgebietes Kreis Olpe, welches große Teile des Kreisgebietes außerhalb von Landschaftsplangebieten umfasst. Von dem Landschaftsschutzgebiet Kreis Olpe liegen 3039 Hektar im Stadtgebiet. Die Vorschriften sind fast identisch mit denen des Landschaftsschutzgebiet Typ A.[67][68]

Im Stadtgebiet befinden sich auch zahlreiche wegen ihrer Seltenheit geschützte Biotope wie Quellen und Felsen. Sie stehen wegen der Seltenheit, unabhängig von den oben genannten Schutzkategorien unter Schutz.[69]

Neben anderen Vogelarten kommen in Lennestadt die Großvögel Schwarzstorch, Graureiher, Habicht, Rotmilan, Uhu und Kolkrabe vor.[70]

Bodendenkmäler[Bearbeiten]

Rekonstruktion der Wallanlage Weilenscheid
Rekonstruktion der Peperburg

Siehe auch: Liste der Bodendenkmäler in Lennestadt

Im Stadtgebiet gibt es zwölf unter Denkmalschutz stehende Bodendenkmäler. Sie werden hauptsächlich den Kategorien Wallburgen, Grabhügel und Hohlwegen zugeordnet. Daneben sind noch Reste von Burg- und Klosterruinen vorhanden.[71]

Die Wallburgen waren Fliehburgen für einen größeren Personenkreis. Es ist zu vermuten, dass es umfangreiche Besiedlungen schon in den Jahrhunderten vor Christi Geburt gab. Nähere Einzelheiten zu drei bekannten Wallburgen enthalten die Artikel Wallanlage Weilenscheid bei Elspe, Wallburg Kahle und Wallanlage Hofkühl.

Bei den Grabhügeln handelt es sich in erster Linie um einen Bestattungsbrauch im jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit. Sie sind deshalb Zeugen für die Besiedlung dieses Raumes in vorchristlicher Zeit. Bekannt sind die Grabhügel in Hirtenberg bei Grevenbrück[72] und der Grabhügel in Rübenkamp bei Elspe.

Hohlwege sind Reste älterer Straßen, die im Gelände als unterschiedlich tiefe Eintiefungen zu erkennen sind. Ihre Anfänge lassen sich nicht genau bestimmen, doch geht man davon aus, dass es wichtige Fernstraßen bereits im frühen Mittelalter gab. Erhalten sind sie insbesondere in Waldgebieten. Diese Rinnen entstanden durch andauerndes Befahren unbefestigter Wege. Bei den ortsfesten Bodendenkmalen handelt es sich um archäologische Quellen, deren mögliche Auswertung zu weitergehenden Erkenntnissen führen kann, so etwa zu Art und Umfang des mittelalterlichen Wegenetzes. Beispiele sind die Hohlwege bei Obervalbert[73] und Mondschein bei Sporke.

Im 1395 erstmals urkundlich erwähnten Grevenbrück befand sich im Mittelalter neben einem Zollhaus eine Brücke über die Lenne. Sechs bedeutende mittelalterliche Fernverbindungen trafen dort zusammen und überquerten zunächst über eine Furt, später über eine Brücke die Lenne. Es waren die Heidenstraße, eine mittelalterliche Heer- und Handelsstraße zwischen Köln und Kassel/Leipzig, der Römerweg, eine vorgeschichtliche Altstraße zwischen Bonn und Paderborn, auch Nutscheidstraße genannt, und eine Altstraße zwischen Siegen und Soest, die parallel zum Kriegerweg verlief. Der Übergang wurde durch die nahe, im 13. Jahrhundert erbaute Peperburg und die Heidenstraße vermutlich von der älteren Wallanlage Weilenscheid gesichert. Die heutigen Straßennamen Heerweg bei Lomke und Kölner Straße in Grevenbrück weisen auf diese alten Fernstraßen hin.[74]

Bemerkenswerte Bodendenkmäler sind ferner die Burgruine Peperburg und die Ruinen des Klosters, der Burg und des Herrensitzes Oedingen.

Parks[Bearbeiten]

Kurpark Saalhausen, Teilansicht

Im Stadtteil Saalhausen, der als Luftkurort anerkannt ist, befindet sich ein Kurpark, der von der Hauptstraße und mehreren Parkplätzen zu erreichen ist. Er kann zu kurzen Spaziergängen oder längeren Rundwanderungen, auch von Rollstuhlfahrern, genutzt werden. Sitzbankgruppen in den gepflegten Grünanlagen mit vielfältigem Baum- und Strauchbestand und einem Teich laden zum Verweilen ein. Auch ein Kneipptretbecken steht zur Verfügung. Mitten im Park befindet sich ein Musikpavillon, in dem zur Sommerzeit Kurkonzerte stattfinden.

Auch Bilstein, das nicht mehr den Status als Luftkurort besitzt, hat einen kleinen Park.

Anfang Juni 2011 hat die Dorfgemeinschaft Oedingen auf dem Gelände Fabris Wiese einen neu gestalteten Freizeitpark in Betrieb genommen. Er hat eine Größe von ca. 6000 m² und gilt als Bespielbare Landschaft mit Naturbachlauf, Teich, Baumhaus, Lagerfeuerplatz, Brunnen und Seilbahn.

Stolpersteine (Mahnmale)[Bearbeiten]

Beispiel Stolperstein für Mathilde Köhler

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte Ende April 2008 insgesamt 15 Stolpersteine in den Ortsteilen Altenhundem, Elspe, Altenvalbert und Grevenbrück zur Erinnerung an die ermordeten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur. Ein weiterer Stein wurde Juni 2009 im Ortsteil Bilstein verlegt. Die Steine befinden sich jeweils vor dem letzten Wohnsitz der Opfer.

Die acht Gedenksteine in Altenhundem gegenüber dem Hundem-Lenne-Center erinnern an die Familien Artur Winter und Aron Neuhaus. In Elspe wurden fünf Steine vor dem Geschwister-Neheimer-Platz zum Gedenken an die Mitglieder der Familie Neheimer gelegt. In Grevenbrück und Altenvalbert wird den Euthanasieopfern Günther Tigges und Mathilde Köhler gedacht. Der Stein in Bilstein in der Straße In der Schnettmecke dient der Erinnerung an die Ermordung von Franz Peters.

Die Stadt Lennestadt hat neben anderen öffentlichen Einrichtungen die Patenschaft für die Aktion Stolpersteine übernommen.[75]

Mit den erwähnten 16 Stolpersteinen wird 13 Mordopfern der Judenverfolgung und 3 im Rahmen des Euthanasieprogramms getöteten Mitbürgern gedacht.

Die fünf jüdischen Geschwister Neheimer flüchteten nach der Pogromnacht im November 1938 aus Elspe zu ihrer Schwester nach Mons in Belgien. Von dort wurden sie nach der Besetzung durch deutsche Truppen im Jahr 1942 in den Osten deportiert und ermordet. Mathilde Köhler wuchs als Schülerin zunächst in Altenvalbert auf, ehe sie psychisch erkrankte und Aufenthalte in einer Heilanstalt nötig wurden. Schließlich wurde sie in die NS-Tötungsanstalt Hadamar verlegt und dort 1943 getötet; als Todesursache wurde Darmerkrankung angegeben. Auch Franz Peters aus Bilstein wurde aufgrund einer Epilepsierkrankung im Jahr 1937 zunächst in eine Heilanstalt eingewiesen. Von dort gelangte er am 17. Juli 1943 ebenfalls in die Tötungsanstalt-Hadamar, wo er vermutlich am gleichen Tag ermordet wurde. Sein Tod wurde mit einer Lungenentzündung begründet.[76]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehören die Schützenfeste, die in allen größeren Ortsteilen jedes Jahr gefeiert werden. Außerdem findet jährlich im August ein mehrtägiges Stadtfest, seit 2005 zusammen mit dem Sauerländer Straßenmusiker-Festival, in Altenhundem statt. In den Ortsteilen Meggen, Grevenbrück, Saalhausen und Bilstein führen die örtlichen Karnevalsvereine jährlich am Rosenmontag als Hauptveranstaltung einen Rosenmontagszug durch. Überregional bekannt ist der Umzug des Karnevalsclubs Grevenbrück am Veilchendienstag.

Sport[Bearbeiten]

In den Ortsteilen bieten über 50 Sport-, Wander- und Freizeitvereine Möglichkeiten der körperlichen Betätigung und Entspannung. Neben den traditionellen Sportarten Fußball, Handball, Leichtathletik, Tennis, Turnen, Schwimmen, Radfahren und Skisport gibt es auch Angebote in den Bereichen Luftsport, Motorsport, Karate, Taekwondo und Tanzen.

Für die ca. 15 Fußballvereine mit ihren Senioren-, Jugend-, Frauen- und Mädchenteams wurde in den Jahren 2004 bis 2007 eine Anzahl neuer Kunstrasenplätze angelegt. Insgesamt stehen den Lennestädtern elf Kunstrasenplätze und ein Naturrasenplatz (in Trockenbrück) zur Verfügung. Zur Förderung der Leichtathletik wurde der Sportplatz in Grevenbrück mit einer 400-Meter-Rundlaufbahn, einer Hochsprung-, einer Weitsprung- und einer Stabhochsprunganlage ausgestattet. Für die Hallensportarten stehen in elf Ortsteilen Turnhallen zur Verfügung. Das Hallenbad Lenne Therme in Meggen bietet neben den Schwimm- und Saunazeiten auch Kurse in Aquafitness und Wassergymnastik an. Dort trainieren einige weiterführende Schulen und die Behinderten-Sportgemeinschaft. Die Ortschaften Elspe und Grevenbrück besitzen eigene Lehrschwimmbäder für die Schulen. In Bilstein und Saalhausen wurden mit Hilfe von Bürgerinitiativen die alten Freibäder modernisiert und als attraktive Naturfreibäder wieder eröffnet. In Saalhausen finden Mountainbiker und Straßenfahrer ein geeignetes Umfeld mit vielen Übungs- und Wettkampfmöglichkeiten.[77]

Um Hohe Bracht und Halberbracht gibt es im Winter zahlreiche gespurte Loipen und Liftanlagen für den Skisport. Seit 2003 gehören diese Wintersporteinrichtungen zur damals gegründeten Wintersport-Arena Sauerland.[78]

Am Dohlberg in Saalhausen hat der Drachenflugclub Kreis Olpe ein Fluggelände für Hängegleiter- und Gleitschirmflieger.[79]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Firmenzentrale von Hensel in Altenhundem
Gelände der Firma Egon Grosshaus in Bonzellerhammer

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

Der Strukturwandel nach der Eröffnung der Bahnlinie Hagen–Altenhundem–Siegen hat im Raum Lennestadt zu einer starken Ausweitung des metallverarbeitenden Gewerbes geführt. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gebiet der Stadt Lennestadt (am 30. Juni 2012 8569 Personen) entfällt ein vergleichsweise hoher Anteil von 55,0 Prozent auf das produzierende Gewerbe einschließlich verarbeitende Unternehmen. Der Durchschnitt Land Nordrhein-Westfalen ist 29,3 Prozent.[80] Die Beschäftigungssituation in Lennestadt trägt dazu bei, dass die Arbeitslosenquote des Kreises Olpe Ende Mai 2014 von 4,4 Prozent gegenüber 8,3 Prozent im Land Nordrhein-Westfalen relativ niedrig ist.[81]

Vor dem Hintergrund erheblicher Kaufkraftabflüsse wurde im Jahr 2002 auf Initiative des Einzelhandels mit Unterstützung der Stadt Lennestadt der Verein Stadtmarketing Lennestadt e. V. gegründet. Ihm gehören drei geschäftsführende Vorstandsmitglieder, sieben Beisitzer und 182 Mitglieder und Förderer an.[82] Die Umsetzung eines mit wissenschaftlicher Unterstützung erarbeiteten Marketingkonzeptes führte innerhalb von zehn Jahren zu einer Anhebung der Kaufkraftbindungsquote um nahezu 20 Prozentpunkte auf 98 Prozent, so dass heute kaum noch Kaufkraft in andere Orte abfließt. Beeinflusst wurde diese Entwicklung unter anderem durch die Einführung eines Einkaufs-Bonussystems („Schatzkarte“) und die Neugestaltung des Bahnhofsbereichs in Altenhundem mit Ansiedlung neuer Geschäfte.[83]Aktuell wird die positive Situation des Einzelhandels in Lennestadt auch bestätigt durch die von der Gesellschaft für Konsumforschung ermittelten Daten zur Handelszentralität. Die Kennziffer bedeutet das Verhältnis von Einzelhandelsumsatz zu Einzelhandelskaufkraft (jeweils je Einwohner). Für das Jahr 2013 beläuft sich die Handelszentralität von Lennestadt auf 102,7. Hierin kommt zum Ausdruck, dass per Saldo von auswärts noch Kaufkraft nach Lennestadt zufließt.[84]

Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für den Ortsteil Grevenbrück war die Gründung der Kalkwerke Grevenbrück im Jahr 1902. Einen überregionalen Bekanntheitsgrad erwarben insbesondere die Unternehmen Egon Grosshaus (Autozulieferer, Stanzbiegetechnik), H & R Spezialfedern, Hensel (Elektroinstallation und Verteilungssysteme), Tracto-Technik (Spezialmaschinen und Biegetechnik) und Viega (Sanitär- und Heizungssysteme).

Nicht unbedeutend sind auch die Bereiche Tourismus und Freizeitangebote wie Wandern, Radfahren, Ferien auf dem Bauernhof und andere. Hervorzuheben sind dabei die Orte Saalhausen, Milchenbach, Langenei, Gleierbrück, Bilstein mit Burg Bilstein und Elspe (Elspe Festival).

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Rathaus
Amtsgericht
Haupteingang St. Josefs Hospital

Rathaus und Amtsgericht[Bearbeiten]

In Altenhundem befindet sich das in den 1970er-Jahren nach der Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen erbaute Rathaus der neu gebildeten Stadt Lennestadt; das Amtsgericht Lennestadt wurde im Ortsteil Grevenbrück errichtet.

Heimat- und Landeskundliche Bibliothek/Stadtarchiv[Bearbeiten]

Die Bibliothek mit rund 3000 Bänden enthält Monographien und Zeitschriften zur Allgemeinen Geschichte, Ortsgeschichte, Volkskunde, Familien-, Kirchen-, Rechts-, Sozial-, Kunst-, Technik- und Wirtschaftsgeschichte. Der größte Teil der Bücher kann für vier Wochen kostenlos ausgeliehen werden. Das Stadtarchiv Lennestadt ist die zentrale städtische Dienststelle für alle Fragen zur Lennestädter Stadtgeschichte. Als Gedächtnis der Stadt Lennestadt enthält sie stadtgeschichtlich wichtige Unterlagen, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen und von den Bürgern eingesehen und ausgewertet werden können.[85]

St.-Josefs-Hospital Altenhundem[Bearbeiten]

Das St.-Josefs-Hospital mit einer Kapazität von rund 190 Betten gehört zusammen mit dem Krankenhaus St. Martinus in Olpe zur Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen GmbH in Olpe. Daneben bestehen drei gemeinsame Kompetenzzentren (Brust-, Darm- und Gefäßzentrum) in Kooperation mit auswärtigen Fachkliniken.

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentlicher Personen-Nahverkehr[Bearbeiten]

Bahnhofsgebäude in Altenhundem

Lennestadt liegt mit den Bahnhöfen Lennestadt-Altenhundem, Lennestadt-Grevenbrück und Lennestadt-Meggen an der Ruhr-Sieg-Strecke von Hagen nach Siegen.

Bis 1944 bestand mit der Bahnstrecke Altenhundem–Birkelbach noch eine Eisenbahnverbindung nach Erndtebrück, deren Brücken aber im Kriegsverlauf von sich zurückziehenden Verbänden der deutschen Wehrmacht gesprengt wurden. Die Tunnelabschnitte sind zum Teil noch erhalten geblieben. Die Strecke nach Wenholthausen wurde bis Mitte der 1960er Jahre bedient. Zu dieser Zeit galt Altenhundem als Eisenbahndorf.

Vom Bahnhof Grevenbrück aus verkehrten früher auch zwei Oberleitungsbus-Linien, darunter die Kalkbahn Grevenbrück zum Steinbruch, die von 1903 bis 1907 betrieben wurde, sowie die Veischedetalbahn nach Kirchveischede, die von 1904 bis 1916 in Betrieb war.

Buslinien der VWS und BRS verkehren nach Kirchhundem, Olpe, Hilchenbach, Finnentrop, Schmallenberg, Meschede und Attendorn.

Die Gemeinschaftsinitiative Busse & Bahnen NRW hat den Bahnhof in Altenhundem zum Wanderbahnhof des Jahres 2012 gekürt. Aus über 100 Vorschlägen von Bahn- und Wanderfreunden ging der in den Jahren 2007/08 renovierte Bahnhof als Sieger hervor. Kriterien waren eine gute Anbindung an die gepflegten ausgeschilderten Wanderwege und die Gastronomieangebote.[86]

Individualverkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraßen 55, 236 und 517 führen durch die Stadt. Die nächste Autobahnanschlussstelle befindet sich ca. 15 km von Grevenbrück entfernt in Olpe an die Autobahnen A 4/A 45.

Während die B 55 von Meschede kommend weiter südlich unter anderem die Ortsteile Oedingen, Oberelspe, Elspe, Grevenbrück, Bonzel, Bilstein und Kirchveische verbindet, verläuft die B 236 nach Kreuzung der Lenne nahe Grevenbrück über Kickenbach, Langenei und Saalhausen in Richtung Schmallenberg.

Radverkehr[Bearbeiten]

Lennestadt ist an das Radverkehrsnetz NRW angeschlossen und liegt auch an der Lenneroute, die von der Lennequelle am Kahlen Asten zu ihrer Mündung an der Hohensyburg führt. Ein weiterer Ausbau des Radwegenetzes ist mit der Inbetriebnahme des SauerlandRadrings erfolgt. Die Rundstrecke ist 84 km lang und führt von Finnentrop über die Orte Eslohe, Schmallenberg und Lennestadt-Altenhundem wieder zurück nach Finnentrop. Da die Streckenführung überwiegend alten Bahntrassen folgt, bleiben die gelegentlichen Steigungen moderat. Der durch das Gebiet von Lennestadt führende Teilabschnitt von Störmecke über Saalhausen, Langenei und Kickenbach bis Altenhundem verläuft nahe der B 236.

Der mit einer Länge von 24 km wesentlich kürzere Radweg Rund ums Veischedetal verläuft in einem Teilabschnitt nahe der B 55 von Grevenbrück über Bonzel und Bilstein bis Kirchveischede.

Im Zuge von Straßenbaumaßnahmen wurde in den letzten Jahren auch das innerörtliche Radwegnetz von Lennestadt ausgebaut. So sind die Strecken von Oedingen über Oberelspe und Elspe bis Trockenbrück und von dort abbiegend an der Lenne entlang bis nach Meggen und Altenhundem bis auf kleine Lücken ausgewiesene Radwege.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Auf dem Stadtgebiet von Lennestadt befinden sich keine Flugplätze. Die nächstgelegenen Landemöglichkeiten für Flüge nach Sichtflugregeln sind die Sonderlandeplätze Attendorn-Finnentrop und Schmallenberg-Rennefeld, der nächstgelegene Flughafen ist der ca. 40 km (Luftlinie) südlich gelegene Siegerlandflughafen.

Projekt LenneSchiene[Bearbeiten]

Im Rahmen des Förderprogramms Regionale 2013 Südwestfalen beteiligen sich neben Lennestadt weitere sieben Gemeinden, die durch den Flusslauf der Lenne und die Bahn miteinander verbunden sind (unter anderem Iserlohn, Altena, Finnentrop und Schmallenberg) an dem Projekt LenneSchiene. Die Probleme, die sich aus dem Zusammenspiel zwischen Fluss und Bahn, Landschaft, Ortschaft, Industrie und Verkehr ergeben haben, sind noch an vielen Stellen sichtbar. Ziel ist es, die Lenne-Schiene wieder zu einer lebendigen Achse werden zu lassen und damit die Lebensqualität der Bürger zu steigern. Das Projekt LenneSchiene der acht Kommunen wurde im Juli 2010 in einer gemeinsamen Ratssitzung ins Leben gerufen. Von den insgesamt 84 Maßnahmen, sollen 13 Vorhaben bis ins Jahr 2013 umgesetzt werden. Für den Bereich der Stadt Lennestadt handelt es sich um Gartenanlagen im Bereich der Sauerlandpyramiden im Ortsteil Meggen, die Neugestaltung des Marktplatzes in Altenhundem und die Anlage eines Vitalparks in Saalhausen.[87][88]

Medien[Bearbeiten]

Die Westfalenpost und die Westfälische Rundschau haben jeweils eine Lokalredaktion in Lennestadt und erscheinen dort als Tageszeitungen. Weiterhin erscheinen mittwochs und sonntags die Anzeigenblätter Sauerlandkurier und Sauerländer Wochenanzeiger.

Lennestadt gehört zum Redaktionsgebiet des Studios Siegen des Westdeutschen Runkfunks (WDR). Nachrichten aus der Region Südsauerland werden auf WDR 2 und in der Lokalzeit (WDR Fernsehen) ausgestrahlt.

Bildung[Bearbeiten]

Gymnasium der Stadt Lennestadt

Nahe der Hohen Bracht liegt das Kloster und Gymnasium Maria Königin. Dem in den Jahren 1957 bis 1959 errichteten Kloster mit Kirche wurde 1967 ein Gymnasium angegliedert.

Mitte Oktober 2012 gibt es in Lennestadt 14 Schulen, davon (Schülerzahl in Klammern) sieben Grundschulen (1016), eine Förderschule (92), zwei Hauptschulen (371), zwei Realschulen (1039) und zwei Gymnasien (1751). Es handelt sich um das Gymnasium der Stadt Lennestadt und das unter freier Trägerschaft geführte Kloster und Gymnasium Maria Königin. Zudem gibt es eine Außenstelle des Berufskollegs des Kreises Olpe.

Für die Erwachsenenbildung unterhält die Volkshochschule des Kreises Olpe unterhält in Lennestadt eine Außenstelle.

Ab dem Schuljahr 2014/15 wird eine gemeinsame Sekundarschule der Stadt Lennestadt und der Gemeinde Kirchhunden eingerichtet. Die neue Sekundarschule tritt an die Stelle der bisherigen Hauptschulen Meggen und Kirchhundem sowie der Realschule Meggen; diese werden jahrgangsweise aufgelöst.[89]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Lennestadt

In der Stadt Lennestadt oder ihren Gemeinden wurden so unterschiedliche Persönlichkeiten wie der Kardinal Karl Joseph Schulte, der Ministerialdirektor und Initiator des Aussichtsturms Hohe Bracht Wilhelm Arnoldi, der Politiker Johannes Becker und der Bergmann und Aktivist Adolf Hennecke geboren. Es wirkten und lebten im Stadtgebiet unter anderem die Schriftstellerin Josefa Berens-Totenohl und der Maler Hermann Broermann. Das Ehrenbürgerrecht erhielt Paul Tigges.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Günther Becker und Hans Mieles, Lennestadt (Hrsg.): Bilstein Land, Burg und Ort, Beiträge zur Geschichte des Raumes Lennestadt und der ehemaligen Herrschaft Bilstein - Festbuch zum 750 jährigen Bestehen der Burg Bilstein. 1975.
  •  Arnold Klein, Schriftenreihe des Kreises Olpe Nr. 24, Siegen (Hrsg.): Katholisches Milieu und Nationalsozialismus. 1994.
  •  Günther Becker, Elisabeth Kaiser und andere: In Lennestadt, Olpe (Hrsg.): 1995.
  •  Otto Höffer und Ralf Breer: Kirchen und Kapellen in Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem.. 1999.
  •  Arbeitsgemeinschaft 1000 Jahre Oedingen e. V. (Hrsg.): Eintausend Jahre Stift und Dorf Oedingen, Chronik des Ortes.. Hachenburg, 2000.
  •  Kreis Olpe (Hrsg.): Landschaftsplan Elsper Senke - Lennebergland" Nr. 2. 2006.
  •  Stadtmarketing Lennestadt e. V. (Hrsg.): Lennestadt - Ein Platz zum Leben. 2008.
  •  Stadt Lennestadt (Hrsg.): Rathausreport - Sonderausgabe 40 Jahre Lennestadt". 3. Auflage Auflage. 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lennestadt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Kommunalprofil Lennestadt S.3 , Werte von 2012 (abgerufen am 11. Dezember 2013)
  3. A. G. Mueller: The sedimentary-exhalative Meggen Zn-Pb sulfide and barite deposit, Germany: Geology and plate-tectonic setting. Slide presentation and explantory notes, Society Applied to Mineral Deposits web page, Mineral deposits archive, 2005, 22 S.
  4. Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:100.000, Blatt C 5114 Siegen, Krefeld 1985, S. 18
  5. Rainer Ahrweiler: Lage, Geschichte und Renaturierung der Monarchen-Höhle bei Lennestadt-Sporke. In: Südsauerland – Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe. Heft 3/2010, S. 265 ff.
  6. s. Artikel: 400 Millionen Jahre alt – Uralte Muschel in Meggen entdeckt und geborgen, in: Sauerlandkurier für Lennestadt, Kirchhundem und Umgebung, Ausgabe vom 30. November 2011
  7. vgl. Gustav Reuter: Ein Parlamentarier der ersten Stunde erinnert sich. Beitrag in: In Lennestadt, Olpe 1995, S. 105.
  8. Hubert Nies: Erneuerung auf gewachsenen Strukturen. Beitrag in: In Lennestadt, Olpe 1995, S. 84,85.
  9. Internetseite Wetter Lennestadt, Abfrage am 28.Januar 2014[1]
  10. Lennestadt. Ein Platz zum Leben. Herausgeber Stadtmarketing Lennestadt e. V., Lennestadt 2008, S. 132
  11. Ausstellungsstücke der Sonderausstellung Die Wallburg auf dem Weilenscheid bei Elspe - Funde und Entdeckungen aus der vorrömischen Eisenzeit im Museum der Stadt Lennestadt vom 13. Mai bis 30. August 2012
  12. Wolfgang Poguntke, Wichtige Bodenfunde berichten von der mittelalterlichen Besiedlung auf dem Oedingerberg, in: Südsauerland Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, Heft 2/2012 (Folge 247), S. 131,145
  13. Lennestadt. Ein Platz zum Leben.,a.a.O., S. 132 ff.
  14. Lennestadt. Ein Platz zum Leben, a.a.O.,S. 133
  15. siehe auch Hans Mieles, Bilstein unter der Herrschaft Kurkölns, in: Günther Becker und Hans Mieles: Bilstein – Land Burg und Ort -, Beiträge zur Geschichte des Raumes Lennestadt und der ehemaligen Herrschaft Bilstein, Lennestadt 1975, S.71-75
  16. Lennestadt.Ein Platz zum Leben, a.a.O.,S. 133
  17. Günther Becker u. Hans Mieles, Bilstein, Land Burg und Ort, Beiträge zur Geschichte des Raumes Lennestadt und der ehemaligen Herrschaft Bilstein, Lennestadt 1975, S. 58, 236
  18. Lennestadt. Ein Platz zum Leben, a.a.O., S. 136,137
  19. Ludger Kenning und Jürgen Lehmann, Obusse in Deutschland, Band 2, Nordhorn 2011, S. 219 – 225
  20. Lennestadt.EinPlatz zum Leben, a.a.O., S. 134,135
  21. Monika Löcher: Kickenbacher Hammer, in: 725 Jahre Dorf Kickenbach – Eine Chronik, Heimat- und Verkehrsverein Kickenbach, Lennestadt-Kickenbach 2003, S. 245 ff.
  22. vgl. Otto Höffer, Ralf Breer: Kirchen und Kapellen in Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem, Attendorn 1999, S.62
  23. s. Lennestadt.Ein Platz zum Leben, a.a.O., S.138 ff.
  24. 50 Jahre Hohe Bracht, Schriftenreihe des Kreises Olpe Heft 1,Olpe 1980, S. 30
  25. Alfred Bruns: Der Gau Westfalen-Süd. In: Alfred Bruns & Michael Senger: Das Hakenkreuz im Sauerland. Schieferbergbau-Heimatmuseum, Schmallenberg-Holthausen 1988. ISBN 3-922659-48-9. S. 25-62
  26. Klein, Arnold (1994): Katholisches Milieu und Nationalsozialismus, Schriftenreihe des Kreises Olpe Nr. 24, Siegen, S. 113, 129 u. 134.
  27. Arens, Christoph (o.J.): Die Geschichte Oedingens bis zum Ende des 2. Weltkrieges. In: Eintausend Jahre Stift und Dorf Oedingen-Chronik des Ortes, Hachenburg. (o.J.), S. 120, 121 u. 125.
  28. Arens, Christoph: Die Geschichte Oedingens bis zum Ende des 2. Weltkrieges. In: Eintausend Jahre Stift und Dorf Oedingen-Chronik des Ortes, Hachenburg (o. J.), S. 125.
  29. Klein, Arnold, Katholisches Milieu und Nationalsozialismus. Siegen 1994, S. 699.
  30. Willi Mues: Der große Kessel. Eine Dokumentation über das Ende des Zweiten Weltkrieges zwischen Lippe und Ruhr/Sieg und Lenne. Erwitte 1984. S. 59.
  31. Willi Mues: Der große Kessel. Eine Dokumentation über das Ende des Zweiten Weltkrieges zwischen Lippe und Ruhr/Sieg und Lenne. Erwitte 1984. Kapitel Endkämpfe um das Sauerland, S. 431–490.
  32. Wilhelm von Spreckelsen, Wolf-Jochen Vesper: Blazing Skies - Die Geschichte der Flugabwehrraketentruppe der Luftwaffe. Isensee Verlag, Oldenburg 2004. S. 372-373
  33. Wilhelm von Spreckelsen, Wolf-Jochen Vesper: Blazing Skies - Die Geschichte der Flugabwehrraketentruppe der Luftwaffe. Isensee Verlag, Oldenburg 2004. ISBN 3-89995-054-2. S. 374
  34. Wilhelm von Spreckelsen, Wolf-Jochen Vesper: Blazing Skies - Die Geschichte der Flugabwehrraketentruppe der Luftwaffe. Isensee Verlag, Oldenburg 2004. S. 74
  35. Wilhelm von Spreckelsen, Wolf-Jochen Vesper: Blazing Skies - Die Geschichte der Flugabwehrraketentruppe der Luftwaffe. Isensee Verlag, Oldenburg 2004. Kapitel Der nukleare Einsatz des Waffensystems Nike S. 160-166
  36. Wilhelm von Spreckelsen, Wolf-Jochen Vesper: Blazing Skies - Die Geschichte der Flugabwehrraketentruppe der Luftwaffe. Isensee Verlag, Oldenburg 2004. S. 286 + 300-301
  37. s. Geschichtlicher Überblick auf der Internetseite der Stadt Lennestadt, Abruf am 28. Januar 2014[2]
  38. die Hauptsatzung ist auf der Internetseite Lennestadt.de veröffentlicht, Abfrage am 1. Oktober 2012 unter der Rubrik Ortsrecht
  39. Paul Reuber: Raumbezogene Politische Konflikte – Geographische Konfliktforschung am Beispiel von Gemeindegebietsreformen. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1999, S. 152, ISBN 3-515-07605-0
  40. vgl. im Einzelnen: Hubert Nies, Erneuerung auf gewachsenen Strukturen, in: In Lennestadt, a.a.O., S. 82 ff. Günther Becker, Die mühsame Suche nach dem richtigen Rathausstandort, ebenda S. 91 ff.
  41. siehe auch: Ein Parlamentarier der ersten Stunde – Gustv Reuter erinnert sich, ebenda S. 105 ff.
  42. die aktuelle Fassung der Gemeindeordnung NRW ist auf der Internetseite Lennestadt.de unter der Rubrik Ortsrecht abrufbar
  43. s. auch: Lennestadt-Rathausreport, 3. Auflage August 2009, S. 2, 3 und 9
  44. s. Lennestadt.Ein Platz zum Leben, a.a.O., S.63
  45. s. Lennestadt-Rathausreport, ebenda S.13, 22
  46.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 90.
  47.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 336.
  48. Die vorstehenden Daten wurden am 16. Juli 2012 vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.
  49. Von der Stadt Lennestadt (Bürgerbüro) zur Verfügung gestellte Angaben.
  50. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Schüler an allgemein bildenden Schulen in NRW nach der Religionszugehörigkeit. (PDF; S. 131).
  51. Angaben aus: Otto Höffer, Ralf Breer: Kirchen und Kapellen in Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem. Attendorn 1999, S. 62–124.
  52. Angaben der Stadtverwaltung Lennestadt im Internet (lennestadt.de), Abruf der Aufstellung Kindergärten am 20. November 2010.
  53. Otto Höffer, Ralf Breer: Kirchen und Kapellen in Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem. Attendorn 1999, S. 68 u. 92 sowie Dokument der evangelischen Kirchengemeinde Lennestadt-Kirchhundem zur Kirchengeschichte.
  54. Stadtmarketing Lennestadt e. V. (Hrsg.): Lennestadt. Ein Platz zum Leben. Lennestadt 2008, S. 109, 111.
  55. Tag der offenen Moschee. In: Sauerlandkurier für Lennestadt, Kirchhundem und Umgebung. 28. September 2011.
  56. Im Einzelnen und zum Folgenden Dieter Tröps: Das Schicksal der Juden im Kreis Olpe. In: Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe. Bd. 153, 1988, Heft 4, S. 227 ff.
  57. Die Daten wurden ermittelt aus dem Tabellenwerk der Landesdatenbank NRW (landesdatenbank.nrw.de, Themen 14 Wahlen).
  58. Thomas Morus – Stadtpatron von Lennestadt
  59. s. auch Art. Josefa-Berens-Straße, Femhofstraße und Frau-Magdlene-Straße werden umbenannt, in: Westfalenpost, Zeitung für Lennestadt und Kirchhundem, Ausgabe vom 27. Februar 2014
  60. http://www.homeot.de/index.php?cat=konzerte&art=konzerte
  61. zur Musikszene in Lennestadt s. auch: Lennestadt. Ein Platz zum Leben, a.a.O., S. 90–97
  62. http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/bk/de/karten/bk Biotopkataster NRW
  63. Kreis Olpe: Landschaftsplan Elsper Senke - Lennebergland Nr. 2. S. 14–26.
  64. Kreis Olpe: Landschaftsplan Elsper Senke - Lennebergland Nr. 2. S. 27–31.
  65. Kreis Olpe: Landschaftsplan Elsper Senke - Lennebergland Nr. 2. S. 35–39.
  66. Kreis Olpe: Landschaftsplan Elsper Senke - Lennebergland Nr. 2. S. 32–34.
  67. http://www.kreis-olpe.de/media/custom/2041_301_1.PDF?1332408002
  68. http://www.kreis-olpe.de/media/custom/2041_266_1.PDF?1335266404
  69. Kreis Olpe: Landschaftsplan Elsper Senke - Lennebergland Nr. 2. S. 44–48.
  70. Klaus Nottmeyer-Linden, Jochen Bellebaum, Andreas Buchheim, Christopher Husband, Michael Jöbges & Volker Laske: Die Vögel Westfalens. Natur in Buch und Kunst, Neunkirchen 2002, ISBN 978-3931921064.
  71. informationen der Stadtverwaltung Lennestadt auf der Internetseite lennestadt.de, Rubrik Denkmalschutz und Denkmalpflege, Abruf am 24. November 2010.
  72. http://www.lennestadt.de/media/custom/2080_953_1.PDF?1374053093 Grabhügel Hirtenberg beiGrevenbrück
  73. http://www.lennestadt.de/media/custom/2080_958_1.PDF?1374053094 Hohlwege in Obervalbert
  74. Herbert Nicke: Vergessene Wege - Das historische Fernwegenetz zwischen Rhein, Weser, Hellweg und Westerwald, seine Schutzanlagen und Knotenpunkte; Galunder Verlag, Nümbrecht, 2001, ISBN 3-931251-80-2
  75. Stolpersteine gegen das Vergessen. Lokalausgabe Westfalenpost vom 28. April 2008.
  76. Erinnerung an die Opfer der Nazi-Herrschaft, Lokalausgabe Westfalenpost vom 17. Juni 2009
  77. s. auch Lennestadt. Ein Platz zum Leben, a.a.O., S. 81 ff.
  78. Homepage der Wintersport-Arena Sauerland
  79. Fluggelände Dohlberg. In: dfc-olpe.de. DFC Olpe, abgerufen am 15. September 2012.
  80. , Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Kommunalprofil Lennestadt S.15
  81. Monatliche Wirtschaftsdaten der Industrie- und Handelskammer Siegen.
  82. vgl. Internetseite Stadtmarketing-Lennestadt.de, Rubrik „Über uns“, abgerufen am 14. Oktober 2012.
  83. s. auch Schatzmagazin Lennestadt, Ausgabe Herbst 2012, Artikel: Einhalt in der Vielfalt, S. 10–11.
  84. vgl. Artikel Gutes Beispiel für eine schlechte Entwicklung-In Attendorn verliert der Einzelhandel an Boden. Olpe, Lennestadt und Finnentrop legen zu, in: Westfalenpost, Zeitung für Lennestadt und Kirchhundem, Ausgabe vom 29. Juli 2014
  85. Heimatkundliche Bücherei. Stadtverwaltung Lennestadt, abgerufen am 28. Januar 2014.
  86. Artijel Altenhundem ist Wanderbahnhof 2012, in: Sauerlandkurier für Lennestadt, Kirchhundem und Umgebung, Ausgabe v. 24. Oktober 2012.
  87. Website des Projekts LenneSchiene
  88. s. auch Stefan Hundt, Im interkommunalen Verbund, Wirtschaftsreport der Industrie- und Handelskammer Siegen, Ausgabe 9/2011, S. 50 ff.
  89. [3]Sekundarschule Hundem-Lenne auf der Homepage der Stadt Lennestadt
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Dieser Artikel wurde am 22. November 2012 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.