Weißflossen-Gründling

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Weißflossen-Gründling
Romanogobio albipinnatus halványfoltú küllő.jpg

Weißflossen-Gründling (Romanogobio albipinnatus)

Systematik
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidea)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Gründlingsverwandte (Gobioninae)
Gattung: Romanogobio
Art: Weißflossen-Gründling
Wissenschaftlicher Name
Romanogobio albipinnatus
(Lukasch, 1933)

Der Weißflossen-Gründling (Romanogobio albipinnatus) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

Merkmale[Bearbeiten]

Der Weißflossen-Gründling besitzt eine typische, langgestreckte und leicht abgeflachte Gründlingsgestalt und wird 8 bis 10, maximal 13 cm lang. Der Kopf ist relativ lang, das Maul unterständig. Die großen Augen haben einen Durchmesser, der mindestens so groß wie ihr Abstand zueinander ist. Die Barteln sind lang und reichen bis zum Hinterrand der Augen. Die Schuppen sind relativ groß. Der Schwanzflossenstiel ist kurz und hoch.

Die Kehlregion ist meist schuppenlos.

Der Weißflossen-Gründling ist oberhalb der oben und unten dunkel begrenzten Seitenlinie grünlich oder braun mit einer dunklen Fleckenreihe dicht oberhalb der Seitenlinie, und unterhalb hell gefärbt. Durch die transparente, fleckenlose Rücken- und Schwanzflosse ist der Weißflossen-Gründling leicht vom Gründling (Gobio gobio) zu unterscheiden.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet umfasst Südost- und Osteuropa. Der Weißflossengründling ist dort in den Mittel- und Unterläufen größerer Flüsse und Ströme zu Hause. Er bevorzugt ruhig fließende Gewässer mit Sandboden. Flüsse in denen der Fisch vorkommt sind Donau, Dnjestr, der Oberlauf des Bug, Dnjepr, Wolga und Ural.

Lebensweise[Bearbeiten]

Der Weißflossen-Gründling ist ein in kleinen Gruppen gesellig lebender nachtaktiver Bodenfisch, der sich von kleinen wirbellosen, bodenbewohnenden Tieren, Algen und Diatomeen ernährt. Er laicht von Mai bis Juni. Seine Biologie ist noch wenig erforscht. Örtlich ist er auf Grund von Gewässerverschmutzung und Flussbegradigungen gefährdet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Terofal: Steinbachs Naturführer, Süßwasserfische. Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-4296-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Romanogobio albipinnatus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien