Weißhorn (Fleimstaler Alpen)

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Weißhorn
Das Weißhorn von Westen von Radein gesehen

Das Weißhorn von Westen von Radein gesehen

Höhe 2317 m s.l.m.
Lage Südtirol, Italien
Gebirge Fleimstaler Alpen
Koordinaten 46° 21′ 17″ N, 11° 26′ 36″ O46.35473311.4432912317Koordinaten: 46° 21′ 17″ N, 11° 26′ 36″ O
Weißhorn (Fleimstaler Alpen) (Südtirol)
Weißhorn (Fleimstaler Alpen)
Typ Zeugenberg
Gestein Dolomit (Sarldolomit)
Alter des Gesteins Anisium (Mittlere Trias)[1]
Normalweg einfache Wanderung vom Jochgrimm bzw. von Aldein oder Radein
Weißhorn (links) und Schwarzhorn (rechts) vom südwestlich gelegenen Trudner Horn aus gesehen

Weißhorn (links) und Schwarzhorn (rechts) vom südwestlich gelegenen Trudner Horn aus gesehenbdep2

Das Weißhorn (Corno Bianco), gelegentlich zur Abgrenzung von gleichnamigen Bergen auch Aldeiner Weißhorn genannt, ist ein 2317 m hoher Berg in den Fleimstaler Alpen in Südtirol (Italien). Zusammen mit seinem benachbarten Zwillingsberg, dem Schwarzhorn, ist er durch seine isolierte Lage weithin sichtbar.

Lage und Umgebung[Bearbeiten]

Das Weißhorn ist ein frei stehender Berg südlich über dem Regglberger Hochplateau, das sich zwischen Unterland und Eggental erstreckt. Auf seiner Westflanke befindet sich der Anfang des geologisch interessanten Bletterbach-Canyons, im Osten fällt das Gelände zum Lavazèjoch ab, hinter dem sich der Zanggen und weiter nordöstlich der Latemar erheben. Auf seiner Südseite ist es über das Jochgrimm (1989 m) mit seinem etwas höheren Zwillingsberg, dem Schwarzhorn (2439 m), verbunden.

Politisch befindet sich das Weißhorn auf dem Gebiet der Gemeinde Aldein im Süden Südtirols.

Geologie[Bearbeiten]

Der Gipfel des Weißhorns besteht aus weißem Sarldolomit. Diesem Gestein und dem farblichen Gegensatz zum benachbarten Schwarzhorn, das aus rötlich-grauem Bozener Quarzporphyr besteht, verdankt es seinen Namen. Zwischen den beiden Berggipfeln verläuft die geologische Störung der sogenannten Trudner Linie, der entlang das Schwarzhorn um mehr als 1000 m gegenüber dem Weißhorn angehoben wurde. Durch die Erosion wurden die Schichten über dem Porphyr abgetragen, wodurch die beiden Gipfel heute eine ähnliche Höhe haben.

Alpinismus[Bearbeiten]

Das Weißhorn ist von mehreren Seiten her erreichbar und gilt als einfaches Tourenziel, das trotz eines steilen Schlussanstiegs durch die Gipfelfelsen als unschwierig eingestuft wird.[2]

Die beliebteste Tour auf das Weißhorn beginnt am Jochgrimm und führt über Wiesen und durch Latschen-Felder von Osten her zum Gipfelaufbau. Andere Steige führen von Westen (von Radein her am Rande der Bletterbach-Schlucht) und Norden zur Bergspitze, die aus einem kurzen Nord-Süd-Grat besteht. Das Gipfelkreuz befindet sich an dessen Nordrand auf 2313 m, der höchste Punkt befindet sich jedoch am Südende auf 2317 m.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerhard Niedermayr: Die Bletterbach-Schlucht bei Radein (Redagno) – Eine Wanderung durch 50 Millionen Jahre Erdgeschichte. In: Mitteilungen der Österreichischen Mineralogischen Gesellschaft. Jg. 153, 2007.PDF-File
  2. Hanspaul Menara: Die schönsten 2000er in Südtirol. Athesia, Bozen 2012, ISBN 978-88-8266-830-3, S. 78–79

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weißhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien