Weißkittelhypertonie

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Der Begriff Weißkittelhypertonie (engl. white coat hypertension) bezeichnet Blutdruckwerte, die bei der Messung in einer Arztpraxis oder Klinik konsistent erhöht, bei Selbst- und ambulanten Messungen (z. B. Blutdruckmessungen über 24 Stunden) zu anderen Zeitpunkten jedoch normal sind. Man spricht auch von Isolierter klinischer Hypertonie.

Problematisch in diesem Zusammenhang ist, wenn der Patient lediglich aufgrund dieser ärztlichen Einzelmessungen als Hypertoniker eingestuft und medikamentös behandelt wird. In jedem Fall sollte eine Langzeitblutdruckmessung zur Klärung einzeln überhöhter Blutdruckwerte herangezogen werden.

Das Gegenteil sind „maskierte“ Hypertoniker (auch „Praxisnormotonie“ genannt). Bei dieser Gruppe von Patienten wird in der Klinik oder in der Praxis ein normaler Blutdruck gemessen, da sich der Patient in dieser Situation besonders sicher fühlt und damit entspannt ist. Eine Belastungsuntersuchung wirkt hier meist demaskierend. Ebenso ist die Langzeitblutdruckmessung ein Mittel, um einen eventuellen erhöhten Blutdruckwert unter Alltagsbelastungen nachzuweisen.

Literatur[Bearbeiten]

  • T. V. Khan, S. S. Khan, A. Akhondi, T. W. Khan: White coat hypertension: relevance to clinical and emergency medical services personnel. In: MedGenMed. 2007 Mar 13;9(1), S. 52. Review. PMID 17435652
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