Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik
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| Amtssprache | Weißrussisch, Russisch, Jiddisch und Polnisch | ||||
| Hauptstadt | Minsk | ||||
| Fläche | 207.600 km² | ||||
| Bevölkerung (1989) | 10.151.806 | ||||
| Bevölkerungsdichte | 48,9/km² | ||||
| Zeitzone | UTC + 2 | ||||
Die Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik, korrekt Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik (auch „Belorussische SSR“ oder BSSR, weißrussisch/belarussisch Беларуская Савецкая Сацыялістычная Рэспубліка, russisch Белорусская Советская Социалистическая Республика), wurde am 1. Januar 1919 im russischen Smolensk proklamiert. Hauptstadt war Minsk. Sie war eine der vier Republiken, aus denen 1922 die Sowjetunion gegründet wurde. Mit der Ausrufung der Republik Belarus am 26. August 1991 hörte die BSSR auf zu existieren.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Entwicklung
Hauptartikel: Geschichte Weißrusslands
Die Weißrussische SSR wurde erstmals am 1. Januar 1919 proklamiert. Am 27. Februar 1919 fusionierte sie mit Litauen für einige Monate zur Litauisch-Weißrussischen SSR, die aber durch polnische Truppen im Juli 1919 während des Polnisch-Sowjetischen Krieges zerschlagen wurde.
Nach dem Sieg über Polen wurde im August 1920 in Minsk eine Weißrussische SSR neugegründet, und 1922 wurde die WSSR eine Unionsrepublik der neu gegründeten Sowjetunion und blieb dies bis zu deren Ende.
1924 und 1926 wurde sie um einige westrussische Gebiete vergrößert (Mogiljow, Witebsk, Gomel) und 1932 ein autonomer Bezirk (Dsjarschynsk) für die polnische Minderheit eingerichtet, 1935 aber wieder aufgelöst. Statt dessen kamen 1939, gemäß dem Hitler-Stalin-Pakt, die ehemals polnischen Gebiete Weißrusslands hinzu (einschließlich Białystok), von denen die Weißrussische SSR wiederum 1940 Wilna (Vilnius) an die Litauische SSR abtrat.
Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion stand die Sowjetrepublik von 1941 bis 1944 unter deutscher Besatzung, die großes Leid über die weißrussische Bevölkerung brachte und bis zu 2,5 Mio. Opfer forderte. Fast alle Städte und viele Dörfer des Landes wurden im Sommer 1944 beim Rückzug der deutschen Besatzer zerstört. In Würdigung ihres äußerst verlustreichen Anteils an der Niederlage Deutschlands 1945 wurde die Weißrussische SSR (ebenso wie die Ukrainische SSR) neben der Sowjetunion als eigenes Gründungsmitglied der UNO aufgenommen und hatte eine eigene Stimme in der Vollversammlung, die aber im Block mit der UdSSR abgegeben wurde.
Seit Ende 1991 bildet Weißrussland (Belarus) einen unabhängigen Staat.
[Bearbeiten] Bevölkerung
In der 1919 gegründeten BSSR wurde der multiethnische Charakter der Bevölkerung durch die Einführung von vier Staatssprachen berücksichtigt: Weißrussisch, Jiddisch, Russisch und Polnisch.
Laut sowjetischer Volkszählung von 1979[1] setzte sich die Bevölkerung der Weißrussischen SSR im Wesentlichen aus folgenden Ethnien zusammen:
| Nationalität | Bevölkerungsanzahl | Nationalitätenanteile |
|---|---|---|
| Weißrussen | 7.568.000 | 79,4 % |
| Russen | 1.134.100 | 11,9 % |
| Polen | 403.200 | 4,2 % |
| Ukrainer | 231.000 | 2,4 % |
| Juden | 135.400 | 1,4 % |
| Tataren | 10.900 | 0,1 % |
| Roma | 8.400 | 0,1 % |
| Litauer | 7.000 | 0,1 % |
| Moldauer | 2.900 | 0,03 % |
| Armenier | 2.800 | 0,03 % |
| Gesamte BSSR | 9.536.100 | 100,0 % |
[Bearbeiten] Siehe auch
Portal:Sowjetunion – Überblick über vorhandene Artikel zum Themengebiet
[Bearbeiten] Literatur
- Tikhon Iakovlevich Kiselev: Byelorussia. Speeding towards abundance, Soviet Booklets, London 1960, (The fifteen Soviet Socialist Republics today and tomorrow C), (Soviet Booklet 60).
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Pokshishevskiy, V. V. (ed.): Soviet Census: a demogr. evaluation. Wiesbaden: Akad. Verl.-Ges. 1980.
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