Weißsein

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Weißsein (auch Weiß-Sein, von engl. Whiteness) ist ein transdisziplinäres Studienfeld und beschreibt kulturelle, historische und soziologische Aspekte von Menschen, die sich als weiß identifizieren. Ebenso geht es um die soziale Konstruktion von Weißsein als Statuszeiger. Des Weiteren wird damit eine Kategorie zur kritischen Analyse gesellschaftlich gebildeter Normen verbunden. Im Extremfall, so der White Supremacy, geht es um Konstrukte, die Rassismus rechtfertigen oder begünstigen. Als Teil eines in den 1980er Jahren eingetretenen Paradigmenwechsels in der angloamerikanischen Rassismusforschung führt die Analysekategorie „Weißsein“ solch rassifizierende Perspektiven auf den „Anderen“ wieder auf den Ursprung der Rassifizierung zurück. Ab 2005 hat das Konzept Eingang in wissenschaftliche Arbeiten im deutschen Sprachraum gefunden.[1] Der daraus entstandene Begriff „Critical Whiteness“ ist keine Theorie - verschiedene Gruppen, Autoren und Aktivisten benutzen ihn in unterschiedlicher Art und Weise.[2][3]

Etablierung[Bearbeiten]

Die seit Beginn der 1990er Jahre am populärsten von Toni Morrison initiierte Wendung in der Forschung zum Rassebegriff und Rassismus richtet weniger den Blick auf die Objekte desselben im Sinne von black studies, sondern auf diejenigen Strukturen und Subjekte, die Rassismus verursachen und von rassifizierenden Prozessen profitieren. Davon ausgehend hat sich in Europa, auch in Deutschland, der Begriff kritische Weißseinsforschung entwickelt.[4]

Zur Kategorie[Bearbeiten]

Wo es um gesellschaftlich gebildete Normen wie „White Supremacy” geht, die Rassismus verursachen oder begünstigen, ist „Weißsein” eine etablierte Kategorie zur kritischen Analyse auf der Basis systematischer historischer Untersuchungen sozialer und politischer Bezüge.[5] Die Umkehr der rassifizierenden Perspektive auf den „Anderen“, hin zur Untersuchung der gesellschaftlichen Norm des „Weißseins“, als Ursprung der Rassifizierung, wird seit 2005 in einigen Arbeiten auf die Situation im deutschsprachigen Raum angewandt.[6][7] In den USA ursprünglich ein Kampfbegriff, ist „Weißsein” dort zu einer fruchtbaren wissenschaftlichen Kategorie entwickelt worden.

Mit dieser Kategorie sind gesellschaftliche Modelle (cultural models) und ihre Schemata (Patterns) gemeint, die entweder rassistisch begründeten Herrschaftsverhältnissen oder einer Dominanzkultur[8] zugerechnet werden können. Anwendungsgebiete sind Ethnisierung, Kolonialismus und Postkolonialismus, Rassismus, Antisemitismus und Feminismus.

Weißsein als Kategorie soll ermöglichen, die Konstruktion des „Weißen“ als des Einen und Eigentlichen, d. h. als bestimmende Norm im Verhältnis zu dem Abweichenden, Minderen, Anderen wahrzunehmen. Die Entwicklung und Veränderung allgemeiner gesellschaftlicher Normen wird als Diskurs aufgefasst. So wird beispielsweise der „Kolonialismus“ als Diskurs betrachtet, der Wissen und „Wahrheiten“ (z. B. den rousseauischenEdlen Wilden“ im Gegensatz zum „Zivilisierten Weißen“) hervorgebracht hat, die ihrerseits Vorstellungen von „Weißsein“ als Norm beinhalten und bis heute Einfluss besitzen. Dabei lässt sich mittels der Kategorie „Weißsein“ betrachten, wie der Einzelne Konzepte und Objekte rassistischer Diskriminierung wahrnimmt.[9]

In der Kritischen Weißseinsforschung wird Weißsein in Verschränkung „mit anderen Strukturkategorien“ gesehen – „etwa Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Bildung, Religion, Mobilität oder Gesundheit. Weißsein als interdependente Kategorie gestaltet sich damit dynamisch und komplex, ohne dabei aber einer Verhandelbarkeit zu unterliegen, die es erlaubt, einzelne Weiße off-white zu setzen“ (Arndt).[10] Mit Interdependenz[11] ist gemeint, dass Weißsein im Zusammenhang mit unterschiedlichen Unterdrückungsformen betrachtet wird. Die Kategorie „Weißsein“ ist im Prozess der Vergesellschaftung somit nicht relevanter als andere Formen der Unterdrückung.[12]

Argumentation[Bearbeiten]

Es wird, auch in der Kritik am Rassismus, selten hinterfragt, welche Normen und Werte dazu führen, dass Personen rassistisch diskriminiert werden. Eine typische Beobachtung ist zum Beispiel, dass Rassismus – unter Weißen – als Thema irrelevant erscheint, wenn die betroffenen Personen nicht anwesend sind. Kritisch betrachtet, beginnt hier bereits der Ausschluss von Personen. Denn Rassismus erscheint nur als relevant, wenn "schwarze" Personen zum Gegenstand der Betrachtung werden. Dadurch erscheint Rassismus als Problem „schwarzer“, nicht aber als Problem „weißer“ Menschen. Auf diesen Trugschluss wird aufmerksam gemacht, wenn beschrieben wird, welche Normen Personen gesellschaftlich ausschließen oder von Personen verlangen, sich in die dominierende Kultur zu integrieren.[13]

Ein kritischer anti-rassistischer Ansatz ist es dabei, die Blickrichtung zu wechseln und statt des „Schwarzseins“ das „Weißsein“ als Problem zu betrachten. „Weißsein“ wird hier als Normalität wahrgenommen, die erst z. B. in der „kritischen Weißseinsforschung“ analysiert und im politischen Widerstand gegen Unterdrückung und Machtausübung aufgedeckt bzw. auch dekonstruiert werden soll.[14]

Wissenschaftlerinnen wie Fatima El-Tayeb beschreiben die Schwierigkeit „Weißer“, den Blick auf sich selbst ‚als Weiße‘ zu richten, als „Farbenblindheit“ und als stärksten Ausdruck der „Normalisierung von Weißsein“, da er „nur die 'Anderen' als rassifiziert wahrnimmt und Rassismus so letztlich als an die Existenz dieser 'Anderen' gebunden betrachtet.“ Produziert werde der Rassismus dagegen in den dominanteren Teilen der Gesellschaft, die sich selbst als „weiß“ bestimmten, ohne sich dieser „weißen“ Normen genauer bewusst zu sein.[15]

In der Kritischen Weißseinsforschung wird weiterhin angenommen, dass an „Weißsein“ Privilegien und rassistische Denkmuster gebunden sind.[16] Dem Rassismus kann demnach nicht allein durch ein Postulat, „dass alle Menschen gleich sind“, begegnet werden, da Rassismus eine „Realität der Ungleichheit“ geschaffen hat.[17] Die Psychologin Ursula Wachendorfer will mit ihrer Arbeit zeigen, wie „Weißsein“ allgemein als Normalität wahrgenommen werde und normbildend wirke.[18] Daher wird „Weißsein“ in der „Kritischen Weißseinsforschung“ nach Susan Arndt als Grundlage dafür angesehen, dass „Menschen, die nicht der durch ‚weiße‘ westliche Gesellschaften gesetzten körperlichen Norm (z.B. Hautfarbe) und/oder kulturellen Norm entsprechen, diskriminiert werden.[19]

Beispiele[Bearbeiten]

Schwarze Ethnologie[Bearbeiten]

Die afrikanische Ethnologin Diana Bonnelamé promovierte 1983 in Köln über die Initiationsriten der deutschen Protestanten. Die Wissenschaftlerin wählte die Perspektive aus „schwarzer Sicht“, das Leben der „Weißen“ zu erforschen. Das Projekt war umstritten, die Dissertation kam letztlich nicht zustande, weil sich kein Gutachter fand (siehe Film). Unter Ethnologen war es zwar unstrittig, mit den Methoden dieser Disziplin beispielsweise in afrikanischen Ländern zu arbeiten. Das Dissertationsvorhaben, das dieselben methodischen Ansätze auf Deutschland beziehen wollte, rührte an Tabus dieses Wissenschaftszweiges. Zusammen mit Peter Heller dokumentierte Bonnelamé die Reaktionen im universitären Diskurs in dem Film Wie andere Neger auch…. Peggy Piesche bezeichnet „die Dissertation Bonnelamés“ als die erste Forschungsarbeit in Deutschland, die das „Weißsein“ kritisch erforschte. Vergleichbar mit den ersten Arbeiten von Toni Morrison konfrontierte Bonnelamé die „normative Rezeption des Eigenen mit einer üblichen Rassifizierung des Anderen.“ Mittels zentraler ethnologischer Begriffe provoziere Bonnelamé „im weißen hegemonialen Blick“ das Unbehagen der „weißen“ Wissenschaftler, wenn sie mit ihren eigenen Begriffen untersucht werden. Zugleich, so Piesche, entsprechen die hier von der Ethnologin angewandten Techniken der Mimikry denen der „schwarzen Überlebensstrategien im weißen Mainstream.“[20]. Piesches Text bezieht sich auf Araba Evelyn Johnston-Arthur, die in ihrer Arbeit das normative Weißseinsgefüge in Österreich analysierte und mit ihrer Arbeit von 2004 die Kritische Weißseinforschung in Österreich anstieß. [21]

Hautfarbe als Mittel für Erzählung[Bearbeiten]

Wie stark die Dominanz „weißer“ Normen sein kann, beschreibt die Schauspielerin Nisma Cherrat im Hinblick auf das deutsche Sprechtheater: Für schwarze Künstler ist es besonders schwer, sich außerhalb der gängigen Klischees zu bewegen, da wir meistens dann zum Einsatz kommen, wenn es darum geht, politische oder soziale Missstände aufzuzeigen. Sie urteilt, dass auch an deutschen Theatern ‚schwarze‘ Schauspieler in der Regel für Rollen engagiert werden, die „eindeutig markiert“ sind. Nur selten, so ihre Beobachtungen, erfolge ein Engagement aufgrund ihres Talentes und ihres Könnens, weil sie interessante und vielseitige Schauspieler sind, und nicht aufgrund ihrer äußeren Merkmale und mit dem Hintergedanken versehen, dass sich über die Hautfarbe etwas ganz bestimmtes erzählen lässt. Nisma Cherrat folgert, dass der Theaterbetrieb sich auf ein Publikum ausrichtet, das den Umgang mit diskriminierender Sprache … als gegeben hinnimmt. Klassische deutsche Rollen oder Heldinnen des bürgerlichen Trauerspiels scheinen für den Theaterbetrieb nicht mit schwarzen Künstlern besetzt werden zu können.[22] Dies trifft für das deutsche Musiktheater ab 1961 (Grace Bumbry) auf den ersten Blick allerdings nicht zu, und es bedarf im Sprechtheater zu seiner Bestätigung noch einer theatersoziologischen und -statistischen Untersuchung der Engagementserfahrungen afrodeutscher (deutschsprachiger) Schauspielschüler/innen, die von der Angebotsseite her im englischsprachigen Sprechtheater (USA, Großbritannien, Kanada) relativ weitaus zahlreicher sind.

Ironische Umkehrung des Integrationsdiskurses[Bearbeiten]

Dass der „Weißsein“-Ansatz sich nicht nur auf „Schwarze“ beziehen muss, stellte sich in Deutschland bald heraus:

Die Künstlergruppe Kanak Attak befragte Bewohner von Köln-Lindenthal, in dem fast ausschließlich „Weiße“ leben, nach ihrer mangelnden Integration und nach ihrer Selbst-Isolierung.

Fatima El-Tayeb bemerkt dazu: „Die ironische Umkehrung des Integrationsdiskurses legt den Fokus auf Weißsein als markierter Kategorie und gibt der Minderheit die Repräsentationsmacht, auf einmal ist es die dominante Mehrheit, deren Verhalten kritisch an etablierten Normen gemessen wird“.[23]

In Österreich wurde das 1992 inszenierte Mockumentary Das Fest des Huhnes bekannt, in dem Oberösterreicher von afrikanischen Forschungsreisenden beschrieben werden.

Analytische Rahmenbedingungen[Bearbeiten]

Schwarzes Wissensarchiv[Bearbeiten]

Fragen nach den Ursprüngen von Informationen über das Weißsein sind in diesem Zusammenhang ein grundlegender Ansatz. Als Informationsquellen stellten sich in den USA vor allem soziale Überlebenskämpfe von Menschen und Gruppen heraus, die mit der Zuschreibung konfrontiert wurden, nicht weiß zu sein. Als „erkämpftes Wissen“ dienten und dienen ihnen diese Informationen über das Weißsein vor allem als wichtiges Mittel, sich in rassistischen Gesellschaften möglichst zu behaupten. Zu der Bezeichnung des so ermittelten Wissens dient in der kritischen Weißseinsforschung der Begriff „Schwarzes Wissensarchiv“. Maureen Maisha Eggers verweist als Quelle für diese „Daten und Deutungen“ auf die Vermittlungen von Sprichwörtern, verschlüsselten Predigten, Parabeln, Witzen über Weiße, sie fänden sich im Liedgut (Blues, Spirituals), in […] Erzählungen und vor allem im erzieherischen Sprechen. Die Kritik schwarzer Feministinnen wie bell hooks am Second Wave Feminismus führte zu ersten umfangreicheren Auseinandersetzungen um die Bedeutung solcherlei Wissens.[24] Für den deutschen Sprachraum wird über alltäglich gewonnene Erfahrungen hinaus angeregt, die frühen soziologischen Ansätze von William Edward Burkhardt Du Bois einzubeziehen. Im übrigen siehe dazu Mohr, Neger.

Weißsein als wirkungsmächtiges Konstrukt[Bearbeiten]

Die Mohrenwäsche, Genrebild aus dem 19. Jahrhundert: Der Maler thematisiert das Weißsein als verinnerlichtes Konstrukt des weißen Mädchens, dessen naiver Versuch, die schwarze Hautfarbe seines Kindermädchens abzuwaschen, seinerzeit als humoristische Pointe verstanden wurde.

Arndt beschreibt Weißsein als ein unsichtbar gemachtes und zumeist unsichtbar bleibendes, hegemonial normierendes und verinnerlichtes Konstrukt. Konstrukte seien – verglichen mit anderen kulturellen Konstrukten wie z.B. der Architektur – rein künstlich erzeugte, aber gleichwohl historische und soziale Gebilde. Weißsein bilde mithin eine Machtform, die die sozialen Prozesse wirkungsvoll beeinflusse. Als verinnerlichte Kategorie bleibe „Weißsein“ selbst unreflektiert. Als Diskurs, der Wirklichkeit verändert, als semiotische Figur und Mythos, die Wirklichkeit interpretieren, sei Weißsein ein geschichtlich geprägter Bestandteil aller Normierungsprozesse und entstamme der europäischen Kulturgeschichte. Als eine spezifische Machtform ‚weißer‘ Hegemonie könne Weißsein auch nicht kraft individueller Entscheidung entwertet oder als für die eigene Biographie nicht existent betrachtet werden.[25] Encarnación Gutiérrez Rodríguez arbeitete hierzu einen Satz von Analysekategorien bestimmter Rahmenbedingungen aus.[26]

Weißsein als Bestandteil von Prozessen der Ethnisierung[Bearbeiten]

In der Kritischen Weißseinsforschung nach Eggers u. a.[27] wird auch in der Forschung jegliche Form der Markierung und Kategorisierung von Menschen in Begriffen der Natur abgelehnt. Dazu gehören Begriffe, die sich auf äußerliche Merkmale wie „Hautfarbe beziehen. Solche Naturalisierungen werden ebenso als Bestandteile im Prozess der Ethnisierung analysiert, wie Kulturalisierung und Essentialisierung. Diese Formen werden zum einen in ihren Diskursen analysiert, wie beispielsweise in der so genannten Kopftuchdebatte. Ebenso werden die geschichtlichen Entstehungsprozesse (die Historizität) des Konzeptes „Rasse“ anhand der Kategorie Weißsein machtanalytisch und diskursanalytisch zum Beispiel vor dem Hintergrund des Kolonialismus und Nationalsozialismus untersucht. Grundlegend für die Erforschung von Weißsein ist also die geschichtliche Nachvollziehbarkeit der Konstruiertheit von „Rasse“ und die Erforschung der Diskurse, die Menschen rassifizieren. Die Diskurse, in denen Weißsein eine Rolle spielt, geben Auskunft über die biologistische Konstruktion des Konzeptes „Rasse“. In der Methodik der Forschung zu Weißsein wird „Rasse“ zu einer „kritischen Analyse- und Wissenskategorie“. Indem das Konzept „Rasse“ auf seine geschichtliche Entstehung und seine diskursive Form als gebildetes „Wissen“ hin in seiner Bedeutung und Wirkung bis heute untersucht wird, wird auch der Mythos „Weißsein“ und „Rasse“ dekonstruiert:

Davon ausgehend wurde auf die Notwendigkeit verwiesen, aus postkolonialer Perspektive einen Kampf um die Bedeutung von „Rasse“ zu führen, der auf eine Resituierung von Geschichte und Wissen abzielt. Dazu sei eine doppelte Bewegung erforderlich, die weg von „Rasse“ als biologistischer Kategorie und hin zu Rasse als kritischer Analyse- und Wissenskategorie führt, die auf Rassifizierungsprozesse und ihre Dynamiken aufmerksam machen kann. (Arndt/Piesche)[28]

Weißsein liefert hier eine theoretische und begriffliche Perspektive, bei der „Rasse“ als eine von verschiedenen ineinander verschränkter Kategorien von Vergesellschaftung ausgewählt wird.

Weißes Wissen und ›Rassifizierte Machtdifferenz‹[Bearbeiten]

Die Behauptung von Differenzen zwischen Menschen dient in rassifizierenden und kulturalisierenden Theorien und Praxen der Verfestigung einer Ordnung aus einer dominanten und hegemonialen Position heraus. Rassifizierte Machtdifferenz bezeichnet ein von Maureen Maisha Eggers entwickeltes Konzept zur machtkritischen Analyse der Konstruktionsprozesse von Differenz als eine Deutungsperspektive in der kritischen Weißseinsforschung. Untersucht wird vor allem „die Wahrnehmung sozialer Bewertungen von Unterschieden“ und die damit verbundenen Handlungen der Markierung, der Positionierung und des Ausschließens.[29] Es wird der Prozess der Vergesellschaftung betrachtet und wie dabei anhand der Kategorie Weißsein Zugehörigkeiten und Ausschlüsse produziert werden. Eggers unterscheidet vier grundlegende, miteinander verschränkte Handlungsebenen, die zur Herausbildung einer rassifizierenden Ordnung führen:

Markierungspraxis[Bearbeiten]

Auf der Markierungsebene werden aus einer hegemonialen Perspektive heraus in Abgrenzung zur Eigenwahrnehmung subalterne Kategorien, Personen und Gruppen mit Eigenschaften belegt: Es wird ein ‚Wissen‘ über ihr Wesen erzeugt. In diesem Wissen besteht die Hauptaussage in der Artikulation ihrer ‚Differenz‘ in Relation zu der hegemonialen weißen Gruppe. In einer dichotomischen Anordnung werden ihnen Eigenschaften zugeschrieben, die in Opposition zu den (vermeintlichen) Eigenschaften der weißen Gruppe stehen.[30]

Naturalisierungspraxis[Bearbeiten]

Die „erfundenen“, genauer: konstruierten Eigenschaften werden durch die Praxis der Differenzierung als naturhaft gedeutet: Sie werden als unüberwindbarer Teil der ‚Natur‘ von rassistisch markierten ‚Anderen‘ gesetzt. Die auf diese Weise konstruierte Differenz wird festgelegt und verabsolutiert. Mit Autorität ausgestattete hegemoniale SprecherInnen verbreiten ‚rassistisches Wissen‘ (über rassistisch markierte ‚Andere‘) als Allgemeinwissen und erzeugen somit institutionell abgesicherte Wissenskomplexe.[31]

Positionierungspraxis[Bearbeiten]

Durch die Praxis der Hierarchisierung und der Bestimmung der Position des „Anderen“ als komplementär zu der eigenen werden die so markierten Subjekte in eine untergeordnete Position gestellt und in einer hegemonialen Struktur „eingeschlossen“.[32]

Ausgrenzungspraxis[Bearbeiten]

Als Ergebnis dieser drei Praxisebenen folgt die Ausgrenzungspraxis: Die [t]atsächliche[n] Ausschlussrealitäten können jetzt logisch mit einem Hinweis auf die Natur der subalternen Positionen und auf der Grundlage einer natürlich erscheinenden hierarchischen Ordnung erklärt werden. Das hegemoniale weiße Zentrum kann somit unbenannt und unmarkiert bleiben und funktioniert dann sogar als eine neutrale Instanz.[33]

Rassistisches Wissen und das „Sprechen über die Anderen[Bearbeiten]

Eggers betrachtet das Ergebnis dieser vier Handlungsebenen (Praxen) – in Anlehnung an Mark Terkessidis und Daniela Marx – als Herausbildung eines rassistischen Wissenskomplexes:

Die Anschlussfähigkeit rassifizierter Diskursformationen kann über die Einhaltung der vier Rassifizierungsebenen beschrieben werden. Wenn diskursive Inhalte oder Komplexe eine rassifizierte Markierungspraxis, eine rassifizierte Differenzierungspraxis, eine rassifizierte hierarchische Positionierungspraxis und eine rassifizierte Ausschluss- oder Ausgrenzungspraxis aufweisen, dann kann davon ausgegangen werden, dass sie an den Komplex rassistisches Wissen „anschlussfähig“ sind.[34]

Eine wichtige Funktion besitzt im Prozess der Rassifizierung das „Sprechen über die Anderen“. Hier bringen weiße Expertinnen und Experten sich selbst in eine scheinbar neutrale und objektive Position und setzen „Weißsein“ als zentrale Position: Weiße erzeugen innerhalb einer rassifizierten Epistemologie rassistisches Wissen, und in dem ‚Sprechen-Über‘ rassistisch markierte Subjekte positionieren sie sich hierarchisch als ‚Wissende‘. (Eggers) So funktioniert der Kolonialdiskurs als Prozess maßgeblich über die Information der ‚weißen‘ Öffentlichkeit durch ‚weiße‘ KolonialautorInnen und AbenteurInnen über die fiktive ‚Natur‘ von rassistisch markierten ‚Anderen‘. (Eggers) Die Selbstpositionierung als objektiv und neutral wird dadurch ermöglicht, dass die hier wirksame Kategorie Weißsein unsichtbar und nicht markiert ist.[35] Am Beispiel des Islamismus-Diskurses der Zeitschrift Emma führt Eggers aus, wie durch die Zustimmung zu und Beteiligung an der Produktion rassistisches Wissens sich ein „Ticket in den Mainstream“ (Daniela Marx) erkauft werde, das auch zur Relativierung des Nationalsozialismus genutzt werde. Eggers weist hier auf ein Interview mit Alice Schwarzer hin, das mit Islamisten sind gefährlicher als die Nazis[36] betitelt wurde.[37]

Vergleichbar wäre an dieser Stelle der Begriff des Othering zu nennen, welcher (mittlerweile) von vielen wissenschaftlichen Bereichen, wie der Ethnologie, Sozialarbeit, Soziologie, Kultur und Sozialanthropologie oder Gruppenpädagogik beleuchtet wird.

Historizität des Begriffes „Rasse“ und ›Rassifizierte Machtdifferenz‹[Bearbeiten]

In ihrem Tagungsbericht von der Humboldt-Universität Berlin beziehen sich Susan Arndt und Peggy Piesche anhand der Analyse der „historische Genese des Konzeptes „Rasse“ auf diese ›rassifizierte Machtdifferenz‹. Sie kommen dabei zu dem Ergebnis, dass das Konzept „Rasse“ immer hierarchisierende und komplementäre Beziehungsverhältnisse zum Ziel habe und damit auf allen Seiten so genannte verstrickte Subjekte erzeuge, wobei vor allem die rassifizierten Subjekte in einer erzwungenen Nähe zu dem aus dem Konstrukt „Rasse“ herausfallenden Weißsein positioniert werden. Dieser Sachverhalt sei vor allem dann zu berücksichtigen, wenn kulturelle Darstellungsweisen in rassifizierende Strategien zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Nationalverständnisses entworfen werden (etwa „Deutschsein“ als synonym mit „Weißsein“ gesetzt wird). Die Bedeutung der Kategorie Weißsein im Prozess der Rassifizierung bei der Markierungspraxis zeige sich dann auch in Begriffsbezeichnungen, wenn insbesondere von naturwissenschaftlicher Seite die Behauptung aufgestellt wird, es gäbe „objektive Begrifflichkeiten“. Auf der Tagung wurde ausgeführt, dass diese objektiven Begrifflichkeiten … nicht notwendigerweise mit dem Bedeutungsinhalt des Begriffes übereinstimmen und so noch häufig rassistische Sprachebenen im Internet sowie auch Sach- und Schlagwortkatalogen von Bibliotheken fortgeschrieben würden.[38]

Weiße Reaktionen auf Weißsein[Bearbeiten]

Empirische Beobachtungen lassen folgern, dass Weiße in Deutschland Weißsein zumeist nicht als Kategorie für ihre Selbstdarstellung wahrnehmen. Zwar definieren sie Andere in einer Differenz zu sich selbst in unterschiedlichster Form als „nicht-weiß“, führen aber zur Selbstdarstellung vorrangig Kategorien wie Beruf, Alter und Geschlecht an.[39]

Kontrollverlust und Ausweichen[Bearbeiten]

Toni Morrison machte in Playing in the Dark deutlich, dass es ihr entgegen dem gewohnten Under the Gaze[40] um eine Veränderung der Perspektive geht, den kritischen Blick vom rassischen Objekt zum rassischen Subjekt zu wenden; von den Beschriebenen und Imaginierten zu den Beschreibenden und Imaginierenden; von den Dienenden zu den Bedienten.[41] Dagegen seien Weiße es gewohnt, durch einen „panoptischen Blick“ (Michel Foucault) selbst unsichtbar zu bleiben und die Anderenmit vorausschauendem Verdacht[42] (Georg Christoph Tholen) zu beobachten und zu kontrollieren. Der umgekehrte Blick irritiere – ihm und einer Kommunikation mit dem Anderen werde ausgewichen, da der AndereObjekt einer Information, niemals Subjekt in einer Kommunikation“ (Michel Foucault) sei.[43][44]

Verleugnung und Hierarchisierung von Rassismus[Bearbeiten]

Formen der Unsichtbarkeit der Kategorie des Weißsein bieten dem weißen Subjekt (Akteur) die Möglichkeit, seine eigene – real gegebene – Machtposition zu relativieren oder gar abzustreiten. Arndt sieht hierin eine weitere Machtfunktion des Weißseins, die den Einzelnen das Privileg verschaffe, sich durch Unsichtbarmachung und Relativierung der Reflexion über die eigene gesellschaftliche Position zu entziehen. Unterschieden werden muss nach Arndt zwischen dem Postulat der Aufklärung „Wir sind doch alle gleich“ und der realen Gegebenheit von Ungleichheit. Das richtige Postulat der Gleichheit könne dazu dienen, die realen Gegebenheiten von Ungleichheit und die Prozesse ihres Zustandekommens zu ignorieren.[45]

Arnold Farr macht darauf aufmerksam, dass auch in der Wissenschaft viele seiner Kollegen die Problematik des Konzeptes „Rasse“ für ein reines Phänomen des Nationalsozialismus halten oder nicht nachvollziehen können, dass die color line „radikal verschiedene Erfahrungen der amerikanischen Gesellschaft produziert“. Selbst in der Philosophie werde aufgrund einer noch immer als neutral maskierten Weißseins-Perspektive – mit wenigen Ausnahmen – die Bedeutung des Konzeptes Rasse für das Bewusstsein nicht untersucht:

„Es ist merkwürdig, dass eine Disziplin wie die Philosophie, die sich mit Weisheit, Moral und der conditio humana beschäftigt, die Rolle, die „Rasse“ in der Herausbildung von Bewusstsein und einer gesellschaftlichen Ordnung spielt, aussparen kann.“[46]

Traktabilität[Bearbeiten]

Traktabilität nennt Arndt eine rhetorische Figur, mit der weiße Subjekte die These verbinden, „dass Weißsein verhandelbar, temporär und reversibel ist.“ Hier wird aus einer kritischen Perspektive angenommen, dass Weißsein überwindbar sei: „Ich bin eine gute Weiße. Ich bin nicht mehr weiß“.[47]

Critical Whiteness[Bearbeiten]

Im akademischen Diskurs der USA entwickelte sich seit den 1990er Jahren eine Auseinandersetzung mit dem Begriff Critical Whiteness: In den letzten Jahren hat es insbesondere in feministischen und (post-)kolonialen Analysen einen Paradigmenwechsel gegeben, bei dem sich der Blick von der Divergenz auf die Norm, vom Marginalen zum Zentrum verschoben hat – ein Blickwechsel, bei dem nicht nur das Andere, das Nicht-Normale als Projektion entlarvt, sondern auch das Eigene, die Norm selbst, als Konstrukt, als Inszenierung kenntlich gemacht wird.[48] Mit der Idee der „Privilegiengalerie“ schuf Peggy MacIntosh zum Beispiel 1988 eine Liste, in der sie die Privilegien weißer Menschen benannte.[49]

Massive Kritik am Umgang mit Critical Whiteness als Anleitung zu einer antirassistischen Praxis gibt es bezüglich der enthaltenen Hierarchisiserung und auch am Fehlen anderer wichtiger gesellschaftlicher Kategorien, wie etwa Klasse, Gender, Ability (Able-bodied) oder Intersektionalität.[50] Der Soziologe Vassilis Tsianos plädierte zudem für eine Adaption die auch die deutsche Migrationsgeschichte einbindet, anstatt für einen bloßen Theorieimport aus den USA.[51] Zuweilen führten Versuche, Grundsätze von Critical Whiteness in die politische Arbeit zu integrieren, zu sektiererischen Versuchen, mit Redeverboten Kommunikation zu regeln. Dies geschah etwa während eines „No-Border-Camps“ in Köln 2012.[52] Hier sollten eigentlich die Bedürfnisse solcher Menschen diskutiert werden, die nach Deutschland flüchten mussten. Menschen, die im Sinne der Critical-whiteness-Debatte in ihren Redebeiträgen „falsche“ Begriffe verwandten, wurden von einer Art Critical-whiteness-Polizei unterbrochen, weiße Menschen durften von schwarzen Menschen jederzeit unterbrochen werden.[53] Träger von Dreadlocks wurden aufgefordert, diese abzuschneiden, da diese Haartracht nur „people of colour“ zustehe und ansonsten „kultureller Kannibalismus“ sei.[54] Flüchtlinge wurden aufgrund ihres weißen Verhaltens kritisiert[55], zudem wurden, so genannte, „Schutzräume für People of Colour“ geschaffen.[56]

Kritik am Ansatz[Bearbeiten]

„Die Themen rassifizierter Menschen geraten aus dem Blick“[Bearbeiten]

Zwar erscheint es sinnvoll, dass sich vor dem Hintergrund des Rassismus auch mit der Position von „weißen“ Personen beschäftigt werden muss. Kritisch wird dabei auf die Gefahr hingewiesen, dass schwarze Themen aus dem Blick geraten, wenn ständig letztlich nur über „weiße“ Themen geredet wird. Die „weiße“ Dominanz reproduziert sich hierbei, und sie kann es diesmal damit begründen, dass sie ja „kritisch“ über sich rede. Für „Weiße“ ist das ein Widerspruch, der nicht aufgehoben werden kann. Weißen ist es möglich, selbst zu entscheiden, ob sie Weißsein thematisieren. Schwarze hingegen können sich diesem Thema nie entziehen, weil sie ständig damit konfrontiert sind.[57]

„Weißsein ist nicht nur ein Konstrukt“[Bearbeiten]

Die Kritik mache deutlich, dass Rassismus zwar Identitäten konstruiere, „Weißsein“ jedoch ein reales Gewaltverhältnis in der Gesellschaft darstelle und als solches wahrzunehmen sei. Differenz und rassistische Hierarchie müssten im Sprechen über Rassismus immer sichtbar gemacht werden, die Einteilungen in »white« und »of Color« allerdings würden schnell zu Etiketten, die als Labels stabiler Kategorien erscheinen. Spätestens wenn ein Nachweis über die Herkunft der Eltern verlangt werde, zeige sich, wo das Whiteness-Konzept aufhört, kritisch zu sein. Rassismus als gesellschaftliches Verhältnis, das Konjunkturen und Kämpfen unterliege, werde so unsichtbar.[58] Demnach dürften nur noch Menschen, die unterdrückt oder benachteiligt werden auch eine Sprecherposition erhalten. Gleichzeitig wären sich nur diese wirklich bewusst, wie die jeweilige Unterdrückung bestimmt wird. In der Realität trifft dies jedoch nicht zu, da Unterdrückte oftmals konform gehen mit ihren Unterdrückern und nicht automatisch aufbegehren, nur weil sie unterdrückt oder benachteiligt sind.[59]

„Auch der Weißseins-Diskurs benötigt das Schwarzsein“[Bearbeiten]

Als Dilemma wird kritisiert, dass auch der kritische Diskurs über Weißsein – und auch seine Darstellung in einer Enzyklopädie – das Schwarze benötigt, um darzustellen, was das Weißsein ist. Dieser Sachverhalt wird von Schwarzen immer wieder als Funktionalisierung und erneute Kolonisierung benannt.[60] Zudem gehe es in der Praxis mancher critical whiteness Gruppen nicht um Politik, sondern um Moralisierung, nicht um Kritik, sondern Denunziation.[61] Manche Praktiken seien von dogmatischer Art und würden mehr Ausschlüsse und eine elitäre Kaste von Eingeweihten produzieren.[62]

Victimisierung und „weiße Schuld“[Bearbeiten]

Der Autor Shelby Steele beschreibt in seinem Buch White Guilt: How Blacks and Whites Together Destroyed the Promise of the Civil Rights Era das Konzept der „weißen Schuld“, das aus der Anwendung des Critical-Whiteness-Ansatzes herausgeht, als alternative Interpretation zum Konzept der Black Power. Die Opfer des historischen Rassismus und dessen Opfer bekämen damit die Macht über die Weißen, die ihre Macht verloren hätten.[63]

Besondere Schreibweisen[Bearbeiten]

Weiß und Schwarz werden in vielen Texten der Kritischen Weißseinsforschung durch Kursiv- oder Großschreibung hervorgehoben, da mit den Begriffen gesellschaftlich wirkungsvolle Kategorien beschrieben werden sollen und keine äußerlichen Zuschreibungen.[64]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Münster 2005
  2. Serhat Karakayali, Vassilis S. Tsianos, Jule Karakayali: Blackbox Critical Whiteness. Zur Kritik neuer Fallstricke des Antirassismus: Eine Intervention. academia.edu
  3. Farbenblindheit ist auch keine Lösung: Critical Whiteness ist ein sinnvolles Werkzeug zur Rassismuskritik akweb.de vom 19. Oktober 2012
  4. „Die Forschungen entlang der Kategorie Rasse haben sich lange Zeit maßgeblich als Black Studies präsentiert, die Schwarze und deren kulturelle Identitäten zum Gegenstand der Untersuchung haben. 1992 veröffentlichte Toni Morrison, die spätere Nobelpreisträgerin, mit Playing in the Dark eine Studie, die dieser Tendenz nachhaltig ein Ende bereiten sollte. Sie wies darauf hin, dass »eine Menge Zeit und Intelligenz … investiert worden [ist], um Rassismus und seine entsetzlichen Auswirkungen auf seine Objekte aufzudecken«, dass jede Analyse von Herrschaftsmustern jedoch an Grenzen geraten müsse, wenn sie sich allein auf deren Objekte konzentriert. Erst wenn man zudem die Subjekte der Herstellungsprozesse (gewissermaßen die Erfinder und Begünstigten von Rassentheorien) und ihre Mythen in die Betrachtung einbeziehe, könne sich ein komplexeres und dynamischeres Verständnis für die Mechanismen und Wirkungsformen von Herrschaftsprozessen entwickeln. Es sei also notwendig, den kritischen Blick vom rassisierten Objekt zum rassisierten Subjekt zu wenden – »von den Beschriebenen und Imaginierten zu den Beschreibenden und Imaginierenden«. »Ich schlage … also vor, die Auswirkung von Ideen rassistischer Hierarchie, rassischer Ausgrenzung und rassischer Verletzbarkeit und Verfügbarkeit auf Nichtschwarze zu untersuchen, die diese Ideen vertreten haben oder ihnen widerstanden, sie erkundeten oder sie veränderten.« Dabei gilt es als methodische Herausforderung, eine Rezentrierung von Weißsein zu vermeiden.“ Quelle: Susan Arndt: Weißsein. Die verkannte Strukturkategorie Europas und Deutschlands und Susan Arndt: Mythen des weißen Subjekts: Verleugnung und Hierarchisierung von Rassismus. In: Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Zusammenstellung des Beitrags.
  5. Vgl. Carmen P. Thompson: Historical analysis provides a necessary framework for considering the social and political moorings that have established whiteness as a category of analysis. Quelle: Carmen P. Thompson: Towards a Bibliography of Critical Whiteness Studies Histories of Whiteness [1] University of Illinois at Urbana-PostulatChampaingn. | Vgl. zu White Supremacy ebenfalls den Überblick zur Literatur bei Thompson, insb.: Gilmore, Glenda Elizabeth. Gender and Jim Crow: Women and the Politics of White Supremacy in North Carolina, 1896–1920. Chapel Hill: University of North Carolina Press, 1996; Horne, Gerald. „The White Pacific.” In Race War: White Supremacy and the Japanese Attack on the British Empire. New York: New York University Press, 2004; Lipsitz, George. „Swing Low, Sweet Cadillac: White Supremacy, Antiblack Racism and the New Historicism.” American Literary History 7 (1995): 700–725.; Hooks, bell. „Madonna: Plantation Mistress or Soul Sister?” In Black Looks: Race and Representation, 157–164. Boston: South End Press, 1992 /bell hooks, Weißsein in der Schwarzen Vorstellungswelt, in: Dies., Black Looks, Berlin – dort: „white supremacist terror“ S. 207 (Vgl. auch Eske Wollrad: Körperpolitik – feministisch-antirassistische Reflexionen zu Weißsein als Mythos und Terror. European Women's Synod: 5–10 d'agost, 2003 Universitat Autònoma de Barcelona. [2]). Vgl. auch: Susan Arndt: Weiß-Sein, Roland Barthes la vaccine und die afrikanisch-feministische Literatur [3] („rhetoric of supremacy“)
  6. Claudia Breger: Rezension zu: Eggers, Maureen M.; Kilomba, Grada; Piesche, Peggy; Arndt, Susan; (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Münster 2006. In: H-Soz-u-Kult, 29. September 2006 [4] Einzelstudien: Broeck, Sabine: White Amnesia – Black Memory American Women’s Writing and History. Frankfurt a.M. 1999; (vgl. Susan Arndt: Weiß-Sein, Roland Barthes la vaccine und die afrikanisch-feministische Literatur [5]) Wachendorfer, Ursula: Weiß-Sein in Deutschland. Zur Unsichtbarkeit einer herrschenden Normalität, In: Susan Arndt (Hrsg.): AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland, Münster 1. Auflage. 2001. 2. Auflage. 2006; Walgenbach, Katharina: Die weiße Frau als Trägerin deutscher Kultur. Koloniale Diskurse zu Geschlecht, ‚Rasse’ und Klasse im Kaiserreich, Frankfurt am Main 2005; Wollrad, Eske: Weißsein im Widerspruch. Feministische Perspektiven auf Rassismus, Kultur und Religion, Königstein 2005; Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland, Münster 2005; Tißberger, Martina; Dietze, Gabriele; Hrzán, Daniela; Husmann-Kastein, Jana (Hrsg./eds.): Weiß – Weißsein – Whiteness. Kritische Studien zu Gender und Rassismus Critical Studies on Gender and Racism, Frankfurt am Main, 2006 [6]
  7. Siehe: Kurzbeschreibung eines Forschungsprojektes des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität Berlin
  8. Der Begriff „Dominanzkultur“ wurde von Birgit Rommelspacher geprägt. Vgl.: Birgit Rommelspacher: Dominanzkultur. Texte zur Fremdheit und Macht. Olanda Verlag Berlin 19##, ISBN 3-929823-29-2.
  9. Vgl. Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Münster 2005. Dort zur Terminologie: Susan Arndt: Weißsein. Die verkannte Strukturkategorie Europas und Deutschlands, S. 24–28, mit Literatur. Vgl. auch: [7]. Zum Thema Weißsein und Kolonialismus vgl. ferner Arndt (Hrsg.): AfrikaBilder. 1. Auflage. 2001, S. 17r
  10. Susan Arndt: Weißsein und Kritische Weißseinsforschung [8] (Zusammengestellt aus: Susan Arndt: Weißsein. Die verkannte Strukturkategorie Europas und Deutschlands und dieselbe: Mythen des weißen Subjekts: Verleugnung und Hierarchisierung von Rassismus. In: Maureen Maisha Eggers u. a. a. a. O.)
  11. Zur breiten Diskussion um diesen Begriff siehe Birgit Rommelspacher, Interdependenzen. Ein (altes) Thema in Frauenbewegung und feministischer Theorie in Deutschland, 2006 [9]
  12. Susan Arndt: Weißsein. Die verkannte Strukturkategorie Europas und Deutschlands. S. 24–28, in: Eggers u. a. a. a. O. Vgl. a.: [10] (siehe auch im Folgenden Frankenberg 1996, diskus 3/04 „weiß-sein“ diskus, Frankfurt am Main)
  13. Wachendorfer, Ursula (2001;2006): Weiß-Sein in Deutschland. Zur Unsichtbarkeit einer herrschenden Normalität, In: Susan Arndt (Hrsg.): AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland, Münster 1. Auflage. 2001. 2. Auflage. 2006
  14. Rezension h-soz-kult [11], Radio FSK: Interview mit Susan Arndt [12], jeweils zu: Maisha Eggers u. a. a. a. O.
  15. Zitiert nach: Susan Arndt (Hrsg.): AfrikaBilder a. a.O., S. 23, 24; vgl. auch Fatima El-Tayeb: Vorwort zu Maureen Maisha Eggers a. a. O. [13]
  16. Ursula Wachendorfer: Weiß-Sein in Deutschland. Zur Unsichtbarkeit einer herrschenden Normalität. In: Susan Arndt, AfrikaBilder a. a. O., S. 88; vgl. zu rassistischen Grundmustern auch: Susan Arndt: Mythen des weißen Subjekts: Verleugnung und Hierarchisierung von Rassismus, S. 340–360 in: Eggers u. a. (Hrsg.): Mythen, Masken, Subjekte, Lit.-Verz. Vgl. a.: [14]
  17. Susan Arndt a. a.O., S. 340, 341 ff.
  18. Ursula Wachendorfer: Weiß-Sein in Deutschland. Zur Unsichtbarkeit einer herrschenden Normalität. In: Susan Arndt: AfrikaBilder a. a. O., S. 88.
  19. Arndt in: Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland, Münster 2005
  20. Peggy Piesche: Das Ding mit dem Subjekt, oder: Wem gehört die Kritische Weißseinsforschung? S. 14, 15 In: Eggers u.a. (Hrsg.): Mythen, Masken, Subjekte. Siehe Literatur
  21. Araba Evelyn Johnston-Arthur: Weiß-heit. In: Ljubomir Bratic (Hrsg.): Historisierung als Strategie. Positionen – Macht – Kritik. Eine Publikation im Rahmen des Antirassistischen Archivs. Wien 2004, S. 10-11
  22. Vgl. Nisma Cherrat: Mätresse – Wahnsinnige – Hure: Schwarze Schauspieler am deutschsprachigen Theater. In: Maureen Maisha Eggers u. a. siehe Literatur S. 206f.
  23. Fatima El-Tayeb. In: Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Münster 2005. Siehe online: [15]
  24. Maureen Maisha Eggers: Ein Schwarzes Wissensarchiv. In: Eggers u.a. (Hrsg.): Mythen, Masken, Subjekte. S. 18–21.
  25. Susan Arndt: Mythen des ‚weißen‘ Subjekts: Verleugnung und Hierarchisierung von Rassismus. In: Eggers u.a. 2005.
  26. Gutiérrez Rodríguez, Encarnación: Postkolonialismus. Subjektivität, Rassismus und Geschlecht. In: Ruth Becker, Beate Kortendieck (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorien, Methoden, Empirie. Wiesbaden, S. 239 ff. (vgl. auch: Eske Wollrad: Weißsein und bundesdeutsche Gender Studies. In: Maureen Maisha Eggers u. a. a. a. O., S. 416).
  27. Eggers u. a.(2005): s. Literatur.
  28. Susan Arndt/Peggy Piesche (2005): „Rasse“ und die Kategorie Weißsein. Tagungsbericht von der Humboldt-Universität Berlin. [16]
  29. Eggers (2005): Rassifizierte Machtdifferenz als Deutungsperspektive in der Kritischen Weißseinsforschung in Deutschland. In: Eggers at al., 2005, S. 56 f.
  30. Zitiert nach Eggers (2005): Rassifizierte Machtdifferenz als Deutungsperspektive in der Kritischen Weißseinsforschung in Deutschland. In: Eggers u. a., s. Literatur. S. 57. Siehe auch S. 57f und S. 59.
  31. Eggers (2005) a. a. O., S. 57.
  32. Eggers (2005), ebenda.
  33. Eggers (2005), ebenda
  34. Eggers (2005) a. a. O., S. 64.
  35. Eggers (2005) a. a. O., S. 62 f.
  36. Schweizer Sonntagsblick, 14. November 2004: Islamisten sind gefährlicher als die Nazis
  37. Eggers (2005)a. a. O., S. 65; zu Alice Schwarzers Rolle bei der Aktualisierung rassistischen Wissens, S. 69, 70, 71.
  38. Susan Arndt/Peggy Piesche (2005): „Rasse“ und die Kategorie Weißsein. Tagungsbericht von der Humboldt-Universität Berlin. [17]
  39. So Ursula Wachendorfer: Weiß-Sein in Deutschland. Zur Unsichtbarkeit einer herrschenden Normalität. S. 88 (2001), in: Susan Arndt: AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland. Unrast Verlag. Münster 2001, 2006
  40. Under the Gaze bedeutet soviel wie „unter dem weißen Blick“. Vgl. Jennifer Kelly: Under the Gaze. Learning to Be Black in White Society. Halifax. Fernwood Publishing 1998.
  41. Toni Morrison (1992): Playing in the Dark: Whiteness and the Literary Imagination (dt. Im Dunkeln spielen. Weiße Kultur und literarische Imagination, 1994), hier zitiert nach Wollrath in iz3w [18]
  42. Georg Christoph Tholen: Die Zäsur der Medien, Frankfurt am Main, Suhrkamp 2002, S. 165.
  43. Michel Foucault: Überwachen und Strafen. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1977, S. 257.
  44. Obioma Nnaemeka: Bodies That Don’t Matter: Black Bodies and the European Gaze. In: Eggers u.a. 2005 a. a. O., S. 90 f.
  45. Susan Arndt (2005): Mythen des weißen Subjekts: Verleugnung und Hierarchisierung von Rassismus. In: Eggers u. a.: Mythen, Masken, Subjekte,2005, a. a. O., S. 340.
  46. Arnold Farr (2005): Wie Weißsein sichtbar wird. Aufklärungsrassismus und die Struktur eines rassifizierten Bewusstseins. In: Eggers at al. Siehe Literatur. S. 41.
  47. Susan Arndt (2005): Mythen des weißen Subjekts: Verleugnung und Hierarchisierung von Rassismus. In: Eggers u. a. (2005): Mythen, Masken, Subjekte. Siehe Literatur S. 348 f.
  48. Vgl. Warth: 1998 und Busse: Weiß-sein In: Diskuss [19]
  49. “White Privilege and Male Privilege: A Personal Account of Coming to see Correspondences Through Work in Women’s Studies.” (PDF; 1,1 MB) iub.edu;
  50. Siehe Werner 2012: [20]
  51. Weiß, Macht, Schwarz taz.de vom 23. Mai. 2013
  52. Dimensionen der Differenz ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis/Nr. 584
  53. Weiß, Macht, Schwarz, taz.de vom 23. Mai 2013
  54. Weiß sein, Schnauze halten, jungle-world.com vom 26. Juli 2012
  55. Die deutsche Linke wurde längst migrantisiert, jungle-world.com vom 9. August 2012
  56. Diskussionspapier (PDF; 119 kB), noborder.antira.info
  57. Ursula Wachendorfer: Weiß-Sein in Deutschland. Zur Unsichtbarkeit einer herrschenden Normalität. In: Arndt (Hrsg.): AfrikaBilder. 1. Auflage. 2001 – s. Literatur. S. 88 (Dort das Kapitel: Weiß-Sein: Dethematisierung von Weiß-Sein – Thematisierung von Schwarz-Sein) Vgl. dazu auch Fatima El-Tayeb: Vorwort S. 7–9 Dort zur Problematik Prozess der Normalisierung von Weißsein: „Entgegen der landläufigen Meinung, dass Rassismus nur dann und dort existiert, wo als Nicht-weiß-Definierte präsent sind, ist es vielmehr die Präsenz sich als weiß definierender Bevölkerungen, die Rassismus produziert. ...“ In: Eggers u. a.: Mythen, Masken, Subjekte. [21] Vgl. auch Susan Arndt: Mythen des weißen Subjekts: Verleugnung und Hierarchisierung von Rassismus S. 340–360. In Eggers u. a.: Mythen, Masken, Subjekte.
  58. Decolorise it! ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis, Nr. 575 vom 21. September 2012
  59. Audio: Critical Whiteness in der Kritik Interview mit Jule Karakayali auf Radio Corax
  60. Rohrdantz, Lisa-Marie: Weis(s)heiten im postkolonialen Deutschland - Das Konzept des critical whiteness am Beispiel der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Menschen afrikanischer Herkunft und Weißen Deutschen in Deutschland; S. 17 ff.; In: Afrika und Europa. Koloniale und Postkoloniale Begegnungen. Bd. 7
  61. Liebe N-Wörter, ihr habt 'nen Knall taz.de vom 22. April 2013
  62. Nur für Eingeweihte: N-Wort, Sl*ts und Triggerwarnung - die neuen linken Sprachpraktiken schaffen vor allem eines: neue Ausschlüsse akweb.de vom 16. November 2012
  63. Shelby Steele. (2006) White Guilt: How Blacks and Whites Together Destroyed the Promise of the Civil Rights Era
  64. Siehe dazu explizit Maureen Maisha Eggers/Grada Kilomba/Peggy Piesche/Susan Arndt (Hgnn.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Münster 2005. Dort: Dies.: Konzeptionelle Überlegungen, S. 13.

Literatur[Bearbeiten]

  • Susan Arndt: ›The Racial Turn‹. Kolonialismus, Weiße Mythen und Critical Whiteness Studies. In: Marianne Bechhaus-Gerst, Sunna Gieseke, Reinhard Klein-Arendt (Hrsg.): Koloniale und postkoloniale Konstruktionen von Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft in der deutschen Alltagskultur. Peter Lang, Frankfurt a. M. 2005.
  • Agnes Boehmelt, Katrin M. Kämpf, Matthias Mergl: Alles so schön bunt hier…?! Rassifizierte Diskurspraxen und Weißsein in „queeren“ Zeiten. In: Dunja Brill, Gabriele Jähnert (Hrsg.): Diskurs_Feld Queer. Interdependenzen, Normierungen und (Sub)kultur. Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Bulletin-Texte 36, Berlin 2009. (online, PDF, 178 kB)
  •  Critical Whiteness. Debatte um antirassistische Politik und nicht diskriminierende Sprache. In: analyse & kritik. 2013.
  • Sabine Broeck: White Amnesia – Black Memory American Women’s Writing and History. Frankfurt a.M. 1999; (vgl. Susan Arndt: Weiß-Sein, Roland Barthes la vaccine und die afrikanisch-feministische Literatur. online)
  • Richard Delgado, Jean Stefanovic (Hrsg.): Critical Whiteness Studies. Looking Behind the Mirror. Temple University Press, Philadelphia 1997.
  • Ruth Frankenberg: Weiße Frauen, Feminismus und die Herausforderung des Antirassismus. In: Brigitte Fuchs, Gabriele Habinger (Hrsg.): Differenzen, Machtverhältnisse und Solidarität zwischen Frauen. Wien 1996.
  • Sander L. Gilman: Black Bodies, White Bodies: Toward an Iconography of Female Sexuality in Late Nineteenth-Century Art, Medicine, and Literature. In: Critical Inquiry 12.1. 1985.
  • Stefan Gerbing, Rona Torenz: Kritische Weißseinsforschung und Deutscher Kontext. Über das Verhältnis von Deutschsein, Weißsein und die Konstruktion des Ariers. Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0416-7.
  • Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Münster 2005, ISBN 3-89771-440-X. (Rezension auf: h-soz-kult.), (Interview mit Susan Arndt auf: Radio FSK.)
  • Ian Haney-Lopez: White by Law: The Legal Construction of Race. New York University Press, 2006, ISBN 0-8147-3694-7.
  • Wulf D. Hund: Die weiße Norm: Grundlagen des Farbrassismus. In: Max S. Hering Torres (Hrsg.): Cuerpos Anómalos. Universidad Nacional de Colombia, Bogotá 2008.
  • Wulf D. Hund, Jeremy Krikler, David Roediger (Hrsg.): Wages of Whiteness & Racist Symbolic Capital. Lit 2010, Berlin, ISBN 978-3-643-10949-1.
  • Toni Morrison: Playing in the Dark: Whiteness and the Literary Imagination. 1992.
    • Deutsch: Im Dunkeln Spielen. Weiße Kultur und literarische Imagination. Essays. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1994.
  • Henning Melbers: Der Weißheit letzter Schluss. Rassismus und kolonialer Blick. Brandes & Apsel, Frankfurt a. M. 1992.
  • Grada Kilomba (Ferreira): Die Kolonisierung des Selbst – der Platz des Schwarzen. In: Hito Steyerl, Encarnación Gutiérrez Rodriguez (Hrsg.): Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik. Münster.
  • Araba Evelyn Johnston-Arthur: Weiß-heit. In: Ljubomir Bratic (Hrsg.): Historisierung als Strategie. Positionen – Macht – Kritik. Eine Publikation im Rahmen des Antirassistischen Archivs. Wien 2004.
  • David R. Roediger: Working Toward Whiteness: How America’s Immigrants Became White. The Strange Journey from Ellis Island to the Suburbs. Basic Books, ISBN 0-465-07074-4.
  • Birgit Rommelspacher: Dominanzkultur. Texte zur Fremdheit und Macht. Orlanda Verlag, Berlin, ISBN 3-929823-29-2.
  • Christine Sleeter: Diversity Vs. White Privilege. An Interview with Christine Sleeter. In: Rethinking Schools. Bd. 15, Nr. 2 (Winter 2000/2001) (online)
  • Noah Sow: Deutschland Schwarz Weiß - München : Bertelsmann, 2008, 1. Aufl.
  • Martina Tißberger, Gabriele Dietze, Daniela Hrzán, Jana Husmann-Kastein, (Hrsg.): Weiß – Weißsein – Whiteness. Kritische Studien zu Gender und Rassismus Critical Studies on Gender and Racism. Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-631-54823-0.
  • Ursula Wachendorfer: Weiß-Sein in Deutschland. Zur Unsichtbarkeit einer herrschenden Normalität. In: Susan Arndt (Hrsg.): AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland. 1. Auflage. Münster 2001.
  • Katharina Walgenbach: ›Whiteness‹ und Weiblichkeit. Zur Konstruktion des Weißseins. In: alaska. Zeitschrift für Internationalismus. Heft 222, Oktober 1998
  • Katharina Walgenbach,: Zwischen Selbstaffirmation und Distinktion. Weiße Identität, Geschlecht und Klasse in der Zeitschrift ›Kolonie und Heimat‹ In: C. Winter, A. Hepp, T. Thomas (Hrsg.): Medienidentitäten. Identitäten im Kontext von Globalisierung und Medienkultur. Köln 2003.
  • Katharina Walgenbach: Weiße Identität und Geschlecht. In: Karl-Siegbert Rehberg (Hrsg.): Soziale Ungleichheit – Kulturelle Unterschiede. Verhandlungen des 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München 2004. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2005.
  • Katharina Walgenbach: ›Die weiße Frau als Trägerin deutscher Kultur‹-Koloniale Diskurse über Geschlecht, ›Rasse‹und Klasse im Kaiserreich. Campus Verlag, 2005.
  • Eske Wollrad: Weißsein im Widerspruch. Feministische Perspektiven auf Rassismus, Kultur und Religion. Ulrike Helmer Verlag, 2005.
  • Eva Warth: Die Inszenierung von Unsichtbarkeit: Zur Konstruktion weißer Identität im Film. In: Annegret Friedrich u. a. (Hrsg.): Projektionen. Marburg 1997.
  • Gloria Watkins: Black Looks. Race and Representation. South End Press, Boston 1992.
  • Gloria Watkins: Representations of Whiteness. In: Dies.: Black Looks. Race and Representation. South End Press,, Boston 1992, S. 165–178.
  • Gloria Watkins: Weißsein in der schwarzen Vorstellungswelt. In: Dies.: Black Looks. Popkultur – Medien – Rassismus. Orlanda, Berlin 1994.
  • Castro Varela, María do Mar, Dhawan, Nikita: Of Mimicry and Wo(Man): Desiring Whiteness in Postcolonialism. In: Mythen, Masken und Subjekte: Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Unrast, Münster 2005, S. 306–325.
  • George Yancy (Hrsg.): What White Looke like. African-American Philosophers on the Whiteness Question. Routledge, New York/ London 2004.

Filme[Bearbeiten]

  • Diana Bonnelamé & Peter Heller: Wie andere Neger auch. Dokumentarfilm. BRD 1983 (IMDB-Link)
  • Peter Heller, Vanessa Soma: Jeck und Bläck. D 1999
Der Vorsitzende eines Düsseldorfer Karnevalvereins sucht in Kamerun nach einer Folkloretanzgruppe für den internationalen Karnevalsabend. Für eine Sendung des kamerunischen Fernsehens wird er über die folkloristischen Gebräuche der jecke Zeit in der Bundesrepublik interviewt.

Weblinks[Bearbeiten]