Weidenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bayreuth | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Weidenberg | |
| Höhe: | 436 m ü. NN | |
| Fläche: | 68,91 km² | |
| Einwohner: |
6141 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95466 | |
| Vorwahlen: | 09278, 09209, 0921 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BT | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 72 199 | |
| Marktgliederung: | 53 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Rathausplatz 1 95466 Weidenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans Wittauer (Freie Wählergemeinschaft) | |
| Lage von Weidenberg im Landkreis Bayreuth | ||
Weidenberg ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg, zu der außerdem die Gemeinden Emtmannsberg, Kirchenpingarten und Seybothenreuth gehören.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Das Gemeindegebiet von Weidenberg befindet sich zwischen etwa 357 und 853 m über dem Meeresspiegel am Fuße des Fichtelgebirges, im Tal der Warmen Steinach. Der Markt liegt im nordöstlichen Landkreis Bayreuth. Die nächste größere Stadt ist Bayreuth.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Weidenberg hat 53 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Es gibt folgende Gemarkungen: Döhlau, Fischbach, Görschnitz, Lankendorf, Lehen, Lessau, Mengersreuth, Neunkirchen a.Main, Sophienthal, Untersteinach, Weidenberg, Sophienthaler Forst.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Warmensteinach, Kirchenpingarten, Seybothenreuth, Emtmannsberg, Bayreuth und Goldkronach.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Weidenberger Raum war um das Jahr 1000 gemeinsam von Slawen und Franken besiedelt. Bedingt durch die alte nordwest-südost-orientierte Handels- und Heerstraße handelte es sich vor allem um ein Durchzugsgebiet. Es entstand eine Reihe von Turmhügeln zur Sicherung der Straßen und des Grenzsaumes zwischen fränkischem und bayerischem Territorium. Die bedeutendste Turmhügelanlage lag oberhalb des Ortsteiles Sophienthal auf einem strategisch günstigen Bergsporn. Dieser Burgstall Schlosshügel mit seinen gut sichtbaren Gräben und Wällen kann besichtigt werden.
Der Ort Weidenberg wurde erstmals 1398 als Markt bezeugt. Die Herren von Künsberg besaßen die beiden Schlösser in Weidenberg als zollersches Lehen von 1446 bis 1634/51. Das Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
| Ortsteil | Einwohner (1970) |
Eingemeindungs- datum |
|---|---|---|
| Döhlau | 223 | 1. Mai 1978[3] |
| Fischbach | 82 | 1. Januar 1970[4] |
| Görschnitz | 381 | 1. Januar 1978[3] |
| Lankendorf | 88 | 1. Januar 1972[4] |
| Lehen | 202 | 1. Mai 1978[3] |
| Lessau | 261 | 1. Januar 1972[4] |
| Mengersreuth | 250 | 1. Juli 1972[4] |
| Neunkirchen am Main | 318 | 1. Januar 1978[3] |
| Sophiental | 237 | 1. Januar 1975[3] |
| Untersteinach | 280 | 1. Mai 1978[3] |
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1961: 5085
- 1970: 5170
- 1987: 5489
- 2000: 6687
- 2011: 6370
Politik[Bearbeiten]
Bei der Stichwahl zum Bürgermeister am 16. März 2008 setzte sich Hans Wittauer von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) mit 59,92 % gegen Günter Dörfler (CSU) durch.
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat besteht aus 20 Mitgliedern, die auf folgende Parteien/Gruppierungen verteilt sind (Wahlperiode 2008–2014):
- CSU: 8 Sitze
- FWG: 6 Sitze
- SPD: 5 Sitze
- UW: 1 Sitz
Bürgermeister[Bearbeiten]
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Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]
- Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix (Südtirol), seit 1976
- Plouhinec (Morbihan) im Kanton Port-Louis in der Bretagne, Frankreich, seit 1989
- Smrzovka (früher Morchenstern, Tschechien), seit 1998
- Juchnowiec Kościelny (Polen), seit 2009
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Museen[Bearbeiten]
- Freilichtmuseum Scherzenmühle, In der Au 24
- Glas-Knopf-Museum, Kristallstraße 5
- Volkskundliche Sammlung, Schulstraße 2
- Zinnfigurenmuseum, Alte Bayreuther Straße 52
- Musikinstrumentensammlung, Alte Bayreuther Straße 5
- Museum für Militärtradition in Oberfranken, Alte Bayreuther Straße 10
Galerien[Bearbeiten]
- Galerie Bahnhof Weidenberg, Bahnhofstraße 20
- Der Ausstellungsbetrieb wurde am 1. Oktober 2011 eingestellt.
Musik[Bearbeiten]
Über das Gemeindegebiet hinaus bekannt sind die Weidenberger Musikanten:
- 1996: Verleihung des Kulturpreises der Hanns-Seidel-Stiftung für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Volksmusik.
- 1999: Verleihung des Förderpreis des Landkreises Bayreuth für das Engagement auf dem Gebiet der fränkischen Volksmusik.
Filme[Bearbeiten]
Für den Film Die Perlmutterfarbe von Regisseur Marcus H. Rosenüller war Weidenberg Drehort. Viele Einwohner wirkten als Statisten mit.
Bauwerke[Bearbeiten]
- Oberes Schloss
- Kirche St. Stephan
- Kirche St. Michael
- Alt-katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul
- Historischer Obermarkt mit Bauern- un Bürgerhäusern aus Buntsandstein mit Fenster- und Eingangsornamentik im Barockstil.
- Weidenberger Felsenkeller: "Das Gedärm von Weidenberg"
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Weidenberg
Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]
Eine Weidenberger Besonderheit sind die Brezen. Während der Brezenwochen in der Faschingszeit stehen Anisbrezen auf jedem Tisch, bzw. werden gereicht. In diesen Wochen bieten die Wirtshäuser wochenweise nacheinander Brezen an. Damit verbunden sind besondere Gerichte, wie Krenfleisch und verschiedene Braten. Es wird eine aufwändigere Küche als sonst betrieben.
Eine weitere Besonderheit ist der Spindling, eine gelbe Pflaume (siehe http://www.apfel-grips.info/spindling.html). Diese werden vom Landschaftspflegeverband (LPV) Weidenberg und Umgebung zu Marmelade, Schnaps und Likör verarbeitet.
Infrastruktur[Bearbeiten]
Straßen[Bearbeiten]
Weidenberg liegt an der Staatsstraße 2181 von Bayreuth nach Warmensteinach, die als Umgehungsstraße den Ortskern nicht tangiert. Die Staatsstraße 2177 führt über Immenreuth nach Kemnath, weitere Straßen führen nach Seybothenreuth und über Seulbitz nach Bayreuth.
Bahnverkehr[Bearbeiten]
Der Hauptort Weidenberg ist die Endstation der Bahnstrecke Bayreuth–Warmensteinach. Sie wird auch als Fichtelgebirgsbahn bezeichnet.
Der obere Abschnitt Weidenberg–Warmensteinach wird seit dem 1. Januar 1993 nicht mehr befahren. Der Verkehr auf der Teilstrecke Bayreuth–Weidenberg ruhte vom Juni 2001 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006. Eine eventuelle Wiederinbetriebnahme des Reststückes nach Warmensteinach zu einem späteren Zeitpunkt wird derzeit diskutiert.
Die Bahnstrecke Weiden–Bayreuth führt durch südlich von Weidenberg liegende Ortsteile der Gemeinde: ein Bahnhof befindet sich im Ortsteil Stockau, ein Haltepunkt in Seybothenreuth, das als eigene Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg gehört.
Diese beiden Bahnstrecken sind seit 2010 Mitglied im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN). Seit dem Jahre 2011 wird der Bahnverkehr von der Eisenbahngesellschaft agilis im Stundentakt(in der Hauptverkehrszeit) durchgeführt.
Busverkehr[Bearbeiten]
Der Hauptort Weidenberg wird durch eine Buslinie der OVF bedient, es bestehen Verbindungen nach Bayreuth und ins Fichtelgebirge nach Warmensteinach und teilweise nach Fichtelberg. Die nahe der B 22 gelegenen Ortsteile Neunkirchen, Stockau, Lehen und Glotzdorf werden von einem privaten Busunternehmen ebenfalls von Bayreuth aus angefahren. Daneben besteht ein Anrufsammeltaxi-System zwischen verschiedenen Ortsteilen der Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg und dem Hauptort Weidenberg. Es besteht Schulbusverkehr aus allen Ortsteilen zur zentralen Verbandsschule im Hauptort Weidenberg.
Seit dem 1. Januar 2010 ist Weidenberg wie der gesamte Landkreis Bayreuth in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Bedeutendstes Unternehmen ist die ZAPF GmbH, die im Gewerbegebiet zwischen Weidenberg und dem Ortsteil Görschnitz Fertiggaragen herstellt. In Döhlau gibt es die Getreidemühle Switalski Mühle.
Galerie[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Joachim Kröll: Geschichte des Marktes Weidenberg. Verlag Marktgemeinde Weidenberg, Gesamtherstellung Julius Steeger & Co. GmbH. Bayreuth 1967.
- Dr. Hans Vollet und Kathrin Heckel: Die Ruinenzeichnungen des Plassenburgkartographen Johann Christoph Stierlein. 1987.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20100811/143105&attr=OBJ&val=1173
- ↑ a b c d e f Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 675 und 676.
- ↑ a b c d Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 432.
Weblinks[Bearbeiten]
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