Weidenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Weidenberg
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Weidenberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 57′ N, 11° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Verwaltungsge-
meinschaft:
Weidenberg
Höhe: 357–853 m ü. NN
Fläche: 68,91 km²
Einwohner: 6494 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95466 (alt: 8588)
Vorwahlen: 09278 / 09209 / 0921
Kfz-Kennzeichen: BT
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 199
Marktgliederung: 52 Ortsteile
Adresse der Marktverwaltung: Rathausplatz 1
95466 Weidenberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hans Wittauer (Freie Wählergemeinschaft)

Weidenberg ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg, zu der außerdem die Gemeinden Emtmannsberg, Kirchenpingarten und Seybothenreuth gehören.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Weidenberg befindet sich zwischen ca. 357 und 853 m über dem Meeresspiegel am Fuße des Fichtelgebirges, im Tal der Warmen Steinach. Der Markt liegt topographisch im nordöstlichen Landkreis Bayreuth. Die nächste größere Stadt ist Bayreuth mit dem Sitz der Regierung von Oberfranken.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zur Marktgemeinde Weidenberg gehören die Ortschaften Altenreuth, Altmühle, Au, Böritzen, Bruckmühle, Döhlau, Eichenhof, Eichleithen, Erdelberg, Fischbach, Flurhof, Gebhardtshof, Glotzdorf, Görau, Görschnitz, Gossenreuth, Grünhof, Grund, Hammer, Hartmannsreuth, Haselhöhe, Heßlach, Hilpertsgraben, Höflas, Kattersreuth, Keilstein, Kleinmühle, Kolmreuth, Lankendorf, Lehen, Lessau, Letten, Lochmühle, Lohe, Mengersreuth (siehe auch Mengersreuth (Adelsgeschlecht)), Mittlernhammer, Neunkirchen am Main, Neuwiese, Rosenhammer, Rügersberg, Saas, Sandhof, Schafhof, Sophienthal, Sorg, Stockau, Ützdorf, Untersteinach, Waizenreuth, Weidenberg, Wildenreuth und Wölgada.

Es existieren folgende Gemarkungen: Döhlau, Fischbach, Görschnitz, Lankendorf, Lehen, Lessau, Mengersreuth, Neunkirchen a.Main, Sophienthal, Untersteinach, Weidenberg, Sophienthaler Forst.

[Bearbeiten] Geschichte

Leutenant Johann Ludwig von Künsberg zu Weidenberg (1625-1659) als Altarfigur in der Friedhofskirche in Weidenberg
Leutenant Johann Ludwig von Künsberg zu Weidenberg (1625-1659) als Altarfigur in der Friedhofskirche in Weidenberg
Seine Frau Magdalena Barbara von Künsberg (1610-1661) als Altarfigur in der Friedhofskirche in Weidenberg
Seine Frau Magdalena Barbara von Künsberg (1610-1661) als Altarfigur in der Friedhofskirche in Weidenberg
Hölzernes Epitaph der Anna Magdalena von Sparneck (1634-1685) in der Friedhofskirche Weidenberg
Hölzernes Epitaph der Anna Magdalena von Sparneck (1634-1685) in der Friedhofskirche Weidenberg

Weidenberg wurde erstmals 1398 als Markt bezeugt. Die Herren von Künsberg besaßen die beiden Schlösser in Weidenberg als zollersches Lehen von 1446 bis 1634/51. Das Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 5.170, 1987 dann 5.489 und im Jahr 2000 6.687 Einwohner gezählt.

[Bearbeiten] Politik

Bei der Stichwahl zum Bürgermeister am 16. März setzte sich Hans Wittauer von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) mit 59.92 % durch.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 3.015.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 735.000 Euro.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 20 Mitgliedern, die auf folgende Parteien/Gruppierungen verteilt sind (Wahlperiode 2008-2014):

  • CSU 8 Sitze
  • FWG 6 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • UW 1 Sitz

[Bearbeiten] Bürgermeister

  • 1827–1839 Popp
  • 1839–1842 Hellerich
  • 1842–1858 Rabenstein
  • 1858–1863 Koppmeier
  • 1863–1864 Dreß
  • 1864–1869 Schaller
  • 1869–1871 Krauß
  • 1871–1887 Abraham Schuster
  • 1887–1915 Michael Schreck
  • 1915–1916 Paul Schöller
  • 1916–1919 Heinrich Heischmann
  • 1919–1928 Johann Schiller
  • 1928–1933 Georg Kettel
  • 1933–1945 Georg Rumler
  • 1945–1946 Heinrich Seiler
  • 1946–1947 Christian Schiller
  • 1947–1948 Erhard Will
  • 1948–1960 Georg Hagen
  • 1960–1972 Otto Fleischmann
  • 1972–2008 Wolfgang Fünfstück
  • ab Mai 2008 Hans Wittauer

[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

  • Freilichtmuseum Scherzenmühle
  • Glas- und Knopf-Museum
  • Volkskundliche Sammlung
  • Zinnfigurenmuseum

[Bearbeiten] Galerien

  • Galerie Bahnhof Weidenberg

[Bearbeiten] Musik

Über das Gemeindegebiet hinaus bekannt sind die Weidenberger Musikanten.

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Oberes Schloss
  • Kirche St. Stephan
  • Kirche St. Michael
  • Historischer Obermarkt
  • Weidenberger Keller

[Bearbeiten] Burschenverein

Es gibt zwei Burschenvereine, Ehrenkranz (gegründet 1868) und Concordia (gegründet 1862), die fränkische Traditionen weiterführen. Es werden am Rosenmontag, Pfingstsamstag und zur Michaeli-Kirchweih Burschenbälle abgehalten. An diesen Bällen werden von den Burschen und Zensen historische Tänze wie Polonäse, Francaise, Baaschlenkerer, Hopperer, Kreuzpolka usw. aufgeführt. Weiterhin werden Faschingsumzug, Maibaum-Aufstellen, Birkenstecken zu Pfingsten, Johannisfeuer (Kanzfeuer) und das Singen von Kerwaliedern durchgeführt.

[Bearbeiten] Kulinarische Spezialitäten

Eine Weidenberger Besonderheit sind die Brezen. Während der Brezenwochen, in der Faschingszeit, stehen Anisbrezen auf jedem Tisch, bzw. werden gereicht. In diesen Wochen bieten die Wirtshäuser wochenweise nacheinander Brezen an. Damit verbunden sind besondere Gerichte, wie Krenfleisch und verschiedene Braten. Es wird eine aufwändigere Küche als sonst betrieben.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Bahnverkehr

Bahnhof Weidenberg, Januar 2007
Bahnhof Weidenberg, Januar 2007

Der Hauptort Weidenberg liegt an der Bahnstrecke Bayreuth–Warmensteinach. Die Wiederinbetriebnahme der Teilstrecke Bayreuth–Weidenberg ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 erfolgt. Eine eventuelle Wiederinbetriebnahme des Reststückes nach Warmensteinach zu einem späteren Zeitpunkt wird derzeit diskutiert.

Die Bahnstrecke Weiden–Bayreuth führt durch südlich von Weidenberg liegenden Ortsteile der Gemeinde: ein Bahnhof liegt im Ortsteil Stockau; ein Haltepunkt in Seybothenreuth, welches als eigene Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg gehört.

[Bearbeiten] Busverkehr

Der Hauptort Weidenberg wird über eine Buslinie der OVF bedient, es bestehen Verbindungen nach Bayreuth sowie ins Fichtelgebirge hinein nach Warmensteinach und teilweise nach Fichtelberg. Die nahe der B 22 gelegenen Ortsteile Neukirchen, Stockau, Lehen und Glotzdorf werden von einem privaten Busunternehmen ebenfalls von Bayreuth aus angefahren. Daneben besteht ein Anrufsammeltaxi-System zwischen verschiedenen Ortsteilen der Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg und dem Hauptort Weidenberg. Es besteht Schulbusverkehr aus allen Ortsteilen zur zentralen Verbandsschule im Hauptort Weidenberg.

[Bearbeiten] Weblinks

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