Weigendorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Weigendorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weigendorf
Weigendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weigendorf hervorgehoben
49.49805555555611.571388888889385Koordinaten: 49° 30′ N, 11° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg
Höhe: 385 m ü. NHN
Fläche: 12,54 km²
Einwohner: 1231 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91249
Vorwahlen: 09154
09663Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 157
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 1
92259 Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg
Webpräsenz: www.weigendorf.de
Bürgermeister: Reiner Pickel (CSU)
Lage der Gemeinde Weigendorf im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der Oberpfalz Königstein (Oberpfalz) Hirschbach (Oberpfalz) Etzelwang Weigendorf Birgland Kastl (Lauterachtal) Edelsfeld Edelsfeld Vilseck Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Sulzbach-Rosenberg Eichen (gemeindefreies Gebiet) Naturpark Hirschwald Freihung Hirschau Gebenbach Schnaittenbach Hahnbach Illschwang Freudenberg (Oberpfalz) Ursensollen Ursensollen Ebermannsdorf Ensdorf (Oberpfalz) Ensdorf (Oberpfalz) Kümmersbruck Rieden (Oberpfalz) Hohenburg Schmidmühlen Poppenricht Ammerthal Amberg Landkreis Neustadt an der Waldnaab Weiden in der Oberpfalz Landkreis Schwandorf Landkreis Bayreuth Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild

Weigendorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg.

Geografie[Bearbeiten]

Weigendorf mit seinen elf Ortsteilen ist die westlichste Gemeinde im Kreis Amberg-Sulzbach und Bestandteil des historischen Nordgaus und liegt überregional in der im Tertiär entstandenen Mittelgebirgslandschaft. Im engeren Sinne liegt die Gemeinde im Süddeutschen Schichtstufenland und gehört damit zur Mittleren Fränkischen Alb. Ihr Gebiet gehört zu den dominierenden Dolomitgesteinen (Oberer Jura, auch Malm genannt) mit den dafür typischen Verkarstungen dieser Kalke.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Weigendorf liegt in der Region Oberpfalz-Nord im westlichen Teil des Landkreises Amberg-Sulzbach, 13 km westlich von Sulzbach-Rosenberg und 12 km östlich von Hersbruck an der Bundesstraße 14.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Weigendorf hat elf Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Weigendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon der Neandertaler hat sich hier aufgehalten, was ein Weisheitszahn beweist, der in der unweit von Deinsdorf gelegenen Höhle von Hunas gefunden wurde. Ausgrabungsreste von etwa 3000 Jahren vor der Zeitenwende sind z. B. bei Ernhüll und Lichtenegg mit Fundstücken des damaligen Menschen gefunden worden. Auch die Kelten hatten das Gebiet besiedelt. Die Houbirg und die Burg in Lichtenegg waren keltische Schutz- und Fliehburgen.

Weigendorf gehörte zum 1777 zu Bayern gekommenen wittelsbachischen Herzogtum Neuburg-Sulzbach.

Die Sankt-Margarethen-Kirche im auf der Albhochfläche gelegenen Dorf Ernhüll geht auf romanische Ursprünge zurück, die heutige Gestalt erhielt sie im 17. bzw. 18. Jahrhundert.

Der im Tal des Högenbachs gelegene Ortsteil Högen (etwa 300 Einwohner) wurde 1043 als Hegina im Zusammenhang mit der Schenkung der Orte Fürnried, Wurmrausch und Högen durch König Heinrich III. an seinen Diener Bardo erstmals erwähnt, wechselte als Landsassengut mit Hofmarksgerechtigkeit mehrfach seine Besitzer. Berühmtester Lehnsherr des Schlosses, das ab 2002 nach denkmalspflegerischen Aspekten saniert wurde, war der Dichter und Gelehrte und Lehnsherr Christian Knorr von Rosenroth. Neben dem Schloss, dessen historische Substanz erhalten wurde, gibt es als Baudenkmäler zwei gut erhaltene Mühlen mit noch vorhandener Wasserführung und den dazugehörigen Wasserrädern (Finkenmühle oberschlächtig, Intermühle unterschlächtig) sowie als Kalkfelsen herausgewitterte Naturdenkmäler im Ort als Wirts- und Baderrodlfelsen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1.248 Einwohner
  • 1987: 1.125 Einwohner
  • 2000: 1.276 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Reiner Pickel (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 463.000 Euro, davon waren umgerechnet 58.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 75,2 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     6 Sitze  (48,6 %)
  SPD 1 Sitze (11,5 %)
  Wahlgemeinschaft 5 Sitze (39,8 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Weigendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 116 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 465. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 36 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 432 Hektar.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weigendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/214303&attr=OBJ&val=905