Weihegebet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Weihegebet mit Handauflegung bei der Feier einer Priesterweihe

Im Weihegebet erbittet der Spender der Weihe den Segen für eine Person oder Sache, erteilt die Vollmacht zur Ausübung eines Amtes, oder er weiht eine Person für den Dienst in der Kirche, wodurch sie zu einer gottgeweihten Person wird.

Aus dem Alten Testament ist das Tempelweihegebet Salomos (1 Kön 8,22-53 EU; 2 Chr 6,12-42 EU) bekannt. In den christlichen Kirchen, die sich auf die apostolische Sukzession berufen, ist das Weihegebet wesentlicher Bestandteil mancher Sakramente und Sakramentalien. Andere Sakramente wirken aus sich selbst durch das Zeichen, mit dem sie gespendet werden, etwa die Taufe oder die Eheschließung. Bei der Weihe eines Priesters oder eines Diakons wird das Sakrament durch die Handauflegung durch den Bischof gespendet. Mit dem dann folgenden[1] Weihegebet ruft der Bischof den Segen Gottes auf den Empfänger des Sakraments herab, so etwa im römischen Pontifikale bei der Diakonenweihe: „Sende auf sie herab, o Herr, den Heiligen Geist. Seine siebenfältige Gnade möge sie stärken, ihren Dienst getreu zu erfüllen.“ Bei der Priesterweihe lautet das Weihegebet: „Allmächtiger Gott, wir bitten dich: Gib deinen Knechten die priesterliche Würde. Erneuere in ihnen den Geist der Heiligkeit. Gib, o Gott, dass sie festhalten an dem Amt, das sie aus deiner Hand empfingen; ihr Leben sei für alle Ansporn und Richtschnur. Segne, heilige und weihe deine Diener, die du erwählt hast.“[2]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Pontifikale. Die Weihe des Bischofs, der Priester und der Diakone. In: Pontifikale Romanum. 1994, abgerufen am 29. Juni 2012 (Allgemeine Einführung zum Pontifikale): „Zur Handauflegung beten alle in Stille; am Weihegebet haben alle teil, indem sie es hörend mitvollziehen und durch die Akklamation bestätigen und abschließen.“
  2. Bistum Eichstätt: Sakrament - Weihe. Ablauf des Weihegottesdienstes. Abgerufen am 29. Juni 2012 (Von der Webseite des Bistums Eichstätt).