Weiherspiele Markt Schwaben
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Bei den Weiherspielen Markt Schwaben (anfänglich Weiherfestspiele) handelt es sich um eine seit 1984 – bis auf das Jahr 1992 – jährlich im Sommer in Markt Schwaben (Landkreis Ebersberg) stattfindende Freiluft-Theaterveranstaltung. Gespielt wird auf mehreren Seebühnen, die auf dem Markt Schwabener Kirchweiher errichtet werden, mit Gesang- und Tanzeinlagen. Die Zuschauer sitzen auf Steinstufen und eigens errichteten Tribünen. Die Aufführungen bestechen vor allem durch die Kulissen und die sich im Weiher spiegelnde Beleuchtung.
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[Bearbeiten] Spielzeiten
Die Aufführungen finden in der Regel in den Sommermonaten Juni und Juli, Mittwoch mit Samstag ab 20:30 Uhr, bei Einbruch der Dämmerung statt. Nachholtermine für witterungsbedingt ausgefallene Vorstellungen werden im Normalfall auf Sonntag, Montag und Dienstag gelegt.
Bis in die 1990er Jahre hinein wurde noch bis in den Monat August gespielt. Dies wurde aber durch die in Bayern Ende Juli beginnenden Sommerferien abgeändert.
[Bearbeiten] Historie
1984 von Josef Schmid, Siegfried Schmidt, Laienschauspielern, Liedermachern und freiwilligen Helfern beispielsweise für die Kulissenbauten ins Leben gerufen, galten die Weiherspiele bis zum endgültig durchschlagenden Erfolgsstück Die Frösche im Sommer 1990 als Geheimtipp im Münchener Osten. Ab dem Spieljahr 1988 wurden durch die stetig, z.T. sprunghaft wachsenden Besucherzahlen und das aufkommende Interesse der Medien (das Bayerische Fernsehen berichtete das erste Mal) die Kulissen und Kostüme immer aufwendiger und professioneller. Seit den Platzproblemen 1990 gibt es den Kartenvorverkauf, nummerierte Plätze und zusätzliche Tribünenbauten, die die Zuschauermassen fassen. 2007 wurden am westlichen Steilufer des Weihers zusätzliche Steinstufen aus Beton in den Hang eingelassen. Initiator und Ideengeber ist nach wie vor Josef Schmid. Zusätzlich gelten Siegfried Schmidt, Hermann Bogenrieder, Elke Deuringer, Gerhard Rackl und Ewald Stolze als Urgesteine, Wegbegleiter und Förderer.
[Bearbeiten] Die Theaterstücke
Bis auf die Jahre 1986 und 1995, in denen die beiden bis dato überaus beliebten Stücke La Comedia Divina sowie Die Frösche wiederholt wurden, schreibt der Initiator der Weiherspiele, der Markt Schwabener Josef Schmid jedes Jahr ein neues Theaterstück. Die Themen sind äußerst vielfältig, von historisch zu fantastisch über kriminolgisch bis hin zu bayerisch, sittsamen Geschichten aus dem alltäglichen Leben.
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1984 La Comedia Divina 1985 Goldrausch in Alaska 1986 Göttliche Komödie 1987 Casanova '87 - Santa Lucia 1988 Esperanza - Märchen einer Inselwelt (über 7.000 Besucher) 1989 Louisiana Traum (über 11.000 Besucher) 1990 Die Frösche (über 17.000 Besucher) 1991 Das kleine Teehaus 1992 – Spielpause – 1993 Teichopolis 1994 Der Geistersee (über 20.000 Besucher) 1995 Die Frösche 1996 Manaus |
1997 Arktischer Sommer 1998 Brücken der Freiheit 1999 Primus Bavaricus 2000 Bermuda 2001 2001 Nacht 2002 Götter-Donner 2003 Mexiko 1863 – 1867 2004 Aquabella 2005 Bollywood 2006 Canale mortale 2007 Das Paradies ist überall 2008 Teichgeflüster 2009 Beim Zeus - Eine göttliche Komödie |
[Bearbeiten] Nachruf 2007
Das Stück Das Paradies ist überall erfreute sich dank seiner bissigen Seitenhiebe auf die bayerisch-katholische Doppelmoral in Kirche, Politik und Gesellschaft und eines kurzen Gastauftritts von „Papa Benedetto“ zum Finale großer Beliebtheit.
[Bearbeiten] Preisentwicklung
Zunehmende Professionalität, Ausbau des Gastroservices am Schlossplatz oberhalb des Weihers zur Bewirtung der Gäste vor den Aufführungen und der vorherrschende Preisverfall lassen auch eine Entwicklung der Eintrittspreise zu den Weiherspielen erkennen. Beispiele: 1988 DM 12,– / 1990 DM 13,– / 1996 DM 23,– / 2005 bis EUR 15,– / 2007 bis EUR 19,–
[Bearbeiten] Ausspruch
„Zwischen Salzburg und Bregenz liegt Markt Schwaben.“ Josef Schmid

