Weilburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Weilburg
Weilburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Weilburg hervorgehoben
50.4838.264172.80Koordinaten: 50° 29′ N, 8° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Limburg-Weilburg
Höhe: 172.80 m ü. NHN
Fläche: 57,45 km²
Einwohner: 12.663 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 220 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35781
Vorwahlen: 06471,
06442 (Bermbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LM, WEL
Gemeindeschlüssel: 06 5 33 017
Stadtgliederung: 11 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Mauerstraße 6–8
35781 Weilburg
Webpräsenz: www.weilburg.de
Bürgermeister: Hans-Peter Schick (parteilos)
Lage der Stadt Weilburg im Landkreis Limburg-Weilburg
Rheinland-Pfalz Hochtaunuskreis Rheingau-Taunus-Kreis Lahn-Dill-Kreis Bad Camberg Beselich Brechen (Hessen) Dornburg (Hessen) Elbtal (Hessen) Elz (Westerwald) Hadamar Hünfelden Limburg an der Lahn Limburg an der Lahn Löhnberg Mengerskirchen Merenberg Runkel Selters (Taunus) Villmar Waldbrunn (Westerwald) Weilburg Weilmünster WeinbachKarte
Über dieses Bild
Logo der Stadt Weilburg

Weilburg ist ein staatlich anerkannter Luftkurort[2] und eine ehemalige Residenzstadt. Die zwischen Westerwald und Taunus liegende Stadt ist mit rund 13.000 Einwohnern nach Limburg an der Lahn und Bad Camberg die drittgrößte Stadt im Landkreis Limburg-Weilburg im Land Hessen.

Die Stadt Weilburg war jahrhundertelang Residenz eines dem Haus Nassau entstammenden Adelsgeschlechts, aus dem das heutige großherzogliche Haus von Luxemburg hervorgeht. Die Regenten von Nassau-Weilburg errichteten dort das heute stadtbildprägende Schloss mit angegliederter Parkanlage. In der Fürstengruft der Schlosskirche befindet sich die Grablege einiger Angehöriger des Herrscherhauses. Weilburg ist Namensbestandteil des Staatsoberhaupts von Luxemburg, Großherzog Henri von Nassau-Weilburg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Weilburg liegt im Lahntal zwischen Westerwald und Taunus. Die nächstgrößeren (Entfernung nach Luftlinie) Städte ab 50.000 Einwohnern sind Wetzlar (20 km), Gießen (30 km), Bad Homburg (40 km), Wiesbaden (45 km) und Frankfurt (50 km) in Hessen, Siegen (45 km) in Nordrhein-Westfalen und Koblenz (50 km) in Rheinland-Pfalz.

Höhenangaben[Bearbeiten]

Kernstadtbereich[Bearbeiten]

  • Lahn (Messstelle zwischen Ahausen und Schiffstunnel): 132,8 m ü. NN
  • Schiffstunnelausgang: 127,6 m ü. NN
  • Obere Schlossgartenterrasse: 172,8 m ü. NN
  • Hauslei: 189,7 m ü. NN
  • Stadtausgang Frankfurter Straße/Johann-Ernst-Str.: 248,9 m ü. NN
  • Stadtausgang Limburger Str./Abzweig Waldhausen: 258,7 m ü. NN

Stadtbereich (gesamt)[Bearbeiten]

  • Lahn bei Kirschhofen: 125,9 m ü. NN
  • Hohenstein bei Hasselbach: 370,1 m ü. NN

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Weilburg grenzt im Norden an die Gemeinden Merenberg und Löhnberg (beide im Landkreis Limburg-Weilburg), im Osten an die Stadt Braunfels (Lahn-Dill-Kreis), im Süden an die Gemeinden Weilmünster, Weinbach und die Stadt Runkel sowie im Westen an die Gemeinde Beselich, alle im Landkreis Limburg-Weilburg gelegen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Neben der Kernstadt Weilburg, in der knapp 40 Prozent der Einwohner leben, gehören die Stadtteile Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Kubach, Odersbach und Waldhausen zum Stadtgebiet.

Luftaufnahme 2007
Panorama Weilburg vom Kanapee

Geschichte[Bearbeiten]

Die Karte der Topographische Aufnahme der Rheinlande, auf der das Gebiet nordwestlich von Weilburg kartiert ist

Als älteste Siedlungsspuren im unmittelbaren Weilburger Umland gelten Funde aus der La-Tène-Zeit auf dem Scheuernberger Kopf bei Odersbach.

Mittelalter[Bearbeiten]

Weilburg wurde erstmals im Jahre 906 in einer Chronik des Abtes Regino von Prüm als Festung mit dem Namen Wilineburch erwähnt. Sechs Jahre später gründete König Konrad I., dessen im Jahre 906 bei Fritzlar im Kampf gegen die Babenberger gefallener Vater in der Festung beigesetzt wurde, hier das Chorherrenstift St. Walpurgis. Die hoch auf dem Berg neben dem Königshof gelegene Anlage ermöglichte die Kontrolle der Lahn sowie der „Hohen Straße“ von Frankfurt nach Köln und der Via Publica von Flandern nach Böhmen, die in der Nähe vorbeiführten.

918 erlangte die Wilineburg eine besondere geschichtliche Bedeutung, als König Konrad I. dort auf seinem Sterbebett seinem Bruder Eberhard empfahl, die Reichsinsignien seinem härtesten Kontrahenten, dem Sachsenherzog Heinrich, zu überbringen („Weilburger Testament“).

Von 993 bis 1062 wurden nach und nach das Stift und die Stadt an das Bistum Worms verschenkt. Etwa im Jahre 1225 verpfändete der Bischof von Worms die Herrschaft an das Haus Nassau, das sie 1294 schließlich aufkaufte und dem Ort ein Jahr später das gleiche Stadtrecht wie der Stadt Frankfurt verlieh. Graf Johann I. von Nassau errichtete hier 1355 seine Residenz, erneuerte die Burg und errichtete Stadtbefestigungen. 1359 ließ er eine steinerne Brücke über die Lahn errichten.

Neuzeit[Bearbeiten]

Weilburg 1787, Zeichnung von Karl Matthias Ernst

Das Haus Nassau-Weilburg prägte die Geschichte der Stadt mehrere Jahrhunderte lang. Graf Philipp III. ließ die alte Konradinerburg abreißen und begann 1535 den Bau des vierflügeligen Hochschlosses im Stil der nordischen Renaissance. Graf Johann Ernst (1664–1719) erneuerte und verschönerte seine Residenzstadt durch Erweiterung des Hochschlosses, Anlegung eines Parks und Veränderung der Stadtfront. Weilburg wurde dadurch zu einem der am vollständigsten erhaltenen Beispiele für eine deutsche Kleinresidenz des Absolutismus. Ab 1806 war die Stadt Regierungssitz des neu geschaffenen Herzogtums Nassau. Erst im Jahre 1816 verlegte Herzog Wilhelm die Residenz nach Biebrich. Das Herzogtum Nassau wurde 1866 von Preußen annektiert.

Baugeschichtlich ist Weilburg durch seine Lehmbauten aus der Zeit nach 1800 bekannt. Durch den besonderen Einsatz des Regierungsadvokaten Wilhelm Jacob Wimpf wurde der sogenannte Pisee-Bau in Stadt und Umgebung gefördert, wovon heute noch das höchste (Stampf-)Lehmgebäude Deutschlands, ein sechsgeschossiges Wohnhaus, zeugt.

Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Ab 1933 übernahmen, wie in anderen deutschen Städten, die Nationalsozialisten die Macht in Weilburg. Schon vorher hatte die NSDAP in der Region starke Zugewinne bei Wahlen erzielt. Der letzte von einer demokratisch geprägten Stadtverordnetenversammlung gewählte Bürgermeister Diffenhardt wurde im Sommer 1933 durch ein Misstrauensvotum der NSDAP abgesetzt.

1935 wurde Juden die Beflaggung ihrer Häuser anlässlich der Weilburger Kirmes untersagt, ab 1937 war ihnen das Betreten des Schlossgartens verboten. Im Weilburger Tageblatt erschienen aggressiv-antisemitische Artikel. Anfang 1938 gab es in Weilburg nur noch zwei von Juden geführte Geschäfte. Beim Novemberpogrom 1938 wurden das letzte verbliebene Geschäft sowie Wohnungen schwer beschädigt. Das Gebäude, in dem sich die Synagoge der 1937 aufgelösten Jüdischen Gemeinde befand, wurde nur deshalb nicht zerstört, weil dieses vor 1938 in den Besitz eines Weilburger Kaufmanns übergegangen war. Eine Gedenktafel für die jüdischen Einwohner Weilburgs, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung wurden, befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof. Namentlich wird an die ermordeten und vertriebenen jüdischen Weilburger auf Tontafeln an der Südseite der Schlosskirche erinnert.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt nur geringfügige Beschädigungen. Die Mittelfront der Oberen Orangerie des Schlosses stürzte ein, nachdem eine für den Weilburger Bahnhof bestimmte Fliegerbombe unmittelbar vor dem Portal aufschlug und explodierte. Auch das Bahnhofsgebäude und das nahegelegene Wohnhaus der Brauerei Helbig wurden in Mitleidenschaft gezogen. Während der Einnahme der Stadt durch US-amerikanische Truppen am 27. März 1945 wurden durch die Gefechte nochmals leichte Schäden verursacht, allerdings wurden sämtliche Weilburger Brücken von der Wehrmacht gesprengt.

Kommunales Zentrum[Bearbeiten]

Weilburg war Kreisstadt des Oberlahnkreises seit dessen Gründung 1867. Diese Funktion verlor Weilburg, als im Rahmen der hessischen Gebietsreform der Oberlahnkreis und auch der Kreis Limburg aufgelöst wurden und am 1. Juli 1974 der neue Landkreis Limburg-Weilburg entstand. Kreisstadt wurde nun Limburg. Bis heute findet sich eine Außenstelle der Kreisverwaltung im ehemaligen Landratsamt in der Limburger Straße.

In Weilburg fand vom 17. bis 26. Juni 2005 der 45. Hessentag statt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen eingegliedert. Kubach kam am 1. Juli 1974 hinzu.[3]

Geschichte der Stadtteile[Bearbeiten]

Ahausen wird erstmals 1320 in einer Urkunde erwähnt. Das Haufendorf liegt unmittelbar an der Lahn und der Einmündung des Grundbachs, was die frühere Existenz von drei Mühlen erklärt.

Unter der Bezeichnung Berinbach wird 1253 erstmals der Stadtteil Bermbach erwähnt. Neben der Landwirtschaft war es der Bergbau, in dem die Einwohner Bermbachs tätig waren. Der Erzabbau in den auf Bermbachs Gemarkung befindlichen Gruben wurde um 1914 eingestellt.

Die Bestätigung eines Gutshofs im Jahr 1196 durch Papst Coelestin III. ist die urkundliche Ersterwähnung von Drommershausen. Für 1666 ist eine Ölmühle bezeugt, und ein Hochofen zur Verhüttung des in der Umgegend gewonnenen Eisensteins wird 1679 genannt.

Als Gauderinbach wird im Jahr 1325 erstmals der heutige Weilburger Ortsteil Gaudernbach erwähnt. Der Ort gehörte einst zum Amt Runkel und dem Kirchspiel Schupbach. Die dem heiligen Petrus geweihte Kapelle wurde 1769 erbaut. Eine Schule im Ort wird schon vor 1618 erwähnt; wie lange sie Bestand hatte, ist allerdings unbekannt. Bei einem Großbrand im Jahr 1863 wurden 68 Gebäude in Gaudernbach vernichtet. Neben der Landwirtschaft und dem Bergbau fanden die Einwohner ihr Auskommen als Arbeiter im Gaudernbacher Lahnmarmorbruch.

In einer Urkunde aus dem Jahr 1235 wird erstmals der Ortsname Hasilibach erwähnt, der sich später zu Hasselbach wandelte. Zur Zeit ihrer Ersterwähnung gehörte die Siedlung dem trierschen Burgmann Johann von Schupbach, der in Montabaur residierte.

Hirschhausen – Evangelische Kirche

Hirschhausen wird erstmals 1327 urkundlich erwähnt und ist 1466 als Herbishusen in Schriftstücken zu finden. In der Gemarkung Hirschhausen fanden sich mehrere Rot- und Brauneisensteingruben, unter denen die Grube Anna eine der reichsten im Lahngebiet war. Erwähnenswert ist die durch 27 Hirschhäuser Familien 1763 erbaute achteckige evangelische Kirche. Zwischen Hirschhausen und Drommershausen bestand im 15. und bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts die Wallfahrtsstätte Pfannstiel.

Die erste urkundliche Erwähnung des Stadtteils Kirschhofen datiert aus dem Jahr 1363 mit der Schreibweise Kyrchschyrben. Die Schreibung Kirschhofen ist seit 1684 bekannt. Seit 1978 ist Kirschhofen über eine Fußgängerbrücke mit dem auf der anderen Lahnseite liegenden Stadtteil Odersbach verbunden.

Der Stadtteil Kubach findet als parvulam cubach erstmals in der Urkunde Ottos III. vom 27. Dezember 1000 Erwähnung. Eine eigene Kirche wird für Kubach ab 1516 angenommen. Die heute im Ort vorhandene Kirche wurde 1784 fertiggestellt.

Odersbach und Waldhausen sind die beiden Weilburger Stadtteile, deren erste Erwähnung noch vor der Weilburgs im Jahr 906 datiert ist.

Waldhausen wird erstmals im Jahr 881 im Goldenen Buch der Abtei Prüm erwähnt. Seine Bezeichnung darin lautet Mark Ualthusa und bezieht sich auf die dortige Siedlung und den karolingische Waldbesitz. Landwirtschaft und Bergbau bildeten bis 1960 die Haupterwerbsquellen der Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Das Weilburger Rathaus

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
37,6 %
34,0 %
13,3 %
9,0 %
6,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,6 %p
-1,4 %p
+6,8 %p
-2,3 %p
-0,6 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 37,6 14 40,2 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 34,0 13 35,4 13
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 13,3 5 6,5 2
FWG Freie Wählergemeinschaft 9,0 3 11,3 4
FDP Freie Demokratische Partei 6,0 2 6,6 3
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 46,4 43,4

Partnerschaften[Bearbeiten]

Weilburg und Quattro Castella hatten 2002 eine gemeinsame Freundschaftserklärung abgegeben.

Mit Girne (Türkische Republik Nordzypern) besteht seit 2007 eine Zusammenarbeit. Eine Städtepartnerschaft mit Tortona (Italien) bestand von 1964 bis August 2008. Die Patenschaft mit der Stabskompanie Logistikregiment 46 (Diez, Rheinland-Pfalz) wurde im September 2012 beendet, da die Stabskompanie aufgelöst wurde. Eine neue Partnerschaft mit der Kreisgruppe Rheingau-Hessen-Nassau des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. wurde am 27. September 2013 geschlossen.

Weilburg – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Weilburg wurde erst anlässlich des tausendjährigen Bestehens der Stadt im Jahre 1906 gestiftet.

Wappen von Weilburg
Blasonierung:

„In Blau eine silberne Burg mit rot behelmten Mittelturm zwischen zwei niedrigeren Zinnentürmen; das Tor belegt mit einem gelehnten blauen Schild, darin ein rot bewehrter goldener Löwe zwischen goldenen Schindeln.[4]

Beschreibung:

Das Wappen zeigt eine Burg (silber) auf blauem Untergrund. Der mittlere von drei Zinnentürmen trägt einen roten Turmhelm mit goldener Kugel auf der Spitze. Das schwarz beschlagene, geschlossene Tor ist belegt mit einem blauen Schild, auf dem in Gold der Löwe von Nassau dargestellt ist. Vorbild war das Weilburger Stadtsiegel von 1329.

Fahne[Bearbeiten]

Die Stadtfahne Weilburgs zeigt längsgestreift die Farben Gelb, Blau und Weiß. Die Farben ergeben sich aus denen des Stadtwappens (Gelb-Gold, Blau – Farbe der früheren Grafen, Weiß-Silber).

Siegel[Bearbeiten]

Das Stadtsiegel Weilburgs ist erstmals auf einer Urkunde aus dem Jahr 1327 nachgewiesen. Vermutlich wurde dieses Siegel jedoch bereits aus Anlass der 1295 erfolgten Stadtrechtsverleihung angeschafft. Das Siegel trägt die Inschrift: SIGILLUM CIVITATIS IN WILBURC (Siegel der Bürgerschaft in Weilburg). Das Siegelbild zeigt eine Stadtmauer mit zwei gleich hohen Ecktürmen, dazwischen einen höheren Turm mit Spitzdach und in der Mitte der Stadtmauer ein Stadttor mit Wappen.

Neben dem Erstsiegel wurde, wahrscheinlich im ausgehenden 14. Jahrhundert, ein kleineres Siegel angeschafft. Ein Ersatz für dieses Siegel wurde vor 1650 in Auftrag gegeben.

Neben diesen drei noch vorhandenen Stadtsiegeln wurde ein weiteres Siegel, ebenfalls nach dem Vorbild des Erstsiegels, im Jahr 1905 geschaffen.

Im Rahmen der Partnerschaftsschließung der Stadt Weilburg a.d. Lahn mit der Kreisgruppe Rheingau-Hessen-Nassau des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. wurde der Stadt Weilburg am 27. September 2013 ein neues Stadtsiegel überreicht. Das Siegelbild zeigt eine Stadtmauer mit zwei gleich hohen Ecktürmen, dazwischen einen höheren Turm mit Spitzdach und in der Mitte der Stadtmauer ein Stadttor mit Wappen, im oberen Halbrund den Schriftzug Stadt Weilburg a.d. Lahn und im unteren Halbrund den Schriftzug Der Bürgermeister.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Schloss prägt das Stadtbild von Weilburg.

Das Schloss Weilburg ist seit 1935 ein Museum, das nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen ist.

Im ehemaligen Kanzleigebäude des Schlosses ist das Bergbau- und Stadtmuseum der Stadt Weilburg untergebracht, das über 1200 Quadratmeter Ausstellungsfläche verfügt. Präsentiert werden Exponate aus der Stadtgeschichte und eine umfangreiche Ausstellung über die Tradition des Bergbaus in Weilburg und Umgebung. Für das seit 1972 bestehende – und damit Hessens ältestes – Bergbaumuseum wurde im Schlossberg eine 200 Meter lange Schaustollenanlage eingerichtet, in der originale Bergbaumaschinen aufgestellt sind.

Seit Mai 2008 werden in einer Abteilung des Museums auch ca. 100 Arbeiten chinesischer Papierschnittkunst gezeigt. Die Präsentation dieser Kunst außerhalb Chinas ist bisher weltweit einmalig.

Im Ortsteil Gaudernbach befindet sich das Deutsche Baumaschinen-Modellmuseum. Das Museum wurde 1989 vom Bauunternehmen Walter Feickert gegründet. Hier werden ca. 1.200 Baumaschinen- und Baustellen-Modelle präsentiert.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die Weilburger Schlosskonzerte sind seit 1973 eine Konzertreihe mit meist klassischer Musik im Schloss, in der Schlosskirche oder im Renaissancehof des Schlosses. Sie finden jährlich im Sommer statt.

Die Weilburger Kirmes wird nachweislich seit 1569 begangen. Manche Bräuche haben sich seit langem erhalten, wie das „Anschießen“ der Kirmes, die Stiftung von Schießpreisen, die erstmals für 1746 durch die Stadt überliefert ist und später auf Preisstiftungen durch die Bürger erweitert wurde, das Schießen auf die Ehrenscheibe und der von Mädchen aufgeführte Kirmestanz. Träger der der Kirmes ist die im Jahr 1813 gegründete Weilburger Bürgergarde, in deren Händen seitdem die Fortführung der traditionellen Weilburger Kirchweih liegt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das höchste Stampflehmgebäude Deutschlands (errichtet vor 1836)
Blick vom Landtor zur Frankfurter Straße

Weilburg war viele Jahre lang Residenzstadt und Regierungssitz des Hauses Nassau-Weilburg. Die Gebäude prägen bis heute das Stadtbild der Innenstadt. Das wichtigste Gebäude ist das Schloss aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde im 16. und 18. Jahrhundert umgebaut. Die als „Kernschloss“ bezeichneten Renaissance-Teile werden zu den am besten erhaltenen Renaissanceschlössern in Hessen gezählt. Nach der barocken Erweiterung unter Johann-Ernst von Nassau-Weilburg nimmt es fast die Hälfte der Altstadt ein. Zum Schloss gehört auch die evangelische Schlosskirche vom Anfang des 18. Jahrhunderts.

Auch die Gebäude am Marktplatz, mit dem „Neptunbrunnen“ (von 1709), und in der Altstadt wurden zeitgleich mit dem Schloss errichtet. Daneben stehen aber noch weitere Fachwerkhäuser vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.

Auf dem „Alten Friedhof“ befindet sich ein „Kalvarienberg“ und die „Heilig-Grab-Kapelle“, die sich an der Grabeskirche in Jerusalem orientiert.

In unmittelbarer Nähe des „Alten Friedhofs“ wurde 1958 von der katholischen Gemeinde die Kirche „Heilig Kreuz“ mit einem Campanile, einem freistehenden Glockenturm, gebaut. Architekt war Paul Johannbroer. Sehenswert sind die Glasfenster. Auf der rechten Seite sind Szenen aus dem Alten und auf der linken Szenen aus dem Neuen Testament dargestellt.[5]

Für das Gymnasium Philippinum Weilburg wurde im 18. Jahrhundert in der Mauerstraße ein repräsentatives Gebäude errichtet. Heute beherbergt der Bau die Kreis- und Stadtbücherei, Büro- und Vereinsräume. Der gegenüberliegende „Komödienbau“ entstand 1810 als Hoftheater. Dessen begrenzte Nutzung war dem Gymnasium ab 1817 gestattet, ein Umbau des Gebäudes für schulische Zwecke erfolgte 1879. Heute beherbergt der Bau einen gastronomischen Betrieb, und der ehemalige Theatersaal dient u. a. als Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung.

Im 19. Jahrhundert wuchs das Stadtgebiet deutlich über die mittelalterlichen Stadtgrenzen hinaus. In der Limburger Straße, der Bahnhofstraße und Frankfurter Straße wurden viele Stampflehmgebäude (Piseebauten) errichtet. Insbesondere an der Bahnhofstraße besteht noch eine geschlossene Fassadenflucht. In Weilburg steht auch das höchste deutsche Gebäude dieser Bauart.

Als weltweit einmalig gilt das „Weilburger Tunnelensemble“. Hier liegen nebeneinander Tunnel für Auto, Schiff und Eisenbahn. Insbesondere der 1847 eröffnete Schifffahrtstunnel stellt ein in Deutschland einmaliges Bauwerk dar. Der jüngste Tunnel des Ensembles ist der im Jahr 2004 freigegebene Mühlbergtunnel der Teilortsumgehung Weilburg.

Bei dem Ort Drommershausen befinden sich Ruinen des ehemaligen Konvents und der Wallfahrtskirche Unserer lieben Frau und St. Johann im Pfannstiel der Johanniter. Die Ersterwähnung der Kirche erfolgte 1461. Der Konvent war ab 1471 der Kommende Nieder-Weisel bei Butzbach, dann ab 1482 der Kommende Wiesenfeld bei Frankenberg (Eder) bzw. der Kommende Wildungen unterstellt. Im Zuge der Reformation wurde das kleine Kloster im Jahre 1539 aufgehoben.

Parks[Bearbeiten]

Das Schloss in Weilburg verfügt über einen Schlosspark, der sich über mehrere Terrassen entlang der Lahn erstreckt.

Im Stadtteil Hirschhausen befindet sich der Tiergarten Weilburg. Ursprünglich handelte es sich um einen Jagdpark der Weilburger Grafen. Heute ist er ein Wildpark, der von 70.000 Menschen jährlich besucht wird.

Urlaub und Freizeit[Bearbeiten]

Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.[2] Sehr beliebt ist das Kanufahren auf der Lahn. Verschiedene Bootsverleiher stellen Kanus, Kanadier und Kajak stundenweise oder für Tagestouren zur Verfügung.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Im Stadtteil Kubach befindet sich die Kristallhöhle. Große Teile der Wände dieser Klufthöhle sind mit unzähligen Kalkspatkristallen und Perlsinter besetzt. Der Kristallschmuck der Wände gilt in dieser Form als einzigartig in Deutschland. Mit einer Länge von ca. 200 m, einer Breite bis zu 23 m und bis zu 30 m Höhe gilt die Höhle als der größte natürliche untertägige Einzelhohlraum, der in Deutschland zu besichtigen ist.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bahnhofs (Architekt: Heinrich Velde)

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt befindet sich an der Lahntalbahn KoblenzLimburg–Weilburg–WetzlarGießen und gehört dem Rhein-Main-Verkehrsverbund an. Bis 1969 war Weilburg Endpunkt der aus Grävenwiesbach kommenden Weiltalbahn. Zu diesem Zweck war am Weilburger Bahnhof ein Lokschuppen mit Drehscheibe errichtet worden. Nach der Stilllegung der Weiltalstrecke wurden die Gebäude in den 1980er Jahren abgerissen. Auch der einstige Güter- und Rangierbahnhof ist bis auf drei Abstell- und ein Überholgleis abgebaut.

Weilburg ist Ausgangspunkt vieler Buslinien in die Anliegergemeinden. Diese starten am zentralen Omnibusbahnhof direkt am Bahnhof. In der Stadt selbst verbinden zwei Stadtbuslinien die wichtigsten Punkte der Stadt im Stundentakt. Die Linie 61 verbindet das Industriegebiet Kubach mit der Innenstadt und dem Stadtteil Odersbach; sie verkehrt montags bis sonntags und wird darüber hinaus sonntags bis zu dem Ausflugsziel Kubacher Kristallhöhle und dem Weilburger Tierpark verlängert. Die von Montag bis Samstag verkehrende Linie 62 verbindet die Innenstadt mit dem Stadtteil Waldhausen.

Die Oberlahnbrücke in Weilburg

Über die Bundesstraßen B 49 und 456 ist Weilburg von den Autobahnen A 3 (aus Richtung Limburg) und A 45 (aus Richtung Wetzlar) sowie aus dem Rhein-Main-Gebiet zu erreichen. Die B 456 überquert in Weilburg die Lahn auf der Oberlahnbrücke. Diese wurde im Zuge der Teilortsumgehung Weilburg errichtet. Neben der Oberlahnbrücke existieren in Weilburg mit der Steinernen Brücke und der Ahäuser Brücke drei Lahnbrücken für Kraftfahrzeuge und mit dem Ernst-Dienstbach-Steg eine Fußgängerbrücke.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Weilburg ist Sitz der Vistec Semiconductor Systems. Größte private Arbeitgeber sind außerdem die Grebe-Gruppe sowie die Arnold-Gruppe.

Handel[Bearbeiten]

Im Norden und Süden von Weilburg haben sich in den Gewerbegebieten einige Einzelhandelsgeschäfte angesiedelt, darunter Discounter, ein Möbelhaus, Elektronikgeschäfte und Lebensmittelmärkte. Die Bebauung der „grünen Wiese“ am Stadtrand hat jedoch dazu geführt, dass in der Weilburger Altstadt – wie in vielen vergleichbaren anderen Städten – mittlerweile ein großer Leerstand für vermietbare Einzelhandelsgeschäfte herrscht. Daher soll ein von der Stadt beauftragter „Altstadtmanager“ Konzepte entwickeln, um diesem Leerstand von derzeit (Stand 2013) über 50 Prozent vorzubeugen. Zudem soll die historische Innenstadt für Einkäufer attraktiver werden.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Weilburg hat eine jahrhundertealte Tradition als Schulstadt. Bereits 1231 wird ein Scholaster erwähnt und 1360 die Stiftsschule. Nachfolgerin der Stiftsschule wurde die am 15. Oktober 1540 von Graf Philipp III. von Nassau-Weilburg gegründete evangelische Freischule. Die älteste Schule Weilburgs, das Gymnasium Philippinum, ist aus dieser Freischule hervorgegangen.

An Schultagen werden die Bildungseinrichtungen Weilburgs heute von über 8000 Schülern besucht.

In Weilburg bestehen heute folgende Schulen:

  • Christian-Spielmann-Schule (Grundschule); für Schüler des auf der Taunusseite befindlichen Stadtbereichs und der Stadtteile Bermbach, Hirschhausen, Kirschhofen und Kubach. Benannt nach dem Historiker Christian Spielmann.
  • Pestalozzischule (Grundschule); für Schüler des auf der Westerwaldseite befindlichen Stadtbereichs und der Stadtteile Gaudernbach, Hasselbach, Odersbach und Waldhausen.
  • Heinrich-von-Gagern-Schule (Haupt- und Realschule); für Schüler aus dem Kreis Limburg-Weilburg und aus dem Lahn-Dill-Kreis.
  • Jakob-Mankel-Schule (integrierte Gesamtschule seit 1994, bis 2008 einzige integrierte Gesamtschule des Kreises Limburg-Weilburg) bietet die Bildungsgänge Hauptschule, Realschule und Gymnasium in integrierter Form bis zur zehnten Klasse an.
  • Gymnasium Philippinum (Gymnasium); ist die älteste der Weilburger Schulen und wird von Schülern aus Orten des ehemaligen Oberlahnkreises sowie aus dem Lahn-Dill-Kreis besucht.
  • Walderbachschule (Schule für praktisch Bildbare); ist eine Förderschule mit dem Ziel, Schülern in Abhängigkeit von deren individuellem Behinderungsgrad dabei zu helfen, ein möglichst hohes Maß an bewusster Lebenszufriedenheit zu erlangen.
  • Windhofschule (Schule für Lernhilfe und für Körperbehinderte); ist eine Förderschule und ein sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum. Die Windhofschule bietet körperbehinderten Schülern die Möglichkeit, an einem schulischen Leben zusammen mit nicht körperbehinderten Schülern teilzunehmen.
Wilhelm-Knapp-Schule
  • Wilhelm-Knapp-Schule (Berufsschulzentrum); vereinigt zehn Schulformen im Bereich der beruflichen Schulausbildung. Dazu gehören die Zweige des Beruflichen Gymnasiums, der Fachoberschule und der Höheren Handelsschule. Schwerpunkte an der Fachschule für Betriebswirtschaft sind u. a. die Bereiche Touristik, Marketing, Franchising, Personal- und Finanzmanagement. Die Aus- und Weiterbildung im Bereich Franchising bietet die Wilhelm-Knapp-Schule seit dem Schuljahr 2006/07 als erste Aus- und Weiterbildungsstätte in Deutschland an.
Luftbild der Staatlichen Technikakademie Weilburg
  • Staatliche Technikakademie Weilburg (Staatliche Fachschule); verfügt über etwa 500 Plätze für Studierende in den Bereichen Maschinen-, Elektro-, Informationstechnik, Mechatronik und für Informationstechnische Assistentinnen und Assistenten in der beruflichen Erstausbildung. Außerdem unterhält die Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universität dort eine Außenstelle des Instituts für Didaktik der Chemie. Der Staatlichen Technikakademie ist das Studierendenwohnheim Windhof angeschlossen, in dem 150 Einzelzimmer zur Verfügung stehen.
  • Amt für Lehrerbildung; in Weilburg besteht eine Tagungsstätte des Amtes zur Durchführung von Bildungsmaßnahmen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung.
  • Hessisches Forstliches Bildungszentrum (FBZ); ist eine überbetriebliche Ausbildungsstätte von Hessen-Forst beim Forstamt Weilburg. Das FBZ dient als Aus- und Fortbildungsstätte für Forstwirte, Forstbeamte, Angestellte, Unternehmer und Privatpersonen. Der Berufsschulunterricht erfolgt in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Knapp-Schule.
  • Dachdeckerzentrum Hessen; ist eine Bildungseinrichtung des Landesinnungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Hessen und dient der Fort- und Weiterbildung von Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk.
  • Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg e.V.; ist in Weilburg mit einer Hauptstelle vertreten.
  • Weilburger Musikschule; ging 1982 aus einem Förderkreis hervor und wird heute von dem Verein Weilburger Musikschule getragen. Die Angebote der Musikschule werden von über 1000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wahrgenommen.

Justiz[Bearbeiten]

Mit dem Amtsgericht Weilburg verfügt der Ort über ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit.

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Kindertagesstätte der Lebenshilfe Weilburg
  • Evangelischer Kindergarten Weilburg
  • Katholischer Kindertagesstätte Hl. Kreuz Weilburg
  • Unternehmensgestützter Kindergarten Unter’m Sternenhimmel Weilburg
  • Städt. Kindergarten Wichtelhaus Drommershausen
  • Städt. Kindergarten Schwalbennest Gaudernbach
  • Städt. Kindergarten Sonnenschein Hirschhausen
  • Städt. Kindertagesstätte Kuckucksnest Kirschhofen
  • Städt. Kindertagesstätte Pusteblume Kubach
  • Städt. Kindertagesstätte Fizzli Puzzlis Odersbach
  • Evangelische Kindertagesstätte Nestwärme Waldhausen
  • Freiwillige Feuerwehr Weilburg, gegr. 1884 (seit 1956 mit Spielmannszug und seit 1. April 1974 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Ahausen, gegr. 1933 (seit 18. Januar 1985 mit Jugendfeuerwehr und seit 1. Juni 2010 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Bermbach, gegr. 1933 (seit 15. Mai 1976 mit Jugendfeuerwehr und seit 1. September 2003 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Drommershausen, gegr. 1934 (seit 18. März 1978 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Gaudernbach, gegr. 1906 (seit 1. April 1984 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Hasselbach, gegr. 1932 (seit 27. März 1997 mit Jugendfeuerwehr und seit 30. April 2011 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Hirschhausen, gegr. 1933 (seit 1. Mai 1975 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Kirschhofen, gegr. 1925 (seit 14. April 1974 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Kubach, gegr. 1934 (seit 12. Juni 1980 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Odersbach, gegr. 1934 (seit 17. Dezember 1984 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Waldhausen, gegr. 1908 (seit 1. Juli 1970 mit Jugendfeuerwehr und seit 19. März 2011 mit Kinderfeuerwehr)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Konrad I., der Jüngere (* unbekannt; † 23. Dezember 918 in Weilburg; beerdigt in Fulda), war seit 906 Herzog von Franken und von 911 bis 918 König des Ostfrankenreichs.
  • Gustav Adolf von Nassau-Idstein (* 14. Februar 1632 in Weilburg, † 1. August 1664 in Szentgotthárd), Graf von Nassau-Idstein, kaiserlicher Offizier und Konvertit zur katholischen Kirche
  • Friedrich Ludwig von Sckell (* 13. September 1750 in Weilburg, † 24. Februar 1823 in München) einer der bedeutendsten deutschen Gartengestalter, Begründer der „klassischen Phase“ des englischen Landschaftsgartens in Deutschland.
  • Wilhelm Jacob Wimpf (* 15. November 1767 in Weilburg, † 11. April 1839 ebenda), Unternehmer und Pionier des Lehmbau
  • Johann Philipp Krebs (* 7. Juli 1771 in Glauchau; † 28. September 1850 in Weilburg), Altphilologe
  • Joseph Muth (* 9. Januar 1788 in Hadamar; † 7. März 1866 in Weilburg), Lehrer und Historiker
  • Heinrich von Gagern (* 1798 in Bayreuth, † 22. Mai 1880 in Darmstadt), aufgewachsen in Weilburg und Abitur am dortigen Gymnasium Philippinum, 1848 Präsident der Frankfurter Nationalversammlung.
  • Ludwig Löw von und zu Steinfurth (Gerichtspräsident) (1803-1868), Hochschullehrer, Nassauischer Richter und Abgeordneter
  • Moritz von Gagern (1808-1877), nassauischer Beamter und Politiker, geboren in Weilburg
  • Heinrich Heinlein (* 3. Dezember 1803 in Weilburg), Maler
  • Carl Boos (* 8. September 1806 in Weilburg, † 18. Juli 1883 in Wiesbaden); Architekt; baute u. a. die Marktkirche in Wiesbaden
  • Carl Wirth (1810–1868), nassauischer Landtagspräsident, geboren in Weilburg
  • Hermann Usener (* 1834 Weilburg; † 1905 Bonn) evangelischer klassischer Philologe und Religionswissenschaftler
  • Walter Lohmann (* 28. Mai 1861 in Milspe; † 15. Februar 1947 in Weilburg), Jurist und nationalliberaler Politiker
  • Richard Hoin (* 23. Juli 1879 in Odersbach; † 14. Oktober 1944 ebenda) Politiker und Widerstandskämpfer
  • Erwin Schmidt (* 20. Juli 1886 in Weilburg; † 31. August 1956 ebenda), Heimatforscher
  • Willy Heigl (* 25. März 1904 in Dillenburg; † 15. März 1973) Erster Bürgermeister Weilburgs nach Ende des Dritten Reiches; Abgeordneter des Beratenden Landesausschusses (Vorläufer des Hessischen Landtages)
  • Gert Fritz Unger (* 23. März 1921 in Breslau, † 3. August 2005 in Weilburg), Schriftsteller und Westernautor
  • Thomas Valentin (* 13. Januar 1922 in Weilburg; † 22. November 1980 in Lippstadt) Schriftsteller
  • Benno von Heynitz (* 22. Dezember 1924 in Dresden; † 29. Oktober 2010 in Weilburg), Gegner der SED-Diktatur und Gründungsvorsitzender des Bautzen-Komitees
  • Ulrike Meinhof (* 7. Oktober 1934 in Oldenburg; † 9. Mai 1976 in Stuttgart-Stammheim), kam 1952 nach Weilburg, wo sie das Gymnasium Philippinum bis zum Abitur 1955 besuchte
  • Antje Schrupp (* 22. September 1964), deutsche Journalistin, Politikwissenschaftlerin, Philosophin, Sachbuchautorin und Übersetzerin
  • Hosam el Miniawy (* 14. Juni 1976 in Weilburg), deutscher Politiker (FDP)
  • Manuel Möglich (* Januar 1979 in Weilburg), Journalist und Dokumentarfilmer
  • Vinzenz Kiefer (* 29. Januar 1979), Schauspieler
  • Florian Hill (* 9. April 1984 in Weilburg), Extrembergsteiger

Literatur[Bearbeiten]

  • Falko Lehmann: Landkreis Limburg-Weilburg, Bd. 2: Mengerskirchen bis Weinbach = Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Braunschweig 1994, S. 699–847.
  • Bernd Modrow, Claudia Gröschel: Fürstliches Vergnügen. 400 Jahre Gartenkultur in Hessen. Verlag Schnell + Steiner, Regensburg 2002, ISBN 3-7954-1487-3
  • Magistrat der Stadt Weilburg an der Lahn (Hg.); Weilburg an der Lahn. 700 Jahre Stadtrechte 1295-1995, Weilburg 1995, ISBN 3-926617-14-4
  • Carl Wehrum: 150 Jahre Weilburger Bürgergarde. Selbstverlag der Weilburger Bürgergarde, Weilburg 1963.
  • Mathias Döring: Weilburg und sein Wasser. Deutsche Wasserhistorische Gesellschaft, Sonderband 1/2005, 230 S., 250 Abb.
  • Armin Kuhnigk: Geschichte der Stadt Weilburg 881-1971 , Herausgeber Stadt Weilburg 1972, (von dem Magistrat der Stadt Weilburg)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  77. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 17. November 2011. In: Staatszeiger für das Land Hessen. Nr. 7, 2012, ISSN 0724-7885, S. 221.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 372 und 373.
  4. Klemens Stadler: Deutsche Wappen – Bundesrepublik Deutschland, Band 3: Die Gemeindewappen des Landes Hessen, Bremen 1967, S. 91
  5. http://www.katholischesweilburg.de/cms/front_content.php?idcat=99

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weilburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Weilburg – Reiseführer