Weilheimer Literaturpreis

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Der Weilheimer Literaturpreis wurde von Friedrich Denk, einem Deutschlehrer des Gymnasiums Weilheim initiiert und erstmals 1988, dann 1991 und bis 2003, als Herr Denk in den Ruhestand trat, im zweijährigen Turnus verliehen. Am 27. Januar 2010 wurde die vorerst letzte Auszeichnung an Sten Nadolny verliehen. Im April 2010 fand zudem eine Veranstaltung zur Feier des dreißigjährigen Bestehens der Weilheimer Hefte statt. Die Jury des mit 6000 Euro dotierten Preises besteht ausschließlich aus Schülern, sieben Kollegiaten des Gymnasiums Weilheim in Oberbayern.

Um einen Preis erhalten zu können, muss der betreffende Schriftsteller bereits am Gymnasium Weilheim gelesen haben; Dichterlesungen finden seit 1980 statt, als Herr Denk (Zitat) Ilse Aichinger nach Weilheim holen wollte. Seither lasen bereits über 50 Dichter aus ihren Werken: unter anderen Siegfried Lenz, Martin Walser, Reiner Kunze, Loriot, Peter Ustinov, Hans Magnus Enzensberger, Michael Ende, Reinhold Messner, Thomas Hürlimann, Günter Grass, Sarah Kirsch, Michael Krüger, Robert Gernhardt, Uwe Timm, Sten Nadolny, Guntram Vesper. Zu den 96 Lesungen kamen bis 2009 etwa 50 000 Zuhörer, davon über die Hälfte Jugendliche. Bei der ersten Lesung eines Autors wird gleichzeitig ein Weilheimer Heft, das von einigen Deutschlehrern des Gymnasiums mit Auszügen aus den Werken des jeweiligen Schriftstellers zusammengestellt wird, zur Klassenlektüre an alle Schüler des Gymnasiums verteilt. Unter all diesen Schriftstellern wählt die Preisjury einen aus, den sie Gleichaltrigen in besonderer Weise empfiehlt. Die Dankesrede sowie die Laudatio und wenige weitere Auszüge werden in einem weiteren Weilheimer Heft veröffentlicht; die Rede heißt traditionsgemäß Rede an die Jugend.

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