Landkreis Weimarer Land

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Landkreis Weimarer Land im Freistaat Thüringen. Für den ehemaligen Landkreis Weimar-Land zwischen 1952 und 1994 siehe Kreis Weimar-Land.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Weimarer Land Deutschlandkarte, Position des Landkreises Weimarer Land hervorgehoben5111.41Koordinaten: 51° 0′ N, 11° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Verwaltungssitz: Apolda
Fläche: 803,03 km²
Einwohner: 81.704 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Kreisschlüssel: 16 0 71
Kreisgliederung: 62 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstraße 28
99510 Apolda
Webpräsenz: www.weimarer-land.de
Landrat: Hans-Helmut Münchberg
Lage des Landkreises Weimarer Land in Thüringen
Weimar Eisenach Suhl Gera Jena Landkreis Altenburger Land Landkreis Greiz Tschechien Saale-Holzland-Kreis Freistaat Sachsen Freistaat Bayern Saale-Orla-Kreis Landkreis Sonneberg Niedersachsen Hessen Sachsen-Anhalt Landkreis Eichsfeld Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Landkreis Hildburghausen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Ilm-Kreis Landkreis Weimarer Land Erfurt Landkreis Gotha Wartburgkreis Landkreis Sömmerda Kyffhäuserkreis Unstrut-Hainich-Kreis Landkreis NordhausenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Weimarer Land ist ein Landkreis in Thüringen, der sich von der Landeshauptstadt Erfurt östlich bis zur Landesgrenze mit Sachsen-Anhalt erstreckt. Die Kreisstadt ist Apolda.

Geographie[Bearbeiten]

Lage in Thüringen[Bearbeiten]

Der Landkreis Weimarer Land liegt in der östlichen Mitte Thüringens und gehört zur Planungsregion Mittelthüringen. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Sömmerda sowie der sachsen-anhaltische Burgenlandkreis, im Osten der Saale-Holzland-Kreis und die kreisfreie Stadt Jena, im Süden der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, im Südwesten der Ilm-Kreis und im Westen die kreisfreie Stadt Erfurt. Die kreisfreie Stadt Weimar wird vollständig vom Landkreis Weimarer Land umgeben.

Landschaft, Naturräume und Berge[Bearbeiten]

Der Landkreis Weimarer Land lässt sich in zwei Naturräume gliedern, welche beide stark durch die Landwirtschaft genutzt werden.

Sein südlicher Teil besteht hauptsächlich aus der Ilm-Saale-Platte, welche einen häufigen Wechsel der Boden- und Flächennutzung aufweist und ein Muschelkalk-Bergland darstellt und auf Kalksandstein ist die Buche der häufigste Baum, während im Gebiet Tannroda, Blankenhain, Bad Berka auf Buntsandstein fast ausschließlich Fichte und Kiefer anzutreffen sind.

Der nördliche Bereich gehört vorwiegend zum Thüringer Becken bzw. zum Innerthüringer Ackerhügelland. Es ist ebenso wie der südliche Teil stark vom Ackerbau geprägt, was vor allem aus dem weit verbreiteten Lößboden resultiert, und weist nur geringe Höhenunterschiede von bis zu 100 Metern auf einer Höhe von 200 bis 300 m ü. NN auf. In geologischer Hinsicht gehört der nördliche Teil zum Thüringer Keuperbecken. Es weist fast keine Waldflächen auf. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung des Kreises beträgt ca. 33 km, die größte Ost-West-Ausdehnung ca. 36 km.

Die höchste Erhebung des Landkreises ist mit 497 m ü. NN der Kötsch in der Nähe von Blankenhain. Seine tiefste Stelle liegt am Zusammenfluss von Ilm und Saale bei Großheringen auf 118 m ü. NN. Im Norden des Landkreises liegen die Höhenzüge der Finne und in seinem Süden das Tannrodaer Waldland sowie Ausläufer des Thüringer Walds.

Berge im Landkreis Weimarer Land:

siehe auch Absatz Weimarer Land des Artikels Liste der Berge in Thüringen

Name Höhe
(m ü. NN)
Gemeinde
Kaitsch (Kötsch) 497 Kiliansroda
Windberg 484 Kranichfeld
Kesselberg 463 Keßlar

Flächennutzung[Bearbeiten]

Talsperre Großbrembach

Die Nutzung der Kreisfläche ist in zahlreichen Gemeinden unterschiedlich. Im nördlichen Landkreis werden fast immer über 80 Prozent der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, was auch bei einige südlich gelegenen Gemeinden der Fall ist, wie beispielsweise in Lehnstedt, Kleinschwabhausen und Magdala. Der größte Anteil an Waldfläche ist häufig im Süden mit über 25 Prozent anzutreffen. Im restlichen Kreisgebiet liegt dieser Wert meist bei 2 bis 10 Prozent. Der Anteil an Siedlungs- und Verkehrsfläche hängt jeweils von der Größe der Gemeinde ab und ist somit mit 20,9 Prozent in Apolda am höchsten und mit unter 5 Prozent in Buchfart, Döbritschen, Gebstedt, Hammerstedt und Rittersdorf am niedrigsten. Da große, natürliche Gewässer fehlen, konzentriert sich die Wasserfläche auf den Stausee Hohenfelden, die Talsperre Großbrembach und die landwirtschaftlichen Wasserspeicher bei Vippachedelhausen und Schwerstedt. Die restliche Fläche wird meist für den Bergbau genutzt.

Art der Nutzung Weimarer Land Thüringen
Siedlungs- und Verkehrsflächen 72,21 km²
9,0 %
1.477,91 km²
9,14 %
Wald 129,29 km²
16,1 %
5.156,75 km²
31,9 %
Ackerland 582,20 km²
72,5 %
8.736,29 km²
54,02 %
Wasserflächen 8,03 km²
1,0 %
193,97 km²
1,20 %
Gesamt 803,03 km² 16.171,96 km²

Landschafts- und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Das Ilmtal bei Bad Berka

Im Weimarer Land gibt es drei Landschaftsschutzgebiete. Das größte ist das „Ilmtal“ mit einer Fläche von ungefähr 19.850 Hektar. Es erstreckt sich von Oettern bis Kranichfeld und ragt teilweise auch in den Ilm-Kreis, die Stadt Weimar und die Stadt Erfurt hinein. Das „Mittlere Saaletal“ ist fast 19.150 Hektar groß und berührt den Landkreis nur an der nördlichen und östlichen Grenze zum Saale-Holzland-Kreis. Das kleinste Landschaftsschutzgebiet ist der „Schötener Grund“. Er erstreckt sich vom Apoldaer Stadtzentrum bis zur Ortschaft Schöten und ist ungefähr 50 Hektar groß.

Neben den drei Landschaftsschutzgebieten hat der Landkreis auch Anteil an sieben Naturschutzgebieten, von denen vier ausschließlich zum Weimarer Land gehören. Das Gebiet „Seeteich Blankenhain“ hat eine Größe von 15,4 Hektar und liegt im Tannrodaer Waldland. Es ist ein Feuchtgebiet mit Teich, Röhrichtbestand, einem Bachlauf mit begleitenden Gehölzen, kleineren Feuchtwiesen und anderen Biotopen. Das Gebiet „Lohholz“ liegt zwischen den Gemeinden Eckolstädt im Weimarer Land und Hirschroda im Saale-Holzland-Kreis und ist 30,4 Hektar groß. Es besteht größtenteils aus einem Waldgebiet sowie im Norden aus einer Streuobstwiese und im Osten aus einer Glatthafer- und Nasswiese. Der „Großschwabhäuser Hain“, fast 54 Hektar groß, ist ebenso ein Waldgebiet, welches hauptsächlich vom Laubmischwald geprägt wird und als Lebensraum für seltene, gefährdete und stark gefährdete Arten von regionaler Bedeutung ist. Andere Landschaftsschutzgebiete im Weimarer Land sind die „Prinzenschneise“ (101 Hektar) und der „Südhang Ettersberg“ (408,3 Hektar), welche teilweise in Weimar liegen sowie die „Diebskammer“ (73 Hektar), das „Maientännig“ (80,5 Hektar) und der „Weißenberg“ (34,8 Hektar), welche nur auf dem Gebiet des Weimarer Landes liegen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte der Verwaltungseinheit[Bearbeiten]

Der Landkreis Weimarer Land entstand 1994 im Zuge der Kreis- und Gemeindereform Thüringens durch die Zusammenlegung der alten Landkreise Apolda und Weimar-Land, wobei zugleich Gemeinden des alten Landkreises Erfurt-Land und die Gemeinde Drößnitz des Landkreises Jena-Land eingegliedert wurden. Verwaltungssitz ist die Stadt Apolda. Das Landratsamt Apolda hat eine Außenstelle in Weimar.

Aus dem ehemaligen Landkreis Weimar wurden 1994 die Gemeinden Gaberndorf, Gelmeroda, Legefeld, Niedergrunstedt, Possendorf, Süßenborn, Taubach und Tröbsdorf der kreisfreien Stadt Weimar angeschlossen. Zum 1. Januar 1997 wechselte die Gemeinde Neckeroda vom Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in den Landkreis Weimarer Land.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl :

  • 1994: 88 350
  • 1995: 89 261
  • 1996: 90 414
  • 1997: 91 566
  • 1998: 91 790
  • 1999: 91 937
  • 2000: 91 443
  • 2001: 90 905
  • 2002: 90 262
  • 2003: 89 480
  • 2004: 88 862
  • 2005: 88 292
  • 2006: 87 399
  • 2007: 86 568
  • 2008: 85 509
  • 2009: 84 935
  • 2010: 84 693
  • 2011: 84 279
  • 2012: 82 016
  • 2013: 81 704
Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik[Bearbeiten]

Landratsamt in der Bahnhofstraße in Apolda

Landrat[Bearbeiten]

Landrat des Kreises Weimarer Land ist Hans-Helmut Münchberg (parteilos). Er ist ununterbrochen seit der politischen Wende gewählter Landrat. Bei den Landratswahlen 2012 wurde er sowohl von der CDU als auch von der SPD unterstützt und erhielt 77,8 % der gültigen Stimmen.[3]

Kreistag[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen von 1990 bis 2009 hatten folgende Ergebnisse. Dabei sind die aktuellen Ergebnisse der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 fett dargestellt:

Parteien und Wählergemeinschaften %
1994
Sitze
1994
%
1999
Sitze
1999
%
2004
Sitze
2004
%
2009
Sitze
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,4 19 38,6 21 41,8 20 34,2 16
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,8 12 26,9 15 13,1 6 18,1 8
LINKE[1] Die Linke 13,0 7 13,2 7 19,7 9 16,4 8
FWW[2] Freie Wähler Weimarer Land 3,4 4,1 11,1 5 18,2 8
FDP[3] Freie Demokratische Partei 9,4 5 5,0 8,4 4
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 5,4 3 2,0 3,1 4,7 2
BürgerA Th Bürgerallianz Thüringen gegen überhöhte Kommunalabgaben e.V. 5,5 3
Sonst. Sonstige 11,2 6
Gesamt 100 46 100 46 100 46 100 46
Wahlbeteiligung in % 74,1 62,8 56,2 56,4

[1] Bis einschließlich 2004 PDS
[2] 1999 noch FWA (Freie Wähler Apolda/Weimarer Land)
[3] Bei der Wahl 1990 noch als Bund Freier Demokraten (B.F.D.) – Die Liberalen angetreten[4]

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Flagge des Landkreises Weimarer Land

Das Wappen wurde am 24. November 1994 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt. Im Wappen des Landkreises sind die Wappen verschiedener Herrschaften zusammengeführt, die im Gebiet des Landkreises von Bedeutung waren.

Blasonierung: „Halbgeteilt und gespalten; oben vorn in Rot ein silbernes sechsspeichiges Rad, unten vorn in Silber drei rote Äpfel (2 : 1) und hinten in Gold ein schwarzer Löwe mit roter ausgeschlagener Zunge und Bewehrung.“

Das sechsspeichige silberne Rad auf dem roten Grund steht für das Mainzer Rad aus dem Erfurter Stadtwappen. Die Gemeinden Kapellendorf, Tonndorf und Blankenhain waren lange Zeit in Erfurter Besitz. Die drei roten Äpfel auf silbernen Untergrund verweisen auf den Apoldaer Herrschaftsbereich. Der schwarze Löwe mit roter Zunge auf goldenem Grund symbolisiert die Gebiete des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach.

Die am 24. November 1994 genehmigte Flagge des Landkreises ist weiß-rot längs gestreift und trägt das Landkreiswappen.

Kreispartnerschaften[Bearbeiten]

Der Landkreis Weimarer Land unterhält zu folgenden Landkreisen eine Partnerschaft[5]:

Raumordnung[Bearbeiten]

Nach dem Landesraumordnungsplan für Thüringen von 2004 wurden nach dem System der zentralen Orte im Weimarer Land folgende Zentren ausgewiesen:

Zum Verdichtungsraum Erfurt werden die Gemeinden Mönchenholzhausen und Klettbach gezählt. Die Stadt Weimar bildet mit den Gemeinden Isseroda, Kromsdorf, Mellingen, Nohra, Troistedt und Umpferstedt einen „Raum mit Verdichtungstendenzen“. Dies trifft auch für die Kreisstadt Apolda zu.

Das restliche Gebiet des Weimarer Landes ist ländlicher Raum. Der gesamte nördliche und östliche Teil des Landkreises, welcher durch eine hohe landwirtschaftliche Bodenqualität gekennzeichnet ist, ist ein „Raum mit bedeutsamen agrarstrukturellen Aufgaben“. Ein Raum mit bedeutsamen Fremdenverkehrs- und Erholungsaufgaben schließt sich im Kreisgebiet südlich an Weimar an und umfasst Bad Berka, Kranichfeld und Blankenhain mit angrenzenden Gemeinden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Mittelständische Betriebe und Gewerbeleistende bilden den Schwerpunkt der Wirtschaft dieses Landkreises. Eine nicht unerhebliche Einnahmequelle ist zudem die „Kultur- und Tourismus-Industrie“.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Der Landkreis wird von einer Autobahn und drei Bundesstraßen durchzogen. Die Bundesautobahn 4 durchzieht den Kreis von Magdala im Osten nach Klettbach im Westen und hat im Kreisgebiet die Anschlussstellen Magdala, Apolda, Nohra und Erfurt-Ost, wobei sich letztere an der Grenze zu Erfurt befindet. Bis Magdala ist die Autobahn vierspurig und zwischen Apolda und Erfurt-Ost sechsstreifig ausgebaut.

Die wichtigste Bundesstraße ist die B 87 von Ilmenau nach Frankfurt (Oder), welche den Landkreis von Rannstedt im Nordosten nach Kranichfeld im Südwesten durchzieht und an der die Städte Apolda und Bad Berka liegen. Zwischen der AS Apolda in Mellingen und Bad Berka wurde sie zur Kreisstraße K511 herabgestuft. Die B 87 wird in Umpferstedt von der B 7 gekreuzt, die fast parallel zur A 4 verläuft. Sie verbindet auf einem Teilstück die Städte Erfurt und Jena und somit den westlichen mit dem östlichen Süden des Weimarer Landes. Die B 85 verläuft, ebenso wie die B 87, von Norden nach Süden und verbindet im Landkreis die Städte Buttelstedt, Bad Berka und Blankenhain. Sie kreuzt die B 87 im Stadtzentrum von Bad Berka. Die B 7 und die B 85 verlaufen zudem durch das Stadtgebiet von Weimar.

Ergänzt wird dieses Straßennetz durch die Landesstraße 1053 von der AS Nohra nach Bad Berka, die L 1057 von Buttstädt nach Apolda, die L 1052 von der AS Erfurt-Ost über Klettbach nach Kranichfeld, die L 1054 von Weimar über Berlstedt zur AS Sömmerda-Süd der A 71, die L 1055 von Berlstedt nach Erfurt-Kerspleben, die L 1059 von Apolda nach Camburg, die L 1060 von Großheringen über Bad Sulza, Apolda, Jena-Isserstedt, Magdala nach Blankenhain, die L 1061 von Großheringen nach Camburg und die L 2158 von Reisdorf nach Bad Sulza.

Der Linienbusverkehr, der jeden Ort des Kreises bedient, bildet neben dem Bahnverkehr den Hauptträger des öffentlichen Nahverkehrs im Weimarer Land. Dieser wird, basierend auf den historischen Kreisgrenzen, von zwei Gesellschaften durchgeführt, der Personenverkehrsgesellschaft Apolda mbH sowie der Stadtwirtschaft Weimar.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Im Landkreis verlaufen bis zur Fertigstellung der ICE-Neubaustrecke Erfurt-Halle-Leipzig, die den nordwestlichen Teil des Landkreises tangiert, zwei Hauptstrecken. Zum einen die Thüringer Bahn, welche von Halle (Saale) über Erfurt nach Eisenach verläuft und mit den Bahnhöfen Großheringen, Bad Sulza, Niedertrebra, Apolda, Oßmannstedt und Hopfgarten sechs Haltepunkte im Kreisgebiet hat. Zum anderen die „Mitte-Deutschland-Schienenverbindung“ von Aachen über Köln, Kassel und Erfurt nach Chemnitz, welche mit den Bahnhöfen Mellingen und Großschwabhausen zwei Haltepunkte im Kreisgebiet hat. Ihre Teilstrecke Weimar-Jena-Gera-Gößnitz ist nur abschnittsweise zweigleisig und bisher nicht elektrifiziert, der Ausbau ist jedoch im Januar 2012 zwischen der Deutschen Bahn AG und dem Thüringer Verkehrsministerium vereinbart worden.

Bahnhof Großheringen

Des Weiteren gibt es einige Nebenstrecken, von denen nur zwei von regionaler Bedeutung sind. Die „Ilmtalbahn“ verläuft von Weimar über Bad Berka nach Kranichfeld und ist ungefähr 25 Kilometer lang. Auf ihr fahren stündlich Züge, was die Erschließung des südlichen Landkreises erheblich verbessert. Die „Pfefferminzbahn“ führt von Sömmerda über Buttstädt nach Großheringen und befindet sich somit nur zu einem kleinen Teil von fast 13 Kilometern auf dem Kreisgebiet des Weimarer Landes. Der Bahnhof Großheringen verfügt zudem über eine Anbindung an die „Saalbahn“ in Richtung Jena und Saalfeld/Saale.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der Landkreis verfügt über keinen eigenen internationalen Flughafen. Der nächste Flughafen dieser Art befindet sich in Erfurt. Die Gemeinden Bad Berka und Umpferstedt verfügen über je einen Sonderlandeplatz. In der Nähe der Kreisgrenze befinden sich außerdem die Verkehrslandeplätze Jena-Schöngleina im Saale-Holzland-Kreis, Rudolstadt-Groschwitz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sowie Alkersleben im Ilm-Kreis.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2013[6])

Städte
¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft
² erfüllende Gemeinde für weitere Gemeinden

  1. Apolda (21.738)
  2. Bad Berka (7615)
  3. Bad Sulza, Landgemeinde ² (4829)
  4. Blankenhain (6467)
  5. Buttelstedt ¹ (1321)
  6. Kranichfeld ¹ (3448)
  7. Magdala ¹ (1960)
  8. Neumark ¹ (460)

Gemeinden
³ erfüllende Gemeinde
² erfüllende Gemeinde für eine weitere Gemeinde

  1. Eberstedt (Bad Sulza ³) (208)
  2. Großheringen (Bad Sulza ³) (658)
  3. Ilmtal-Weinstraße, Landgemeinde ² (4576)
  4. Ködderitzsch (Bad Sulza ³) (121)
  5. Kromsdorf (Ilmtal-Weinstraße ³) (1468)
  6. Niedertrebra (Bad Sulza ³) (779)
  7. Obertrebra (Bad Sulza ³) (275)
  8. Rannstedt (Bad Sulza ³) (178)
  9. Saaleplatte (Bad Sulza ³) (2736)
  10. Schmiedehausen (Bad Sulza ³) (400)
Mönchenholzhausen Nohra Nauendorf Vollersroda Hetschburg Frankendorf Ilmtal-Weinstraße Ködderitzsch Ettersburg Daasdorf a. Berge Kleinobringen Rannstedt Ilmtal-Weinstraße Obertrebra Ballstedt Rohrbach Heichelheim Hammerstedt Isseroda Oettern Eberstedt Ramsla Kleinschwabhausen Wiegendorf Kiliansroda Wohlsborn Bad Sulza Mechelroda Ilmtal-Weinstraße Sachsenhausen Ottstedt a. Berge Ilmtal-Weinstraße Ilmtal-Weinstraße Bad Sulza Leutenthal Kapellendorf Bechstedtstraß Großheringen Lehnstedt Schwerstedt Ilmtal-Weinstraße Umpferstedt Buchfart Bad Sulza Großobringen Döbritschen Rittersdorf Hohenfelden Neumark Bad Sulza Hopfgarten Ilmtal-Weinstraße Bad Sulza Niedertrebra Troistedt Krautheim Vippachedelhausen Tonndorf Bad Sulza Schmiedehausen Kromsdorf Ilmtal-Weinstraße Großschwabhausen Niederzimmern Mellingen Klettbach Ilmtal-Weinstraße Nohra Mönchenholzhausen Berlstedt Buttelstedt Magdala Kranichfeld Saaleplatte Apolda Bad Berka BlankenhainMunicipalities in AP.png
Über dieses Bild

Verwaltungsgemeinschaften
* Verwaltungssitz

  1. Bechstedtstraß (265)
  2. Daasdorf a. Berge (256)
  3. Hopfgarten (682)
  4. Isseroda * (556)
  5. Mönchenholzhausen (1547)
  6. Niederzimmern (1031)
  7. Nohra (1659)
  8. Ottstedt a. Berge (258)
  9. Troistedt (184)
  1. Hohenfelden (347)
  2. Klettbach (1290)
  3. Kranichfeld, Stadt * (3448)
  4. Nauendorf (300)
  5. Rittersdorf (259)
  6. Tonndorf (662)
  1. Buchfart (184)
  2. Döbritschen (199)
  3. Frankendorf (172)
  4. Großschwabhausen (1026)
  5. Hammerstedt (165)
  6. Hetschburg (251)
  7. Kapellendorf (402)
  8. Kiliansroda (200)
  9. Kleinschwabhausen (217)
  10. Lehnstedt (348)
  11. Magdala, Stadt (1960)
  12. Mechelroda (270)
  13. Mellingen * (1328)
  14. Oettern (137)
  15. Umpferstedt (579)
  16. Vollersroda (199)
  17. Wiegendorf (330)
  1. Ballstedt (287)
  2. Berlstedt * (1760)
  3. Buttelstedt, Stadt (1321)
  4. Ettersburg (587)
  5. Großobringen (889)
  6. Heichelheim (299)
  7. Kleinobringen (309)
  8. Krautheim (513)
  9. Leutenthal (268)
  10. Neumark, Stadt (460)
  11. Ramsla (319)
  12. Rohrbach (198)
  13. Sachsenhausen (377)
  14. Schwerstedt (331)
  15. Vippachedelhausen (577)
  16. Wohlsborn (450)

Zu den Begriffen „Verwaltungsgemeinschaft“ bzw. „erfüllende Gemeinde“ siehe Verwaltungsgemeinschaft und erfüllende Gemeinde (Thüringen).

Gebietsveränderungen[Bearbeiten]

Gemeinden[Bearbeiten]

Verwaltungsgemeinschaften[Bearbeiten]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1994 wurde dem Landkreis das Kfz-Unterscheidungszeichen APD (Apolda) zugewiesen. Dieses wurde am 1. Februar 1995 vom neuen Unterscheidungszeichen AP abgelöst.

Bis etwa zum Jahr 2000 erhielten Fahrzeuge aus den Teilkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Teilkreis Apolda A bis N 1 bis 999
AA bis NZ 1 bis 99
Teilkreis Weimar P bis Z 1 bis 999
PA bis ZZ 1 bis 99

Seit dem 24. November 2012 ist das Kürzel APD wieder erhältlich.

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Weimarer Land ist geprägt durch seine landschaftliche Schönheit (Toskana des Ostens).

Besonders erwähnenswert sind:

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Naturschutzgebiete im Landkreis Weimarer Land. Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG), 2011, abgerufen am 13. April 2011.
  3. http://www.wahlen.thueringen.de/WahlSeite.asp
  4. Kommunalwahlen in Thüringen – Abkürzungsverzeichnis
  5. http://www.impulsregion.de/bericht2005/regionalkonzept_impuls_region.pdf
  6. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Weimarer Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien