Weinbau in Australien
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Der Weinbau in Australien beschränkt sich hauptsächlich auf die südlichen Regionen Australiens, konzentriert sich also auf die Bundesstaaten Victoria, New South Wales, South Australia (z. B. Barossa Valley und Coonawarra) und einige wenige Orte in Western Australia (z. B. Swan Valley), an denen das Klima gemäßigt ist.
Das Klima zwischen dem 30. und 40. südlichen Breitengrades, wo der australische Weinbau stattfindet, zeichnet sich durch relativ milde Sommertemperaturen von rund 20°C aus. Allerdings ist die Niederschlagsmenge zeitweilig sehr niedrig, so dass viele Weinbauern gezwungen sind, ihre Weinberge künstlich zu bewässern. Bei der Herstellung des Weines dürfen Produkte aus unterschiedlichen Anbaugebieten gemischt werden. Das australische Weingesetz schreibt jedoch vor, dass über 80% des in einer Flasche enthaltenen Weines aus dem auf dem Etikett angegebenen Anbaugebiet kommen muss. Dieses Gesetz, dessen Einhaltung von der "Wine and Brandy Corporation" laufend kontrolliert wird, besteht seit 1987.
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[Bearbeiten] Geschichte
Australien produzierte seit dem 18. Jahrhundert Wein, zunächst nur für seinen eigenen Markt. Dazu wurden meist einfache, anspruchslose Rebsorten verwendet. Aufgrund dieser Einfachheit sank die Produktion um das Jahr 1920 herum ab, da die Endverbraucher es vorzogen, importierte, qualitativ hochwertige Weine zu trinken.
Seitdem wurden zunehmend Versuche unternommen, anspruchsvolle und qualitativ hochwertige Rebsorten zu kultivieren und begann man damit, „europäische Weine“ zu machen, hauptsächlich Klassiker wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Riesling oder Shiraz. Dies ist zum Teil auch mit enormen Kosten für die künstliche Bewässerung verbunden. Dennoch sind australische Weine heute selbst Klassiker und besitzen eine Qualität, die dem Wein aus Italien oder Frankreich kaum noch nachsteht. Australischer Wein hat sich — auch mit seinen hoch qualifizierten Weinmachern — in Europa erfolgreich ausgebreitet.
[Bearbeiten] Rebsorten
Insgesamt werden in Australien fast 140 Rebsorten angebaut. Von den insgesamt 173.776 Hektar bestockter Rebfläche sind 42 Prozent mit weißen Sorten, die restlichen 58 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt. Ein Teil der roten Ernte wird auch zur Herstellung von Roséwein verwendet.
Von den angebauten Rebsorten besitzen nur etwa 35 eine Marktbedeutung.
Quelle: Australian Government [1] Es folgen die Sorten Gewürztraminer (842 Hektar), Mourvèdre (795 Hektar), Chenin Blanc (684 Hektar), Cabernet Franc (588 Hektar), Sangiovese (479 Hektar), Malbec (440 Hektar), Durif (451 Hektar), Trebbiano (226 Hektar), Tempranillo (312 Hektar), Muscat rouge à petits grains (200 Hektar), Muscat blanc à petits grains (226 Hektar), Tarrango (201 Hektar), Muscadelle (197 Hektar), Marsanne (199 Hektar), Barbera (163 Hektar), Doradillo (96 Hektar), Schwarzriesling (126 Hektar), Crouchen (101 Hektar), Nebbiolo (97 Hektar), Palomino (79 Hektar), Touriga Nacional (58 Hektar), Roussanne (46 Hektar) und Taminga. [Bearbeiten] Die wichtigsten Weinbauregionen AustraliensDie auf dem Etikett angegeführten Informationen sind strengen Regelungen unterworfen. Dies gilt insbesondere für die Herkunftsbezeichnungen. [Bearbeiten] South AustraliaIn South Australia gibt es folgende Weinbauregionen:
[Bearbeiten] VictoriaIn Victoria gibt es folgende Weinbauregionen: [Bearbeiten] New South WalesIn New South Wales gibt es folgende Weinbauregionen: [Bearbeiten] Western AustraliaWeite Gebiete Westaustraliens sind wegen des trockenen und heißen Klimas nur als Weideland für Schafe nutzbar. Die Gegend um die Stadt Perth genießt jedoch ein angenehmes Mittelmeerklima. In Western Australia gibt es folgende Weinbauregionen: [Bearbeiten] TasmanienIn jüngster Zeit machen auch Weine aus Tasmanien auf sich aufmerksam. Insbesondere die Weine aus den Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir ergeben hier feinste Qualitäten, da sie sich im kühleren Klima der Insel wohlfühlen. [Bearbeiten] Merkmale und KritikDer Stil australischer Weine ist oft von großer Fruchtfülle geprägt und ist so den Weinen aus Südamerika oder Kalifornien näher als der Alten Welt (Europa). Kritisiert an australischem Wein wird dann gelegentlich von Ablehnern dieser Stilistik der "marmeladige" Charakter vieler Weine, und auch gelegentlich seine fabrikmäßige, auf riesige Mengen ausgerichtete Produktionsweise, die konträr zur mehr handwerklichen Wein-Tradition von Europa stehe. Allerdings gibt es auch hier teilweise hochinteressante, exzellente Weine, die zuweilen noch stiefmütterlich behandelt werden und auf eine über 100 Jahre alte Weinanbautradition zurückgreifen. Verschiedene dieser Sorten werden seit über 30 Jahren prämiert und einige Weingüter sind mit der Höchstwertung von 5 Sternen ausgezeichnet. [Bearbeiten] WeinindustrieAustralien steht weltweit betrachtet auf Platz sechs der weltgrößten Weinproduzenten mit einer Gesamternte von ca. neun Millionen Hektoliter im Jahr 2001. Der Weinexport des Landes wächst enorm. So exportierte Australien vom Sommer 2001 bis zum Sommer 2002 insgesamt Wein im Wert von über zwei Millionen Australischen Dollar. Von 2001 bis 2005 hat sich die Exportmenge verdoppelt. Eine erneute Verdopplung in den nächsten fünf Jahren ist wahrscheinlich. Aus Australien stammt eine Reihe qualitativ hochwertiger und international ausgezeichneter Weingüter, wie beispielsweise Peter Lehmann, Lindemans, Penfolds, Sandalford oder Wolf Blass. [Bearbeiten] KlassifikationDas „Labelling Integrity Programme“ stellt sicher, dass das Etikett den Herstellungsbereich, den Jahrgang und die verwendeten Rebsorten nennt. Ein System von „Geographical Indications“ definiert die Herkunftsgebiete auf unterschiedlichen Ebenen. „Produce of Australia“ ist die grundlegende Bezeichnung, gefolgt von „South-Eastern Australia“, mit der häufig populäre Verschnittweine gekennzeichnet sind. „State of Origin“ ist noch spezifischer, und jeder australische Staat verfügt über eine Anzahl „Zones“. „Regions“ und „Subregions“ sind noch kleinere Einheiten. Wein aus Spitzenreblagen kann die Bezeichnung Outstanding oder Superior tragen. [Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Siehe auch[Bearbeiten] Weblinks[Bearbeiten] Literatur
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