Weinbau in Israel

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Der Weinbau in Israel lässt sich bis in die biblischen Zeiten zurückverfolgen. Die Geschichte des Weinbaus im heutigen Israel reicht in Palästina bis in die Antike zurück; auch unter muslimischer Herrschaft kam die Weinproduktion nicht völlig zum Erliegen. Während der byzantinischen Herrschaft davor kamen aus Palästina einige sehr begehrte Weine. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wird wieder vermehrt Wein hergestellt. Der moderne israelische Weinbau wurde maßgeblich von Baron Edmond James de Rothschild, dem ehemaligen Mitbesitzer des berühmten bordelaiser Weingut Château Lafite-Rothschild beeinflusst. Im modernen Staat Israel wird Wein auf einer Rebfläche von 5.000 Hektar angebaut (Stand 2000); wichtige Anbaugebiete sind Bet Schemesch, Zichron Ja'akow und die Golanhöhen. Mittlerweile produzieren einige hundert Weingüter Weine, die auch in bescheidenem Maß exportiert werden. Der Export generiert jährlich ca. 22 Millionen Dollar Deviseneinnahmen. Größter Weinerzeuger des Landes sind die Carmel-Weinkellereien.

Israel ist damit Hauptlieferant für koscheren Wein weltweit. Kennzeichen für koscheren Wein sind beispielsweise: Die Trauben werden erst ab dem vierten Jahr geerntet, die Erntegeräte werden unter Aufsicht eines Rabbiners gesäubert und ein kleiner Teil des Weines muss verschenkt werden.

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Literatur[Bearbeiten]