Weinkarte

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Begründung: Vorlage:Löschantragstext/Juli Der Artikel liest sich wie aus einem Ratgeber für Auszubildende im Gaststättengewerbe abgeschrieben. "Hierbei müssen Kaufimpulse ausgelöst werden", "Der Gast möchte...erleben", "sollte" usw. hören sich toll an, aber in einer Enzyklopädie? Sicher nicht. Außerdem liegt der Verdacht einer URV sehr nahe. Siehe dazu den Quellen-Link in der Version vom 25. März 2012, 10:55 --StephanGruhne (Diskussion) 20:30, 21. Jul. 2014 (CEST)


Weinkarte in Hong Kong

Eine Weinkarte, unabhängig von der Getränkekarte innerhalb der Menükarte, ist eine Übersicht über das Weinangebot eines gastronomischen Betriebes und dessen Preise.

Aufgabe[Bearbeiten]

Die Weinkarte hat die Aufgabe die angebotenen Weine vorzustellen und zu erklären. Dem Gast soll ein Überblick über das komplette Angebot des Weinkellers gegeben werden. Hierbei müssen Kaufimpulse ausgelöst und/oder verstärkt werden. Besonders wichtig ist dies, wenn dem Gast aufgrund der Betriebsgröße oder Kategorie des Restaurants kein ausgebildeter Sommelier für die Beratung zur Seite stehen kann. Im Restaurant empfiehlt sie den Gästen die passenden Weine zu ihren Speisen. Sie dient als Visitenkarte des Gastwirts, da sich in Text und Gestaltung der Anspruch des Weinkellers und des angebotenen Gesamtkonzepts spiegelt; hierbei muss sie dem Image des Betriebes angepasst sein und darf keine falsche Erwartungen wecken. Die Weinkarte ist nach dem „ersten Eindruck“, dem Eindruck den das Servicepersonal dem Gast vermittelt und der Speisekarte, der vierte Faktor, der dem Gast zur Beurteilung eines Lokals dient bevor er eine Bestellung aufgibt.

Formen[Bearbeiten]

Um diese Aufgaben zu erfüllen muss die Karte nicht generell als Druckformat vorliegen. Die Weine können auch auf andere Arten präsentiert werden. Aufschriften auf Schiefertafeln ermöglichen beispielsweise auf ein rasch wechselndes Angebot aufmerksam zu machen. Anschreibetafeln, Plakate und Straßentafeln tragen das Weinangebot vom Gastraum auf die Straße und demonstrieren Originalität, Vielfalt und Individualität des Weinangebots. Auch der Einsatz von Monats- oder Wochenweinkarten, online Weinkarten oder speziellen Referenzweinkarten als Empfehlung zur Speisekarte sind denkbar und praktikabel.

Die individuelle Erstellung der Weinkarte dient als Marketinginstrument mit dem die Unternehmensidentität ausgedrückt wird, die Kategorie und Anspruch des Gastronomiebetriebs widerspiegeln sollte. Dies zeigt sich als erster Eindruck in der Materialauswahl für die Karte. Die verschiedenen Umschlag- und Seitenmaterialien wie Karton, Papier, Plastik oder (Kunst-)Leder und das Corporate Design verstärken den ersten Eindruck des Gastes. Bei der Materialauswahl spielt je nach Anspruch die Haltbarkeit eine wichtige Rolle. Wichtig ist ein handliches Format, d.h. beim Öffnen der Karte sollte der Nachbar nicht belästigt werden, noch sollten bereits eingedeckte Gläser das Studium der Karte behindern.

Inhalt und Aufbau[Bearbeiten]

Der Gast möchte neben einem Standardangebot regionale, länder- oder sortentypische Besonderheiten erleben. Vom einfachen Wein mit geschützter geografischer Angabe (Indication Géographique Protégée) bzw. IGP-Wein, bis zum Spitzenwein Großes Gewächs existiert eine breite Palette an Qualitätsstufen, deren Auswahl auf das Konzept des gastronomischen Betriebes zugeschnitten sein sollte, da die Weine Teil des Gesamterlebnisses für den Gast sind.

Zuerst werden die offene Weine und danach die Flaschenweine präsentiert. Ein Grundangebot an offenen Weinen bzw. Schoppenweinen umfasst je einen trockenen Rot-, Rosé- und Weißwein; zunehmend wird auch wieder halbtrockener Wein nachgefragt. Halbe Flaschen (0,375 l) werden entweder nach der offenen Auswahl, oder als Alternative zur Normalflasche, 1/1 bzw. Eintelflasche angeboten. Schaumwein bis hin zum Champagner können nach dem Aperitif-Digestif-Prinzip vor oder nach der Weinauswahl erscheinen.

Die weitere Auswahl kann sich je nach Konzeption eines Betriebes über Anbaugebiete oder Nationalitäten, z.B. deutsche, französische, spanische oder italienische Weine erstrecken. Diese sollten dann zugleich aber auch geschmackstypische Unterschiede betonen, also beispielsweise die Bandbreite zwischen fruchtig und extrem trocken abdecken mit dem Ziel bestmöglicher Typizität und Ausdruck des Terroirs. Ob hierbei auch Raritäten also sehr alte Jahrgänge, oder andere hochpreisige Weine, wie Kultweine ( z. B. Sassicaia), angeboten werden hängt vom Anspruch des Gastronomen ab.

Alternative Aufbauszenarien einer Weinkarte sind die Anordnung über die Rebsorten, also zunächst alle Rieslinge, dann Burgundersorten, Silvaner und Neuzüchtungen, über Geschmacksangaben oder über Qualitätsstufen. Bei regionalen Karten kommt die Gliederung nach Weingütern in Frage. Hier kann die Wiedererkennung durch Abbildung eines Weinetiketts gestützt werden. Eine gewisse Jahrgangsvielfalt sollte geboten werden, ergibt sich aber auch im Laufe der Zeit durch Restbestände.

Grundsätzlich gilt: bei mehr als 100 Positionen sollte die Weinkarte durch ein Inhaltsverzeichnis gegliedert werden. In jedem Fall sind logische Anordnungen bzw. Aufbau wichtig! Ebenso ein einheitlicher Umgang mit Klassifizierungen, Qualitätsbezeichnungen und Sprachen; wenn fremdsprachig, dann durchgängig, z.B. „Appellation d’Origine Contrôlée“ oder „Vino de Pago“ etc..

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weinkarten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien