Weinolsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Weinolsheim
Weinolsheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Weinolsheim hervorgehoben
49.8155555555568.2727777777778183Koordinaten: 49° 49′ N, 8° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Rhein-Selz
Höhe: 183 m ü. NHN
Fläche: 5,92 km²
Einwohner: 734 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55278
Vorwahl: 06249
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 064
Adresse der Verbandsverwaltung: Sant' Ambrogio-Ring 33
55276 Oppenheim
Webpräsenz: www.weinolsheim.de
Ortsbürgermeisterin: Gabriele Wagner (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Weinolsheim im Landkreis Mainz-Bingen
Breitscheid (Hunsrück) Bacharach Manubach Oberdiebach Oberheimbach Niederheimbach Weiler bei Bingen Trechtingshausen Waldalgesheim Münster-Sarmsheim Bingen am Rhein Ingelheim am Rhein Budenheim Heidesheim am Rhein Wackernheim Grolsheim Gensingen Horrweiler Aspisheim Welgesheim Zotzenheim Badenheim Sprendlingen Sankt Johann (Rheinhessen) Wolfsheim (Gemeinde) Ockenheim Gau-Algesheim Appenheim Nieder-Hilbersheim Bubenheim (Rheinhessen) Ober-Hilbersheim Engelstadt Schwabenheim an der Selz Jugenheim in Rheinhessen Stadecken-Elsheim Essenheim Ober-Olm Klein-Winternheim Nieder-Olm Sörgenloch Zornheim Bodenheim Gau-Bischofsheim Harxheim Nackenheim Lörzweiler Mommenheim (Rheinhessen) Hahnheim Selzen Nierstein Oppenheim Dienheim Dexheim Dalheim (Rheinhessen) Köngernheim Friesenheim (Rheinhessen) Undenheim Uelversheim Uelversheim Ludwigshöhe Guntersblum Weinolsheim Dolgesheim Eimsheim Hillesheim (Rheinhessen) Wintersheim Dorn-Dürkheim Rhein-Lahn-Kreis Hessen Mainz Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Bad Kreuznach Donnersbergkreis Landkreis Alzey-WormsKarte
Über dieses Bild
Katholische Pfarrkirche St. Peter
Evangelische Kirche

Weinolsheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Selz an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Oppenheim hat.

Geographie[Bearbeiten]

Weinolsheim liegt in Rheinhessen zwischen Mainz und Worms.

Nachbargemeinden sind Bechtolsheim, Dalheim, Dolgesheim, Friesenheim und Uelversheim.

Zu Weinolsheim gehört auch der Wohnplatz Weißmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet des heutigen Weinolsheim lebten um das Jahr 500 Franken. Vermutlich gab es ein fränkisches Dorf, das königliche Domäne, also Königsgut, war. Denkbare Herkunft des Ortsnamens von einem fränkischen Sippenältesten namens Winolf, der den Ort gegründet haben könnte. Am 22. Oktober 789 wurde Weinolsheim erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erwähnt.

Von 1972 bis 2014 gehörte Weinolsheim der Verbandsgemeinde Guntersblum und seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Rhein-Selz an.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Weinolsheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 452
1835 651
1871 621
1905 573
1939 555
1950 636
Jahr Einwohner
1961 531
1970 502
1987 522
1997 682
2005 706
2013 734

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Weinolsheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 5 12 Sitze
2009 5 7 12 Sitze
2004 2 5 5 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Ortsgemeinde Weinolsheim e.V.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt im geteilten Schild in der oberen Hälfte in Silber die wachsende, blau gewandete Figur mit goldenem Heiligenschein des heiligen Petrus in Vorderansicht, in der rechten Hand einen goldenen Wanderstab und in der linken Hand einen goldenen Schlüssel tragend; in der unteren Hälfte in Gold einen schwarzen, nach rechts blickenden rot bewehrten Adler.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

An der Gaustraße befindet sich ein aus Flonheimer Sandstein geschaffenes Kriegerdenkmal, das auf die Gefallenen Weinolsheimer im Preußisch-Französischen Krieg 1870/71 erinnert. Der Obelisk wurde zwischen 1875 und 1880 geschaffen und ist mit dem großherzoglich-hessischen Löwen geschmückt. Auf den Flanken finden sich die Namen der Gefallenen und ein Hinweis auf die Schlacht bei Gravelotte.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Weinolsheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Weinolsheim ist stark vom rheinhessischen Weinbau geprägt. In dem Ort mit relativ kleiner Gemarkung findet man noch dreizehn hauptberufliche Winzerbetriebe, unter anderem das 20 ha große von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) empfohlene Weingut Manz. Die Ortswinzer bewirtschaften Lagen entlang der Rheinfront, aber auch zum großen Teil auf der Ebene der Rheinterrasse. Die Ortslagen Güldenmorgen und Krötenbrunnen befinden sich im Bereich Nierstein. Erich und Eric Manz führten als zweites Standbein noch einen Weinabfüllbetrieb außerhalb des Ortskerns.

Verkehr[Bearbeiten]

Weinolsheim ist über die Landesstraßen 425 und 437 sowie die Kreisstraße 39 erreichbar. Der Öffentliche Nahverkehr wird durch die Omnibusverkehr Rhein-Nahe übernommen, die Weinolsheim mit der Linie 662 an Undenheim einerseits, sowie Nierstein bzw. Oppenheim andererseits anbindet. Am Morgen werden am Niersteiner Bahnhof Anschlüsse in Richtung Mainz für Pendler eingehalten. Am Nachmittag verkehrt die Linie 662 bis Oppenheim Verbandsgemeindeverwaltung.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Weinolsheim schloss sich 2007 mit ihrer Nachbar-Feuerwehr aus Uelversheim zur Feuerwehreinheit Uelversheim-Weinolsheim zusammen. Im Zuge dieser freiwilligen Neustrukturierung wurde ein neues, modernes Feuerwehrhaus mit Übungshof zwischen den beiden Ortsgemeinden errichtet.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weinolsheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 106 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen