Weird Tales

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Weird Tales July 1941

Weird Tales ist ein US-amerikanisches Pulp-Magazin, in dem Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Geschichten veröffentlicht werden.

Entwicklung 1923–1937[Bearbeiten]

Die erste Ausgabe erschien im März 1923. Sie wurde in Chicago von J. C. Henneberger, einem ehemaligen Journalisten mit einer Vorliebe für das Makabere, herausgegeben. Der erste Lektor war Edwin Baird, sein Assistent war Farnsworth Wright.

Bereits nach vierzehn Ausgaben übernahm Wright Bairds Bereich, wobei er dem Magazin eine eigene Note verlieh. Er veröffentlichte Geschichten von H. P. Lovecraft und dem seinerzeit sehr populären Seabury Quinn. Ein weiterer erfolgreicher Autor war Robert E. Howard, dessen Geschichten von Conan dem Cimmerier sehr bekannt wurden. Darüber hinaus gab er Autoren wie Robert Bloch und Clark Ashton Smith die Gelegenheit, ihre Werke erstmals zu veröffentlichen. Wright, der unter der Parkinson-Krankheit litt, arbeitete bis zum März 1940 als Lektor für Weird Tales. Im Juni desselben Jahres verstarb er.

Verfall 1937–1954[Bearbeiten]

Weird Tales litt stets unter finanziellen Nöten, wobei das Magazin in Konkurrenz zu Comics, dem Radio und billigen Taschenbüchern stand. Nach dem Tod von Lovecraft im Jahre 1937 und dem Ausscheiden von Wright erlebte das Magazin einen Niedergang und wurde schließlich 1954, nach 279 Ausgaben, eingestellt. Die letzten Jahre, mit Dorothy McIlwraith als Lektorin, waren gekennzeichnet durch „verschollene“ Lovecraft-Werke, die gelegentlich auftauchten, grelle Coverabbildungen und Geschichten im Stil von Lovecraft, die von dessen selbsternanntem literarischen Nachlassverwalter August Derleth verfasst wurden.

Donald A. Wollheim brachte 1947 bis 1952 achtzehn Bände des Avon Fantasy Reader heraus, in denen die besten Storys aus dem Magazin nachgedruckt wurden.

Wiedererweckung[Bearbeiten]

Zwischen 1954 und 1988 erlebte das Magazin mehrere kurze Wiederbelebungen. Unter der Herausgeberschaft von George Scithers und Darrell Schweitzer begann das Magazin ab 1988 wieder regelmäßiger zu erscheinen. Das Magazin erlangte finanziellen Erfolg, da die Beiträge von angesehenen zeitgenössischen Autoren wie Tanith Lee, Brian Lumley und Thomas Ligotti stammten. Von 1998 bis 2005 wurde Weird Tales vom Verlag DNA Publications herausgegeben und dann 2005 an Wildside Press weiterverkauft. 2007 wurde das Magazin völlig umgestaltet und erhielt 2009 zum ersten Mal den Hugo Award.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert M. Christ: Weird Tales, ein ungewöhnliches Magazin. In: Blätter für Volksliteratur 52/1 (2013), S. 35-45.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. TheHugoAwards.org (Hg.): 2009 Hugo Award Winners, ges. 2012-0606-1525.
  2. WorldFantasy.org (Hg.): Awards List, ges. 2012-0606-1525.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weird Tales – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

http://weirdtalesmagazine.com/