Weissflue

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Weissflue
Weissflue über Sapün

Weissflue über Sapün

Höhe 2'843,3 m ü. M.
Lage Kanton Graubünden, Schweiz
Gebirge Plessur-Alpen
Koordinaten 779672 / 18982146.8352589.7941082843.3Koordinaten: 46° 50′ 7″ N, 9° 47′ 39″ O; CH1903: 779672 / 189821
Weissflue (Graubünden)
Weissflue
Gestein Penninikum
Erstbesteigung unbekannt

Die Weissflue (auch geläufig: Weissfluh oder Weissfluhgipfel) ist ein 2'843 m ü. M. hoher Berg in den Plessur-Alpen nordwestlich des bekannteren, obschon etwas kleineren Weissfluhjochs.

Die Weissflue, die früher auch Gablerflue genannt wurde, ist die höchste Erhebung der ehemaligen Gemeinde Langwies (heute Arosa) im Schanfigg und der höchste Punkt des Davoser Skigebiets Parsenn. Sie gehört zum Gebiet der Aroser Schuppenzone und damit zum penninischen Ablagerungsbereich (Penninikum). Die Weissflue zählt geologisch zu den Aroser Dolomiten. Ihr höchster Punkt liegt am südwestlichen Rand eines ausgedehnten Schuttplatteaus. Rund 300 m nordwestlich vom Hauptgipfel befindet sich der Nordgipfel, 2834 m.ü.M., von dem der Westgrat ausgeht. Der Gipfel bietet dem Besucher eine umfassende Rundsicht und einen Tiefblick in Richtung Arosertal-Schanfigg.

Eine Luftseilbahn führt vom Weissfluhjoch auf das Gipfelplateau der Weissflue, das mit diversen Bauten überstellt ist; neben einem Panoramarestaurant sind dies vor allem die Messstationen des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF sowie militärische und funktechnische Anlagen. Im Sommer 2014 errichtet der Wetterdienst Meteo Schweiz im Gipfelbereich zudem einen Wetterradar.[1]

Die Weissflue ist neben dem Wanderwerg über die Normalroute – via Sapün-Haupter Tälli-Wasserscheide (Schwierigkeit T2) – auch vom Obersäsställi durch die Nordostflanke (Schwierigkeit T4) und über die Schwerzi (2568 m.ü.M.), einem geologisch interessanten Übergang vom Sapün ins Fondei am Westfuss der Weissflue, in leichter Kletterei zu erreichen (Schwierigkeit T6).

Die Weissflue bildet eine Wasserscheide zwischen Prättigau und Schanfigg. Am Fusse der Weissflue führt der Casannapass vorbei, der das innere Fondei mit der Alp Casanna verbindet.

Nächstgelegene Ortschaften sind im Abstand von jeweils sieben Kilometern Davos im Südosten und Langwies im Südwesten.

Galerie[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Manfred Hunziker: Ringelspitz/Arosa/Rätikon, Alpine Touren/Bündner Alpen, Verlag des SAC 2010, ISBN 978-3-85902-313-0, S. 395.
  • Die Hausberge des Kantons Graubünden, Verlag Rüegger, Chur/Zürich 2003, ISBN 3-7253-0742-3, S. 404.
  • SAC Clubführer, Bündner Alpen 1, Tamina- und Plessurgebirge, Verlag des SAC, 4. Auflage 1988, S. 27 ff., 272 f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weissflue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Südostschweiz vom 18. Oktober 2013, S. 7.