Weitbruch

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Weitbruch
Wappen von Weitbruch
Weitbruch (Frankreich)
Weitbruch
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau
Kanton Haguenau
Gemeindeverband Basse Zorn.
Koordinaten 48° 45′ N, 7° 47′ O48.7563888888897.7780555555556166Koordinaten: 48° 45′ N, 7° 47′ O
Höhe 143–187 m
Fläche 15,11 km²
Einwohner 2.672 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 177 Einw./km²
Postleitzahl 67500
INSEE-Code
Website http://www.weitbruch.fr/

Weitbruch ist eine Gemeinde mit 2672 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Kanton Haguenau im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich. Sie ist Mitglied der Communauté de communes de la Basse Zorn.

Ortsansicht

Geografie[Bearbeiten]

Ortsplan

Der Ort wird von der Departementsstraße D 140 passiert und liegt in der Oberrheinischen Tiefebene 24 km nördlich von Strasbourg und 13 km südlich von Haguenau. Umliegende Gemeinden sind Haguenau im Norden, Brumath im Süden und Niederschaeffolsheim im Westen.

Von den 1.511 Hektaren des Gemeindegebietes sind ungefähr 600 bewaldet, 750 werden landwirtschaftlich genutzt und 160 sind besiedelt. 670 Hektaren sind in privatem Besitz.

Geschichte[Bearbeiten]

Um das Jahr 743 hieß der Ort Uiccobrocho bzw. Wiccobrocho. Spätere Ortsnamen waren Wibbruch (1166), Wipruch (1266), Witbruch (1337), Vitbruch (1434), und Wibruech. Das Dorf erhielt seinen heutigen Namen, als die Alemannen im Elsass die Oberhand gewannen.[1]

Auszug einer Urkunde worin Johann Ulrich von Pfirt Johannes Scheffer als "eius famulus" bezeichnet

Ein Adelsgeschlecht welches sich von Weitbruch nannte tritt urkundlich erstmals im Jahre 1166 in Erscheinung. In dieser Urkunde wird bei einem umfangreichen Verkauf von Ländereien des Kaiser Friedrich I., "Barbarossa" - "Friderico imperatore regnante" neben Gottfried von Hagenau (Godefridus de Hagenau) auch ein Erkenbald oder Archibald von Weitbruch (Erchenboldus de Wibbruch) genannt, die gemeinsam mit dem Abt von St. Blasien Werner (Wernherus), vertreten durch die beiden Priore Wolframus und Garfilius unter Anwesenheit zweier kaiserlichen Ministern - "miniserialis imperatoris", Arnold (Arnoldus) und Wicherus, und dem Ritter Dolmarus von Mittelhaus (Dolmarus miles de Mitelhaus) die Immobilientransaktion besiegelten.[2] In den Jahren 1393, 1399 und 1400 tritt urkundlich ein Johannes Scheffer auf, der sich selbst zeitweise auf die mütterliche Seite beziehend als "Witwen Sohn von Weitbruch" bezeichnet.[3] Nachdem sein Vater Lütfried (auch Lüthold) Schäffer (Schüsser) bei der Schlacht bei Sempach gefallen war begründete dieser die Schäfer Linie in der damaligen Grafschaft Hauenstein.

Wie es scheint, gab es auch einen Mannesstamm derer von Weitbruch welche den Namen forttrug. So erscheint in einer Lehensabgabe für ein Gut gelegen in Weitbruch welche 1457 an einen Joychen Claus von Wipruch, danach an dessen Witwe Margred (ab 1476 - 1481) und danach an Joichen Hans von Wipruch (1483) überging.[4] Der 1462 genannte Pfründeempfänger, des Klosters St. George in Haguenau, Johann von Wipruch, dürfte mit dem vorgenannten wohl kaum übereinstimmen, da dieser zu diesem Zeitpunkt bereits über 90 Jahre alt gewesen wäre.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
1.725 1.909 2.083 2.264 2.323 2.473 2.662

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weitbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freiburger Diözesan-Archiv, Bände 78–80, Verlag Herder, 1958.
  2. Gerbert, Martin: Historia Nigrae Silvae ordinis Sancti Benedicti coloniae. Band: 3, S. 95
  3. Beuggener Copialbuch Fol. 119 in den Jahren 1393, 1399 und 1400
  4. Cartulaire de L’Église S. Georges de Haguenau – Archivalische Beilage des Strassburger Diöcesanblattes, S.575 und Seite 327