Welfenlegion

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Hannoversche Offiziere 1868 in Paris
Atelieraufnahme eines unidentifizierten Fotografen

Die Welfenlegion war eine 1867 gegründete Freischar aus Soldaten der früheren hannoverschen Armee. Sie sollte im Falle eines vorhersehbaren französisch-preußischen Krieges an der Seite Frankreichs dem exilierten König Georg V. von Hannover sein 1866 von Preußen annektiertes Königreich Hannover zurückerobern.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Welfenlegion wurde zunächst in Holland aufgestellt und fand dann in Frankreich Duldung. Sie löste sich aber bald auf. Ihre Aufstellung war einer der Gründe zur Einziehung des Vermögens Georgs V. durch Bismarck (siehe Welfenfonds).

Wohl im Zusammenhang mit finanziellen Transaktionen hinsichtlich der Truppenaufstellung wurde der Bankier Georgs V., Israel Simon, in Hannover festgenommen. Auch der letzte Außenminister des Königreichs Hannover Adolf Ludwig Karl Graf von Platen-Hallermund wurde nach Rückkehr aus dem Exil in Preußen verurteilt.

Nachlässe[Bearbeiten]

Im Zusammenhang mit der Welfenlegion listet die Zentrale Datenbank Nachlässe des Bundesarchivs die Nachlässe von Ernst Heinrich Wilhelm und insbesondere Adolph Friedrich Traugott von Tschirschnitz im Hauptstaatsarchiv Hannover.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Renate Duckstein: „Die Welfenlegion“. Die Politik des Königs Georg von Hannover in den Jahren 1866-1870 im Zusammenhang mit der grossen europäischen Politik, Dissertation [o.O., o.J.] auszugsweise abgedruckt in: Jahrbuch der Philosophischen Fakultät Göttingen, 1923, S. 46-49
  • N.N.: FÜRSTENHÄUSER / WELFEN / Der Preuße fiel ins Land, in: Der Spiegel, Ausgabe 4/1958 vom 22. Januar 1958, online

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Suchergebnisse in der Datenbank