Wellendorff

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Wellendorff Gold-Creationen GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1893
Sitz Pforzheim, Deutschland
Leitung Geschäftsführer:
  • Hanspeter Wellendorff
  • Christoph Wellendorff
  • Georg Wellendorff
Mitarbeiter 100[1]
Branche Schmuckhersteller
Website www.wellendorff.com
Gründer Ernst Alexander Wellendorff

Die Wellendorff Gold-Creationen GmbH & Co. KG (offiziell Dr. Alex Wellendorff GmbH & Co. KG[2]) ist eine deutsche Schmuckmanufaktur in Familienbesitz mit Hauptsitz in Pforzheim, Baden-Württemberg. Als Klassiker der Marke gelten heute die goldene Wellendorff-Kordel[3] sowie die farbigen, in sich drehbaren Ringe.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Manufaktur wurde 1893 von Ernst Alexander Wellendorff in Pforzheim gegründet. Zuvor hatte Wellendorff die dortige Herzogliche Kunstgewerbeschule und Fachschule für die Metallindustrie besucht und sein Diplom mit Auszeichnung erhalten. Auch die Nähe zum international bedeutenden Kurort Baden-Baden förderte den sich rasch abzeichnenden Erfolg des selbstständigen Designers und Goldschmieds. Er wurde bald auch im Russischen Reich und im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland bekannt.

Sein Sohn Alex Wellendorff kümmerte sich um den Wiederaufbau der Manufaktur nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

1960 trat Hanspeter Wellendorff, der Sohn von Alex und Enkel von Ernst Alexander Wellendorff, als Geschäftsführer in das Unternehmen ein. Sein Entschluss, die Manufaktur als Marke zu etablieren, führte unter anderem zur Entwicklung des Brillant-„W“ als Markenzeichen.[4].

Heute wird das Unternehmen in dritter und vierter Generation von Hanspeter Wellendorff sowie dessen Söhnen Christoph und Georg geleitet[5].

Produkte[Bearbeiten]

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Im Jahre 1977 wurde die klassische Wellendorff-Kordel eingeführt, welche bis heute nahezu unverändert hergestellt wird. Für die Kordel eines Colliers benötigt ein Goldschmied einen hauchdünnen 18-karätigem Golddraht von etwa 160 Metern Länge, aus dem in vielen Arbeitsschritten von Hand ein Collier gewoben wird.

Seit 1993 fertigt die Manufaktur außerdem Schmuckstücke mit Kaltemaille. Die verwendete Kaltemaille ist im Vergleich zur herkömmlichen Emaille stoßfest und besonders beständig. Charakteristisch für die Ringe ist der Glanz von farbigem Wellendorff-Emaille, das zwischen graviertem Muster und Ornamenten auf mehreren Ebenen eingelegt wird.

Im Jahr 1997 begründete der erste Jahresring „Hongkong“, aus Anlass der Übergabe der britischen Kronkolonie an die Volksrepublik China, eine Unternehmenstradition. Wellendorff präsentiert seither jährlich einen limitierten Jahresring, bei dem ein Thema oder Ereignis in Gestalt eines Ringes umgesetzt wird.

Die Manufaktur fertigt ausschließlich mit 18-Karat-Gold unter Verwendung von Edelsteinen wie auch in Kaltemaille.

Beispiele für Produkte:

Vertrieb[Bearbeiten]

Wellendorff-Boutique im KaDeWe Berlin

Wellendorff ist mit neun Boutiquen in Berlin im KaDeWe und Hotel Adlon, Mainz, Stuttgart, Düsseldorf, Wien, San Francisco, Hongkong, Peking sowie weltweit durch ein Netzwerk ausgewählter Juweliere vertreten.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. pz-news.de: „Wellendorff nennt im PZ-Gespräch Gründe für Abkehr von Baselworld“ (abgerufen am 28. März 2012)
  2. tmdb.de: Vermerk bei der Patentanmeldung der Marke „Wellendorff“ (abgerufen am 12. April 2012)
  3. Georg Etscheit: Kleine Weltmeister (11) : Das „W“ im Dekolleté. In: Die Zeit 06/2003. 2003, abgerufen am 27. April 2010.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSteffen Fründt: Wie Wellendorff glänzende Geschäfte macht. In: Welt. 3. Dezember 2007, abgerufen am 21. Juli 2010.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEin zehnmal gespaltenes Haar in Gold. In: FAZ. 16. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatOliver Klaffke: Wellendorff: Diskrete Heldentaten. In: BILANZ. BILANZ, 22. Oktober 2010, abgerufen am 22. Oktober 2010.