Wells Fargo
| Wells Fargo | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| ISIN | US9497461015 |
| Gründung | 1852 |
| Sitz | San Francisco, Vereinigte Staaten |
| Leitung | John G. Stumpf, Vorsitzender, Präsident & CEO |
| Mitarbeiter | 264.200 Mitarbeiter (2011) |
| Umsatz | 80,948 Milliarden USD (2011) |
| Branche | Universalbank |
| Website | www.wellsfargo.com |
Wells Fargo ist ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsunternehmen mit Firmensitz in San Francisco, mit Verbraucherfinanzierungs-Tochterunternehmen, die in Kanada, den Nördlichen Marianen und in der Karibik tätig sind. Das Unternehmen ist im Aktienindex S&P 500 gelistet.
Die Bank ist eine der 28 Großbanken, die vom Financial Stability Board (FSB) als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wurden.[1] Sie unterliegt damit einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Firmengeschichte [Bearbeiten]
Die Wurzeln der Firma reichen bis in das Jahr 1852 zurück. Damals gründeten William Fargo und Henry Wells im Westen der USA das gemeinsame Unternehmen Wells Fargo Company, um Transport- und (später) Finanzdienstleistungen anzubieten. Insbesondere die Postkutschen der Gesellschaft gehörten zum Straßenbild im sogenannten Wilden Westen.
Das heutige Unternehmen ist das Ergebnis der Übernahme der kalifornischen Firma Wells Fargo & Company durch die bislang in Minneapolis ansässige Norwest Corporation im Jahre 1998. Obwohl zumeist die übernommene Firma den Namen der Erwerberin annimmt, entschied sich Norwest stattdessen dafür, ihren Namen zugunsten der übernommenen Wells Fargo aufzugeben, da die fast 150-jährige Geschichte des Namens Wells Fargo und deren Postkutschen-Geschichten aus dem Wilden Westen attraktiv erschienen.
Mit Stand vom 31. Dezember 2011 verfügte Wells Fargo über mehr als 9.000 Filialen, 70 Millionen Kunden und 264.200 Mitarbeiter. Es bietet außerdem über das Internet und weitere Distributionskanäle Serviceleistungen an.[3]
Ende 2008 übernahm Wells Fargo den US-amerikanischen Konkurrenten Wachovia.[4]
Finanzkrise [Bearbeiten]
Die Finanzkrise betraf auch Wells Fargo. Am 28. Oktober 2008 bekam die Bank 25 Milliarden Dollar von der US-Regierung zur Verfügung gestellt.
Wells Fargo kündigte am 15. Dezember 2009 an, die im Zuge der Finanzkrise erhaltenen Staatshilfen zurückzuzahlen. Die 25 Milliarden Dollar an Steuergeldern aus dem Bankenrettungsplan der amerikanischen Regierung sollen möglichst schnell beglichen werden. Zur Finanzierung sei eine Kapitalerhöhung von 10,4 Milliarden Dollar geplant.[5]
Im September 2011 stufte die Ratingagentur Moody’s die Bonität der langfristigen Kredite von Wells Fargo um eine Stufe von „A1“ auf „A2“ herab. Es sei weniger wahrscheinlich, dass die US-amerikanische Regierung einschreiten werde, um eine in Schwierigkeiten geratene Großbank vor einer Krise zu bewahren.[6]
Trivia [Bearbeiten]
Der historische Speditionsdienst wird in dem Lied The Wells Fargo Wagon aus dem Musical The Music Man erwähnt.
Die amerikanische TV-Serie Tales of Wells Fargo wurde bei NBC in den Jahren 1957 bis 1962 gesendet. Sie lief ab 1965 unter dem Titel Wells Fargo auch in einigen Regionalprogrammen der ARD.
Das Unternehmen spielt eine bedeutende Rolle in dem Lucky-Luke-Band Die Postkutsche.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Policy Measures to Address Systemically Important Financial Institutions. In: Financial Stability Board (FSB) vom 4. November 2011 (PDF-Datei; 105 kB)
- ↑ Update of group of global systemically important banks (G-SIBs) (PDF; 43 kB) vom 1. November 2012
- ↑ https://www.wellsfargo.com/downloads/pdf/invest_relations/wf2010annnualreport.pdf Seite 6
- ↑ Wells Fargo, Wachovia Agree to Merge - Pressemitteilung vom 3. Oktober 2008
- ↑ Wells Fargo begleicht Schulden
- ↑ Rating: Moody´s stuft drei US-Banken herunter bei focus.de, 21. September 2011 (abgerufen am 22. September 2011).
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