Welpe

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Jungtier von Raubtieren. Für andere Bedeutungen siehe unter Welpe (Begriffsklärung).
Ein Mischlingswelpe aus Wolfsspitz und Siberian-Husky

Als Welpe bezeichnet man „das Junge von Hunden, solange es noch gesäugt wird“.[1] Es handelt sich um einen fachsprachlichen Ausdruck der Hundeaufzucht. Innerhalb der Gruppe der Hundeartigen findet es auch auf die Jungtiere von Hunden (Canidae) und Marder (Mustelidae) Verwendung. Zu den Caniden (Hunde) gehören neben dem Haushund auch Wölfe, Füchse, Schakale und Kojoten, deren Jungtiere ebenfalls Welpen genannt werden[2].

Das Wort „Welpe“ ist niederdeutschen Ursprungs. Die hochdeutsche Form „Welfe“ hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchsetzen können.

Inhaltsverzeichnis

Haushund [Bearbeiten]

Sowohl die Zahl der Welpen als auch deren Geburtsgewicht variiert erheblich und ist unter anderem rasseabhängig. Weitgehend einheitlich ist dagegen das Verhältnis aus Gesamtgewicht des Wurfs zum Körpergewicht der Mutter, das bei 11 Prozent (10–15 %) liegt.[3] Der größte bekannt gewordene Wurf bestand aus 22 Welpen.[3] Beim Haushund wird ein Jungtier über die Säugezeit hinaus bis zu einem Alter von sechs bis neun Monaten als Welpe bezeichnet, spätestens mit dem ersten Verlust seiner Milchzähne beginnt aber die hormonelle Umstellung der Junghundzeit.

In der so genannten Welpenzeit finden die grundlegenden körperlichen Entwicklungen statt. In dieser Phase kommt es zudem zur charakterlichen Prägung bzw. Sozialisationsphase des Hundes. Es ist daher eine wesentliche Zeit in der Hundeerziehung.

In dem daran anschließenden Junghundalter entwickelt sich die Geschlechtsreife bei Männchen (Rüden) und Weibchen (Hündinnen). Das heißt, dass die Junghunde während dieser hormonellen Umstellung eine Wesensveränderung durchmachen. Beide Geschlechter werden empfindlicher, unsicherer, ängstlicher und anhänglicher und zeigen oft Fehlreaktionen in ihrem Verhalten, wie Schreckhaftigkeit, Fressunlust oder -gier, Unfolgsamkeit, Unkonzentriertheit, Gereiztheit und Angstbeißen, wenn sie in Bedrängnis kommen.

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Anton Fichtlmeier: Grunderziehung für Welpen. Kosmos, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-09988-1
  • Viviane Theby: Das Kosmos-Welpenbuch. Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09725-0 (mit CD Umweltgeräusche zur sanften Gewöhnung)
  • Imke Niewöhner: Auf ins Leben! - Grundschulplan für Welpen. Kynos Verlag, Mürlenbach/Eifel 2005, ISBN 3-938071-02-8

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Brockhaus 2004, Welpe (Welf)
  2. vgl. auch für Hunde, Füchse u. Wölfe Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort: 'Welpe'
  3. a b  Dorit Urd Feddersen-Petersen: Hundepsychologie. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-440-09780-9, Wurfgrößen, S. 222.

Weblinks [Bearbeiten]

Wiktionary Wiktionary: Welpe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Welpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien