Welsberg-Taisten

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Welsberg-Taisten
(ital.: Monguelfo-Tesido)
Wappen von Welsberg-Taisten
Welsberg-Taisten (Südtirol)
Welsberg-Taisten
Welsberg-Taisten
Lage von Welsberg-Taisten in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Pustertal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2013)
2.766/2.849
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
95,08 % deutsch
4,57 % italienisch
0,35 % ladinisch
Koordinaten 46° 45′ N, 12° 7′ O46.7512.1166666666671087Koordinaten: 46° 45′ N, 12° 7′ O
Meereshöhe: 1.042–2687 m s.l.m. (Zentrum: 1087 m s.l.m.)
Fläche: 46,56 km²
Dauersiedlungsraum: 9,7 km²
Fraktionen: Ried, Taisten, Taistner Alm, Unterrain, Welsberg, Wiesen
Nachbargemeinden: Gsies, Niederdorf, Olang, Prags, Rasen-Antholz
Postleitzahl: 39035
Vorwahl: 0474
ISTAT-Nummer: 021052
Steuernummer: 81004290219
Politik
Bürgermeister (2010): Albin Schwingshackl (SVP)

Welsberg-Taisten (italienisch Monguelfo-Tesido) ist eine Gemeinde in Südtirol (Italien) mit 2849 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Welsberg-Taisten befindet sich im Osten Südtirols. Das Gemeindegebiet mit einer Fläche von 46,56 km² erstreckt sich im in Ost-West-Richtung verlaufenden Pustertal, am Eingang des hier nach Nordosten abzweigenden Gsieser Tals, sowie in den umliegenden Höhen.

Welsberg, Hauptort der Gemeinde, von Westen gesehen, dahinter die Dolomiten

Das Gemeindezentrum, Welsberg (1070–1130 m s.l.m.), liegt im Talboden des Pustertals an der Mündung des Gsieser Bachs in die Rienz. Der kleine zu Welsberg-Taisten gehörende Abschnitt des Pustertals erreicht im Westen Richtung Olang noch einen Teil des Olanger Stausees; im Osten endet er in der Nähe der Mündung des Pragser Bachs in die Rienz, wo die Gemeinde an Prags und Niederdorf im Hochpustertal grenzt.

Nördlich über Welsberg liegt auf einer sonnenexponierten Terrasse über dem Eingangsbereich des Gsieser Tals der zweite Hauptort der Gemeinde, Taisten (1190–1280 m). Hinter Taisten steigt das Gelände zum Rudlhorn (2448 m) an, das mit einigen weiteren Gipfeln über 2000 m den höchstgelegenen Abschnitt von Welsberg-Taisten bildet. Hier findet der Kamm der Villgratner Berge sein südliches Ende, der das Gsieser Tal im Osten und das parallel verlaufende Antholzer Tal im Westen voneinander trennt.

Neben Welsberg und Taisten gehören noch vier kleinere Fraktionen zur Gemeinde. Südwestlich von Welsberg, wo die Nordhänge der Pragser Dolomiten ins Pustertal abfallen, befindet sich der kleine Ortskern von Ried (1140–1150 m). Westlich von Taisten liegen die Höfe der Streusiedlung Unterrain bis zur Gemeindegrenze zu Rasen-Antholz. Nahe der Grenze zu Gsies hingegen etwas östlich von Taisten nimmt Wiesen (1200–1260 m) den Talanfang des Gsieser Tals ein. Nördlich von Wiesen und Unterrain befindet sich die kaum besiedelte Fraktion Taistner Alm.

Geschichte[Bearbeiten]

1167 wird Welsperg erstmals urkundlich als Burg erwähnt. Schloss Welsperg war Sitz des gleichnamigen Grafengeschlechtes. In der Romanik des 12. Jahrhunderts entstand die Hauptburg, in der auslaufenden Gotik und beginnenden Renaissance des 16. Jahrhunderts wurden Erweiterungen angefügt. Das älteste Element der Burg ist der ungewöhnlich hoch und schlank wirkende Bergfried. Heute wird die Burg vom Kuratorium Schloss Welsperg betreut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Geburtshaus von Paul Troger in Welsberg
  • Geburtshaus Paul Troger: das Geburtshaus des Barockmalers befindet sich in Welsberg
  • Pfarrkirche zur Hl. Margareth: in Anfängen zurückgehend auf 1342, 1736 umgebaut, mit Altargemälden des Welsbergers Paul Troger
  • Bildstöckl: mit Fresken von Michael Pacher
  • Schloss Welsperg (auch Welsberg): aus dem 12./13. Jh.
  • Burgruine Thurn: (nicht zu verwechseln mit Schloss Thurn (Südtirol))
  • Kirche Unserer lieben Frau am Rain: 1337 erbaut
  • Pfarrkirche von Taisten: mit Malereien von Anton Zeiller und einer Monstranz aus dem 12. Jh.
  • Erasmuskapelle: von 1470, in Taisten
  • Jakobskapelle: mit Malereien von Simon von Taisten aus dem 15./16. Jh., in Taisten
  • St Georg: aus dem 12. Jh., mit Malereien von Simon von Taisten und Fresken
  • Tabernakelbildstock: aus dem 15. Jh., auf dem Kirchplatz

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter

  • Paul Troger (30. Oktober 1698 Welsberg - 20. September 1762 Wien), österreichischer Maler, gilt als einer der größten österreichischen Barockmaler
  • Franz Pahl, ehemaliger Abgeordneter im Südtiroler Landtag und Mitglied der Südtiroler Volkspartei.

Verkehr[Bearbeiten]

  • Welsberg-Taisten verfügt mit dem Bahnhof Welsberg-Gsies über einen Anschluss an das Bahnnetz der Pustertalbahn.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Welsberg-Taisten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien