Welterbe in Rumänien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Welterbestätten in Rumänien

Zum Welterbe in Rumänien gehören momentan sieben Welterbestätten, davon sechs Kulturerbestätten und eine Naturerbestätte (Stand 2014). Die erste Welterbestätte in Rumänien wurde im Jahr 1991 in der Liste eingetragen.

Welterbestätten[Bearbeiten]

Aktuelle Welterbestätten[Bearbeiten]

Diese Liste zeigt die sieben UNESCO-Welterbe-Stätten in Rumänien[1] in chronologischer Reihenfolge (K – Kulturerbe; N – Naturerbe).

Bild Jahr Art Offizielle Bezeichnung Beschreibung
Donaudelta 1.jpg 1991 N Biosphärenreservat Donaudelta[2] Das Biosphärenreservat Donaudelta[3] befindet sich im Mündungsgebiet der Donau in das Schwarze Meer. Es liegt zu 82,5 Prozent im rumänischen Teil der Landschaft Dobrudscha sowie zu 17,5 Prozent in der Ukraine.
Prejmer 200609.jpg 1993 K Kirchenburgen in Siebenbürgen - in Biertan (Birthälm), Câlnic (Kelling), Dârjiu (Ders), Prejmer (Tartlau), Saschiz (Keisd), Valea Viilor (Wurmloch) und Viscri (Deutsch-Weißkirch) Die Kirchenburgen[4] wurden in Siebenbürgen zur Verteidigung gegen Türken und Tataren-Einfälle erbaut.
RO VL Horezu monastery church.jpg 1993 K Kloster Horezu Das Kloster Horezu[5] steht im Westen der Walachei (Rumänien) am Fuße der Karpaten. Das Kloster wurde 1690 von dem damaligen Fürsten der Walachei Constantin Brâncoveanu (1654–1714) gegründet. Das Kloster ist im Brâncoveanu-Stil gebaut.
Moldovita monastery1.jpg 1993 K Acht Kirchen in der Moldau: Tăierea capului Sfântului Ioan Botezătorul, Adormirea Maicii Domnului, Buna Vestire, Înălțarea Sfântei Cruci, Sfântul Nicolae, Sfântul Gheorghe, Invierea Domnului und Sfântul Gheorghe. Die Moldauklöster'[6] sind eine Gruppe von rumänisch-orthodoxen Klöstern in der südlichen Bukowina. Ihr Bau wurde im 15. und 16. Jahrhundert im damaligen Fürstentum Moldau von Stefan dem Großen und seinen Nachfolgern rund um den Amtssitz Suceava veranlasst.
Traj col battle 5.jpg 1999 K Festungsanlagen der Daker in den Bergen von Orăștie (Broos) Die sechs dakischen Festungsanlagen[7] im Gebirge von Orăștie wurden vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. zur Verteidigung gegen die Römer errichtet.
RO MM Ieud valley 32.jpg 1999 K Holzkirchen in der Maramureș: Bârsana, Budești, Desești, Ieud, Plopiș, Poienile Izei, Rogoz, Șurdești. Die Holzkirchen in der Maramureș[8] sind etwa 60 Kirchengebäude in der Region Maramureș, ca. 45 davon in Rumänien, ungefähr 15 in der Ukraine.
Sighisoara IMG 5624.jpg 1999 K Historisches Zentrum von Sighișoara (Schäßburg) Das „Historische Zentrum“ , die sogenannte Burg, wurde im 17. Jahrhundert von den Siebenbürger Sachsen unter dem lateinischen Namen Castrum Sex erbaut.[9]

Als Welterbe nominierte Stätten[Bearbeiten]

In die sogenannte Tentativliste der UNESCO werden Stätten eingetragen, welche nach Ansicht der jeweiligen Regierung potentiell für die Auszeichnung als Welterbe geeignet sind. Dies sagt nichts darüber aus, ob eine spätere Kandidatur auch tatsächlich erfolgreich abgeschlossen werden kann. Derzeit (2014) sind in der Liste 13 Stätten aus Rumänien eingetragen.[10]

Bild Datum K/N Name Beschreibung
Slătioara3.jpg 1991 N Sekulärer Wald von Slătioara Die Nadelwälder von Slătioara im Kreis Suceava sind einzigartig in Rumänien und stehen seit 1941 unter Naturschutz.[11]
The Princely Church.JPG 1991 K Byzantinische and post-byzantinische Kirchen von Curtea de Argeș Die Kathedrale von Curtea de Argeș[12] ähnelt einem sehr großen und kunstvollen Mausoleum und wurde im byzantinischen Stil mit maurischen Arabesken erbaut. Weitere Kirchenbauten sind die Fürstenkirche „Sankt Nikolaus von Curtea de Argeş“ und die Kirche „Sankt Nikolaus der Kleine“
XIII century church from Densuş.jpg 1991 K Kirche von Densuș Die orthodoxe Kirche Sf. Nicolae von Densuș[13] ist die älteste Steinkirche Rumäniens, in welcher heute noch Gottesdienste stattfinden. Sie wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in der Nähe einer Römerstraße errichtet. Das Baumaterial der Kirche stammt von der Ruine der Burg der ehemaligen römischen Hauptstadt Dakiens Ulpia Traiana Sarmizegetusa.
Iglesia Trei Ierarhi (acabada).jpg 1991 K Kloster Sf. Trei Ierarhi (Die heiligen drei Hierarchen)in Iași Das Kloster der heiligen drei Hierarchen in Iași wurde von Vasile Lupu im gotischen Stil erbaut (1637–1639).[14]
Brancusi Gate Of Kiss Tragu Jiu 2013.JPG 1991 K Skulpturenensemble von Târgu Jiu Das Skulpturenensemble von Târgu Jiu[15] wurde zur Erinnerung an die Helden des 1. Weltkrieges von Constantin Brâncuși errichtet: der Tisch des Schweigens, das Tor des Kusses, die Unendliche Säule.
BasarabiComplex2.JPG 1991 K Höhlenkomplex Basarabi-Murfatlar Der mittelalterliche Höhlenkomplex von Basarabi-Murfatlar[16] umfasst sechs Höhlenkirchen, Galerien, Wohnungen und Grabmäler.
Neamt monastery 1.cristibur.jpg 1991 K Kloster Neamț Das Kloster Neamț[17] ließ Stefan der Große erbauen. In seiner Blütezeit war das Kloster ein bedeutendes Kulturzentrum mit Schulen für Miniaturmalerei und Kalligrafien.
Alba Iulia, Gate 3.jpg 1991 K Historische Stadt Alba Iulia Alba Iulia ist die einzige Stadt in Rumänien, die in ihrer Gesamtheit auf der Tentativliste der UNESCO steht und zum Welterbe vorgeschlagen wurde.[18]
Cula Duca, Măldărești.jpg 1991 K Kulas der Kleinen Walachei Die Kulas der Kleinen Walachei[19] sind Wehrbauten aus dem 16. Jahrhundert, die zum Schutz gegen die Türkeneinfälle errichtet wurden. 27 Kulas stehen auf der Tentativliste der UNESCO.
Retezat-VfRetezat.jpg 1991 N Das Massiv des Retezat Das Retezat-Gebirge wurde 1935 als erster Nationalpark des Landes gegründet. Seit 1979 ist ein Teil des Nationalparks als Biosphärenreservat der UNESCO ausgewiesen.[20]
Varful Pietrosul Rodnei.jpg 1991 N Nationalpark Rodna-Gebirge Im Jahr 1932 wurde das Reservat Pietrosu Mare unter Naturschutz gestellt. 1979 verlieh die UNESCO dem Naturschutzgebiet den Status eines Biosphärenreservats.[21]
Magyarosaurus sp - scapula.jpg 1991 N Paläontologische Ausgrabungen von Sânpetru German In Sânpetru German wurden Fundstücke aus der Zeit der Criș-Kultur und der Coțofeni-Kultur, sowie eine Thraker-Siedlung aus der Bronzezeit entdeckt.[22]
Sibiu 200811 800px.jpg 2004 K Das historische Zentrum von Hermannstadt (Sibiu) und sein Ensemble von Plätzen Hermannstadt wurde im 12. Jahrhundert von den Siebenbürger Sachsen angelegt und war über Jahrhunderte deren politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, was sich bis heute im historischen Zentrum von Hermannstadt mit seinem Ensemble von Plätzen[23] widerspiegelt.
Situl rural Rimetea.jpg 2012 K Die historischen Dörfer Hollókõ und Rimetea und ihre Umgebungen Das Dorf Rimetea in Rumänien wurde in transnationaler Nominierung mit dem Dorf Hollókõ in Ungarn auf die Tentativliste der UNESCO gesetzt.[24]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. whc.unesco.org, Word Heritage List
  2. ddbra.ro, Donaudelta
  3. unesco.org, Das Donaudelta auf der Website der UNESCO
  4. unesco.org, Die Kirchenburgen in Siebenbürgen auf der Website der UNESCO
  5. unesco.org, Das Kloster Horezu auf der Website der UNESCO
  6. unesco.org, Moldauklöster auf der Website der UNESCO
  7. unesco.org, Die Festungsanlagen von Orăștie auf der Website der UNESCO
  8. unesco.org, Die Holzkirchen in der Maramuresch auf der Website der UNESCO
  9. unesco.org, Das historische Zentrum von Sighișoara auf der Website der UNESCO
  10. unesco.org, Tentativliste der UNESCO für Rumänien
  11. judetulsuceava.ro, Codrul secular Slătioara
  12. curtea-de-arges.com, Mănăstirea Curtea de Argeș
  13. primariadensus.ro, Densuș
  14. manastireasftreiierarhi.ro, Mănăstirea Sfinții Trei Ierarhi din Iași
  15. jurnaldehoinar.com, Das Skulpturenensemble von Târgu Jiu
  16. biserici-rupestre-basarabi.ro, Die Höhlenkirchen von Basarabi Murfatlar
  17. neamt.mmb.ro, Mănăstirea Neamț
  18. whc.unesco.org, Historische Stadt Alba Iulia
  19. epochtimes-romania.com, Wehrbauten in der Walachei
  20. retezat.ro, Der Nationalpark Retezat
  21. old.rri.ro, Der Nationalpark Rodna-Gebirge
  22. deutschsanktpeter.de, Archäologische Fundgrube Deutschsanktpeter
  23. whc.unesco.org, Das historische Zentrum von Hermannstadt
  24. whc.unesco.org, Hollókõ und Rimetea