Weltkrebstag

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Der Weltkrebstag findet jährlich am 4. Februar statt und hat zum Ziel, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Er wurde 2006 von der Union internationale contre le cancer, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Organisationen ins Leben gerufen.

Die UICC koordiniert den Weltkrebstag, an dem sich nach eigenen Angaben fast 300 Organisationen in weltweit 86 Ländern beteiligen – darunter auch die Deutsche Krebsgesellschaft, die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum. Bei dem Aktionstag stand bislang die Vorbeugung und Bekämpfung von Krebs bei Kindern im Vordergrund.

Offizieller Festakt in Deutschland[Bearbeiten]

Mit einem ersten offiziellen Festakt in der Bundesstadt Bonn zum Welt-Krebstag 2014 hat die Deutsche Krebshilfe die Bedeutung dieses Internationalen Gedenktages in das öffentliche Bewusstsein gerufen. In der Feierstunde im historischen Alten Rathaus wurde am Welt-Krebstag der Deutsche Krebshilfe Preis den Forschern Hans-Jochem Kolb und Hans-Georg Rammensee für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Immuntherapie verliehen. In Anwesenheit der Führungsspitze der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) Berlin würdigte Krebshilfe-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Krämer, dass mit der engen Zusammenarbeit dieser beiden Fachorganisationen eine neu Ära In der Krebsbekämpfung begonnen habe. Die DKG mit über 6.600 Mitgliedern und die Krebshilfe wirkten in ihrer Kooperation im Sinne der Betroffenen gegen die Volkskrankheit Krebs.

Jahr des Umdenkens[Bearbeiten]

2010 hatte der Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen, zum Welt-Krebs-Tag erstmals eine grenzüberschreitende Initiative mit dem Ziel zum Umdenken in der Bevölkerung gestartet. Eltern und Großeltern in aller Welt müssten im gesundheitsbewussten Verhalten Vorbild für die Kinder und Enkel sein. „Durch eine langfristige Umstellung der Lebensgewohnheiten lassen sich annähernd die Hälfte aller Krebserkrankungen vermeiden“, betonte der internationale Krebsforscher.

2011 hat die Deutsche Krebshilfe zum Welt-Krebstag die verstärkte Informationskampagne „Dem Krebs aktiv vorbeugen“ gestartet, um im Medienzeitalter die Bürger intensiv auf die lebenswichtige Prävention hinzuweisen. Dazu diente umfassendes Material wie aktualisierte Fachbroschüren der Reihe „Die blauen Ratgeber“, das durch Spenden an die Deutsche Krebshilfe finanziert und ganzjährig kostenlos auch an interessierte Menschen in anderen europäischen Staaten abgegeben wird.

Düstere Aussichten bis zum Jahr 2030[Bearbeiten]

Nach Angaben von UICC erhalten derzeit jedes Jahr mehr als 12 Millionen Menschen weltweit die Diagnose Krebs, 7,6 Millionen sterben an einer Krebserkrankung. Die Tendenz ist steigend. Experten schätzen, dass im Jahr 2030 jährlich weltweit rund 26 Millionen Menschen an Krebs erkranken und 17 Millionen Menschen daran sterben werden.

Neue Hoffnung auf Impfungen[Bearbeiten]

Neue Hoffnungen setzen UICC und Deutsche Krebshilfe auf die von ihnen unterstützte Krebs-Forschung sowie bereits zur Verfügung stehende Impfstoffe. Da von Forschern bewiesen ist, dass Viruserkrankungen wie die Hepatitis und die Infektionen mit Humanen Papillomviren sowie Epstein-Barr-Viren bestimmte Krebskrankheiten verursachen, ist die Vermeidung solcher Infektionen wichtig. Gegen Hepatitis B und die HPV-Infektion stehen wirksame Impfstoffe (HPV-Impfstoff) zur Verfügung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]