Weltnichtrauchertag

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Blüte im Aschenbecher, Zeichen für den Weltnichtrauchertag

Der Weltnichtrauchertag findet alljährlich am 31. Mai statt; die Weltgesundheitsorganisation (WHO, von engl. World Health Organization) hat ihn 1987 ins Leben gerufen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Ähnlich wie der Weltdrogentag gibt der Weltnichtrauchertag jedes Jahr Anlass für Aktionen und Pressemitteilungen der Gesundheitsorganisationen und -Initiativen.

In Deutschland koordinieren das Aktionsbündnis Nichtrauchen und die Deutsche Krebshilfe die Aktivitäten seit über 20 Jahren, um über die Gefahren von Tabakkonsum, insbesondere für Kinder und Jugendliche, aufzuklären. Die Organisationen appellierten bisher vergeblich an den Gesetzgeber, ein umfassendes Tabakwerbeverbot in Deutschland einzuführen.

Neben den Forderungen nach einem gesetzlichen Schutz der Nichtraucher steht vor allem die Beteiligung von Personen und Institutionen an Aktionen zum Nichtraucherschutz auf der Tagesordnung. So wird gebeten, das Plakat der Kampagne aufzuhängen, Einrichtung, Institution oder Vereinsgelände zur rauchfreien Zone zu erklären und Informationsveranstaltungen durchzuführen. Viele Nichtrauchervereine informieren über die Gefahren des Tabakrauchens und versuchen, Raucher zum Aufhören zu motivieren. Aktuelle Materialien dafür werden von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Krebshilfe (DKH) kostenlos zur Verfügung gestellt.[1]

Motto[Bearbeiten]

Der Weltnichtrauchertag steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Dieses wird von der WHO festgelegt und von der Nichtraucher-Initiative Deutschland e. V. (NID) ins Deutsche übertragen.

  • 1993: Rauchfreies Gesundheitswesen – rauchfreie Welt!
  • 1994: Die Medien und das Rauchen: informieren, nicht verführen!
  • 1995: Rauchen kommt uns teurer, als wir denken!
  • 1996: Sportler und Künstler rauchen nicht!
  • 1997: Gemeinsam für eine rauchfreie Welt!
  • 1998: Rauchfrei aufwachsen!
  • 1999: Rauchfrei ins nächste Jahrtausend!
  • 2000: Lass dich nicht für dumm verkaufen! Tabak ist der Killer!
  • 2001: Rauchfreie Luft für freie Bürger!
  • 2002: Ja zum Sport heißt Nein zum Tabak!
  • 2003: Film und Fernsehen: Mit Schall ohne Rauch!
  • 2004: Wer raucht, ist arm dran
  • 2005: Schluss mit süchtig! – Wir helfen Rauchern. Die Gesundheitsberufe.
  • 2006: Tabak: Tödlich in jeder Form
  • 2007: Rauchfrei genießen
  • 2008: Rauchfreie Jugend
  • 2009: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
  • 2010: Die Marketing-Strategien der Tabakindustrie
  • 2011: Flickenteppich Deutschland – Was läuft schief beim Nichtraucherschutz?
  • 2012: Lass Dich nicht einwickeln – Rauchen kennt nur einen Gewinner: die Tabakindustrie.
  • 2013: Lass Dich nicht anmachen! Weg mit der Tabakwerbung!
  • 2014: Gesundheit auf der Kippe - Tabaksteuern rauf, Zigarettenkonsum runter!

Kritik und Forderungen[Bearbeiten]

Zum Weltnichtrauchertag 2014 hat das ABNR kritisiert, dass die Politik in Bund und Ländern zu geringe Ergebnisse bei der Bekämpfung des Rauchens vorweise. Zugleich bekräftigten die elf im Aktionsbündnis zusammengeschlossenen großen Organisationen, den Kampf gegen Tabakkonsum zu intensivieren. Sie forderten die Bundesregierung und die Parlamente auf, die Tabaksteuer drastisch zu erhöhen, um dadurch den die Gesundheit schädigenden Zigarettenkonsum zu reduzieren. In Deutschland raucht ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung (30,1 Prozent). Das entspricht etwa 24 Millionen Erwachsenen. Zigarettenrauchen führe in Deutschland jährlich zu mehr Todesfällen als Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Jedes Jahr sterben über 100.000 Menschen vorzeitig an den Folgen des aktiven Rauchens sowie mindestens 3.300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens. [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Krebsgesellschaft, Mai 2014
  2. ABNR-Pressekonferenz in Berlin, 28. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]