Weltraum-Erosion

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Mit Weltraum-Erosion (engl. Space Weathering) bezeichnet man die Oberflächenerosion atmosphärenloser Körper im Weltall. Sie wird durch den Einschlag von Meteoriten und Mikrometeoriten sowie das Einwirken der galaktischen und solaren kosmischen Strahlung, des Sonnenwindes und von Photonen (vor allem im UV-Bereich) verursacht. Auf der Mondoberfläche werden dadurch etwa submikroskopische Eisen-Partikel erzeugt. Auch werden optische Eigenschaften von Oberflächen mit der Zeit verändert was zum Beispiel die Bestimmung der mineralogischen Zusammensetzung von Himmelskörpern (wie etwa Asteroiden) erschweren kann.

Bereits 1973 sagte der Amerikaner Bruce Hapke voraus, dass die Weltraum-Erosion Mineralien erzeugt, die durch andere Prozesse nicht oder nur selten entstehen. Diese Vermutung wurde Anfang 2004 im Mondmeteoriten Dhofar 280 mit Nachweis dreier Eisen-Silicium-Mineralphasen bestätigt. Die Phase Fe2Si wurde hierbei nach Hapke als Hapkeit bezeichnet.

Siehe auch: Weltraumwetter