Wenn der Wind weht

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Filmdaten
Deutscher Titel Wenn der Wind weht
Originaltitel When the Wind Blows
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 81 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Jimmy T. Murakami
Drehbuch Raymond Briggs
Produktion John Coates
Musik Roger Waters
Besetzung

Sprecher englisch / deutsch

Wenn der Wind weht ist ein englischer Zeichentrickfilm von 1986, der auf dem Comic Strahlende Zeiten von Raymond Briggs basiert und die Folgen einer Atombombenexplosion auf die Bevölkerung thematisiert. Er nimmt direkten Bezug auf das britische ZivilverteidigungsprogrammProtect and Survive“.

Handlung[Bearbeiten]

Die Geschichte spielt während eines unbenannten Zeitraumes im Kalten Krieg in England. Dort führen das Rentnerehepaar Hilda und Jim ein ruhiges und glückliches Leben am Rande eines Dorfes in der Nähe von London. Ihre Kinder sind längst aus dem Haus und beide sind mit sich selbst und ihren Schrulligkeiten beschäftigt. Jim liest gerne Zeitung und informiert sich über die internationalen Entwicklungen, Hilda kümmert sich um ihr gemeinsames kleines Haus und lässt sich nicht von der mitteilsamen Art ihres Mannes stören.

So lässt es sie auch zunächst kalt, dass sich die Welt auf einen Atomkrieg zubewegt, während Jim streng den Empfehlungen einer „Protect and Survive“-Broschüre Folge leistet. Jim befolgt die Anweisungen der Broschüre, in der erklärt wird, was man im Falle eines Atomschlages an Vorbereitungen zu treffen hat und wie man sich nach Abwurf der Bombe verhalten soll, z. B. auch, wie man sich gegen den radioaktiven Niederschlag schützen kann. Während Hilda in romantischen Erinnerungen an den letzten Krieg schwelgt, baut Jim aus den Türen des Hauses einen "Schutzraum" und glaubt, durch die gewissenhafte Befolgung aller Ratschläge alles Nötige für ihr Überleben getan zu haben. Beide gehen sehr unbekümmert miteinander um und sehen auch dem Krieg und seinen Folgen gelassen entgegen, insbesondere weil sich beide aufgrund ihrer Erfahrung mit dem letzten Krieg sicher sind, dass sie auch den kommenden schon überstehen werden.

Als der Atomschlag erfolgt, verstecken sich beide in Jims Schutzraum und verbringen die Nacht darin. Am nächsten Tag sind sie noch wohlauf und sehen sich im stark zerstörten Haus um. Während Hilda ans Aufräumen denkt, will Jim auf die in seinem Glauben unweigerlich bald eintreffenden Rettungskräfte warten und auch selbst helfen. Mit einer unglaublichen Naivität reden sie sich selbst ein, dass es bald wieder zur Normalität kommt und realisieren nicht einmal, dass sie die einzigen Überlebenden im weiten Umkreis sind. Es vergehen ein paar Tage, während der sie versuchen, das Haus zu säubern, ihren verwüsteten und verbrannten Garten besichtigen und ihre Lebensmittelvorräte knapp werden. Das Ehepaar hat schließlich keine Chance, den Folgen der Atombombenexplosion zu entgehen. Wenngleich sie die Explosion überleben, stellen sich rasch deutliche Anzeichen der Strahlenkrankheit auf Grund der Strahlung und des Fallouts ein. Dem Tod nahe, verkriechen sich die beiden wieder in den Schutzraum, immer noch darauf hoffend, gerettet zu werden und beten.

Anmerkungen[Bearbeiten]

Die Ratschläge der Regierungsbroschüren kommen dem Zuschauer von Anfang an seltsam bis unbrauchbar, ja sogar grotesk vor und sind bisweilen auch einander widersprechend, sie entsprechen aber zum Großteil den Anweisungen der tatsächlich erschienenen Broschüren des britischen Protect and Survive-Programms.

Filmmusik[Bearbeiten]

Die Musik aus dem Film stammt von Roger Waters. Der Titelsong When the Wind Blows wird von David Bowie gesungen. Roger Waters hat in den Soundtrack Ausschnitte aus Psalm 23 eingewoben. Auf dem Soundtrack-Album zum Film sind zudem die im Film nicht enthaltenen Songs Facts And Figures von Hugh Cornwell, The Brazilian von Genesis, What Have They Done von Squeeze und The Shuffle von Paul Hardcastle enthalten.

Wirkung[Bearbeiten]

Die britische Heavy Metal Band Iron Maiden behandeln den Film bzw. den Roman lyrisch mit dem 11-minütigen Lied When the Wild Wind Blows auf ihrem 2010 erschienenen Album The Final Frontier.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Scan von der allerersten Rezension, Courtesy of Classic Rock