Wennigsen (Deister)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wennigsen (Deister)
Wennigsen (Deister)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wennigsen (Deister) hervorgehoben
52.2741666666679.570833333333399Koordinaten: 52° 16′ N, 9° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 99 m ü. NHN
Fläche: 53,78 km²
Einwohner: 13.901 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 258 Einwohner je km²
Postleitzahl: 30974
Vorwahlen: 05103, 05105, 05109, 05045
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 020
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 1-2
30974 Wennigsen (Deister)
Webpräsenz: www.wennigsen.net
Bürgermeister: Christoph Meineke (parteilos)
Lage der Gemeinde Wennigsen (Deister) in der Region Hannover
Region Hannover Niedersachsen Wedemark Burgwedel Neustadt am Rübenberge Burgdorf Uetze Lehrte Isernhagen Langenhagen Garbsen Wunstorf Seelze Barsinghausen Sehnde Hannover Gehrden Laatzen Wennigsen Ronnenberg Hemmingen Pattensen Springe Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Schaumburg Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Heidekreis Landkreis Celle Landkreis Peine Landkreis Gifhorn Landkreis HildesheimKarte
Über dieses Bild

Wennigsen (Deister) ist eine Gemeinde mit rund 14.000 Einwohnern in der Region Hannover, die etwa 15 km südwestlich von Hannover in Niedersachsen liegt. Der waldreiche Ort befindet sich am Höhenzug des Deisters innerhalb des Calenberger Lands.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wennigsen (Deister) liegt am Höhenzug des Deisters, einem nördlichen Ausläufer der Mittelgebirgslandschaft des Weserberglandes. Sie befindet sich rund 15 km südwestlich der Landeshauptstadt Hannover und gehört zur historischen Landschaft des Calenberger Landes, das sich zwischen dem Deister und dem Fluss Leine erstreckt. Außerdem liegt der Ort in der Calenberger Lössbörde mit fruchtbaren Böden, die als Ackerland intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. Die höchste Erhebung Wennigsens und zugleich der Region Hannover, liegt mit 405 m über NN auf dem Bröhn als dem Kamm des Deisters. Aus dem Zusammenfluss der beiden Bäche Wennigser Mühlbach und Bredenbecker Bach entspringt im Ortsteil Evestorf die etwa 16 km lange Ihme. Hier ist auch der niedrigste Punkt mit 69 m über NN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Wennigsen grenzt – im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden – an die Städte Gehrden, Ronnenberg, Springe und Barsinghausen.

Ortsteile[Bearbeiten]

Widdergut Vier Eichen in Argestorf
Rittergut der Freiherrn Knigge in Bredenbeck

Seit der Gebietsreform 1970 besteht die Gemeinde Wennigsen (Deister) aus acht Ortsteilen:

  • Argestorf (321 Einwohner, Gemarkung 2,9 km²)
  • Bredenbeck mit Steinkrug (3.401 Einwohner, Gemarkung 14,4 km²)
  • Degersen (2.128 Einwohner, Gemarkung 6,4 km²)
  • Evestorf (322 Einwohner, Gemarkung 1,5 km²)
  • Holtensen (1.299 Einwohner, Gemarkung 5,7 km²)
  • Sorsum (590 Einwohner, Gemarkung 2,7 km²)
  • Wennigsen mit Waldkater (5.899 Einwohner, Gemarkung 20,3 km² inkl. Wennigser Mark)
  • Wennigser Mark (1.204 Einwohner)

Ortslagen (Splittersiedlungen) der Gemeinde Wennigsen (Deister):

  • Waldkater (Ortsteil Wennigsen, 220 Einwohner)
  • Steinkrug (Ortsteil Bredenbeck, 201 Einwohner)

Flächennutzung[Bearbeiten]

Die Gesamtfläche der Gemeinde von 53,9 km² unterteilt sich in folgende Nutzungsarten:

  • Hof- und Gebäudeflächen: 4,5 km²
  • Sport und innerörtliche Grünflächen (Erholung): 0,4 km²
  • Straßen, Wege, Plätze: 2,2 km²
  • Ackerland: 20,5 km²
  • Sonstige landwirtschaftlich genutzte Flächen: 1,4 km²
  • Wald (Laubwald 5,1 km², Nadelwald 4,8 km², Mischwald 14,6 km²): 24,5 km²
  • Wasserläufe und -flächen: 0,33 km²
  • Sonstige Flächen: 0,07 km²

Mit 46 Prozent hat die Gemeinde den höchsten Waldanteil in der Region Hannover.

Klima[Bearbeiten]

Wennigsen liegt bei der Jahresdurchschnittstemperatur und der Niederschlagsmenge im Durchschnitt der gemäßigten Zone. Der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich 0,6 °C. Die wärmsten Monate sind im langjährigen Mittel die Monate Juli und August mit je 17,2 und 16,9 °C.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Wennigsen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4 4 9 13 18 21 23 23 19 14 8 4 Ø 13,4
Min. Temperatur (°C) 0 -1 2 4 8 11 13 13 10 7 3 1 Ø 6
Temperatur (°C) 0,6 1,1 4 7,8 12,6 15,8 17,2 16,9 13,7 9,7 5 1,9 Ø 8,9
Niederschlag (mm) 51,7 38,3 49,6 50,1 58,6 66,0 64,9 62,5 48,3 41,5 53,9 56,6 Σ 642
Sonnenstunden (h/d) 1,39 2,38 3,52 5,00 6,88 6,93 6,61 6,57 4,55 3,47 1,72 1,12 Ø 4,2
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64,9
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48,3
41,5
53,9
56,6
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Quelle: Normwerte Sonne – DWD Wennigsen – Gehrden / Lemmie[2], Niederschlag – DWD Wennigsen – Gehrden / Lemmie[3]

Ortspanorama[Bearbeiten]

Panoramablick in südliche Richtung von der Klosterkirche im August 2011

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Keramikscherben des 10. bis 12. Jahrhunderts, gefunden bei einer Ausgrabung März 2012 in Wennigsen
Erste urkundliche Nennung von Wennigsen um 1200 als Wenekessen (linke Spalte, 9./8. Reihe von unten)
Merian-Stich von Wennigsen um 1650
Ortsplan von 1751
Plan von Kloster Wennigsen 1765
Feuerwehrplatz als Zentrum des ehemaligen Bauerndorfes Wennigsen um 1920

Wennigsen und seine Nachbarorte entstanden wahrscheinlich in der Siedlungs- und Rodungsperiode des fränkischen Reiches zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert. Die bisher ältesten Siedlungsfunde in Form von Grubenhäusern und Keramikscherben wurden im März 2012 bei archäologischen Ausgrabungen beim Neubau des Kindergartens Vogelnest in der Neustadtstraße in etwa 200 m Entfernung vom Kloster gemacht. Diese Funde wurden auf das 10. bis 12. Jahrhundert datiert.[4] [5]

Die erste schriftliche Erwähnung (zwischen 1199 und 1206)[6] des Ortes Wennigsen, die nur in einer Abschrift des 13. Jahrhunderts im Copialbuch des Klosters Amelungsborn überliefert ist, befindet sich in einer Urkunde des Bischofs Hartbert von Hildesheim. In diesem Dokument wird beurkundet, dass Graf Bernhard von Poppenburg aus Wennigsen auf die Verwaltung des vom Kloster Amelungsborn seinem Vater übertragenen Salzwerkes in Swalenhusen[7] bei Hemmendorf verzichtet. Aus der Existenz dieser Urkunde ergibt sich, dass zu dieser Zeit in Wennigsen eine Ansiedlung des Grafen Bernhard von Poppenburg vorhanden ist. Graf Poppenburg führte im Siegel ein Wappen mit einem Querbalken, auf dem sich drei fünfblättrige Rosen befanden.[6] Diese Poppenburger Rose benutzt die Gemeinde Wennigsen noch heute als Wappen.[8]

1330 wurde eine Neuverteilung der Anrechte von 88 umliegenden Ortschaften am Deisterwald vorgenommen und hierbei wird als mitberechtigt auch der Ort Wennigsen genannt. Eine Beurkundung aus dem Jahr 1352, bei der die Äbtissinnen des Klosters Wunstorf und des Klosters Wennigsen sowie Gerhard I. von Schauenburg, Bischof von Minden und weitere Adlige Zeugen sind, regelt unter anderem die Abtrennung der Waldmark Wennigsens von der Waldmark des Ortes Redderse.[6]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort durch Brände nahezu vollständig zerstört, dazu hatte die Bevölkerung Raub und Plünderungen zu erleiden. 1626 wurde das Kloster geplündert.

Herzog Georg Wilhelm von Hannover (später von Braunschweig-Lüneburg) teilte dem Ort nach der Teilung der Großvogtei Calenberg im neu gegründeten Amt Calenberg die Gerichtsbarkeit zu; das Amtsgericht Wennigsen besteht bis heute.

Starken wirtschaftlichen Aufschwung brachte die Entdeckung von Steinkohle im Deister und ihre Förderung ab 1636. Die erste urkundliche Erwähnung des Kohlebergwerks am Bröhn datiert auf das Jahr 1639. Auf Grund der schlechten Qualität war die Kohle für Schmiedearbeiten ungeeignet und wurde vorwiegend für Kalkbrennerei in Linden oder in Waldglashütten wie in Bredenbeck-Steinkrug eingesetzt.

Von 1859 bis 1885 war Wennigsen Hauptort des Amtes Wennigsen, das das Gebiet der heutigen Städte Barsinghausen, Gehrden, der Gemeinde Wennigsen sowie die westlichen Teile der Stadt Ronnenberg umfasste. Im Jahre 1885 wurde das Amt Wennigsen mit dem Amt Linden zum Landkreis Linden vereinigt, der bis 1932 bestand und dann dem Landkreis Hannover zugeschlagen wurde.

Im Jahre 1872 wurde die Bahnstrecke von Linden nach Haste (Deisterbahn) in Betrieb genommen. Diese Bahnstrecke bildet heute einen Teil der Linien S1 und S2 der S-Bahn Hannover.

Im August 1957 wurde Horst Mohaupt (1927–2006) zum Gemeindedirektor ernannt und übte dieses Amt 12 Jahre lang aus. Im Jahre 1969 wurde der Zusammenschluss mit den Nachbargemeinden Argestorf, Bredenbeck, Degersen, Evestorf, Holtensen und Sorsum zur Einheitsgemeinde Wennigsen (Deister) zum 1. Januar 1970 beschlossen. Dieser Zusammenschluss und das ihn regelnde Gesetz diente als Muster für die wenige Jahre später folgenden Gebiets- und Verwaltungsreformen in ganz Niedersachsen. Erster Gemeindedirektor der neuen Großgemeinde war Reinhard Feldkamp.[9]

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Wennigsen zum Regierungsbezirk Hannover, der wie die übrigen niedersächsischen Regierungsbezirke 2004 aufgelöst wurde. Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen 2006 wurde im Rahmen einer Stichwahl am 24. September 2006 der 1979 geborene Christoph Meineke (parteilos) zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Er ist der jüngste hauptamtliche Bürgermeister Niedersachsens. Meineke übernahm sein Amt am 1. Januar 2007 von Renate Borrmann (SPD) und Gemeindedirektor Kunibert Ewert (CDU).

Ortsname[Bearbeiten]

Um 1200 hieß der Ort Wennekessen, 1230 lautete der Ortsname Wennicigissen. Erst 1932 wurde der Name amtlich auf Wennigsen festgelegt. Der Name könnte von wenec = wenig, winzig abgeleitet sein und kleine Siedlung bedeuten.

Seit dieser Zeit hat der Ortsname sich immer wieder geringfügig geändert.

  • 1236 Weniggessem
  • 1241 Wenekessen
  • 1250 Wennigessen
  • 1274 Weningesen
  • 1291 Weningissen
  • 1301 Wenigsen
  • 1349 Weningessen
  • 1368 Weninghessen
  • 1392 Wennynghessen
  • 1506 Wennigessen
  • 1571 Wennigßen
  • 1592 und 1616 Wennigsen
  • 1653 Wennessen
  • ab 1654 Wennigsen

Wiedergründung der SPD[Bearbeiten]

Denkmal für Kurt Schumacher und die Wennigser Konferenz

Auf der Wennigser Konferenz vom 5. bis 7. Oktober 1945 wurde nach der NS-Diktatur im damaligen Bahnhofs-Hotel Petersen die SPD wiedergegründet. Ausgewählt wurde der Ort unter anderem wegen der Bahnverbindung zum Flughafen Bückeburg sowie der sozialdemokratischen Tradition des Ortes. Auf dem als erste zentrale Zusammenkunft von Sozialdemokraten bezeichnete Treffen kamen Sozialdemokraten aus allen Teilen Deutschlands sowie dem Londoner Exilvorstand zusammen. Die Versammlung entschied, Kurt Schumacher mit der Leitung beim Wiederaufbau der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in den drei westlichen Besatzungszonen zu beauftragen. Eine Gedenktafel am heutigen Hotel Calenberger Hof in der Bahnhofstraße sowie ein Denkmal gegenüber dem Bahnhof erinnern an dieses Ereignis.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung 1940 bis 2011

Seit 1940 bis 2011 ist die Wennigser Gesamtbevölkerung um rund 12.000 Einwohner bzw. um das Sechsfache gestiegen. Dabei wuchsen die Ortsteile Sorsum und Wennigser Mark am stärksten (achtfach). Argestorf und Steinkrug nur um das Dreifache und haben dadurch ihre einstige Siedlungsstruktur weitestgehend erhalten. Mit Beginn der Zählung verzeichneten die einstigen Bauerndörfer 2.319 Einwohner, die bis zur Jahrtausendwende durch Flächenausweisung und Siedlungsverdichtung stetig anstiegen. Seit 2005 ist die Tendenz leicht fallend. Zukünftig gehen die Bertelsmannstiftung sowie die Region Hannover von einer Stagnation aus.[10][11] Dies resultiert trotz negativer Geburtenrate aus dem Zuzug Auswärtiger. Der Agglomerationsraum der Landeshauptstadt wirkt sich attraktivitätssteigernd aus und kompensiert die negative Geburtenrate in Wennigsen. In den letzten Jahren kamen durchschnittlich 1,39 Kinder pro Frau in Wennigsen auf die Welt. Das sind 0,1 Prozentpunkte unterhalb des Bundesdurchschnitts. Rund 2,1 Kinder müsste die Fertilitätsrate betragen, um das Bevölkerungsniveau zu halten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass rund ein Drittel Kinder pro Generation fehlen.[12]

Geburtenentwicklung 1940 bis 2011

Die mit 31 % größte Bevölkerungsgruppe stellen die 41 bis 60-Jährigen, gefolgt von den Senioren mit 29 %. An dritter Stelle ist mit 18 % die sogenannte Elterngeneration zu finden. Ihr Anteil verliert rund 10 % gegenüber den zuvor genannten Gruppen. Kinder (6 %) und Jugendliche (16 %) haben nur einen geringfügig höheren Anteil von zusammen 22 %. Der absolute Anteil von Frauen beträgt 7.113, der der Männer 6.710. Das Durchschnittsalter in Wennigsen ist 43,8 Jahre. Ausländer sind in Wennigsen zu 3 % vertreten. Die Schwankungsbreite der Altersgruppen zwischen den einzelnen Ortschaften ist sehr unterschiedlich. Die 41- bis 59-Jährigen sind mit 4 % sehr homogen verbreitet. Bei der Generation 60 plus liegt die Differenz bei 16 %. Hier hat Sorsum mit 19,1 % den geringsten Anteil, die Wennigser Mark mit 30,3 % den höchsten Anteil. Der Kinderanteil ist ebenfalls heterogen verteilt und schwankt zwischen 1,9 % (Argestorf) und 6,4 % (Holtensen).[13]

Die Zahl der Pendler, die außerhalb Wennigsens – zumeist in der Region Hannover – im Jahr 2004 gearbeitet haben, betrug 3.576 gegenüber 1.252 Einpendlern.[14]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bei den letzten beiden Gemeinderatswahlen am 11. September 2011 und am 10. September 2006 kam es zu folgenden Ergebnissen:

Partei 11. Sept. 2011 10. Sept. 2006 2001
SPD 37,3 % 7.410 11 Sitze 42,8 % 8.421 13 Sitze 14 Sitze
CDU 30,6 % 6.073 9 Sitze 33,83 % 6.641 11 Sitze 12 Sitze
GRÜNE 24,8 % 4.938 7 Sitze 13,38 % 2.628 4 Sitze 3 Sitze
FDP 5,0 % 987 2 Sitze 9,91 % 1.947 3 Sitze 2 Sitze
LINKE 2,3 % 466 1 Sitz
Wahlbeteiligung 6.799 von 11.747 6.848 von 11.587
59,3 % 59,1 %

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Gedenktafel am Rathaus

Wennigsen unterhält seit 14. Oktober 1997 eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Forges-les-Eaux, einer Gemeinde im Département Seine-Maritime.

Wappen[Bearbeiten]

Die Farben der Gemeinde Wennigsen sind Grün-Gold-Rot. Im grünen Schild ein silbernes Schildhaupt in Form eines romanischen Bogenfrieses mit vier Bogen; darunter eine rotbesamte goldene Rose.[15]

Diese sogenannte Poppenburger Rose ist ein Bestandteil des Wennigser Wappens. Geschichte des Wappens und Siegel sind im Artikel Burg Poppenburg[16] beschrieben.

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde Wennigsen (Deister) wird maßgeblich durch ihre Lage im Wirtschaftsraum der Region Hannover und ihre hohe Lebensqualität im Umfeld des Deisters bestimmt. Die hieraus resultierende Lage beschert der Gemeinde eine überdurchschnittlich hohe Kaufkraft und eine der höchsten Akademikerquoten in der Region Hannover. Die Branchenschwerpunkte von Wennigsen bilden die Naturkosmetik sowie die Feinmechanik und Elektrotechnik im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe wie auch der Einzelhandel.

Kaufkraft, Bonität, Steuern[Bearbeiten]

Mit einer Kaufkraftkennziffer von 108,7 (2010) (D = 100) nimmt die Gemeinde Wennigsen im interkommunalen Vergleich der Region Hannover einen der vorderen Ränge (7.) ein. Der auch für die Region Hannover überdurchschnittliche Wert (Region Hannover = 107,4) beweist die hervorragende Einzelhandelspotenziale innerhalb der Gemeinde.[17] Zudem zeichnet sich Wennigsen, wie auch die umliegenden Kommunen im Calenberger Land, durch einen niedrigen Schuldneranteil an allen Haushalten aus.[18] Die Steuerhebesätze der Gemeinde liegen innerhalb der Region Hannover auf einem leicht unterdurchschnittlichen Niveau. Die Sätze betragen sowohl für die Grundsteuer A und B, wie auch für die Gewerbesteuer 400 Prozent.[19]

Wirtschaftsnetzwerke[Bearbeiten]

Gewerbeschau 2010

Wirtschaftsrelevante Netzwerke in Wennigsen sind die Wirtschaftliche Interessengemeinschaft Wennigsen (WIG) und des Management Senior Service (MSS). Bei der WIG handelt es sich um ein Netzwerk aus ca. 120 Unternehmen, die sich seit 1975 aktiv um die wirtschaftlichen Interessensvertretung der Wennigser Unternehmen, Gewerbetreibenden, Händler, Freiberufler und Künstler verdient gemacht hat. Alle drei Jahre wird die Wennigser Gewerbeschau von der WIG auf dem Gelände der Sophie-Scholl-Gesamtschule ausgerichtet.[20]

Unternehmen[Bearbeiten]

  • Laverana Naturkosmetik: Hersteller von Naturkosmetika
  • Müller electronic: entwickelt elektronische Zähler (Wasser und Fernwärmezähler) insbesondere für die Schifffahrt
  • marai Mechanik und Elektronik: Ingenieurbüro spezialisiert auf Gehäuse für Informationssysteme im Bereich Bahntechnik
  • Calenberger Feinmechanik
  • Handke Medizintechnik
  • mvk Line: feinmechanisches Unternehmen auf dem Gebiet der Dentaltechnik
  • Freiherr Kniggesche Miteigentümerschaft, Land- und Forstwirtschaft: größter Nutzwaldeigentümer und Bewirtschafter von 1.230 ha

Tourismus[Bearbeiten]

Der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen weist 12 Beherbergungsbetriebe (mit mehr als neun Betten) und 548 Schlafgelegenheiten im Gemeindegebiet aus. Stand 2012: 7 Hotels, 1 Landheim, 25 Privatvermieter.

Als im Jahr 2000 im nahe gelegenen Hannover die Expo 2000 stattfand, gab es mit 39.813 Übernachtungen die bisher größte Zahl an Übernachtungen in Wennigser Beherbergungsbetrieben. 2011 buchten Gäste 34.362 Übernachtungen im Gemeindegebiet, was eine Steigerung um 9,5 % gegenüber dem Vorjahr darstellt. Mit 2.200 ausländischen Personen wurde 2011 ein Spitzenwert erreicht. Insgesamt besuchten 13.410 Personen die Gemeinde mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,3 Tagen pro Gast.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Am östlichen Rand des Gemeindegebiets verläuft die Bundesstraße 217. Sie verläuft auf einer Umgehungsstraße östlich am Ortsteil Evestorf vorbei, durchquert dann den Ortsteil Holtensen und führt westlich von Steinkrug über den Deister in Richtung des Springer Stadtteils Völksen.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Im Ortsgebiet von Wennigsen befinden sich zwei Haltepunkte der S-Bahn Hannover. Dies sind zum einen der Bahnhof Wennigsen mit den Linien S1 und S2 entlang der Deisterstrecke Richtung Barsinghausen/Haste und zum anderen der Haltepunkt Holtensen/Linderte an der Linie S5 (Bahnstrecke Hannover-Altenbeken mit Anschluss nach Springe, Hameln, Bad Pyrmont und Paderborn) beziehungsweise Hannover Flughafen.

Nur wenige Meter außerhalb des Gemeindegebietes liegen die S-Bahn-Stationen Lemmie (Stadt Gehrden) und Egestorf (Stadt Barsinghausen). Durch die unmittelbare Nähe zu den Wennigser Ortsteilen Sorsum sowie Wennigser Mark dienen diese Haltestellen ebenfalls zur Anbindung des Gemeindegebietes an den öffentlichen Nahverkehr.

Mehrere Buslinien der RegioBus bedienen das Gebiet der Gemeinde: Linie 382 verbindet Wennigsen mit den Ortsteilen Argestorf, Bredenbeck und Steinkrug und führt dann weiter über das Wisentgehege Springe und das Krankenhaus Springe zum Springer Bahnhof. Einige Stichfahrten führen an Schultagen zum Bennigser Bahnhof. Linie 520 verbindet Wennigsen ebenfalls mit den Ortsteilen Argestorf und Bredenbeck. Außerdem bedient sie die Ortsteile Holtensen, Evestorf und Sorsum und endet am Bahnhof Weetzen. Linie 540 verbindet Wennigsen mit dem Ortsteil Wennigser Mark und führt weiter entlang des Deisters nach Barsinghausen. Linie 580 verbindet Wennigsen mit den Ortsteilen Bönnigsen und Degersen und verkehrt weiter über Gehrden nach Empelde, wo Anschluss an die Stadtbahn Hannover besteht. Die Linien 521 und 522 dienen dem Schülerverkehr.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Überwachung des Flugverkehrs durch die Radaranlage Deister der Deutschen Flugsicherung

Auf der Deistererhebung Höfeler (395 m ü. NN) befindet sich eine SRE-M-Radaranlage der DFS zur Überwachung des mittleren Luftraums. In Deutschland befinden sich insgesamt sechs Anlagen die den deutschen Luftraum überwachen. Der Erfassungsradius liegt bei etwa 145 NM (Nautischen Meilen, entspricht 270 km). In circa 1,5 km Entfernung, auf dem sogenannten Bröhn, stehen weitere Sende- und Empfangsanlagen der Flugsicherung.

Radverkehr[Bearbeiten]

2008 wurde erstmals in der Region Hannover ein Radverkehrsplan zusammen mit dem lokalen ADFC, der Politik und der Kommunalverwaltung entwickelt. Ziel war die strategische Förderung des Radverkehrs. Dazu wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog entwickelt der in den folgenden Jahren weitestgehend abgearbeitet wurde. Wesentliche Bestandteile waren die flächendeckende Beschilderung mit Entfernungsangaben, Ausbau und Modernisierung der Abstellanlagen sowie die öffentliche Sensibilisierung für das Thema. Die Beschilderung wurde 2011 vollständig auf sechs Routen mit 39 km Länge und 140 Schildern umgesetzt. Rund 950 Fahrradparkplätze mit Rahmenhaltern sowie eine zentrale abschließbare Fahrradgarage am S-Bahnhof Wennigsen sind im gleichen Jahr installiert worden. Mit der Wirtschaftlichen Interessengemeinschaft (WIG) wurden gemeinsame Aktionen zur Stärkung des Mobilitätsverhaltens im Einzelhandel durchgeführt. In Kooperation mit dem Land Niedersachsen konnten zwei Radwege mit einer Gesamtlänge von 3,5 Kilometern neu gebaut werden (Wennigsen-Wennigser Mark, Wennigsen – Sorsum). Der Radweg Evestorf – Sorsum wurde grundsaniert. Weitere Maßnahmen wie die Kennzeichnung unechter Sackgassen, Installation einer Beleuchtungsanlage auf Weg zum Bahnhof Holtensen (ca. ein Kilometer Länge), Bordsteinabsenkungen und weiterer kleiner baulicher Maßnahmen folgten. Zur Sicherstellung eines ständigen Austauschprozesses wurde zwischen dem ehrenamtlich tätigen ADFC und der Gemeindeverwaltung ein regelmäßig tagender „runder Tisch Radverkehr“ eingerichtet.[21]

Bürgerbeteiligung[Bearbeiten]

Wiki loves monuments: Bürger bereichern mit ihrem Wissen und Fotos die Wikipedia

Die Gemeindeverwaltung veranstaltete mit Wikimedia Deutschland im September 2011 einen lokalen Fotowettbewerb über Bau- und Kulturdenkmäler. Ziel war die Dokumentation und öffentliche Bekanntmachung historischer Objekte. Von den 311 eingereichten Fotos erreichte ein Bild der Holtenser Kirche den elften Platz im nationalen Wettbewerb. Ein weiterer positiver Effekt waren das neu entstandene Denkmalverzeichnis Wennigsen und zahlreiche eigenständige Artikel zu Ortsthemen innerhalb von Wikipedia.

Klimaschutzaktionsprogramm: Bürger entwickeln kommunalen Fahrplan zur CO2-Reduzierung

In den Jahren 2009 bis 2010 wurde unter großer Bürgerbeteiligung das Klimaschutzaktionsprogramm mit 52 Vorschlägen zur Reduzierung der CO2-Bilanz entwickelt.[22] Derzeit verbrauchen die Wennigser durchschnittlich 6,9 Tonnen im Jahr, die bis 2050 auf unter 2 Tonnen jährlich zur Einhaltung der Ziele des Kyoto-Protokolls reduziert werden sollen. Das Klimaschutzaktionsprogramm wurde Ende 2010 vom Gemeinderat beschlossen und soll zukünftiger Wegweiser für alle kommunalen Akteure sein.[23][24]

Das Klimaversprechen: Regionales Bündnis zur Änderung des Energieverhaltens

Im Frühjahr 2011 wurde das „Klimaversprechen: Wennigsen und das Calenberger Land packen's an!“ gestartet. Die Teilnehmer verpflichten sich, innerhalb eines Jahres in allen CO2-relevanten Bereichen wie Mobilität, Energie, Ernährung und Konsum mindestens 2 % gegenüber dem Vorjahr zu sparen. Die Daten werden von der Universität Bremen online in einem Bürgerpanel ausgewertet und mit den Regionen Bremen, Bremerhaven sowie drei Regionen in Österreich und Spanien verglichen. Im September 2011 ist dieses Projekt von der deutschen UNESCO-Kommission als vorbildliche Bildungsoffensive der Vereinten Nationen ausgezeichnet worden.[25][26]

Bürgerbeteiligungsprojekt Hohes Feld: Neugestaltung eines Wohnquartiers

Die Gemeinde Wennigsen hat mit Unterstützung des Instituts für Informationsmanagement Bremen der Universität Bremen das Beteiligungsprojekt „Hohes Feld“[27] Ende 2011 durchgeführt. Ziel war die Neugestaltung der öffentlichen Bereiche (Spielplätze, Grünanlagen und Wohnumfeld) eines in die Jahre gekommenen Wohnquartiers aus den 1970er Jahren. Die demographische Schere ist dort sehr ausgeprägt, von 550 Einwohnern sind zwei Drittel älter als 60 Jahre. Über 60 % aller Haushalte brachten sich bei der Gestaltung ihres unmittelbaren Umfeldes mit 122 Vorschlägen und einer anschließenden Abstimmung ein. Das Online-Verfahren lief vier Monate und entfaltete hohes bürgerschaftliches Engagement. Parallel verliefen Ortstermine und Arbeitsgruppensitzungen. Das Projekt wurde im April 2012 von der Init AG und dem Behörden Spiegel mit dem ersten Preis für Online Partizipation ausgezeichnet.[28][29]

Klimaschutz[Bearbeiten]

Erste Windkrafträder der Region auf dem Vörier Berg

1990 wurden die ersten Windkrafträder der Region auf dem Vörier Berg errichtet. 1998 entstand im Neubaugebiet Langes Feld eine preisgekrönte Ökosiedlung. Nach der Schließung des Wennigser Freibades wurde im Jahre 2000 der Wennigser Wasserpark mit einem selbstreinigenden Regenerationsteich eröffnet. Die ehemalige konventionelle Anlage kann auf den Einsatz von Chemikalien gänzlich verzichten, was die Betriebskosten halbierte.

Seit 2008 ist der ehrenamtliche Klimaschutzbeauftragte Detlev Krüger-Nedde in der Gemeinde mit Öffentlichkeitsarbeit und Beratungen aktiv. 2009 wurden gemeinsam mit der Klimaschutzagentur über 175 Energieberatungen in Haushalten und Unternehmen durchgeführt.

In den Jahren 2009 und 2011 wurden zum Klimaschutz zwei Bürgerbeteiligungsprojekte von der Gemeinde initiiert, siehe Abschnitt Bürgerbeteiligung.

Die Gemeinde hat als einzige norddeutsche Kommune eine Holzhackschnitzelheizung installiert, die sich in einer Gesamtschule mit rund 1.000 Schülern befindet. Sie hat eine Nennleistung von 360 kW und bringt 300 Tonnen CO2-Einsparung jährlich. Von 2009 bis 2011 wurden alle Straßenlampen im Gemeindegebiet durch eine energiesparende Beleuchtung ausgetauscht. Damit konnte der Stromverbrauch um zwei Drittel reduziert werden; das bedeutet eine jährliche CO2-Einsparung von 140 Tonnen.[30]

Religion[Bearbeiten]

Evangelisch-lutherische Kirchen[Bearbeiten]

Die Wennigser Kirchengemeinden gehören zum Kirchenkreis Ronnenberg in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

  • Ev.-luth. Kirchengemeinde Holtensen-Bredenbeck, An der Kirche 3, Ortsteil Holtensen
    • Kirche, Linderter Straße 13, Ortsteil Holtensen
    • Dietrich-Bonhoeffer-Haus, August-Warnecke-Weg 2, Ortsteil Bredenbeck
  • Ev.-luth. Marien-Petri-Gemeinde Wennigsen, Klosteramthof 3, Ortsteil Wennigsen

Römisch-katholische Kirchen[Bearbeiten]

Kirche St. Hubertus

Die Pfarrgemeinde St. Bonifatius in Gehrden, zu der auch Wennigsen gehört, ist Teilkirche im Dekanat Hannover der Diözese Hildesheim.

Die Kirche St. Hubertus, benannt nach Hubertus von Lüttich, befindet sich am nördlichen Ortsrand von Wennigsen. 1960 wurde ihr Grundstein gelegt, und am 30. September 1961 wurde sie geweiht.

Freikirche[Bearbeiten]

Die Christus-Gemeinde Wennigsen (Baptisten) gehört zur Evangelisch-Freikirchlichen Gesamtgemeinde Hannover im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden.

  • Gemeindehaus der Christus-Gemeinde, Neustadtstraße 52, Ortsteil Wennigsen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kloster Wennigsen mit ehemaligem Klosterforstamt
Wasserräder im Deister
Sonnenuhr von Erich Pollähne
Jünglingsbrunnen von Friedrich Adolf Sötebier
Mit einem Kanonenschuss wird das historische Freischießen eröffnet.

Für die Naherholung von Bedeutung sind vor allem der Deister mit den Wasserrädern am Bröhn und das zum Wasserpark Wennigsen umgebaute Freibad. Ein besonders Ereignis ist das alle drei Jahre stattfindende Historische Freischießen.

Der Spazierweg Mühlendammweg führt vom Kloster Wennigsen entlang des Wennigser Mühlbachs zum Bröhnweg und verbindet dabei die noch bestehenden ehemaligen Mühlteiche miteinander. Am Feuerwehrplatz führt es dabei am Spritzenhaus Wennigsen vorbei, dem ehemaligen Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Wennigsen, in dem sich heute ein Zentrum für kunsthandwerkliches Arbeiten befindet. Unterhalb des oberen Mühlteiches befindet sich das Heimatmuseum Wennigsen, in dem sich neben wechselnden Ausstellungen zu verschiedenen Themen auch Dauerausstellungen zur Ortsgeschichte, alten Handwerksberufen, dem Deisterbergbau sowie der vorherigen Nutzung des Gebäudes als Wassermühle befinden.

Als sehenswerte Objekte sind zusammenfassend das Kloster mit seinem romanischen Wehrturm von 1150, der Wasserpark mit einer rein biologischen Wasseraufarbeitung, das Heimatmuseum Wennigsen in der Oberen Mühle aus der Zeit um 1700, die Kunstwerke Doppelhelix und Sonnenuhr (Spirale des Lebens von Hugo Kükelhaus) des Wennigser Feinmechanikermeisters Erich Pollähne, die Wennigser Wasserräder im Deister sowie das unter Denkmalschutz stehende Altes Zollhaus Wennigsen von 1822 hervorzuheben.

Siehe auch:

Sehenswürdigkeiten nach Ortschaften[Bearbeiten]

Argestorf:

Bredenbeck:

Degersen:

Evestorf:

Holtensen:

Sorsum:

Steinkrug bei Bredenbeck:

Wennigsen:

Wennigser Mark:

Deister:

Weitere Touren zu Sehenswürdigkeiten:

  • Der grüne Faden. Wandertour durch Wennigsen[31]
  • Die grüne Kette. Fahrradtour durch acht Wennigser Ortschaften[32]
  • Auf Laves Spuren.[33] Historische Führung auf den Spuren des königlichen Hofbaumeisters durch Bredenbeck

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Frühjahr:

  • Ostermarkt auf dem Hof der Kornbrennerei Warnecke in Bredenbeck.
  • Eröffnung der Wennigser Wasserräder und des Wennigser Wasserparks.
  • Maibaumaufstellen in Argestorf, Bredenbeck, Degersen und Holtensen.
  • Deistertag: Auftakt zur Wandersaison im Deister, Waldparkplätze.
  • Wennigser Kunstspur – Tag des offenen Ateliers. Alle zwei Jahre öffenen über 30 Wennigser Ateliers ihre Türen.

Sommer:

Herbst:

  • Gutsfest auf dem Rittergut der Freiherrn Knigge in Bredenbeck.
  • Wennigser Cruisinglauf: Schülerlauf, Walking und Halbmarathon.
  • Regionsweiter Entdeckertag mit Museumsfest am Heimatmuseum.
  • Bauernmarkt auf dem Hof der Kornbrennerei Warnecke in Bredenbeck.
  • Obstweinfest Holtensen mit Wahl der Weinkönigin.

Winter:

  • Adventsmarkt auf dem Hof der Kornbrennerei Warnecke in Bredenbeck.
  • Klassische Adventskonzerte in der Klosterkirche Wennigsen.
  • Weihnachtsmarkt auf dem Feuerwehrplatz Wennigsen.

Bildungs- und Betreuungseinrichtungen[Bearbeiten]

Sophie Scholl Gesamtschule Wennigsen (Kooperative Gesamtschule)

Schulen[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befinden sich die Grundschulen in Wennigsen und Bredenbeck. In Wennigsen selbst befindet sich die Sophie Scholl-Gesamtschule, eine Kooperative Gesamtschule, die aus dem ehemaligen Schulzentrum Wennigsen mit Orientierungsstufe, Haupt- und Realschule, hervorging. Die Besonderheit dieser Schule ist, dass in den Jahrgängen 5 bis 7 der Unterricht integrativ erfolgt. Dies wiederum bedingt, dass die Schüler im Gymnasialzweig das Abitur erst nach 13 Jahren ablegen können. Da die Sophie Scholl Gesamtschule über keine eigene Oberstufe verfügt, gibt es eine Kooperation mit der KGS im Ronnenberger Ortsteil Empelde für den Besuch der dortigen Oberstufe. Ab dem Schuljahr 2013/2014 kann erstmals das Abitur nach 13 Schuljahren an der KGS abgelegt werden. Seit dem Schuljahr 2007/2008 erfolgt schrittweise die Einführung von Ganztagsunterricht. Für den Betrieb als Ganztagsschule sind Erweiterungen im Bau.

Im Ortsteil Sorsum befindet sich eine Waldorfschule mit angegliedertem Kindergarten.

Kindergärten[Bearbeiten]

Im gesamten Gemeindegebiet befinden sich 12 Kindergärten die von sieben Träger bewirtschaftet werden. Im Ortsteil Degersen ist ein Sprachheilpädagogischer Kindergarten und in Holtensen ein Heilpädagogischer Kindergarten. In Wennigsen befindet sich der Emmaus Kindergarten als Kindergarten mit christlicher Konfession. Bis auf die beiden kleinsten Ortsteile Argestorf und Evestorf ist in jedem Ortsteil eine Kinderbetreuung gegeben. Von 2012 bis 2013 wird der Kindergarten Vogelnest in Passivhaus ähnlicher Bauweise neu gebaut. Für alle entsprechenden Angelegenheiten wurde 2009 ein Familien- und Servicebüro im Rathaus eingerichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Adolph Freiherr Knigge

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wennigsen (Deister) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. s. DWD Klimadaten Sonnenscheindauer
  3. s. DWD Klimadaten Niederschlag
  4. Grabungen Vogelnest (29. März 2012).
  5. Michael Hemme: Unbekannte korrigieren Schild in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 5. April 2012
  6. a b c 750 Jahre Wennigsen 1200–1950. Herausgegeben vom Vorbereitenden Ausschuß für die 750-Jahrfeier der Gemeinde Wennigsen. Gedruckt 1950 bei den Buchdruckwerkstätten Hannover, S. 8f.
  7. Entstehung der Ortsnamen und ihre Bedeutung (3. Juni 2006).
  8. Deisterkreisel (28. Mai 2006).
  9. Calenberger Zeitung: Früherer Gemeindedirektor gestorben (7. Oktober 2006).
  10. http://www.wegweiser-kommune.de/
  11. Bevölkerungsprognose 2012 bis 2020/2025. Schriften zur Stadtentwicklung Heft 112. Region Hannover April 2012.
  12. Demographiebericht Wennigsen (Deister), Mai 2010
  13. Demographiebericht Wennigsen (Deister), Mai 2010
  14. Internetseite Unternehmerbüro Hannover – Trends und Fakten 2006 (14. Juni 2006).
  15. Findcity Gemeinde Wennigsen (18. September 2007).
  16. Burgstemmen: Geschichte Burg und Grafschaft (18. September 2007).
  17. Unternehmerbüro Region Hannover; GfK Kaufkraftkennziffern 2010
  18. Creditreform Niedersachsen, Schuldneratlas 2005.
  19. Gemeinde Wennigsen (Deister)
  20. WIG Wennigsen e.V. (13. September 2011).
  21. http://www.wennigsen.net/freizeit-und-tourismus/radverkehr.html
  22. Gutachten und Potentialabschätzung, e4 Consult, September 2009
  23. Klimaschutzaktionsprogramm der Gemeinde Wennigsen (Deister) 2010
  24. http://www.klimaschutz-hannover.de/Klimaschutz-Aktionsprogramm_We.2228.0.html
  25. http://www.ifib.de/blog/index.php/site/comments e2democracy_forschungsprojekt_des_ifib_erhaelt_auszeichnung_der_deutschen_u.
  26. http://www.klimaschutz-hannover.de/Klimaschutz-Aktionsprogramm_We.2228.0.html
  27. Beteiligungsprojekt „Hohes Feld“
  28. http://www.behoerden-spiegel.de/icc/Internet/sub/48f/48f10d7f-2648-e631-6c46-05d7b988f2ee,,,aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000003
  29. http://www.politik.de/politik-de/themen_diskutieren/blog?dboxU=/de/blogs/blog/post/b/erfolgsgeschichten/p/41285&dboxC=1202
  30. Klimaschutzaktionsprogramm der Gemeinde Wennigsen (Deister) 2010
  31. Der grüne Faden.
  32. Die grüne Kette.
  33. Auf Laves Spuren.