Wepa Papierfabrik

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WEPA Papierfabrik - P. Krengel GmbH & Co. KG
WEPA Logo.svg
Rechtsform Industrieholding SE[1]
Gründung 1948
Sitz Arnsberg, Deutschland
Mitarbeiter 2.900
Produkte Toilettenpapier, Küchentücher, Taschentücher, Kosmetiktücher, HandtuchpapierVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.wepa.de
Werk Marsberg-Giershagen

Die Wepa Papierfabrik (Westfälische Papierfabrik) mit Sitz in Arnsberg-Müschede stellt Hygienepapier, Toilettenpapier, Küchentücher u. a. her. Mit über 950 Mio. Euro Umsatz in 2011 zählt die Wepa-Gruppe zu den vier stärksten Unternehmen im europäischen Hygienepapierbereich und beliefert mit mehr als 2.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Polen Kunden in Gesamteuropa.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1948 gründete Paul Krengel senior in Müschede die Westfälische Papierfabrik und betrieb einen Großhandel für Schrank-, Einschlag- und Geschenkpapier. Die eigentliche Papierverarbeitung begann 1953. Im Jahr 1958 wurde eine erste Papiermaschine angeschafft. Im selben Jahr begann sich die Wepa auf die Herstellung von Hygienepapieren zu konzentrieren. Anfang der 1960er Jahre kam eine zweite Papiermaschine hinzu. Zunächst nur zur Weiterverarbeitung wurde 1963 in Marsberg-Giershagen ein Zweigwerk errichtet. Im Jahr 1968 begann in Giershagen eine Erweiterung der Produktion um die Herstellung von Papiertaschentüchern. Damit einher ging die Aufstellung einer weiteren Papiermaschine. Durch einen Großbrand wurde 1970 das Stammwerk fast völlig zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Im Jahr 1974 erfolgte die Einrichtung einer Papiermaschine zur Herstellung von Tissuepapier in Giershagen. Im selben Jahr kamen Haushaltstücher zur Produktpalette hinzu. Auch in Müschede wurde 1983 eine Tissuepapiermaschine eingerichtet. Diese verarbeitet nur noch Altpapier. Im Jahr 1989 wurde in Giershagen die inzwischen siebte Papiermaschine angeschafft. Gleichzeitig wurde eine biologische Abwasseranlage in Betrieb genommen. Seit Anfang der 1990 expandierte das Unternehmen unter anderen in Sachsen. Im Jahr 1996 erfolgte in Marsberg die Eröffnung eines eigenen Kraftwerkes. Ein Jahr später wurden die beiden ersten Papiermaschinen durch eine neue Anlage ersetzt. Im Jahr 2006 übernahm Wepa das ehemalige Hakle-Werk und 2008 folgte die Übernahme der italienischen Kartogroup.

Im Jahr 2010 erwarb der Investor Pamplona Capital Partners aus London 32 Prozent der Aktien des Familienunternehmens.

Wepa ist seit August 2012 wieder vollständig in Familienhand, da die Gebrüder Krengel die Unternehmensanteile zurückkaufen konnten. Mit den Banken wurde eine Durchfinanzierungsvereinbarung für die nächsten Jahre geschlossen, so dass sich Wepa nun ganz auf das Stammgeschäft mit Hygienepapieren konzentrieren kann.[2]

Firmendaten[Bearbeiten]

Wepa ist einer der größten Arbeitgeber in Südwestfalen. Um am Markt zu bestehen und wettbewerbsfähig zu bleiben, optimierte das Sauerländer Unternehmen seine Strukturen in den vergangenen Jahren und konzentrierte sich auf eine europaweite Aufstellung. Dazu gehörte z.B. der konsequente Aufbau neuer Standorte in Europa und ein dazu passendes, logistisches Netzwerk, damit sich die Inbetriebnahme europaweiter Standorte betriebswirtschaftlich rechnet. Mit Erfolg: Im Jahr 2000 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 180 Millionen Euro, 2012 waren es 900 Millionen Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 850 im Jahr 2000 auf 2.800 im Jahr 2012.

Der Markt für Hygienepapierhersteller ist hart umkämpft, und Familienunternehmen wie Wepa können kurzfristige Umstrukturierungen nur schwer stemmen. 2012 hat Wepa ein umfangreiches Maßnahmenprogramm für alle Werke beschlossen. Dazu zählte sowohl Personalabbau in Deutschland als auch die Anpassung der Betriebsstätten in Italien auf eine Größe, die für den Markt benötigt wurde.

Produktionsstätten[Bearbeiten]

Produktionsstätte in Kriebstein

Auslandsvertretungen[Bearbeiten]

  • Büro Wepa Great Britain, Großbritannien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe Westfalenpost vom 3. Februar 2009
  2. http://www.derwesten.de/staedte/arnsberg/arnsberger-papierfabrik-wepa-auf-dem-weg-zurueck-zu-den-wurzeln-id7210657.html abgerufen am 26. April 2013

Literatur[Bearbeiten]

  •  Tanja Bessler-Worbs, Klaus Pradler (Hrsg.): Entdeckungen. Dokumente aus firmengeschichtlichen Sammlungen im südöstlichen Westfalen. Becker, Arnsberg 2001, S. 50.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wepa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.4097677.990408Koordinaten: 51° 24′ 35″ N, 7° 59′ 25″ O