Wera Igorewna Swonarjowa

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Wera Swonarjowa Tennisspieler
Wera Swonarjowa
Zvonareva 2010 bei den US Open
Nationalität: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 7. September 1984
Größe: 172 cm
Gewicht: 59 kg
1. Profisaison: 2000
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Karen Krotow
Preisgeld: 13.282.232 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 465:223
Karrieretitel: 12 WTA, 2 ITF
Höchste Platzierung: 2 (25. Oktober 2010)
Aktuelle Platzierung: 566
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 169:113
Karrieretitel: 6 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 9 (8. August 2005)
Aktuelle Platzierung: 384
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Olympische Spiele
Letzte Aktualisierung der Infobox: 23. Juni 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Wera Igorewna Swonarjowa (russisch Вера Игоревна Звонарёва, auch Vera Zvonareva; * 7. September 1984 in Moskau, Russische SFSR, UdSSR) ist eine russische Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Im Alter von sechs Jahren begann sie mit dem Tennisspielen, im Jahr 2000 wurde sie Profispielerin. 2002 erreichte Swonarjowa bereits die Top 50 der WTA-Rangliste im Einzel, im Jahr 2003 stieg sie in die Top 20 auf, 2004 kam sie mit Platz neun erstmals unter die Top Ten. Ihr erstes Finale bei einem Grand-Slam-Turnier erreichte sie 2010 bei den Lawn Tennis Championships in Wimbledon, wo sie Titelverteidigerin Serena Williams mit 3:6, 2:6 unterlag.

Swonarjowa gewann in ihrer Karriere bisher zwölf WTA-Titel im Einzel, zwei Grand-Slam-Titel im Doppel (US Open 2006 und Australian Open 2012), vier WTA-Doppeltitel sowie zwei ITF-Einzeltitel. Zudem trug sie sich im gemischten Doppel bei den US Open 2004 und den Wimbledon Championships 2006 in die Siegerliste ein.

2008[Bearbeiten]

In diesem Jahr stieß sie bis ins Finale von Doha vor, wo sie ihrer Landsfrau Marija Scharapowa mit 1:6, 6:2 und 0:6 unterlag. Außerdem erreichte sie die Endspiele von Hobart und Charleston. Bei den Olympischen Spielen in Peking gewann sie die Bronzemedaille. Beim Turnier in Doha kam sie mit Siegen über Swetlana Kusnezowa, Jelena Janković, Ana Ivanović und Jelena Dementjewa bis ins Finale, das sie jedoch mit 7:6, 0:6 und 2:6 gegen Venus Williams verlor.

2009[Bearbeiten]

Swonarjowa gewann das erste Turnier des Jahres innerhalb der Masters Series in Indian Wells, wo sie Titelverteidigerin Ana Ivanović mit 7:6 und 6:2 besiegte. Beim Family Circle Cup in Charleston verletzte sie sich im Match gegen Virginie Razzano am rechten Fußgelenk und musste einen Monat lang pausieren. Sie verpasste die French Open und lieferte danach keine überzeugenden Leistungen mehr ab, so dass sie das Jahr auf Position 9 der Weltrangliste beendete. Im November 2009 wurde ihre Verletzung schließlich chirurgisch behandelt.

2010[Bearbeiten]

Ihre größten Saisonerfolge waren das Erreichen der Endspiele von Wimbledon (Niederlage gegen Serena Williams in zwei glatten Sätzen) und der US Open, wo sie ebenso deutlich Kim Clijsters unterlag. Außerdem stand sie im Finale von Montreal. Bei den Australian Open unterlag sie im Achtelfinale Wiktoryja Asaranka in drei Sätzen. In Charleston verlor sie das Endspiel gegen Samantha Stosur und im Viertelfinale von Dubai erneut gegen Asaranka. In Pattaya verteidigte sie dagegen mit einem klaren Endspielsieg über die Lokalmatadorin Tamarine Tanasugarn ihren Titel. Am Jahresende war Swonarewa Weltranglistenzweite.

2011[Bearbeiten]

Nach dem erneuten Einzug ins Halbfinale von Melbourne gewann sie im Februar bereits ihren elften WTA-Einzeltitel. Im Endspiel von Doha bezwang sie die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki mit 6:4 und 6:4. In Roland Garros erreichte sie das Achtelfinale. In Wimbledon kam das Aus diesmal bereits in Runde drei, wo sie als Nummer 2 der Setzliste Zwetana Pironkowa 2:6, 3:6 unterlag - im Vorjahr war sie mit einem glatten Sieg über die Bulgarin ins Finale eingezogen. Beim Hartplatzturnier in Baku (Aserbaidschan) sicherte sie sich mit einem Zweisatzsieg über die Russin Xenia Perwak ihren 12. WTA-Titel. Auch in Carlsbad erreichte sie mit Siegen über Lisicki und Ivanovic das Finale, unterlag aber erneut wie eine Woche zuvor im Achtelfinale von Toronto der an 3 gesetzten Agnieszka Radwanska.

2012[Bearbeiten]

Beim Turnier in Sydney Anfang des Jahres verlor Swonarjowa ihr Erstrundenmatch gegen Swetlana Kusnezowa. Bei den Australian Open schied sie in der dritten Runde gegen Jekaterina Makarowa aus, in der Doppelkonkurrenz gewann sie jedoch an der Seite von Kusnezowa den Titel. Bei den folgenden Turnieren musste Swonarjowa jeweils frühe Niederlagen hinnehmen. Lediglich in Charleston erreichte sie das Viertelfinale. Aufgrund einer Schulterverletzung sagte sie ihre Teilnahme am Fedcup im April und am WTA-Turnier in Rom ab, später verzichtete sie auch auf die French Open. In Wimbledon musste sie in der dritten Runde gegen Kim Clijsters beim Stand von 4:6 und 3:4 aufgeben. Anschließend erreichte sie bei den Olympischen Spielen in London ebenfalls die dritte Runde, unterlag dort jedoch Serena Williams klar mit 1:6 und 0:6. Danach nahm sie verletzungsbedingt an keinem Turnier mehr teil und rutschte in der Weltrangliste bis zum Jahresende auf Rang 98 ab.

2013[Bearbeiten]

Am 12. Februar 2013 wurde Swonarjowa an ihrer lädierten rechten Schulter operiert.[1] Anfang August nahm sie nach einem Jahr Pause wieder das Training auf und kündigte eine baldige Rückkehr an.[2]

2014[Bearbeiten]

Beim WTA-Turnier in Shenzhen feierte sie im Januar ihr Comeback. Sie scheiterte dort aber ebenso in Runde eins, wie zwei Wochen später in Melbourne.

Weltranglistenposition am Jahresende[Bearbeiten]

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
357 371 45 13 11 42 24 22 7 9 2 7 98

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 4. Mai 2003 KroatienKroatien Bol WTA Tier III Sand SpanienSpanien Conchita Martínez Granados 6:1, 6:3
2. 22. Februar 2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Memphis WTA Tier III Hart (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lisa Raymond 4:6, 6:4, 7:5
3. 19. Februar 2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Memphis WTA Tier III Hart (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meghann Shaughnessy 7:63, 6:2
4. 18. Juni 2006 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Tier III Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jamea Jackson 7:612, 7:65
5. 23. Juli 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati WTA Tier III Hart SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik 6:2, 6:4
6. 4. Mai 2008 TschechienTschechien Prag WTA Tier IV Sand WeissrusslandWeißrussland Wiktoryja Asaranka 7:62, 6:2
7. 21. September 2008 China VolksrepublikChina Guangzhou WTA Tier III Hart China VolksrepublikChina Peng Shuai 6:74, 6:0, 6:2
8. 15. Februar 2009 ThailandThailand Pattaya WTA International Hart IndienIndien Sania Mirza 7:5, 6:1
9. 22. März 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indian Wells WTA Premier Mandatory Hart SerbienSerbien Ana Ivanović 7:65, 6:2
10. 14. Februar 2010 ThailandThailand Pattaya WTA International Hart ThailandThailand Tamarine Tanasugarn 6:4, 6:4
11. 26. Februar 2011 KatarKatar Doha WTA Premier Hart DanemarkDänemark Caroline Wozniacki 6:4, 6:4
12. 24. Juli 2011 AserbaidschanAserbaidschan Baku WTA International Hart RusslandRussland Xenia Perwak 6:1, 6:4

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 17. Oktober 2004 RusslandRussland Moskau WTA Tier I Teppich RusslandRussland Anastassija Myskina SpanienSpanien Virginia Ruano Pascual
ArgentinienArgentinien Paola Suárez
6:3, 4:6, 6:2
2. 8. Mai 2005 DeutschlandDeutschland Berlin WTA Tier I Sand RusslandRussland Jelena Lichowzewa SimbabweSimbabwe Cara Black
SudafrikaSüdafrika Liezel Huber
4:6, 6:4, 6:3
3. 7. Januar 2006 NeuseelandNeuseeland Auckland WTA Tier IV Hart RusslandRussland Jelena Lichowzewa FrankreichFrankreich Émilie Loit
TschechienTschechien Barbora Strýcová
6:3, 6:4
4. 10. September 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Hart FrankreichFrankreich Nathalie Dechy RusslandRussland Dinara Safina
SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik
7:65, 7:5
5. 21. März 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indian Wells WTA Premier Mandatory Hart WeissrusslandWeißrussland Wiktoryja Asaranka ArgentinienArgentinien Gisela Dulko
IsraelIsrael Shahar Peer
6:4, 3:6, [10:5]
6. 27. Januar 2012 AustralienAustralien Australian Open Grand Slam Hart RusslandRussland Swetlana Kusnezowa ItalienItalien Sara Errani
ItalienItalien Roberta Vinci
5:7, 6:4, 6:3

Mixed[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 12. September 2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Hart Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Bryan AustralienAustralien Alicia Molik
AustralienAustralien Todd Woodbridge
6:3, 6:4
2. 9. Juli 2006 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen IsraelIsrael Andy Ram Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Venus Williams
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Bryan
6:3, 6:2

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Karriere
Australian Open 1 AF 2 1 AF 1 HF AF HF 3 HF
French Open AF VF 3 3 1 AF 2 AF VF
Wimbledon 2 AF AF 2 1 2 3 F 3 3 3 F
US Open 3 3 AF 3 3 2 AF F VF F

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Karriere Titel
Australian Open 1 HF VF AF AF 2 S S 1
French Open AF AF VF 2 2 2 VF 0
Wimbledon 2 VF 2 2 1 F 1 F 0
US Open 1 S 2 2 2 VF 2 S 1

Mixed[Bearbeiten]

Turnier 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Karriere Titel
Australian Open VF VF 1 VF 0
French Open HF HF 0
Wimbledon S 2 2 S 1
US Open 1 S 1 S 1

Persönliches[Bearbeiten]

Swonarjowa studierte neben ihrer Tenniskarriere in Moskau Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums und schloss das Studium nach sechs Jahren während ihrer verletzungsbedingten Auszeit im Sommer 2013 mit dem Mastergrad ab.[3][4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wera Swonarjowa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schulteroperation: Weiter Zwangspause für Zvonareva. In: tennisnet.com. 15. Februar 2013, abgerufen am 9. August 2013.
  2. Baldige Rückkehr: Zvonareva wieder im Training. In: tennisnet.com. 9. August 2013, abgerufen am 9. August 2013.
  3. Zvonareva Graduates In Moscow. In: wtatennis.com. 10. Juli 2013, abgerufen am 25. Oktober 2013 (englisch).
  4. name="sh2013"