Werauhia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt wird gerade im größeren Maße bearbeitet oder ausgebaut. Warte bitte mit Änderungen, bis diese Markierung entfernt ist, oder wende dich an den Bearbeiter, um Bearbeitungskonflikte zu vermeiden.

Dieser Baustein sollte nur für kurze Zeit – in der Regel einen Tag oder wenige Tage – eingesetzt und dann wieder entfernt werden.

Werauhia
Werauhia spec., Epiphyten im Habitat in Costa Rica.

Werauhia spec., Epiphyten im Habitat in Costa Rica.

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Tillandsioideae
Gattung: Werauhia
Wissenschaftlicher Name
Werauhia
J.R.Grant

Die Pflanzengattung Werauhia gehört zur Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae), zu der auch die Ananas gehört. Die etwa 84 Arten sind in der Neotropis weit verbreitet.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten]

Blütenstand mit offenen Blüten von Werauhia williamsii

Werauhia-Arten sind immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanzen und sind meist Epiphyten oder Lithophyten, sie wachsen also auf Bäumen oder an Felsen. Meist sind es Trichterbromelien. Die Trichter („Zisternen“) zum Sammeln von Wasser und Nährstoffen entstehen dadurch, dass ihre Sprossachsen gestaucht sind und die Laubblätter dicht in Rosetten zusammen stehen und sich überdecken. Die parallelnervigen Laubblätter sind ganzrandig und meist schwertförmig. Einige Arten können sehr groß werden, mit 2 bis 4 Meter hohen Blütenständen und Trichterdurchmessern von über 1 Meter. Sie brauchen viele Jahre bis zur Bildung ihres Blütenstandes.

Die großen Hochblätter der Blütenstände sind bei vielen Arten lange haltbar. Die Blütenstände können unverzweigt oder verzweigt sein. Meist sind die Blüten einseitswendig am Blütenstand angeordnet. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig mit doppelter Blütenhülle. Die drei Kronblätter sind nicht verwachsen mit zwei Schüppchen (Ligulae) als Anhängsel und meist cremefarben bis gelb oft mit grünen Spitzen. Drei Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen Fruchtknoten verwachsen. Sie blühen meist nachts und die Bestäubung erfolgt meist durch Fledertiere (Chiropterophilie).

Es werden Kapselfrüchte gebildet. Die Samen haben einen „Fallschirm“ ähnlich wie bei der Pusteblume.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Werauhia gehört zur Tribus Vrieseeae W.Till & Barfuss in der Unterfamilie Tillandsioideae innerhalb der Familie der Bromeliaceae. Die Systematik der Unterfamilie Tillandsioideae ist wegen der Abgrenzungsproblematik der Gattungen und neuerer phylogenetischer Untersuchungen, nach denen die ursprüngliche Gattung Vriesea in drei Gattungen (Vriesea, Alcantarea und Werauhia) aufgeteilt wurde, steten Veränderungen unterworfen. Diese Arten waren in der Gattung Vriesea eingegliedert, 1995 stellte Jason R. Grant in The resurrection of Alcantarea and Werauhia, a new genus. in Trop. Subtrop. Pflanzenwelt, Band 91, 28. die neue Gattung Werauhia auf. Der Gattungsname Werauhia ehrt den deutschen Botaniker Werner Rauh (1913 bis 2000). [1], [2].

Das weite neotropische Verbreitungsgebiet der Gattung Werauhia erstreckt sich vom südlichen Mexiko über Zentralamerika und die Karibischen Inseln bis nach Peru und ins nordöstliche Brasilien. Das Zentrum der Artenvielfalt befindet sich in den Gebirgen Costa Ricas und Panamas.

Es gibt etwa 87 Arten in der Gattung Werauhia:[3][4]
Habitus und Blütenstände von Werauhia insignis im Habitat
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Werauhia ochracea
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Werauhia ororiensis im Habitat
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Werauhia ororiensis im Habitat
Habitus und knospige Blütenstände von Werauhia tarmaensis
Habitus, junger und alter Blütenstand der Grünblütigen Werauhie (Werauhia viridiflora)
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Werauhia werckleana im Habitat

Quellen[Bearbeiten]

  • Werner Rauh: Bromelien - Tillandsien und andere kulturwürdige Bromelien., Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-6371-3
  • Michael H. J. Barfuss, Rosabelle Samuel, Walter Till, Tod F. Stuessy: Phylogenetic relationships in subfamily Tillandsioideae (Bromeliaceae) based on DNA sequence data from seven plastid regions. In: American Journal of Botany, Volume 92, 2005, S. 337-351: Volltext - online.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jason R. Grant: An Annotated Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae, Onlineversion aus Selbyana, Volume 19, Issue 1, 1998, S. 91-121: Fulltext - Online.
  2. J. R. Grant: Addendum to „The resurrection of Alcantarea and Werauhia, a new genus“ (Bromeliaceae: Tillandsioideae). In: Phytologia, Volume 78, 1995, S. 119–123.
  3. Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International. (PDF-Datei; 314 kB)
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s In „Species Index“ auf Werauhia klicken bei Eric J. Gouda, Derek Butcher, Kees Gouda: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 3.1 (2012). zuletzt eingesehen am 12. Dezember 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Werauhia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien