Werkgerechtigkeit

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Werkgerechtigkeit ist ein zentraler theologischer Begriff aus der lutherischen Rechtfertigungslehre. Sie steht für die Ansicht, man könne vor Gott gerechtfertigt sein, wenn man gute Werke tut. - Diese Ansicht lehnte Luther ab und betonte die Rechtfertigung aus der Gnade Gottes im Glauben an den erlösenden Tod und die Auferstehung Jesu Christi.

Die meisten christlichen Kirchen lehren, dass der Mensch nicht aufgrund seiner guten Werke vor Gott gerechtfertigt wird, sondern durch Gottes Gnade. Insbesondere in der evangelischen Theologie wird dies zusammengefasst in den Grundsätzen Sola gratia und Sola fide (dt. „allein aus Gnade“ und „allein durch den Glauben“). Ein Gegenentwurf zur Werkgerechtigkeit stellt die Prädestinations-Lehre des Calvinismus dar. Die reformierten Theologen Johannes Calvin und Ulrich Zwingli vertraten ursprünglich die schärfste Form der Prädestination, d. h. die grundsätzliche Vorherbestimmung jedes einzelnen Menschen entweder zur Seligkeit (ohne Verdienst) oder zur Verdammnis (ohne Schuld) als doppelte Prädestination.

Gemeinschaften, denen von lutherischer oder reformierter Seite oft Werkgerechtigkeit vorgeworfen wird sind (u.a.):

Literatur[Bearbeiten]

Siehe: Rechtfertigungslehre