Werksatz
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Unter Werksatz versteht man den Schriftsatz von größeren Werken mit umfangreichem Fließtext, beispielsweise Bücher und umfangreichere Periodika, im Gegensatz zum Akzidenzsatz. Formeln können im Werksatz durchaus vorkommen, auch Abbildungen, aber keine dekorativen Elemente wie Kontursatz oder Hinterlegung des Textes mit Abbildungen.
Bei der Erstellung von Werken im Werksatz werden im wissenschaftlichen Bereich Programme wie LaTeX, TUSTEP, 3B2 oder FrameMaker eingesetzt, in der Verlagsherstellung werden meist klassische Satzprogramme wie Adobe InDesign oder Quark XPress verwendet.
In der Periode des materiellen Schriftsatzes (Bleisatz) bezeichnete Werksatz auch die Satzabteilung einer Verlags- oder Zeitungsdruckerei, die für den Schriftsatz regelmäßiger Druckwerke, die so genannte Periodika, zuständig war, also beispielsweise für den Zeitungs- und Buchschriftsatz. Gelegentlicher und werblicher Schriftsatz, beispielsweise Werbeanzeigen und Geschäftsdrucksachen, wurde als Akzidenzsatz bezeichnet.

